,at dann das junge Tier über die Schultern ge

machte sich der alte Simmerl mit mir aus den ' ... < - iv-r. fr n 111 mnrhort

eaann, datz er die Werr- Wegrand und singen zu

Senken Engeln tua i, Sagen jchleisen, Besen und Körb binden. Das'is mei G'fchäft neben Wegausbessern. Messer und Scheren schleif i aa, dazwischen ruait mi immer wieder a, Bainn, wenn sie ins Tal muatz, in oatier Wieg n, da muaß i schaukeln. , .,,, ,,

3 Er machte letzt die Tur von seinem Häuferl auf. Da kam pfeilschnell knknn surtfJrhonhott ein olfer Darfcl hctuntcrQe|prunQ6n, oer flnnj

3ie9Seit die Mirzl tot ist, Gott hab' sie selig,sind die, Viecka meine Fre'i'nd. I hob koan zweitesmal mehr heiraten mögen .... berichtete er, "'°Jn'vi^len^WüidÜngen'?chlängelt sich die alte Glöckner-Straße über Die schütter bewaldeten Südwesthänge des Lackenberges zum

h Lui Da enählte mir der alte Simmerl weiter von seinem Weib, das vor zwanzig Jahttn gestorben sei.Das beste Weib von der Welt lei «e aeweien." Wie er erzählte, wischte er immer mit dem roten Taickientuch die Tränen fort. Jagaknödln hatte ihm seine Mirzl ge­macht, sie hat viel besser und viel mehr gekocht als er heute. Er lebt nur mehr von Milch und Brot, Sterz und Käse.

Arg gebückt und vom hohen Alter klein gedruckt ging er die Glock- ner-Stratze hinauf. Auch wenn feine Augen verglast waren, sah er sehr deutlich den unordentlichen Schotter aus dem Weg, mit dem eisernen Rechen strich und stteistV er die Steine zurecht Dabei schwieg er. Wenn die Liegen sahen, daß Simmerl zu arbeiten begann, daß er bie ®ert- i uge zur Seite legte, liefen sie schon zum Wegrand und singen zu oraien an sie grasten sich immer satter, je hoher sie tarnen.

9 Das Fuchsie lief immer ein Stück mit -dem Dackel voraus, dann tarn®» II« 2b.r J»<t ««» faden d,» «ll.n S.mm.rl an.

StÄÄW*'< 6h«e-.y- i-Slmmert Sdiaufel und Spaten weg, brachte die Steine in Ordnung, hämmerte neue zurecht, nahm sie vom neuen Stoß, schnäpselte wieder, ging bann roieber weiter erzählte roieber weiter. Erst in seinem hohen Alter sei er ffiegräumer geworben, wie es als Holzknecht nicht mehr gegangen (pi m;P hie Kraft nachgelassen hatte. Er war einmal em luftiger ^olj» neM gewesen unb ein lustiger Jäger dazu. So ganz besonders schlimm untf narriich und bärenstark war er zwischen zwanzig und dreißig ge* maL Damals habe er sich in die Mirzl verliebt, aber die Mirzl wurde aucki von seinem Freund geliebt, da hatte das Modi nicht mehr ge­mutzt welchen sie eigentlich nehmen sollte. Bald wäre sie zwischen zwei | Sllihle" gefessen, aber da halte der Himmel emgegrissen, denn den

krochen sind und ihr Hauptquartier zerstört haben. Gerade dafür hatte er dieGroße Silberne" bekommen.

Beim dritten Krug sagte der Naatz ganz plötzlich:Madl, schreib die drei Krug aus, i zahl morgen. I muß jetzt hoam, a Kuah wird kalben .. " Bei der Lüge ist fein Gesicht noch dunkler geworden.Ser­vus", riefen ihm dann Die Männer nach, feine Freunde aus dem Krieg.

Wie der dritte Krug ausgetrunken war, ist einer nach dem andern aufgestanden und gegangen. Nur deralte Simmerl" blieb. Er kam mit feinem Weinglas herübergezittert zu meinem Tisch. Wir tarnen ms Reden und bald sind wir zusammen ausgebrochen, um einen Tag und eine Nacht beinanb zu bleiben. . ..

Zuerst mußte ich zu seinem Häusel mitgeben, das war nämlich ein Hächerl auf dem obersten Riegel, wo der Naatz als Bub darinnen geleb hatte, wie er noch in die Schule gegangen ist. Bor einem Jahrzehn hatte der Naatz das Häuseri dem alten Simmert als Stustragsftuberl überlasten. Der Naatz, der baumstarke und humorvolle Mann, hatte nämlich auch eine große Seele. Er war Mann und Kind Zugleich. enn l of der Seel an Kummer hab, geh t holt zum Naatz, der hot für mi, weil i der Dorfalte bin, no a Verstehen." Der Grund, daß der Naatz dem alten Simmerl von ganzem Herzen gut war, war der, weil er der einzige im Dorf war, der über die weihen Bergketten über Heiligenblut, vom vergangenen Jahrhundert was zu erzählen wußte. Die Jüngeren wußten die Geschichten nur mehr vom Psarrer und Lehrer.I bin holt wia da Katechismus, übr die höchsten Punkt von die drei Kamm da oben, den Glöckner moan i, das Wiesbachhorn, und den Johannisberg, kenn i mündli Auskunft gebn, und über die Männer, die zuerst oben ^DaVtlrine Manderl war achtzig Jahre alt, er war schon recht klein und gebeugt. Er schaute aber immer nod) listig drein, die Weisheit von seinem Leben blitzte nur fo aus seinen Augen.

Simmerl, berzähl mir, mos tuast denn immer, wennst net oben in

kam ich dort an.Aber was haben'- ....v. draußen im Tal, a großes Stücf ls da

ii sehen. Schauen'- doch nur. Und a Regenbogen meint doch Gluck für uns auen. Wissens dös net?" Das habe ich nicht gewußt. Das blonde nuernmäbet führte mich, während sie sprach, in die große «tube, damit it dort ausdampfen konnte.

Gerade unterm ewigen Licht, beim Ecktisch, saßen zwölf Männer, tnrtnegene Holzknechte und mannhafte Bauern, beifammen, nur em t ines Oelfunzerl brannte oben im roten Glas.

Die Männer lachten mich an, dann stimmten sie das Siebt an:Mel Danble is a Bilble, das i anbeten tua, und die ganze Welt die is holt das Mmte dazua". Der Tenor eines jungen Bauern war sehr laut, auch non war feine Stimme, wie er selb er. Wie das Lied ausgeklungen täte, wurde es einige Augenblicke in der großen Stubeftiu.,,^a g , egte bann eine alte Stimme,berzähl wos vom Krieg. Ein uralte üiinnlein am Nebentifch hatte bas gesagt. Naatz dcrzahlte aber'nicht. 6- saß gedankenvoll dort, seine Beine hatte er ganz locker Seiu?^,tv7', liannte feinen Körper gründlich aus.. Die anderen stimmten em v - butenlieb an und wiederholten immer wieder den Refrain.Naatz s g i-uschie ...", sagte das alte Manderl wieder. Enblang sang auch der _

faag den Refrain mit:... und seine letzten Bnsse sind^nn Tornist i ').-*ü7ter " bewaldeten Südwesthänge

biin". Bei die em Lied hatten die zwölf Mann durch die Bank verglaste | Oie tpuuer mir hpr nIh,

Zügen bekommen, die Köpse stützten sie in die Hande d.e Ellbogen linnten auf der fauber geputzten Tischplatte. Beim Naatz, dem f $ u:i> jungen Bauern, konnte man sogar echte Tranen in den Augen ganzen sehen. Das alte Manderl, zu dem sie Simmerl tagten rmtote ir merfort mit seinem roten Taschentuch seine Augen troden. .

btenlieb mit denletzten Brissen" Hatti-.alle Manner zu traurigen ändern gemacht. Biele Minuten saßen sie still und stumm, nur der l ein gluckste und gurgelte die Kehle hinab. . tnntp.

Später war es dem alten Simmerl zu dumm geword , s g- .Ober jetzt wos Lustiges!" Dabei schnalzte er mit Hand. Lmg^m hm wieder Leben in den jungen Bauer hinein, er leg f Dtmte fanb auf den Tisch, wischte mit dem Handrücken auf der Tischplatt hmperameniDoU herum. Dann sagte er:Genoveverl, tomm her z fr". Das Madl trat auf ihn zu, er zog die hübsche Person an sch. Ich ihr tief in die Augen, daß die anderen laut adjten unb iuJ^- Oenoveverl, verstanden, alles zahl hem amol i . 2) Uh labt ging fort und brachte den ersten Krug voll Wem. Jetzt fingen de fvlzknechte schnell zu trinken an, als fyatten sie einen gesch °°f dem Wege vom Obervellach über Winklern und Do«ach noch vor Higenblut einzuholen. Auch der alte Simmerl sing zu leb n an chneU tant er sein Viertel aus, bei dem er wohl schon eine Stunbe gelten h tte. Seine Schnupstabakdose hatte er immer in der linken Hans, er =or nervös geworden, das mit dem Freitrinken war auch ,hm m den gestiegen, eine eilige Sache. , hen

Genoveva blieb zehn Minuten bei mir sitzen, b Krieas-

5aeiten Krug voll Wein. Der Naatz hatte beim Trinken ein pam' Ä g^ fl schichten erzählt, wie er mit seinem Leutnant auf chn«d gen V» touiUen gewesen ist, wie sie über die Stellungen der Italiener ge

(Ein Eisregen mit harten und klaren Körnern krachte nieder; gleich i,!ktnschen und elastischen Kristallkugeln sprangen die Himmelsaruße h-um. Wie zu einer Rettungsinfel flüchtete ich zum Gaschos Schober -»ter der Kirche von Heiligenblut. . , , «,r >-------- ------- .<

Heiliqenblut ist bas stille Kärntner Bergbors mit bem schlanken, spitzen oom hol)en Pritschenbett ein alter Dackel heruntergesprungen, der ganz Krchturm. Im Kirchho steht, inmitten von anderen Bergsteigergrabern, 3errif(ene Ohren hatte. Ich frage den Simmerl na* bem ®runb: Jo, eh schwarzer hoher Marmor. Dort fchläft der ungarische Dragonerossi- °bös ^ömmt davo", meinte er,weil er imma in bie Fuchsbau eimgloffen iw Markgraf von Pallavicini, der am 26. Juli 1886 auf einer großen is 2er $unb ,ah aUerbings nicht mehr fo aus, al-> hatte er vor den Ssfahrt von einer Mächte mit drei Freunden in die Tiefe gefchleuder einma( keine Angst gehabt. Bei dem einen Lock fm er Innern,

r> rben ist. Jrn Hintergrund vorn Kirchhof glänzt der weiße Doppelgipfel £an'' bQtte der Simmerl im Bau drinnen immer ein urchtbares Ge- »im Glöckner, bas weihe Evangelium von Heiligenblut. sch^j gehört, da haben die Fuchse den Hund r«oisten, beim andern Lock

Ich muß mir bie höllische Strafe vom Himmel gefallen lasten", sei er herausgekommen.Aus dieser schonen Seit , lagt: ber Sim , , fdrieuf) di? Genoveva bei der Begrüßung an. Wie eine gebadete, zer- er konnte auch ost gewählter sprechen,sammeni die dersranjten^Ohr . kHaaene bestrafte irdische Fee kam ich dort an.Aber was habens Wie der Simmert die Hundgefchichte erzählte, machte der Hund Fallen 'n® rin R genbog n teht da drauhen im Tal, a großes Stück is da auf ber Stirn, gerade so, als ob « die Geschichte verstehen wurde. Es - .. . o ------«i, I ^ii eine traurige Erinnerung für ihn ZU fein.

Aber der Simmerl hatte noch mehr Tiere. Er ging jum Stadri, der nur ein bißchen größer als eine Hundehütte war, da rief er das Gamsli und Heterl (eine junge und eine alte Ziege) d«aus und er machte auch da- junge Fuchserl frei, das beim kleinen Stadl angekettet war. Die (Se Idiidite oom Füchste war wieder etwas Besonderes. Das hatte « einmal am lauern oben gesunden, angebissen, angeschosten, es hat nicht mehr weiter können. Er hat bann bas junge Tier über bie Schultern ge­nommen und heimgebracht. Das Fuchserl sah den alten Simmerl listig und fröhlich an, es lieh den Dackel und die Ziegen in Ruh, die Tiere *$* SC totSjfw b .11«, Simmerl ml, mir ««f len Ulea, um leinen Pllichlaaug über die alle Slodner^lrafie ju machen. 2ui(erl, rief er den Fuchs, Sepperl den Dackel, Garnfli und Heterl die

Wie Gott es fügt...

w-m Paul Fleming.

Lah dich nur nichts dauern Mit Trauern, Sei stille;

Wie Gott es fügt. So fei vergnügt Mein Wille.

Was willst du heute sorgen Auf morgen?

Der eine Steht allem für, Der gibt auch dir Das Deine.

Sei nur in allem Handel Ohn Wandel, Steh feste!

Was Gott befchleuht, Das ist und heißt Das Beste.

Oer Glöckner Simmerl.

Bon Milana Jank.