Hili

In | iblt I tten I rere I Io» I her. 1

l"t I * bin II »« U, btt» K Hat Ä ättt. I tti | aud) W bis I bet» W

trott bet I X 1

Ihm alle» rjatis ei« tarnt I imt, 1

hm I tagen I botfi W ; ei« i !"W' I

als 11 -Ml 6 etzlen ff« ite- I »teige b! ober | tfieiis ! Ihtm I I les I Mi I «mit uftolj I

HM irbe» e den , unb

ai !ie;

n i"

L-

4

en ! leine« ranne! benten am«' :M(ii -hfuM 1 Ion ästige ar bej n»1 rauebl* rle K jitni' ontn*" siinlti o4 f aBet« . bot® ,r n# t, b«* ittttn"1.

sende Landschaft.

rechtzeitig irgendwo verkrochen haben."Vielleicht liegt es immer noch draußen vor den Holmen", murmelt Ina.Es waren noch ziemlich kleine Kerls, die zwei in ihrem neuen Boot", sagt Sverre,und als der Mond durchkam, waren sie noch ziemlich dicht bei uns."

Die Decken sind einigermaßen trocken, Ina bringt sie ins Zelt. Sverre füllt den Kochtopf mit Glut, Asche und heißem Sand, das gibt einen guten Ofen für das Zelt. Dann wickelt sie die Herdsteine in Handtücher Wärme für die Füße. Sie reißt das Feuer auseinander, löscht es mit nassem Sand, steckt eine Kerze an und kriecht zu Ina ins Zelt. Das Licht glimmt matt durch den Zellstoff, dann löscht es aus.

Sturm. Die ganze Nacht Sturm, erst mit dem Morgen ist seine Ge­walt gebrochen. Die Sonne jindet eine klarsarbig windstille und schla-

Ma^onna im Malsfeld.

Von Hans Thyriot.

Sie steht mit dem Kind aus dem Arm Im wehenden Welschkornwald, Die schrägen Strahlen der Sonne vergolden die sanfte Gestalt Und winden zu» slimmernden Krone den rostigen Heiligenschein; Sie aber schaut über Wiesen und Schilsrohr zum silbernen Main.

hinter ihr steigt, in den fränkischen Sandstein gestuft, Der Weinberg ins blendende Blau, wo der kreisende Turmsalke ruft. Zu ihren Füßen die Straße, von Apfelbäumen besäumt, Läuft in den Acker, den reisender Roggen gelb überschäumt ...

So stehn sie bei Tag und bei Nacht, in Sonne und Wind, In Sternglanz und Hagelschlag: Mutter und Kind, Im roten Stein erstarrtes Gebet einer gläubigen Zeit, . Die Landschaft sommerlich fegnend mit ewiger Fruchtbarkeit

Sverre muh die Augen schließen. Die Sonne steht schon hoch. Der See glitzert und sprüht in Licht und jungem Frühwind. Die Lust kommt kühl über das Wasser, dustend und warm von den Wiesen und heiß von den Sünden her. Die Schilsholme stehen wellig bewegt, gelblich und blitzend grün in der durchsichtigen Frische. Sverre läuft ins Wasser, wirst sich atmend hinaus und schwimmt selig vor Krast und starker Gestrasstheit bis an den Holm. Eine Schar Enten fliegt klingend auf. Sverre saht Grund und watet, bis der See offen vor ihr liegt. Sie blickt umher, be­sinnt sich und schwimmt zurück, weckt Ina und gibt ihr auf, ein Früh­stück zu bereiten; bann zieht sie das Boot zu Wasser, setzt Segel und gleitet aus der Bucht heraus. Sie segelt an den Holmen entlang, an den Wiesenniederungen, sie späht hin und her. Wie stand der Wind heute nacht, überlegt sie, wie lief der Wellenschlag, wo ungefähr haben wir das Boot der Jungens verloren? Sie sucht, wendet, der See ist groß, sie fucht einen langen Uferbogen ab. Wo kann das Boot der Jungens geblieben fein? Sie begegnet etwas Treibendem und erschrickt ach, nichts, Astwerk und Schils. Ein graues Boot mit rotem Verdeck, wo kann es geblieben fein?

Sverre segelt ein waldiges Userstück an, geht an Land, nichts. Eine ausgedehnte Schilfinsel, Buschwerk und Gras in der Mitte, Scharen von Wasservögeln steigen auf, nichts. Sverre segelt zurück, späht nach der nächtlichen Einfahrt zwischen den Holmen. Ina wird schon warten.

An einer Stelle des Holmes ist die Schilfwand durch eine schmale Gasse eingebrochen, die Halme sind srifch geknickt, eine auffällige Lücke. Sverre muß lebensgefährlich halfen, das Boot steckt die Nafe in den Wind, Sverre stellt sich auf. Ja, das rote Verdeck. Das Boot der Jungens.

Sverre bringt in bie Gaffe ein.Hel" ruft sie,he, Jungs 1 He!" Ein Kopf richtet sich' schwer auf, will sich umroenben, finkt zurück. Sverre klet­tert vor, verknotet bie Bootsschnur an ber Hecköse bes Jungenbootes und ftaatt vorsichtig aus der Gaffe heraus. Draußen nimmt sie das Boot in Schlepp und segelt behutsam in die Bucht zurück.

Die Jungen sind nur schwer wachzukriegen. Sie blinzeln und wackeln mit den Köpfen. Ina hat Tee, Haferslocken und das trockene Innere naßgeworbenen Brotes. Die Jungens schlingen wie Wölfe, kaum daß sie die Augen dabei ausmachen. Sie sind nur mit Schwierigkeit ins Zelt 3U ",Für"uns" kein Frühstück unb für alle vier nichts zu Mittag", stellt Ina fest,was kann man ba tun, Sverre?"Nimm ein Messer unb ein paar Beutelchen mit und komm", erwidert Sverre.

Doppelrenner erwacht. Er kneist sich in bie Nase, aber es wirb da­durch nicht anders.Elchhäuptling", flüstert er,Mann, wach auf!" Was 's los?" fragt Elchhöuptling.Wir find entführt und gefangen! Au, Mann", fägt der Häuptling etwas unsicher.Ist doch wunder­bar!" freut sich Doppelrenner.

Geräusche. Elchhäuptling späht.Zwei Squaws!" flüstert er.Mach hurtig", treibt Sverre,damit wir fertig find, wenn sie aufwachen.

Ha, das haben sie nicht gefunden^, flüstert Doppelrenner und zieht fein Taschenmesser hervor.Wollen wir raus, wenn sie ahnungslos sind, unb sie sesseln unb skalpieren?"Hier finb bie Oueckenwurzeln, bie Teichkolbenstiele unb bie jungen Farnwebel. Du mußt sie schälen unb genau wie Spargel kochen. Wo hast du die Brennesselblätter? So, bazu nimmst bu Löwenzahn», Wegewarte- unb Sauerampserdlätter unb kochst ie wie Spinat. Aus dem Pfennigkraut, Lössel- und Psesserkraut machst du fo etwas wie Salat. Verstanden?"Die wollen uns vergiften, merkst du das?"Gib mir dein Messer, ich bin ber Häuptling!" Sverre blickte burch ben Zeltvorhang.Na, schon erwacht?" Schweigen.Euch liegt biefe Nacht wohl noch ein bißchen in den Gliedern, wie?

Mensch" sagt Doppelrenner,Häuptling, wir wären ja heute nacht beinahe*Ist ja richtig!" schlägt sich ber Häuptling vor den Kopf, o Mann" sagt er, unbo Mann", wieberholt ber Renner, unb beiden wird noch nachträglich ein wenig sonderbar zumute.Daß man so etwas vergessen kann", wundert sich der Häuptling,nee!"

Nun bleibt man liegen", sagt Sverre,in einer halben Stunde gibt es Mittagessen. Ihr kennt uns doch noch? Wir kamen gestern zusammen durch die Schleuse und"Klar", sagen die Jungens,aber ... Was aber?"Wir banken auch schön ... bah Sie uns aus dem Schils äeholt haben ... wir Haden ben Kahn einfach auf Grunb gesetzt, als wir nicht mehr konnten, aber ..., bann wollen wir man schon Fehen, nicht, Doppelrenner?"Jaja, unb schönen Dank auch, Fräulein?

Ina schüttelt ben Kopf. Sverre sieht unbewegt hinter ben Jungens her. Wir hätten es ba ja ganz bequem gehabt", hört sie ben kleinen Doppel­renner faqenfast wie bei Mutter mit Mittagessen unb Kaffee, aber nee!" _Dafür geht man auch grabe von Mutter weg auf See unb in bie Prärie, was?"Nee Aber was bie da kochen wollen, md)t? Na giftig wird es schon nicht gewesen fein. Ober was meinst du? "Och, es wäre vielleicht sogar ein ganz listiger Fraß geworben. tin" vielleicht"Wollen wir nochmal ,Aus Wiebersehen rufen? 3a' los- Auf Wiebersehen!"Auf Wiebersehen!" ruft Sverre. Ina schweigtWiebersehen", rufen die Jungens,Wiedersehn!"

Ob bie wohl immer so etwas elfen?" fragt Elchhöuptling, als das Boot aus bem Holmen heraus ist.ULelß bu was", sagt Doppe renner, wir fangen einen Hecht unb schießen mit bem Bogen müssen ro r I uns nachher gleich machen schießen ein paar Enten. Die bringen wir

3n einer Bucht hinter Schilfholmen.

Von Gorge Spervogel.

Der Glanz bes Sees oerbuntelt sich, Böen ziehen toroergraue Streifen über bie adenbliche Spiegelung, mit ihnen wehen Kühle und dichtere Dämmerung herauf. Die Schilfholme gewinnen ein saufendes Leben, ber Winb wispert unb schauert barüber hin, von den Kiesernwäldern kommt dieses gleichmäßig tiefe Orgeln, das die Nacht erst zur Nacht macht. Der große Mond gewinnt für eine Weile Macht und Fülle, die Wellen glitzern auf und zersprühen fein Licht, dann treibt hastig eine schwere Wolke vor, die Hügel am'Horizont verwischen, die Nacht wird vollständig.

Das Boot liegt vor den Schilsholmen, bie Wellen Haden mit ihm ihr Spiel, saugen es an, schleudern es vor. Die winzige Fock saßt wenig Wind, das Boot hat nur geringe Fahrt. Weiße Wellenkämme rauschen vorbei, waschen über Bord unb Deck, verlausen In ber Dunkelheit. Das Sausen im Schils verstärkt sich, es übertönt ben Schwall bes Wassers. Das Boot muß quer zum Wellenschlag halten, es kämpst sich ben Schils- holm entlang. Das Sausen entfernt sich, kommt von backborbs verstärkt heran. Das Boot breht in ben Winb, von fteuerborb nähert sich wieder das Rauschen, aber nun von rückwärts, unb bann bleibt plötzlich ber Wind aus, das Wasser ist ruhiger als draußen, bas Boot hat die Lücke zwischen ben Holmen unb bamit die Bucht gewonnen.

Das Boot läuft auf.Sverre", sagt eine Stimme, bebenb vor Kalte unb Anstrengung,hier müssen wir bleiben."Nimm bas Zelt heraus", lagt Sverre,pack bas Heck leer, ich sehe mich nach einem Platze um." Ach Sverre", sagt Ina mühsam,bleib boch bitte hier .. . tm Boot ist alles naß geworben ... ich friere fo, bas Wasser läuft an mir herunter ... o Gott, was wirb das für eine Nacht werben .... Sverre?" Sverre ist längst fort, sie geht über ben Sanb bahin, ber Winb klatscht ihr die Haare ins Gesicht, aus dem Sweater tropft unb rinnt es ben Körper entlang. Einen Lagerplatz muß ich finben, denkt sie, und trockenes Holz unb ein paar bitte Steine. Einen Lagerplatz in biefer Finsternis, in diesem verdammten Sturm.

Ina hört Schritte, rechts, links, überall Schritte. Die Wellen klatschen gegen die Bootshaut, die Fock schlägt und knallt. Der Sturm nimmt zu, heult über bie Wälber hin, verwählt sich im Wasser, fangt sich WiUenb unb faulenb im Schilf. Wieber Schritte, schreckhaft plötzlich eine Gestalt Ina? Nimm bie Pabdel unb das Zelt. Ich habe einen Platz. Sverre watet ins Waifer, zieht das Boot hinter sich her. Ina geht am Ufer ent­lang, stolpernd, mit wankendem Schritt. Die Paddel sind ungebärdig, ber Winb packt sie an, er verfängt sich im Zelt, bläht ee auf, schlagt es um Inas Knie. Das Mäbchen haftet voran, um ben rauschenden Schritten draußen zu folgen. Der Strand macht einen Knick. Ina stemmt sich gegen ben Sturm an. Voraus muß ein Gebüsch sein, es flattert unb raulcht.

Komm hierher, Ina! Pack an!" Die Mäbchen ziehen bas Boot an Land, drehen es um, damit das Wasfer hinausläuft. Undichte Spritzdecke. Beim Auspacken: die zwei Mäntel, trocken. Decken: zur Home naß. Die Bodenzeltplane: «rocken. Der Kleiderfack: triefend. Der Kochtopf mit Streichhölzern, Fotobox, Gewürzpäckchen, Zucker, Salz unb Tee trocken. Streichhölzer. Naja. Nasa! Alles halb fo schlimm. ,

Das Gebüsch umschließt eine kleine Mulbe, mit hohem Gras beffanben, roinbftill unb trocken. Ina schleppt bie Sachen über Stranb unb Ufer- ranft Sverre lucht Holz, bürres Astwerk, angeschwemmte Wurzelstrunke unb grobe Klötze. Sie sucht blind, tastet mit Fuß- unb Fingerspitzen ben Strand ab. Feuer, Licht, Wärme, bas ist bas Wichtigste.

Ina muß versuchen, bas Zelt aufzuschlagen, ob es nun krumm, schief ober gerabe wirb - Hauptsache ist, es steht. Sverre baut bie Feuer­stelle, der Zeltöffnung gegenüber. Sie berechnet Wind. Funkenslug unb Untergrund schleppt Sanb im Kocktopf unb Steine auf bem 2lrm herbei, sie baut einen richtigen kleinen Herb. Dann sucht sie trockene Busche unb Halme, knickt und bricht bürre Zweige. Als endlich die Streichholz- flamme auf- unb überspringt, ist die Hoffnungslosigkeit geringer, die Müdigkeit aber vollständig geworden. Ina hockt matt und leer am Feuer. Sverre trägt den Kochtopf voll Wasser herbei. Sie bereitet das Sager Sie versorgt bas Boot zur Nacht. Sie sieht: Ina sitzt in einem flein u Rreile ber Geborgenheit, bie Gebüsche blicken nut Sieffen unb «lottern in das büpfenbe Feuer, die Gräser stehen wach das Ze" wirsteinen Schatten. Aber hinter bem hellen Kreise steht bte rauschenbe Nacht unb blickt herein; kein Dach, keine Wanb schützt vor bem Hereingnfs des schwarzen, sausenden Himmels

Das heiße Wasser gibt einen guten Tee. Sverre legt dicke Wurzel- ftocke und daraus Steine in die Glut. Die Decken hangen auf die Paddel «-spannt, nahe am Feuer. ..Wo wohl bas anbere Boot geblieben , fragt Ina in ihre Teetasse,bas heute morgen mit uns burch bie Schleuß gekommen ist?"Wirb schon klüger gewesen sein als wir uno pey