egen.
die,!
den Wellenlinien
e-
di! )rgen
swer- etroo durch leiten
zum
läuft ächten unten, It sich oben it den
stehenden mythologischen und geschichtlichen Vorstellungen kann man nur durch mühsame historische und geographische Forschungen enträtseln.
Hier saß einmal ein Volk, das in einem sakralen Königsstaat ein sehr mächtiges Reichswesen war, und zwar ein Königreich mit einer äußerst durchgebildeten Staatsverfassung. Dieses Reich, das Reich der M o n o - tapa befand sich schon ums Jahr 1500, als die Portugiesen hinkamen, in einem Zustande febr weit fortaeschrittenen Verfalles. Man wußte
Oie „Mondkönige'' von Ltr-Afrika.
Von Professor Dr. Emil Waldmann, Direktor der Bremer Kunsthalle.
Als um das Jahr 1500 unserer Zeitrechnung die Portugiesen damit begannen, den schwarzen Erdteil ein wenig zu" durchforschen, stießen sie in einem geographisch bestimmt abgegrenzten Gebiet Südost-Afrikas, «twas landeinwärts von der Mozambique-Küste gelegen, vom Sambesi- gebiet bis zum Transvaal, auf merkwürdige alte Kunstbauten: Die Ruinen von Simbabwe und viele ähnliche Bauten. Die Eingeborenen hatten Angst davor und trauten sich nicht hin. Sie nannten dies „Werke des Teufels". Später meinte man, es wären „Sklavenhöhlen" gewesen und mit dem Alter der Bauwerke wäre es auch nichts, sondern sie
den ta
der. leier esen als
erab
doch leier Hen nicht
der mab.
1 als einen , wo
■& i“’
ufw™
linjige e, hin- Durch le Ge° egelfen . einer wärme Socken
irmend e min= wieder größter l jeher, Offene
änderte : höher
©eiter« Sonne ür uns
an die ib st-L tick laß it- und jj einen ■ lieber hat M
,d heraus' iten a"!
■hen u”1 r. W und d» öer schief ich di' wck»;
Wirtschaftskultur. m
Vor allem aber weisen die über dieses ganze Gebiet dicht verstreuten Erzminen auf hohes Alter. Sie waren schon vor dem ersten Eindringen der Europäer abgebaut, vollständig, und zwar mit so raffinierten Bergmannsmethoüen, daß die heutigen Bergwerksingenieure wie vor einem Rätsel standen ob derart entwickelter Technik der Erzgewinnung in Io schmalen, niedrigen Gängen unter Tage. Worauf man schürfte, war Gold, Kupfer und Zinn. Man brauchte nämlich Zinn in großen Mengen, zur Herstellung von Bronze, durch Legierung mit Kupfer. Run haben «der die Eingeborenen dieser Gegenden überhaupt keine Bronzesachen, weder in Geräten noch in Schmuckstücken. Sie haben nur Messing, und das ward von Portugiesen seit dem 16. Jahrhundert eingeführt. Bronze hat man nur in jenen Basaltruinen gefunden. Es sind aus den alten Minen mindestens dreitausend Tonnen Zinn abgebaut worden: das entspricht einer Menge von über 66 Millionen Pfund Bronze. Da Bronze nicht rostet, müßte von dieser Menge, wäre sie erst in den letzten Jahrhunderten gewonnen worden, noch Wesentliches vorhanden sein. Es ist ober nichts mehr vorhanden. Entweder liegt also die Bronzezeit in dieser Gegend sehr weit zurück, oder 66 Millionen Pfund Bronze müssen restlos exportiert worden sein. In nachchristlicher Zeit aber gab es nun nicht ein einziges afrikanisches Volk, welches Bronze von auswärts hätte beziehen muffen. Bronze machten sich alle Völker damals selber. Diese Kultur des Manotapa-Reiches da um Simbabwe herum also war tatsächlich sehr -all und muß mindestens in vorchristlicher Aera schon geblüht haben.
Es war ein sakraler Königsstaat, mit der Sitte des rituellen Königsmordes. Alle vier Jahre wurde der König von der Frau seines Nachfolgers ermordet, nachts, im Schlaf erdrosselt. Dann ward die Peiche gepreßt und getrocknet, die Eingeweihte bewahrte man in tier- Kestaltigen Gefäßen, wie die ägyptischen Kanopen, auf und die dürre Reiche bestattete man in verborgenen Felsenhöhlen. Da war er verschwunden. Die letzte Aufbahrung der Königsleiche geschah in einer Umhüllung
in einem Zustande sehr weit fortgeschrittenen Verfalles. Man wuß: damals, durch Ueberlieferung, noch, daß der erste Monotapa, der G, Waltherrscher über viele Kleinfürsten, kein Afrikaner war, sondern ein Zugewanderter, vielleicht ein Europäer. Der hatte sich aufgeworfen gegen das Priestertum und die Herrscherkaste der „M o n d - D y n a st i e". Also ein uraltes Reich, von Fremden zerstört. Der Eindringling hatte die Unterworfenen abgedrängt in das Gebiet des ehemaligen Deutsch-Ost- asrika. Da leben sie im Mondgebirge, das schon der alte Plutarch unter diesem Namen kannte, noch heute. Ihr Herrscher heißt „Mond" und jener geheimnisvolle Mondkönig ist nun der Nachkomme dieser in sagenhaften Zeiten vertriebenen Königsdynastie von Simbabwe.
Die Ruinen von Simbabwe, vielleicht ein Schloß, eine Burg, eine Festung, ein Tempel, oder all dies zusammen überraschen durch die Reise ihrer baumeisterlichen Technik. Sie sind aus Granit, Spaltgranit, in sehr kunstvoller, manchmal zierlicher Technik hergeftellt. Auch aus Basalt. Schon dies allein weist auf sehr hohes Alter, denn als die Portugiesen ins Land tarnen, baute kein eingeborener Afrikaner mehr in Basalt ober Granit. Und auch die andre für dieses Gebiet so charakteristische Bautechnik, in „Makadam", einer Art Asphalt, gemischt aus Granitrus, Ochsenblut und Termitenmehl, für Bodenbelag, Wandsockel und ganze Wände, steinhartes Material, ist bei keinem Negerstamm Üblich. Was man früher einmal als Sklavenoerließe ansah, find Wohnungen von Ackerbauern in den kunstvoll angelegten Hügelterrasfen, die zum Reisanbau dienten. Dies aber, Reisbau, ist eine in Afrika längst wieder versunkene Form einer einstmals sehr hoch entwickelten Land-
stammten aus der Zeit der dort sitzenden verhältnismäßig jungen Bantu- Stämme; und solche Malereien, wie man dort auf Felsenwänden sehen könnte, machten die Buschmänner heute noch. Seit neuerer Zeit aber, besonders durch die Forschungen des deutschen Afrikaarchäologen Leo Frobenius und die von ihm begründete Wissenschaft der Kultur- worphologie und der Kulturkreise, weih man es besser. Da stehen Zeugen einer uralten versunkenen Kultur, und Afrika, spät oernegert, muß hin- eingestellt werden in den großen Kreis der jahrtausendalten WeUkulturen. Hier saß einmal, wann, weih man noch nicht genau, ein mächtiges Königreich mit einer hoch entwickelten Kultur. Die Architektur von Sim- ....... babroe ist sehr bedeutend und technisch vollkommen beherrscht, und die tergie Wandmalereien da auf den Felsen sehen den so sehr bewunderten vor- “' ^geschichtlichen Felsbildern in den Höhlen der Dordogne und in Südspanien wie in Nordostspanien zum Verwechseln ähnlich, diese Darstellungen von Tieren und Menschen und Jagden.
Führt man die Eingeborenen vor diese Erzeugnisse einer hohen Kunst, so wissen sie nicht zu sagen, was es bedeutet. Schon den Stil dieser Gemälde, das sehr Naturalistische im Süden des Landes und den Keilschriftftll im Norden des Gebietes nstissen wir Heutigen erst langsam lesen lernen, um zu sagen: dies ist ein Mensch, und dieser Kreis mit —..... "'anbe bedeutet einen Teich. Und die dahinter
durch eine Stierhaut oder in einem hölzernen Sarg in Stierform, so wie er heute noch auf der Insel Bali üblich ist. Königszeichen war der Stier, das Symbol des Mondgottes. Außer dieser männlichen Mondgottheit verehrte man eine weibliche, den Abend st ern, die Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit. Daß der Abendstern dasselbe Gestirn ist wie der Morgenstern, wußten diese Völker, und so wurde, was nachts mit Liebesopfern gefeiert wurde, am nächsten Morgen als Göttin der Keuschheit und des Krieges verehrt. Mochte im allgemeinen in den Beziehungen von Staat und Familie auch das Keuschheitsprinzip herrschen, beim Kult des Abendfternes und des heiligen Feuers war es aufgehoben, und die Prin- zeffinnen des königlichen Hauses waren Hierodulen, eine Art Vestalinnen.
*
Man hat also ein Reich, in welchem mythologische und kosmische Verhältnisse des Gestirnschicksals in irdische und staatliche Beziehungen hin- einoerwandelt sind, diese Ideen vom Mond und Abendstern, ihrem Auf- a und ihrem Verschwinden, mit denen die Sitte des rituellen Königs-
es zusammenhängt. Die Mondgottheit in Stiergestalt, und der Abendstern, die Venus oder ihre Vorgängerin im Amt, die babylonische Jschtar, galten als die heiligsten Kräfte bei den Glaubens- und Herkunftsoorstellungen dieses Staates.
Ob jener erste Herrscher der neuen Dynastie, der sich gegen die Herren der Monddynastie empörte und sie nach Norden oerjagte, wirklich, wie die Legende sagt, ein Europäer gewesen ist, läßt sich nicht mehr feststellen. Sicher aber war er ein Fremder, der wohl von Osten her in das Land kam. Vielleicht muß der wirklich weitere Ursprung dieser Kultur jenseits des großen Meeres, also des Indischen Ozeans, gesucht werden. Die Sitte des heiligen Königsmordes läßt sich für alle Küstenländer des Ozeanes belegen. Sie war ein wesentlicher Bestandteil des Siwakultes, in seiner reinen, alten Form der Ausdruck der vorarischen Drawidakultur, jener Kultur, in der auch das Hierodulenwefen zur höchsten Form ausgebildet war. In dieser Kultur stand der große Gottkönig im Mittelpunkt eines Staates, dessen Schicksal in der Projektion kosmischer Vorgänge auf irdische Daseinsformen beruhte. Auch hier also war der Umlauf der Gestirne entscheidend.
Neben den alten, südindischen Kulturen könnten aber auch die alt- mesopotamischen Kulturen, ganz im Innern des Persischen Golfes, für die. Frage nach der Herkunft dieser afrikanischen Kultur einst wichtig werden. Der König als Stiergott, und daneben die Rolle der Jschtar und der Tod ihres Jugendgeliebten Tammuz, als logischer Hintergrund- des rituellen Königsopfers — alles dies bietet deutliche Parallelen.
Oer Mann, der mit dieser Zeit fertig wird.
Roman von Walter Julius B l o e m (GDS.).
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
In der Mansarde rattert eine Nähmaschine, nicht gar zu häufig, das Leben hier oben geht meist ein wenig regellos vonstatten. Ein hübscher und geradezu moderner Raum, man steht verblüfft in der Tür, niemand würde im schädigen Häuschen der Witwe Wagenschanz ein solches Zimmer vermutet haben. Zu allererst muß man großartig wohnen, findet Elli. Sie hatte in besseren Zeiten ihr schwer Erspartes auf Möbelversteigerun- gen angelegt: sie erwarb halb geschenkt einen zentnerschweren Vertiko, echt Eiche, mit fabelhaften Drechslersäulen, er war mit Messingbeschlägen reich verziert. Ein Sekretär aus Nuß und in völlig ungezügelter Ornamentik folgte. Ein kleiner eiserner Ofen gehört dazu, alt gekauft, doch im besten Zustand. Es gibt in dieser Behausung sogar ein Grammophon, erworben vor zwei Jahren, als Elli für kurze Zeit bei Herrn Rechtsanwalt Schönlein angestellt war, und es ist sogar schon beinah abbezahlt oder wenigstens abgenäht. Ueberhaupt, jeder günstige Umschwung in Ellis Leben, das förmlich stoßweise Hereinströmen von Kapital, schob irgendein neues Ausstattungsstück in die Mansarde hinein.
*
Elli Hampel hat ihre Fixigkeit, ihr sorgenloses Gemüt und ihr« Hilfsbereitschaft in der Not gelernt, die ihre ständige Begleiterin gewesen ist. Sie betrachtet die Menschen mit einer nüchternen Lebenskenntnis, die für vier windgefchützte Jahrzehnte genügen würde. Wenn sie einmal einen Menschen so sehr lieben wird, daß sie darüber die ganze Welt vergißt, so wird sie niemals vergessen, sich mit einer gehörigen Portion Mißtrauen auch gegen ihn zu wappnen, und sollte die Liebe ihr bann eines Tages ein böses Gesicht zeigen, so kann Elli davon nicht überrascht werden.
Sie wandelte vor einiger Zeit wie in einer glühenden Wolke, sie liebte einen Mann, der nichts davon wußte. Es war der Sohn ihrer Wirtin, es war der junge Doktor Wagenschanz. Anton hätte nur mit einem Finger zu winken brauchen, obwohl alles eher möglich war als eine Beziehung im gleichen Haus, unter den ewig spionierenden Augen der Witwe Wagenschanz Trotzdem, Elli begriff niemals, daß es nicht Donner und Wolkenbruch gab, sie saß zu mancher nächtlichen Stunde zusammengekrümmt in ihren Kissen und begriff die Schöpfung nicht, die es zuließ, daß sie, Elli, eingehüllt ging in Flammen — und der Mann, dem sie jeden Tag ein paarmal begegnete auf der Treppe, in der Küche, er saß bei den Mahlzeiten am gleichen Tisch, er stand und saß wie ein Eisblock, mit gefrornem, mürrischem Mund, traurig, und sah nicht zu ihr hinüber. Sie mußte ihm ganz furchtbar unsympathisch sein.
Aber dieser Zustand ging vorüber, erst milderte er sich zu erträglichen Temperaturen, bann schlief bas, was angeblich eine Liebe gewesen, sanft unb schwunglos ein. Der junge Wagenschanz oertröbelte seine Zeit, sein Gesicht verlor ben gesammelten Ausdruck, Haltung und Gestalt verwahrlosten sichtbar, er verwandelte sich in einen rechi unangenehmen Hausgenossen, da er mit seiner Mutter in die schwersten Zerwürfnisse geriet und auch mit Elli grundlosen Streit anfing. Das hält die haltbarste Liebe nicht aus.
Obgleich Elli ihn mit so scharfen Augen ansah und sich über seine Unzulänglichkeit ins klare kam, behielt sie eine gute Meinung von ihm und verteidigte ihn, wenn er in seiner Kneipe sah, gegen die bitteren Klagen


