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Ur. 199 Zweiter Ufoff

Gietzener Anzeiger lGenerai-Anzeiger für Vberhessen)

Montag, 27. August 1934

Herbst-Regatta beim Verein Rudersport.

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Links oben: Renngememichaft gewinnt im Iunior-Dierer vor GRG. Rechts oben: Der spannendste Kamps des Tages: Wiesbaden-Biebrich gewinnt den zweiten Jungmann-Vierer mit Vio Sekunde Vorsprung vor Wetzlar 1880. Links unten: Der Große Achter auf der Strecke; links der Ächter der Renngemeinschaft Gießen; rechts voraus der Achter der GRG Rechts unten: Der Schlußachter. Ueberlegener Sieg der Saarbrückener Mannschaft.

Mit der Herbstregatta, die alljährlich der Verein Rudersport 1913 ausrichtet, neigt sich die rudersport­liche Saison in unserer Stadt dem Ende zu. Der Stadteachter, der voraussichtlich am Samstag, 8. September, zum Austrag gelangen wird, wird den offiziellen Beschluß bilden. Die Starts unserer hiesigen Mannschaften auf auswärtigen Regatta- plägen werden seltener werden. Mit dem Gießener Rudersport im Jahre 1934 kann man sehr wohl zufrieden sein. Es ist viel Aufbauarbeit geleistet worden Und wenn es nicht immer lauter erste Siege gab, so sah man doch immer wieder, daß sich die Gießener Ruderer tapfer einsetzten und ehrenhaft ihre Rennen bestritten Mit besonderer Freude wurde sicherlich allgemein die Bildung der Renngemeinschaft (GRG. und Verein Rudersport) begrüßt worden sein.

Der Regatta ging am Samstagabend ein

Begrützungsadend

dann die Gießener das Tempo und ließen der Mann­schaft derAmicitia" den zweiten Platz. 1.Bo­russia" Frankfurt 2:04,9 Min, 2.Amicitia" Frank­furt 2:11,0 Min., 3 RK Hassia Gießen 2:11,5 Min.

Erster Lahn - Vierer: Ein Lokalkampf GRG. gegen Renngemeinschaft GRG. lag bei 1000 Meter eine Länge vor und behielt den Vorsprung fast bis ins Ziel. Auf den letzten 150 Meter gab es auf die Jntiative der Mannschaft der Renngemein­schaft hin einen scharfen Endspurt, die GRG be­hielt aber doch die Oberhand Die Renngemeinschaft hielt sich sehr tapfer und ließ dem Gegner nur etwa eine halbe Länge Vorsprung. 1. GRG. 6:38,8 Min.; 2 Renngemeichchaft Gießen 6:40,1 Minuten

Den Jung mann - Einer machten, nachdem fünf Meldungen vorlagen und die übrigen im Vor­rennen ausschieden, der Krefelder Deuten und der Gießener S ch ö n d o r f unter sich aus. Deußen siegte. Schöndorf, der nicht viel trainieren konnte,

voraus. Der Führer des Vereins Rudersport, Herr Levermann hieß alle Teilnehmer herzlich will­kommen. Sein besonderer Gruß galt den Gästen von der Saar, etwa 15 Ruderern, die sich einge­funden hatten. In seiner kurzen Ansprache betonte er, daß die Ruderer von der Saar zu den treue­sten Gästen der Herbstregatta m Gießen zählten. Es sei besonders erwähnenswert, daß es sich die Saar-Ruderer nicht nehmen ließen, an der Regatta teilzunehmen, obwohl sie alle auch sehr gerne zur Saarkundgebung in Koblenz gewesen wären. Der Wunsch aber, die sportliche Tradition ohne Pause aufrechtzuerhalten, habe die Gäste veranlaßt, nach Gießen zu kommen. Das stelle ihrer sportlichen Auffassung ein höchst ehrenvolles Zeugnis aus. Nachdem sich der Redner noch in wenigen Worten mit der hohen Bedeutung des gegenwärtigen Rin­gens um das Saarland beschäftigte, schloß er seine Ansprache mit einem dreifachenSieg-Heil" auf den Führer. Der Abend, der in feinem weiteren Ver­lauf der kameradschaftlichen Unterhaltung gewidmet war, brachte allen Teilnehmern einige anregende Stunden.

Zur Regatta am Sonntag herrschte ideales Wet­ter. Am Vormittag wurden die notwendigen Vor­läufe ausgetragen, die flott durchgeführt wurden. Der Nachmittag brachte die Hauptrennen. Klarer Sonnenschein lag über dem landschaftlich schön ge­legenen Platz des Vereins Ruderfvort. Vor dem Klubhaus herrschte reges Leben. Allmählich hatte sich eine stattliche Anzahl Zuschauer eingefunden. Der Besuch hätte allerdings etwas stärker sein dür­fen. Die Rennen begannen sehr pünktlich und wur­den auch ohne wesentliche Verspätungen durchgeführt. Musik, durch Lautsprecher übertragen, unterhielt die Gäste während der Pausen. Durch ständige lieber- mittluna der Rennverlaufes wurden die Zuschauer unterrichtet. Das sportliche Ergebnis der Regatta hätte etwas bester sein dürfen Die Organisation der Regatta ließ'nichts zu wünschen übrig.

Ergebnisse der Hennen

Lahn - Jungmann - Vierer: Die Wetz­larer holten sich den Sieg. Die Mannschaft der GRG. machte den Eindruck, als wollte sie sich etwas schonen. RK Hassia gab leider auf Wetzlar siegte mit klarem Vorsprung. 1 Wetzlarer RK 1880 6:10,4 Minuten 2. GRG. 6:23,0 Min.; Hassia auf- gegeben.

Zweiter Vierer:Saar" übernahm zu­nächst die Führung und lag bei 1000 Meter etwa eineinhalb Längen' vor Mainz-Kastel. Dann dräng­ten die Kasteler und holten auf. Auf den letzten 100 Meter gab es einen schönen Endspurt.Saar" lan­dete den Sieg nur mit knappem Vorsprung. Die Bochumer lagen weit zurück. 1.Saar" Saarbrücken 5:57,4 Min; 2 Mainz-Kasteler RG 5:59,4 Min.. 3. RV. Bochum 7:00,0 Minuten.

Im Jugend-Gig-Vierer gab es zunächst zwei Fehlstarts (1000 Meter). Nach dem dritten Start lagen die Boote zunächst gut zusammen. All­mählich fiel die Mannschaft vonAmicitia" Frank­furt zurück DieBorussen" führten mit etwa einer Länge vor RK Hassia Gießen. Leider unterbrachen

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Das idyllisch gelegene Bootshaus des Vereins Rudersport 1913.

lag etwa drei Längen zurück. Deußen fuhr einen sehr ansprechenden Stil. 1. Krefelder RK. 1883 6:45,1 Minuten; 2 Schöndorf, Verein Rudersport Gießen, 7:00,4 Minuten

Für den Iungmann - Dierer meldete GRG. ab. RG. Wiesbaden-Biebrich verzichtete auf den Sieg und startete dafür im Zweiten Jungmann- Vierer.

Der H e r d st - V l e r e r sah Limburger RK. 1907, RD. Bochum und RV. Eltville im Kampf. Eltville gab vorzeitig auf. RV. Bochum siegte mit + 3,4 Sekunden vor Limburg.

Den Junior-Vierer gewann die Renn- gemeinschaft Gießen vor dem Vierer der GRG. Die Renngemeinschaft führte bei 1000 Meter mit zwei Längen. GRG. holte dann auf, zum Siege reichte es aber nicht. Die GRG.er schienen etwas matt zu rudern. Zeitunterschied 1,5 Sekunden.

Herb st-Einer: 1. Deußens zweiter Sieg! 1 Krefelder RG. 1883; 2. Medard, Mainz-Kasteler RG., + 5 Sekunden. r

Herb st-Vierer, Kurz st recke500 Meter: Saar" favorisierte hier. Die Mannschaft hielt besser durch. Man sah einen schönen Endspurt. 1. Saar" Saarbrücken 2:55 Min.; 2. Wetzlarer RK 1880 2:56 Min. v .

Herbst - Achter : Leider gab der Achter der Renngemeinschaft 500 Meter vor dem Ziel auf so daß Bochum unangefochten mit 5:54 Minuten den Sieger stellen konnte.

Der Zweite Jungmann - Vier er war das spannendste Rennen des Tages. RV. Wiesbaden- Biebrich Wetzlarer RK. und GRG bestritten den Kampf und lägen während der ganzen Strecke dicht bei ammen. Bei 1000 Meter hatten die Wiesbadener vorübergehend eine halbe Länge gewonnen, die Wetzlarer, heftig angefeuert van ihren Anhängern, holten in tadellosem Zwischenspurt wieder auf. Die GRG -Mannschaft hatte aufgegeben. Aus den letz­ten 300 Meter gab es einen fanatischen Kampf, den die Wiesbaden-Biedricher nur mit einer Zehn­telsekunde Unterschied für sich entscheiden konnten. 1 RV Wiesbaden-Biebrich 6:08,4 Min; 2. Wetz- lärer RK. 1^0 6-085 M-

Den Ermunterungs-Vierer entschied der Vierer von Mainz-Kastel vor Wetzlar für sich. Elt­ville gab auf. 1. Mainz-Kasteler RG. 6.15 Min; 2. Wetzlarer RK. 1880 6:22,9 Min.

Mit großem Interesse sah man dem Kampf im Großen Achter entgegen. GRG. stand gegen Renngemeinschaft. Der Derbandsachter, auf einigen Plätzen neu besetzt, erwies sich als die härtere Mannschaft. Sie erhöhte von Meter zu Meter den Vorsprung. Alle Anstrengungen des Achters der Renngemeinschaft muhten vergeblich bleiben. Be­achtenswert war aber, mit welcher Energie die Mannschaft der Renngemeinschaft ruderte. Sie ist einem starken Gegner würdig unterlegen. 1. GRG. 5:43 Min.; 2. Renngemeinschaft Gießen 5:49 Min.

Der Schlußachter sah die Saarbrückener Mannschaft einen klaren Sieg gegen den RV. Bochum landen. Die Bochumer konnten nie gefähr­lich werden. Erwähnenswert ist, daß mit dem Sieg in diesem Rennen der Trainer vonSaar" Saar­brücken, R e i f f i n g e r (Saarbrücken), die von ihm geführten Mannschaften des Vereins zum 91. Male im Zeitraum von fünf Jahren siegreich sehen konnte. Reissinger wirkte während dieser fünf Jahre nur fürSaar" Saarbrücken als Trainer. Der Er­folg des bewährten Mannes ist sicherlich nicht all­täglich.

Die Preisverteilung beschloß in würdiger Weise die Regatta.

Gaarlarid-Treuestaffel passiert Gießen ...

Die Gießener Turnerschaft und mit ihr eine Reihe von Turnern und Turnvereinen unserer oberhessi- schen Heimat und der angrenzenden preußischen Gebiete stand in der Nacht zum Sonntag in leb­hafter Erwartung des Hauvtlau^s II her Saar­land-Treuestaffel. Die Gießener Turnerschaft hatte alle Vorbereitungen auf das sorgfältigste getroffen G"^'iM" Z"it vor hrm erwarteten (Eintreffen d->r Staffel standen die Läufer bereit. Der Hauptlauf II wurde von Lauterbach her, über Grünberg, durch das Busecker Tal und Wieseck nach Gießen geführt. Bis zur Einmündung des Lichtenauer Weges auf die Marburger Straße hatten die Wiefecker Tur­ner den Köcher zu tragen. Dort übernahm ihn die Gießener Turnerschaft, und zwar die Turner des Mtv.

Das Gewitter, das in den Abendstunden des Samstags niederging, war varübergezogen, nur von den Bäumen fielen noch schwere Tropfen. Der Lauf wurde in unserem engeren Bezirk von dem Unroefhr N'cht mehr beeinträchtiat. An her Mar­burger Straße sollte der Nebenlauf von Kassel erwar- t-'t werden d-'r aber erst, sicherlich infolge des schweren Reaens, etwas foäter p'ntraf. D' Män­nerturner brachten daher den Köcher zunächst zum Marktplatz, kehrten dann wieder auf ihre Posten zurück und erwarteten nunmehr den Nebenlauf von Kassel. Als dieser Lauf nach etwa 10 Minuten ein- oetroffen war, wurde auch diese Urkunde zum Marktplatz aebracht

Der großartige Staffellauf erreichte gegen 2.38 Uhr unsere Stadt. Aus dem Marktplatz, wo dem Köcher die Treue-Urkunde der Stadt Gießen zu ©anr und Führer beiqegeben wurde, fand sich eine verhältnismäßig stattliche Anzahl von Volksgenos­sen ein. Ueberall öffneten sich auch die Fenster der umliegenden Häuser, und mit Interesse verfolgte man allgemein den Verlauf dieses außerordentlichen sportlichen und organisatorischen Ereignisses.

Oberturnwart Paul hielt ein kurze Ansprache, in der er besonders darauf hinwies, daß die Stadt Gießen die erste Stadt fei, die dem Köcher eine be­sondere Urkunde beifüge. Er würdigte in kurzen Worten die Bedeutung des großen Laufes und er­innerte an die Notwendigkeit des Einstehens für unsere Brüder an der Saar. Sodann gab er auch die inzwischen etnqetroffenen Urkunden der Neben- läufe von Kassel, von Vilbel und vom Hoherodskopf ^'tztere über Friedberg geleitet) dem Köcher bei, und

die Läufer, nunmehr die Mitglieder des Turnvereins 1846 Gießen, setzten den Staffellauf bis kurz vor Heuchelheim fort. Dort übernahmen die Heuchel­heimer Turner den Köcher und brachten ihn ihr Teil auf der großen Strecke weiter.

Für den Staffellauf hatten sich die hiesigen Tur­ner, wie auch die Turner der an der Strecke Liegenden Ortschaften mit großer Begeisterung zur , Verfügung gestellt. Die Läufer selbst gehörten allen ! Altersklassen an. Die jüngsten der Teilnehmer wa- | ren 14 Jahre alte, die ältesten über 50 Jahre. Ver­schiedene aktive Läufer hatten größere Strecken zu bewältigen. Erwähnenswert ist, daß unser Gießener Turner Karl Reuter, nachdem er seine Strecke innerhalb unserer Stadt gelaufen hatte, die Fahrt mit dem Wagen der Leitung des Staffellaufes fort- fetzte, um dann in Koblenz als letzter Läufer des Hauptlaufes II den Köcher zu übergeben.

Die Durchführung des Laufes in unserer enge­ren Heimat vollzog sich völlig reibungslos. Im Ver­lauf einer guten halben Stunde (einschließlich der vorgesehenen Pause von 10 Minuten auf Markt­platz) war die Staffel im Bereich unserer Stadt vorwärts getragen worden. Der glatte Verlauf war insbesondere der ausgezeichneten Organisations­arbeit zu danken, die hier geleistet worden war. Die Leitung im Gau oblag dem Gauoberturnwart Paul- Gießen, für die Leitung im Bezirk zeichnete Bezirksturnwart Paul Schüler- Wetzlar verant­wortlich und für die örtliche Leitung in Gießen hat­ten sich die Oberturnwarte H u ß k e (MTV.) und Erb mit bestem Erfolg eingesetzt.

Gießener Leichtathleten siegen beim Olympia-Werbesportfest in Kastei.

Eine groß aufgezogene Leichtathletikveranstal­tung ging gestern in Kassel vonstatten. Eine Reihe Spitzenkönner aus dem Reich, insbesondere auf läuferischem Gebiet, sowie die besten Leichtathleten des Gaues Nordhessen hatten sich zum Olympia- Werbesportfest auf der Hesfenkampfbahn eingefun­den. Infolge der starken Regengüsse am Samstag wies die bekannte Bahn nicht die Schnelligkeit von sonstigen Tagen auf; um so höher einzuschätzen ist daher die von dem KTV. Wittenberg gestern mit 7:40,1 Min. aufgestellte deutsche Höchstleistung in der 3 X 1000-Meter-Staffel.

Welche Rolle die Gießener Leichtathleten bei dieser Veranstaltung spielen würden, war nicht vorauszusehen. Es erwies sich, daß sie die ihnen zugedachte Aufgabe glänzend lösten und fünf erste, einen zweiten, einen dritten und einen vierten Sieg an ihre Fahnen hellen konnten. In den Lauf­konkurrenzen waren Baumstieaer (1900), P e - t e r 5 (1900) und Holzapfel (MTV.) am Start. Die Gießener präsentierten sich in ausgezeichneter Form. Der MTV.er feierte einen schönen Sieg im 10000-Meter-Lauf in 34:14,7 Min. Dieckmann (Hannover) einst zur deutschen Elite gehörend, oob in diesem Rennen auf. In einer sehr auserlesenen Gesellschaft befand sich Peters im 800-Meter- Einladungslaus. Gegen Dessecker (Stuttgart), Mertens (Wittenberg) und Danz (Kassel) m^r natürlich nichts auszurichten, der 1900er hinllrii-tz jedoch mit seiner Zeit von 2:02.6 Min auf h-m vierten Platz einen recht guten Eindruck Bäum­st i e g e r (1900) bestritt die 1500 Meter offen Bei etwa 1000 Meter (gelaufen in 2:48,9 Min.) hcllte er sich an die Svitze des Feldes gefetzt und gewann die Streck» nach einem fast 100 Meter hauern^n Brust-an-Bpust-Kampf mit Brnck (Rotenburg) Die Gießener Werfer Luh (VfB-Reichsbahn) "nb Unterfeldwebel Gugel 1./15. (1900) machten ihre Sache ebenfalls ausgezeichnet. Nachdem der 1 W»r im Werferfünfkampf noch bis zur letzten Konkur­renz geführt hatte, sicherte sich Luh mit d-m .Hammerwerfen den Siea mit der beachtlichen Punktzahl von 3434.30 Punkten. Gary (Mar­burg), ein Hammerwurfspezialist, konnte sich zum Schluß ebenfalls noch vor den Spielvereinigunas- mann schieben. Unterfeldwebel Gugel kam iehach im Diskuswersen (Einladuna) zu einem schönen Sieg mit 42,05 Meter. Im Kuaelstoßen lagen die beiden Gießener auch stets in Front. Das belfere Ende behielt diesmal Luh für sich. Die beiden Kontrahenten trennte allerdings nur ein einziger Zentimeter.

lieber die einzelnen Ergebnisse berichten wir noch.

Fußball Eraebniste des Gonntaa^

1900 I. verlor in Biedenkopf mit 3:1 Toren 1900 II. Nidda I. 0:2; 1900 III. Wißmar l 10; 1900 I. Jugend T"utonia Watzenborn-Steinberg Jugend 2:1; 1900 Schüler Großen-Buseck Schü- (er 4:0.

Gckmelina besteai Aen'er.

Die Hamburger Dirt-Track-Bahn bei Lokstedt hatte am Sonntag einen ganz großen Tag. Fast 100 000 Zuschauer waren gekommen, um den Aus- scheidungskampf für die Boxweltmeisterschall im Schwergewicht zwischen den beiden Deutschen Wal­ter N e u s e l und Mar S ch m e l i n g zu sehen Im Kampf zeigte sich Schmeling als besserer und erfah­renerer Boxer. Schon von der vierten Runde an machte sich die Ueberlegenheit Schmelings bemerk­bar. In der achten Runde war N-ufel bereits fo angeschlagen, daß er, als die neunte Runde anae- läutet wurde, den Kampf aufqab. Schmelinq wurde für feinen Sieg durch technischen k. o. von den Zu- schauermassen stürmisch gefeiert.

Kurze (Sportnofüen.

Einen neuen Weltrekord stellte der ame­rikanische Automobilrennfahrer Joe Kenkins auf. Er legte in 24 Stunden 4913,568 Kilometer zurück, was einem Stundendurchschnitt von 204,732 Kilo­meter entspricht.

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Zwei neue deutsche 21 u t o f i e g e gab es beim Großen Autvpreis der Schweiz. In der gro­ßen Klasse der Rennwagen siegte Hans Stuck auf Auto-Union in 3:37:51,6 Stunden vor feinem Stallgefährten Momberger und dem französischen Bugatti-Fahrer Dreysuß.

Exweltmeister Lacquehay siegte am Sonntag bei den alsWeltmeisterschafts-Revanche" aufgezogenen Radrennen in Paris in 1:23:21 Stunden vor dem Kölner Krewer, der 7 Meter zu­rück als Zweiter einkam. Weltmeister Metze wurde hinter W a m b ft und Paillard Letzter.

Deutsche Strammei st er im Schwim­men wurden bei den in Bremen ausgetragenen Titelwettbewerben der Breslauer Schubert bei den Herren und Gerda Stegemann - Magde­burg bei den Damen.