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nach Entdeckung neuer Kalilager ihren Wirkungs­kreis immer mehr ausgedehnt. Ihre Standorte sind jetzt das Magdeburg-Stahsurt-Hallenser-Gebiet, die Provinz Hannover mit dem nördlichen Harzvorland, das Südharzgeblet, das Werragebiet und Südbaden.

Aus nationalwirtschaftlichen Gründen war es in der Nachkriegszeit notwendig, die Kaliförderung auf den abbauwürdigsten Vorkommen zusam­menzufassen. Der Schwerpunkt der deutschen Kaliindustrie ist von Staßfurt nach West und Süd­westen verlegt worden. Heute stehen rd. 40 modern ausgestattete Werke in Betrieb. Die von diesen ge­förderten Mengen betrugen 1929 13 Millionen t Kalirohsalze. Entsprechend der allgemeinen Wirt­schaftslage sank die Kaliförderung in den folgenden Jahren. Sie betrug 1932 nur 6 Millionen t Rohsalz, erholte sich aber 1933 wieder auf 8 Millionen t Rohsalz. Aus den Kalirohsalzen werden eine Reihe von Nebenprodukten hergestellt. Die wichtigsten davon sind Glaubersalz, Bittersalz, Chlormagnesium und Brom.

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Kaliindustrie ist durch den Krieg und seinen Ausgang in beson­derem Maße beeinflußt worden. Nachdem Frank­reich in den Besitz der im Elsaß gelegenen Kali­werke gekommen war (die ein Fünftel der deutschen Erzeugung ausmachten), gab es heftige Wett­bewerbskämpfe zwischen der so erstandenen französischen und der deutschen Kaliindustrie auf dem Weltmarkt. Sie führten schließlich zu einem Vertrag, der den Weltabsatz an Kali im Verhältnis von 70 (Deutschland) zu 30 (Frankreich) aufteilte. Kurz vor, während und nach dem Kriege wurden auch in anderen Ländern Kalisalze in abbauwürdiger Form festgestellt. In der Folge wurden so in den Vereinigten Staaten von Nord­amerika, in Spanien, Polen, Rußland, Palästina und anderen Ländern Kaligewinnungsstätten er­stellt, die jetzt auch in mehr oder minder großem Umfange Kalisalze fördern und auf den Weltmarkt bringen.

Die kalihaltigen Salze werden in Gruben von 300 bis 1100 Meter Tiefe mittelst Sprengstoffen ge­wonnen und durch Schächte zu Tage gefördert. Dort findet eine Vermahlung und bei dem größten Teil der geförderten Salze ein Anreicherungsprozeß in sogenannten Chlorkaliumfabriken statt, um Salze von hohem Kaligehalt zu schaffen. Die Kalisalze dienen bekanntlich in der Hauptsache dazu, der deutschen Landwirtschaft ein Düngemittel zu liefern, durch das dem Boden das ihm durch die Bebauung entzogene, für die Ernährung der Pflan­zen notwendige Kali wieder zugeführt wird.

Aus aller Welt.

Die Beisetzung der Todesopfer in Winterbach.

Unter stärkster Beteiligung der Behörden und der Bevölkerung wurden die Toten des Schul­hauseinsturzes in Winterbach zu Grabe getragen. Die Feier in der Kirche nahm einen tief ergreifenden Verlauf. Es sprachen nach Trauer- gefängen Pfarrer Streitberger und Prälat Gauß- Heilbronn im Namen des Landesbifchofes. Der Trauerzug zum Friedhof war von ungeheurem Ausmaß. Voran marschierten das Hitler-Jungvolk und die Schüler. In 6er Mitte der acht Toten­schreine wurde der Sarg des toten Lehrers Kohnle getragen. Am Grabe nahm Ministerpräsident und Kultusminister Mergenthaler das Wort zu einem Nachruf für die Opfer des Unglücks und »der Gemeinde wie den Angehörigen die hste Anteilnahme aus. Er teilte dann mit, daß der württembergifche Staat durch Errichtung eines neuen Schulhauses das Unglück zum Segen kommender Geschlechter wenden wolle. Er legte im Auftrage der württembergischen Staatsreglerung einen Kranz nieder. Hierauf sprach der stellv. Gau­leiter Schmidt im Auftrage des Reichsstatthalters, ferner Oberbürgermeister Strölin - Stuttgart. Mit Der TrauermusikHimmelan, nur himmelan" fand die erschütternde Feier ihr Ende.

Eine Tote und drei verletzte bei der Explosion von Feuerwerkskörpern.

In einer Halle der Feuerwerkskörperfabrik F. G. Sauer in München ereignete sich aus noch unge­klärter Ursache eine Explosion, durch die Die Halle in Brand geriet. Dabei trug die 26jährige Arbeiterin Ella Holzner tödliche Brand­wunden davon, eine andere Arbeiterin erlitt schwere, zwei weitere Arbeiterinnen leichtere Brand­wunden. Die Verletzten wurden in das Kranken­haus eingeliefrt Die Feuerwehr löschte mit zwei Schlauchleitungen den Brand.

Staubexplosion in einem amerikanischen Getreidespeicher.

Im Elevator eines Getreidespeichers in St. Louis (USA.) erfolgte eine heftige Staubexplosion. Ein Arbeiter wurde getötet, 10 verletzt, da­von 5 schwer. Die Gewalt der Explosion war so stark, daß der obere Teil des Speichers ausein­andergerissen wurde. Gleichzeitig brach ein Brand aus, der eine große Getreidemenge ver­nichtete.

23 Rinder von einem Blitz getötet.

Bei einem Gewitter über dem Meggerkoog schlug, wie aus Rendsburg gemeldet wird, ein Blitz in den Draht der Koppel einer größeren Weidefläche. Von rund 50 Stück Rindvieh hatten 23 unmittel­bare Berührung mit dem Draht. Sie wurden durch den Blitz getötet.

Zwei Riesenbrände in Ostoberschlesien. 21 Anwesen eingeäschert.

In dem Dorfe Ozarowicz im Kreise Bendzin (Ostobrrschlesien) brach aus bisher unaufgeklärte Weife ein Brand aus, der infolge des starken Windes in rasender Geschwindigkeit um sich griff. Dem Elemennt fielen 10 Gehöfte mit 20 Gebäu­den mit totem und lebendigem Inventar zum Opfer. Der Schaden beläuft sich nach den bisherigen Schätzungen auf 60 000 Zloty. In dem Dorfe Buchalowicz, gleichfalls im Kreise Bendzin, legte eine Feuersbrunst 11 Anwesen in Schutt und Asche. Bei den Löscharbeiten erlitt eine Person schwere Verletzungen. Der Sachschaden beläuft sich auf 50 000 Zloty.

Riesenbrand in einer altrumänischen Stadl.

In der Stadt Kampolung in Altrumänien brach ein Brand aus, der sämtliche Telephon- und Te­legraphenleitungen vernichtete, so daß keine Ver­bindung mit anderen Orten möglich war. Heftiger Wind und starker Wassermangel förderten die Aus- breitung des Feuers, so daß bis zum Abend im Zentrum der Stadt fünfzig Häufer in Flammen standen, darunter die wichtigsten histo­rischen Gebäude: ein Museum wurde vollkommen vernichtet, ebenso ein Krankenhaus. Unter den Kranken brach eine Panik aus, doch konnten alle gerettet werden. Erst später konnte ein Sonderzug mit Feuerwehren von Bukarest nach Kampolung geschickt werden.

Allerlei aus Familiengeschichten.

Neues Leben in alten llrkunden.

Von Walter Sieding.

In die Familienforschung ist ein ganz neuer und frischer Zug hineingekommen. Sippenforschung ist heute nicht mehr eine trockene akademische Angele­genheit, sondern sie ist Bedürfnis und Ver­pflichtung. Demgemäß sind auch die wissen­schaftlichen Ergebnisse nicht mehr trocken und ledern, sondern blutvoll und gestaltend. In alten Bindun­gen, die verdorrt erschienen, pulst neues Leben. Alte Fäden, die zerrissen waren, werden wieder angeknüpft, und immer offenbart sich Neues, aber immer offenbart sich die Bindung an das Volk, offenbart sich der Zusammenhang mit dem Werden des Volkes.

Als das Muster einer Familiengeschichte ist die der Neubulacher Ess ich anzusehen, die von Pro­fessor Adolf Essich verfaßt wurde. Der Familien­name hat nichts mit dem Essich zu tun, das Ge­schlecht leitet seinen Namen vielmehr aus dem Alt­hochdeutschen ab, ausEsiko" undÄsen", Wort­formen für die nordgermanischen Lichtgottheiten. Diese Familiengeschichte liefert aber auch ein Bei­spiel dafür, welch ein Leben in den alten Urkun­den steckt. Ludwig Essich, der aus dem Schwarz­wald stammt, erlebte einen Roman mit seiner zwei­ten Frau. Diese zweite Ehe war nicht glücklich. Die Frau geriet in den Verdacht, eine Hexe zu sein: die Anschuldigungen häuften sich: auch die Frau des Vogtes war unter den Belastungszeugen. Bar­bara Essich wurde gefangen gesetzt in den Hexen­turm in Wildberg, der noch heute vorhanden ist. Obwohl zwei Pfarrer bezeugen, daß sie ihr Amt gewissenhaft versehen und ihre kirchlichen Pflichten pünktlich erfüllt habe, wurde die unglückliche Frau aus das Gutachten der Universität hin, nachdem sie nach Anwendung des zweiten Grades der F o l t e r zugegeben hatte, mitdem Teufel ei nBünd- n i 5 zur Ausübung ihres schädlichen Treibens ge­schlossen zu haben, am 27. September 1621 in Wild- berg lebendig verbrannt. Auch Ursula Essich, die am 6. Mai 1607 in Wildberg heiratete, erlitt ein trauriges Schicksal. Obwohl sie in den Prozeßakten, die im Staatsarchiv zu Stuttgart vorhanden sind, nur zweimal erwähnt wird, wurde sie zwei Tage nachher mit dem Schwert hingerichtet.

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Luthers Nachkommen haben die Forschung seit langem beschäftigt.Svenska Dagbladet" zu Stock­holm hat vor kurzem einen Aufsatz veröffentlicht, wonach in Schweden und in Finnland mehr als 1200 Nachkommen Luthers leben sollen und der Trauring von Catharina Lutber soll sich dort int Privatbesitz befinden. Diese Angaben wurden dem Schriftführer der Lutheridenvereini­gung, Pastor Otto Sartorius, zur Prüfung zu- gesandt. Wenn diese Mitteilungen richtig wären, so würde die Zahl der nachweisbaren Nachkommen Luthers von 900 auf über 2000 steigen. Um der geschichtlichen Wahrheit willen erklärt allerdings der Pastor Sartorius zu diesen Behauptungen, daß ihm die schwedischen Angaben sehr zweifelhaft seien. Es wird da zunächst behauptet, ein Urenkel von Mar­tin Luthers Sohn,Paul-Hans", der Kaufmann Johannes Luther, fei im 17. Jahrhundert von Hol- stein nach Göteborg in Schweden gezogen. Martin Luther hatte keinen Sohn Paul-Hans, sondern zwei Söhne, von denen der älteste Hans, der jüngste Paul hieß. Daß gewisse Familien in direkter Linie von Martin Luther abstammen, kann nicht als Be­weis gelten, da solche auf Familienübertteferungen beruhenden Behauptungen sich in einer Reihe sol­cher Fälle finden, wo der Name Luther vorhanden war. Man nahm früher fast allgemein an, daß jeder, der Luther heiße, vom Reformator abstamme. Bei der Lutherseier in Wittenberg im Jahre 1883 ist es

geschehen, daß Herren, die Luther hießen, als Nach­kommen des Reformators gefeiert wurden, obgleich sie aus der Seitenverwandtschaft des Reformators stammten, und einer von ihnen aus England überhaupt nicht mit Luthers Familie ver­wandt gewesen ist.

Der Dichter Gottfried Benn hat vor kurzem auf den familiengeschichtlichen Wert und die erbbiolo­gische Bedeutung des evangelischen Pfarrhauses auf­merksam gemacht. Es hat sich herausgestellt, daß von 1600 Biographien berühmter Deutscher 861 dieser großen deutschen Männer aus evangeli- schen Pfarrhäusern stammten. . Auch Felix Dahn hat schon in früheren Jahren die Behaup­tung aufgestellt, daß seit der Reformation kaum ein bedeutender Mann in Deutschland erstanden sei, der nicht mit dem evangelischen Pfarrhaus zu­sammenhinge. Nachstehend folgen eine Reihe von Namen, bei denen diese Abstammung nachzuweisen ist: Gellert, Wieland, Lessing, Bürger, Matthias Claudius, Theodor Körner, der Kunsthistoriker Burk­hardt, der Baukünstler Schinkel, der Naturforscher Brehm, der Historiker Mommsen, die Philosophen Schelling, Nietzsche, Wundt und Daihinger, die Ge­nerale von Porck, von Clausewitz, der Kriegsminister vom Stein, der Armeeführer von Scholz und der Admiral von Scheer, der Sieger vom Skagerrak.

Ludwig F i n ck h , ein Vorkämpfer der Sippen­forschung, hat schon vor geraumer Zeit den Vor­schlag gemacht, daß die Bürger in Schwennin - g e n am Neckar mit besonderem Nachdruck Fami­lienforschung und Familienkunde treiben möchten, da eine Reihe von Schwenninger Familiennamen in der Schweiz sehr häufig abzutresfen find. Es be­stehen auch tatsächlich gewisse Verbindungen zwi­schen Schwenningen und der Schweiz, die wohl bis zu jenen Zeiten zurückreichen dürften, wo man­cher Schwenninger sich eine Schweizerin zur Frau nahm. Das muß eine Zeitlang in ausfallend star­kem Maß der Fall gewesen fein. Man kann.näm­lich heute noch in Scyaffhausen von demRaub der Sabinerinnen durch die Schwenninger" erzählen hören. DieserWeiberraub" fand in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg statt. Während des Krie­ges hatten viele Schwenninger Bürger Zuflucht im nahen Schweizer Kanton Schaffhausen, auch im Kanton Thurgau gesucht und gefunden. Manche haben sich dort mit Schweizerinnen verheiratet. Später ist bann ein Teil wieder in die Heimat zu- ruckgewandert; andere sind in der Schweiz, vor­nehmlich in den beiden eben genannten Kantonen, geblieben. Es entspannen sich verwandtschaftliche Beziehungen hin und her. Noch mancher Schwen- ninger hat sich später und bas bis in die Gegen- wart herein seine Frau in der Schweiz geholt.

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Zum Schluß sei auf eine erdkundliche Tatsache hingewiesen, auf die Professor Scheidt aufmerk­sam gemacht hat.

Manche emsigen Leute ruhen nicht. Sie schreiben sich die Finger krumm um einen Vorfahren, der zwischen 1500 und 1530 geboren sein muß. In einer Ahnengalerie sah ich die Bilder von 14 Trägem des erlauchten Namens. Heber den ältesten las ich 213 Seiten in der gedruckten Chronik. Aber der Hausherr wußte von seiner eigenen Mutter nichts als Namen, Geburts- und Sterbedatum, und daß sie schön war. Vom vierzehnten Ahnherrn hat ber Mann, einer einfachen Rechnung nach, wahrschein­lich den achttausendeinhunbertzweiundneunzigsten Teil,, von der Mutter aber die Hälfte seiner Erb­anlagen. ..

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Hervorragendes Meldeergebnis für die XII. Nationalen Wettkämpfe der Spiel­vereinigung 1900 am 13. Mai.

Die XII.Nationalen" der Spielvereinigung 1900 Gießen haben eine ausgezeichnete Besetzung ge­funden. Im Mittelpunkt des Interesses steht natür­lich Zehnkampfmeister und Weltrekordmann Hans- Heinz Sievert (Hamburg). Es dürfte für jeden Sportmann und Sportfreund ein Erlebnis bedeuten, Sievert arbeiten zu sehen. Allzu leicht wird ihm das Siegen nicht gemacht werden, dafür ist das Meldeergebnis zu gut ausgefallen. Alle tonangeben­den Vereine der Gaue Südweft und Nordhessen sind vertreten. Es seien hier genannt: Eintracht Frank­furt mit Geerlina, Mährlein u. a., JG.-Sportverein Frankfurt mit Berg, Maier, Hehnle u. a., Post- sportverein Frankfurt mit Hassinger, Siegel, Kauf­mann u. a. Polizei Frankfurt und Polizei Darm­stadt (Schneider), ASC. Darmstadt (Stepp), Hessen- Preußen Kassel (Danz, Wilhelm, Krück u. a.), VfB. Kurhessen Marburg (Stein, Herrmann u. a.), ein Westfalenvertreter: VfB. Wissen (Obelode, Adorf u. a.), von der unteren Lahn VfB. Diez und Nas- sovia Nassau. Daß auch die enaere Heimat, der Kreis Gießen, sowohl aus dem Lager der DSB., als auch aus dem Lager der DT. äußerst stark vertreten ist, ist kein minder erfreuliches Zeichen.

Hindenburg-preis

für einen Darmstädter Flieger.

Der Hindenburg-Preis zur Förderung des Segel­flugs ist für das Jahr 1933 auf einstimmigen Be­schluß des Preisgerichtes dem Diplomingenieur Peter Riedel-Darmstadt in Anerkennung seiner sportlich und wissenschaftlich gleich hoch zu bewertenden Leistung zuerkannt worden. Peter Riedel hat sich auch in diesem Jahre insbesondere durch hervorragende Flüge auf der Südamerika- Expedition des Deutschen Luftsportverbandes aus­gezeichnet. Der glückliche Gewinner ist am Diens­tag aus. Südamerika nach der Heimat mrückge- kehrt und wurde im Auftrage des Reichsluftfahrt, minifters Göring beim Verlassen des Dampfers in Cuxhaven von Der hohen ihm zu teil geworde­nen Anerkennung benachrichtigt.

Ein Tag der Turnerführer.

In allen Turnkreisen des Gaues Nordhessen fan­den am Sonntag Tagungen der Vereinsführer statt, in denen vielfach auch die Dereinspresse- und Werbewarte teilnahmen. Die kommenden Ver­anstaltungen in den Kreisen und im Gau waren u. a. Gegenstand der Besprechung. Klare Richt­linien für die Arbeit wurden herausgestellt. Besuch

und Verlauf der Versammlungen brachten zum Ausdruck, daß man bis ins letzte Gebirgsdorf unseres Hessengaues einsatzbereit hinter dem Reichssportführer und feinen Plänen und damit hinter dem Führer des deutschen Volkes steht.

, FETeutonia" Watzenborn-Steinberg

Die 2. Mannschafte des VfR. Lich weilte am Sonntag zum fälligen Gesellschaftsspiel in Stein­berg. Hier trafen sie eine durch die 1. Mannschaft etwas verstärkte Elf, die Ausgezeichnetes leistete. Die erste Halbzeit sah man völlig im Angriff der Einheimischen, und so kam es auch, daß nach regel­mäßigen Abständen 5 Tore fielen. In der zwei­ten Hälfte tarnen die Licher auch manchmal vor das Tor der Steinberger und tarnen durch einen schönen Flachschuß zu ihrem Ehrentor. Das Resul­tat entspricht 6em Spielverlauf.

Die Jugendmannschaft siegte diesmal wieder hoch gegen die Licher Jugendmannschaft. Das Spiel war fair. Die Steinberger waren immer im Angriff. Dem Spielverlauf nach war dieses Resultat noch etwas niedrig.

Die Schüler weilten in Großen-Buseck und konn­ten gegen die dortige körperlich stärkere Schüler­mannschaft nicht mehr machen, als sich 3:2 schlagen lassen.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Der FC. 1926 Großen-Buseck hatte für den oer- gangenen Sonntag die zweite Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen zu einem Gesell­schafts-Rückspiel verpflichtet. Die Einheimischen konnten auf Grund guter Leistungen die im Vor­spiel in Gießen erlittene 6:4-Niederlage durch einen überlegenen 7:2-Sieg wieder gutmachen. Die Gäste sowohl, als auch die Einheimischen mußten mit Ersatz antreten. Aus beiden Seiten sah man manche gute Einzelleistung, doch fehlte es an dem nötigen Zusammenhang.

Das Spiel begann sofort mit gefährlichen An­griffen der Gäste, die 6as Fehlen Des elften Spie­lers der Einheimischen auszunutzen verstanden. Es stand denn auch bald 2:0 für 1900. Nachdem sich Großen-Buseck auf elf Spieler ergänzt hatte, wurde das Spiel etwas lebhafter. 1900 versuchte mit aller Energie den einmal erzielten Vorsprung zu sichern, doch konnten sie die schußfreudige Stürmer­reihe der Einheimischen nicht halten. Es war denn auch bald Ausgleich und kurz vor der Pause das Führungstor gefallen. Nach der Pause kam vor­übergehend 1900 wieder etwas auf, doch langte es nicht zu einem Treffer. Großen-Buseck legte ein weiteres Tor vor. Als dann die bis dahin gut abwehrende Verteidigung der 1900er in den Sturm ging, fielen noch kurz hintereinander drei Tore für die Einheimischen. x

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Sportverein 1920 Heuchelheim I. Raunheim L 2:6 (0:0.)

Das Spiel begann mit einem verheißungsvollen Anfang für die Einheimischen. In der ersten Spiel­hälfte wurde Angriff auf Angriff vor das Tor des Gegners getragen. Der Sturm verstand es jedoch nicht, sich genügend freizuspielen, so daß zählbare Ergebnisse nicht erreicht werden konnten. Die zweite Halbzeit stand im Zeichen der Naunheimer. Der Torreigen wurde durch einen Elfmeter eröffnet. Zwei Minuten darauf konnten die Heuchelheimer durch einen schönen Kombinationszug den Ausgleich erzielen. Das zweite Tor für die Naunheimer wurde durch ein Handspiel des Heuchelheimer Mittelläufers eingeleitet. Hierauf konnten die Gäste in kurzen Zeitabständen noch viermal erfolgreich sein, was in der Hauptsache auf die ungenügende Abwehr der Heuchelheimer Verteidigung und Läuferreihe zurück­zuführen ist. Die Einheimischen erzielten noch einen weiteren Treffer. Die Naunheimer haben bei diesem Spiel bewiesen, daß sie ihre alte Form wieder er­reicht haben.

Nach dem Spiel der ersten Mannschaft verloren die Heuchelheimer Schüler gegen die gleiche von Krofdorf 3:4.

Sportabteilung des Tv. Wieseck.

Spv. Wehlar (Reserve) Wieseck I 3:1.

Zum fälligen Rückspiel war die erste Mannschaft des Turnvereins Wieseck am vergangenen Sonntag in Wetzlar zu Gast. Gegner war die Ligareserve des Sportvereins Wetzlar, verstärkt durch mehrere Spieler der Liga. Wieseck mußte zu diesem Spiel wieder mit Ersatz antreten. Von Spielbeginn an sah man ein flottes Spiel, bei dem Wieseck vorerst tonangebend war unb auch in ber neunten Minute bie Führung übernahm. Dann stellte Wetzlar bis Halbzeit den Ausgleich her. In ber zweiten Spiel­hälfte sah man ebenfalls völlig ausgeglichenes Spiel, bei dem Wetzlar etwas mehr vom Glück begünstigt wurde und noch zu zwei Treffern kam, während Wieseck auch die sichersten Sachen vermasselte oder neben die Pfosten setzte.

Lollar II Wieseck II 1:1.

In Wieseck standen sich die Mannschaften im Rückspiel gegenüber. Man sah ein flottes, scharfes Spiel. Wieseck ging bald in Führung. Alle An­strengungen der Gäste blieben jedoch vorläufig er­folglos. Halbzeit 1:0. Nach Seitenwechsel wurde das Spiel härter. Hierbei wurde der Hüter der Gast­geber verletzt, so daß er vorübergehend ausscheiden mußte. In dieser kurzen Spanne gelang es Lollar, den Ausgleich zu erzielen.

wieseck Jugend 1900 I. Jugend 1:3.

Wieseck war durch unvorhergesehene Umstände ge­zwungen, mit nur neun Mann anzutreten, erber auch die Gäste erschienen mit nur zehn Mann. Das Spiel wurde flott und fair ausgetragen und war während des ganzen Verlaufs völlig ausgeglichen. Bei Halbzeit stand die Partie 1:2 für 1900. Nach Seitenwechsel wurde ein hinter der Torlinie ab- gewshrter Ball vom Schiedsrichter nicht als Tor anerkannt, so daß Wieseck um den verdienten Aus­gleich kam. 1900 kam dann noch zu einem Tor, das in dem Gedränge von dem Hüter der Platz­besitzer nicht verhindert werden konnte.

VfB. Krofdorf-Gleiberg.

VfV. Krofdorf-Gleiberg I Riedergirmes 2:3 (0:2).

Die 1. Mannschaft des VfB. Krofdorf-Gleiberg lieferte am Sonntag gegen die spielstarken Nieder- girmefer einen spannenden und schnellen Kamps. Niedergirmes hatte in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel, konnte aber bie gute Hintermann­schaft des Platzoereins nur zweimal schlagen. Nach Wiederanstoß erzielte Krofdorf-Gleiberg, ohne daß ein Spieler des Gegners den Ball berührte, ein Tor, kurz daraus stellte der Rechtsaußen den Aus­gleich her. Der Rest des Spieles brachte beide Tore noch öfters in Gefahr, aber nur Niedergirmes war es vergönnt, noch ein Tor zu erzielen.

Die zweite Mannschaft weilte in Hermannstein unb mußte eine 3:1-Niederlage hinnehmen, eben­falls mürbe die Jugend auf eigenem Platze von ber Heuchelheimer Jugend 2:1 geschlagen.

Die Schüler weilten in Heuchelheim und brauten einen 4:3-Sieg mit nach Hause.

Fußball im Turnv. Ailendorf (Lahn).

Mendorf I. Waldgirmes I. 6:0 (1:0)

Die Mannschaften trafen sich am Sonntag zu einem Freun6schaftsspiel in Allendorf. In der er­sten Halbzeit plan- und lustloses Spiel, in dem Allendorf durch einen Schnitzer eines Gästevertei­digers in Führung gehen konnte. Nach der Halbzeit erscheint Allendorf mit veränderter Aufstellung, die sich sehr gut bewährte. Der Gastgeber konnte noch weitere fünf Tore vorlegen, denen der Gast keines entgegensetzen konnte. Das längst verdiente Ehren­tor blieb ihm versagt.

Fußballabteilung des Tv. Kinzenbach.

To. Kinzenbach Jugend Tv. Wißmar Jugend 4:6 Tv. Kinzenbach Schüler Tv. Wißmar Schüler 2:0

Die Jugend mußte sich den körperlich weit über­legenen Gästen beugen. Wißmar spielte vor allem schneller und sicherer und hatte eine gute Hinter­mannschaft zur Stelle.

Die Kleinen konnten in ihrem ersten Spiel einen schönen Erfolg erringen, indem sie die Gäste knapp schlugen.

Deutsche Handball-Meisterschaft.

Die Spiele der Zwischenrunde.

Von ber Handballspielleitung wurden die Paa­rungen für die Meisterschafts-Zwischenrunde am Sonntag, 13. Mai, festgelegt. Der Spielplan hat im einzelnen folgendes Aussehen:

Männer:

in Fürth: Spvg. Fürth SV. Waldhof-Mann­heim (Schiedsrichter: Grobe-Leipzig):

in Darmstadt: Polizei Darmstadt Tura Barmen (Marquardt-Eßlingen);

in Berlin: Askanifcher Tv. Polizei Hamburg (Deuticka-Leipzig);

in Leipzig: Sportfreunde Leipzig Polizei Magdeburg (Müller-Wiesbaden).

Frauen:

in Fürth: Spvg. Fürth VfR. Mannheim (Illgner-Leipzig);

in Kassel: Hessen-Preußen Kassel Mül- Heimer SV. (Rosenbaum-Hannover);

in Berlin: SC. Charlottenburg Eimsbüttel Hamburg (Schramm-Dresden);

in Leipzig: Fortuna Leipzig Frauen-SC. Magdeburg (Büge-Stettin).

Brandenburgs Meister haben an diesem Spieltag den Vorteil, ihre Gegner daheim empfangen zu können. Beide Spiele werden auf dem Platze des Berliner Sportclubs ausgetragen und beginnen um 15 bzw. 16 Uhr.