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knurrte er, bedeckte Juppi mit der Decke
nach
über
ihrer
Die
frohlockte die Mein Waldfink
gequält-träumerische . Der Schrank fährt Er schluchzte jäh und
seiner Heimkehr selbst in die Apotheke brinaen wollte, damit moraen srühzeitia die Arznei abholen könne. Und moraen mittaa käme er wieder.
Er ging. Stunt, mit der Laterne leuchtend, brachte Mn
den halben Bern abwärts.
Die Fieberglut beimpfte sich. Die Maad war wieder zu Küchenarbeit hinausaeeilt Juppi laa mit. offenen Augen Packung löschte das innere Feuer. Anfatmend sann er und schaute mit glasalänziaem Blick einer wunderbaren Erscheinung tm». Seine von der Wirklichkeit abaelösten Einfalle flimmerten, Wen hatte er nur gesebn? Die Gestalt war zerflossen Das Zimmer schien leer, niemand da, nur ein paar unruhig wankende, fließende Möbel: ein breitbrüitiaer Schrank, der sich vor Mm aufgestellt batte, ein Tisch, der ihn schief und flach ansah, ein Stuhl mit mer Spinnenbeinen und einer emporschwlnaenden Lehne . . Aber er hatte aanz bestimmt jemand nmhraenornnten Nacharubeknd starrte er aeaen die Wand, wo ein Bild hin- und herßhankelte, links, rechts, links, rechts machte es in einem fort ... Merkwur- diaes Bild. Auch die Möbel taten so. Er mußte sich wundern.
Verantwortlich: Dr. Haus Thyriot. - Druck und Verlag: Brühl'fche Univerf itätS-Vuch. und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
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csihin wie A-eaefeuer ... Den hat s etroiicyt. tranir 'JS nÄ " murmelte Juppi. „Laß mich ... Krank ...
Zum Lachen war es.
(Fortsetzung felgt.)
„Taufend Sterne
auf^bem H?nbwagen'.".. Werkzeugkasten /'Er schluchzte jäh und börte ebenso iäb bamit auf. „Golbene Stuhle bei ber J)sdte ...
Was er nur immer mit feinen Möbeln hat, dachte: die Magd. Sie warf noch einen Blick auf «hu, dann rannte sie wieder in die Küche Flunk war noch nicht zuruck Wie dunkel es schon war, völlige Nacht. Gottlob, es schneite nicht. Nach dem Essen, gerade schlug es acht, kroch ein Licht die Höhe herauf.
Zwei Männer traten in das kalte Schneeglimmen: Flunk eine Laterne schwenkend, und neben ihm ber Herr Bezirksarzt im Pelzkragen An ber Haustür stampfte er bte Stiefel auf unb ben »«'" Ä« »=«'. -««« «■ -M- -I-"» sunben würbe ich ihn nicht machen. Bis zum Bauch geht einem ber Schnee. Man hat zu würgen. Wo liegt ber Bub?
Sie führten ihn in bie Stube. Um ihn roaltefe große stille. Gemächlich legte er feine Pelzmütze ab, z"»a ben Mantel aus. »ein weißer Bart reichte ihm aus bie Brust. Während er ei^n kurz- prüfenben Blick auf ben Kranken warf, nahm er feine Brille ab unb putzte sie. Dann rieb er sich am Ofen bte Hanbe warm.
„Das ist ja ber kleine Hofschaffer", meinte er.
Sa der Jup ..." sagte ber Knecht, der finsteren Gesichts an berTttr bei ber Magd geblieben war. Die Brillenglafer siinkelten wieder vor ben Augen bes Arztes, er maß Fieber, zahlte ben Puls,
Ungereifte Mütterlichkeit rührte sich tu Bärb,- gleich einer marianischen Schneerose entblühte sie lind ihrem Herzen. Mit der Besorgnis einer Krankenschwester neigte sie sich über das/Bett, inuitfite den Atemzügen, ihre Arbettshände strichen behutsam, säst innig die Kisten glatt und kämmten das angeklebte Strnwelhaar ans Juppts Stirn.
Da^nn^legte^sie ihm einen Umschlag auf, ehe sie ihn allein ließ. Dann und wann aber unterbrc^ sie ihre Hausarbeit, um wieder wich ihm zu sehn und den Umschlag zu erneuern. Sie wartete mit gespanntem Sinn auf die Ankunft des Arztes Der wurde be, dem hoben Schnee keinen leichten Weg zum Einsamerhof haben.
Gegen Abend stieg das Fieber, und Juppi lallte abermals. Die dürre Gestalt der Magd erzitterte. Aus der schwachbeleuchteten Stube drangen ihr wirre Flüsterworte entgegen, über dem.Mund des Kranken schien ein Fieberwind röchelnd zu wirvetn uno Kindergeheimnisse auszustreun. «wirbel-
„Die Fichte ... das Nußbaumgeslcht ... mit einem Zwirver ^Wa?Ä ein kranker Mensch alles in seinem Innern hat. Wie ein Topf auf dem Feuer kocht das Herz über. Und man kann den
^ö^Da^tat Juppi die Lider weit ans, blaue Glutblitze auf den Arzt richtend.
„Lieber Gott..." stammelte er.
„Wenn ich der liebe Gott wäre", brummte ber Arzt.
'Irippe!" 'sagte ber Bezirksarzt. „Vierzig Grab Fieber. Starke
(SiiüüC ** ,
Ein verwischter Kinberspruch leierte über Juppis Lippen.
Vater...!" rief er angstvoll unb versinkend
Der Bezirksarzt legte ihm bie Hand auf: bie Baterhand be-
K^Kleine Schreie sproßten in Juppi auf. Seufzend entwehten sie seinem Mund, bann verbichieten sie sich zu brennenben Geister- roOr$)k Möbel gehn fort .. bie Stühle verschwinben ..."
Er schlug um sich, kämpfte gegen Nebelgestalten unb wollte bie Zudecke von seinem Körper reißen. Flunk hielt ihm die Hande fest. Juppis Leib bog sich krampfhaft. Dicke Schweißtropfen perlten von der Stirn und verdampften, ehe sie noch über das Gesicht geronnen
WCl*$ie Uhr ... Vater, die Uhr! Fort ..."
.Jesus Christus!" ries die Magd und bekreuzigte sich hastig. „Er"phantasiert, sein Gehirn wird schwarz, er redet irr ...
Juppis Gesichte brachen auf, von der Fieberwelle angeschwemmt.
„Ein Bauernmädchen ... hat die Lampe geholt, oh... heulte er bumpf, von Schluchzen bnrchfchüttert. „Der liebe Gott .. feiert Weihnachten .. " Ein Glanz ber Verzücktheit überflog jetzt feine geröteten Wangen. „Die Engel ... seh ich " Knecht unb Magb starrten sich erschreckt unb ratlos an. Das Mäbchen verfärbte sich.
„Du. bas ist schlimm", hauchte sie. „Er stirbt ..."
„Die Engel fingen ..." klang es unterbrückt, jnbelnb mit
Schattenlauten. _.. _
„Du meine Güte!" bangte Bärb, bte Hanbe vor Kummer zu- sammenschlaaenb. „Er hört schon bte Engel fingen!"
„Sie spielen ... auf ... meiner Harmonika ...
Namenlose Seligkeit breitete sich auf feinem Gesicht gleich einem Gegenschein ber Himmel.
Flunk rannte mit ben Worten hinaus: „Den Doktor, ben Dok- t o x f) o I t cf) i **
Der Kranke verstummte, rasselnd ging sein Atem Der Knecht riß draußen int Hof den Hörnerschlitten aus dem Schuppen, er machte sich fertig zur Abfahrt, holte feine dicke Joppe, wickelte den Wollschal um ben Hals, zerrte ben Schlitten bis zum Abhang, wo sich unter bem hohen Pulverschnee ber vermutete Weg binabneigte unb stieß ab. In einer glitzernben Kristallstaubwolke fuhr er
Nach geraumer Zeit erschien bie Bäuerin. Sie faßte Juppis Hand unb tastete ihm bie Schläfen ab.
Etwas Hitze meinte sie. Das hätte man halt bavon, wenn man in feiner Gutmütigkeit bie ungesunde Brut fremder Leute bei sich aufnehme. Zu aller Müb unb Plage auch noch Kosten. Eigentlich wäre er bester bei feinem Vormund, dem Herrn Gemeindevor- ftanb, krank geworden. Gerade bei ihnen müsse er sich legen, als ob man ein Krankenhaus hätte.
„Ich versorg ihn schon", wagte die Magd zu bemerken. „Auf meiner letzten Stellung hab ich auch ..."
Die Bäuerin schnitt ihr die Rede ab. „Freilich, Krankenschwester spielen!" schalt sie. ..Wir haben Arbeit genug ..."
Mißgelaunt fchlua sie beim Hinausgebn bie Tür hinter sich zu. Bärb horchte betroffen auf die sich entfernenden Schritte. Sie knirschten hart im Schnee.
6 ®rtppe. Hab mtr's schon gedacht", sagte er. „Im ganzen Wald läuft die Grippe um, als ob sie einer mit einem Blaferohr h'N^'N- gepuftet hätte Freilich auf ber Brust ist bas Burschen auch nicht recht fest: er bat halt eine Hofschafferbrust ... Das Fieber mutz beruntergebriieft werben. Er muß Wickel haben, lauwarme. Hanb- tücher her unb eine Schüssel mit Wasser!"
Bärb brachte eilenbs bas Verlangte. Der Arzt machte bem Kranken eine Packung unb wickelte ibn fest,tu eene Pferdedecke. Er gab feine Anordnungen unb schrieb auch ein Rezept, bas er bei fnifin in die Avotbeke brinaen wollte, bamit man
'a$Jtne fünfte Regung erfüllte den Knecht. So plötzlich meldete sie sich daß sie ilm mtt ihrem Drang verwirrte Er fluch/e leis und
Sieber roeggeftorben war. Als er Juppis Stirn anruhrie, suhlte er blitzarell das glühende Brudergencht. .
„Du ..." sagte er betroffen, unb es klang wie Frage unb An- IUUnbtCbann kniete er nieder nahm ben Kranken hoch unb trug ihn vom Heuboden in feine Stube. Dort tippte er bie <aft in bas uugemachte Bett.
„Da bleibst liegen!" -
laste e, 93n“sITau/fi /?"’meinl^lle nebenhin und war unbekümmert. Bleib weg von ihm", roanbte sie sich an ihren Buben vOi». ”S’Ä' «“'‘Sen eine T-Üe mnrmer Mit«
Seine Backen flammten unb waren seuchtheiß wie frisches Brot im Backofen. Die Milch, kaum angenommen, zerrann zwischen ben ledfienb a^Yneten^ippem^^ Schnabel offen", stellte
Flünk fest. „Unb wie er bie Augen verbucht!"
cyrf. fprfi ihm gleich einen Fiebertee", nahm sich Bärb vor und Heizte den Ofen. Es war mörderisch kalt in der Stube. Doch der Tee, den sie nach einer kleinen Weile dem Kranken einflößte, ^Suppi ^batte bie Augen wieder geschlossen und lag da, ein schlappes Bündel, ausgewrungen in einer Dampfwolke von Hitze.
Im Ofen prasselte das Feuer. Knecht und Magd standen stumm am Bett. Flunk suchte durch allerlei Reden seine heimliche Unruhe und Fern-Bruderschaft zu verbergen. Er kam sich selber eigen vor unb ärgerte sich säst, weil er nicht wie fönst war unb Herum- fubrwerkte. Die abgelebte Zeit hatte ihn angerubrt: immerzu sah er das beiße Antlitz feines schon lange kalten Vrubers auf ben
Vranb nicht löschen.
Melleich^bat er ^wirttich'Hunger, bachte sie unb huschte in bie Küche wo sie flink für ihn ein Butterbrot strich. Aber ste konnte ihn nicht dazu bringen, einen Bisten zu nehmen. Da versteckte sie das Brot für später. *


