MhenerMMmenblätter
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Jahrgangs Samstag, den4.April Nummer2?
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wär es! erwiderte er friedlich lachend. Aber, fuhr > ist nicht so — weder das eine noch das andere, edarf immer, — aber die Wirklichkeit, welche die t, ist nur die der Kinder; sie ist wie die vom Hasel- ades-Wirklichkeit, aber nicht des Menschen. Natur- ht des Geistes.
ögernd hinzu, sie wissen noch nicht, und sie ahnen
er. Mit ihr beginnt der Mensch — im Gleichnis Wahrheit. Nichts ist so wirklich wie Schuld.
ummt. Mir klangen die dunklen Worte fremd im en sie nicht vernommen zu haben. Aber es ist wohl iderspricht dem Menschen.
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Nach der Stadt zurückzusehen.
Ans dem hohlen finstern Tor Dringt ein buntes Gewimmel hervor. Jeder sonnt sich heute so gern;
Sie feiern die Auferstehung des Herrn. Denn sie sind selber nuferstanden Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern, Aus Handwerks- und Gewerbesbanden, Aus dem Druck von Giebeln und Dächern, Aus der Straßen quetschender Enge, Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! Wie behend sich die Menge Durch die Gärten und Felder zerschlügt, Wie der Fluß, in Breite und Länge, So manchen lustigen Nachen bewegt;
Und. bis zum Sinken überladen. Entfernt sich dieser letzte Kahn. Selbst von des Berges fernen Pfaden Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel; Hier ist des Volkes wahrer Himmel, Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf idj’s sein.
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!en, das ohne mein Zutun seine Wege ging, stellte ung eines Mannes, hervorgetreten aus einem Buck), igen, daß ich von ihm sprechen mußte, obwohl diese _ s .’r Stunde so fremd sich ausnahm, wie der Kondor gewirkt hätte Uber dem Spiegel dieses Sees.
Weil du, fing ich an, von Wirklichkeit sprachst, so erinnerst du mich des Buches mit Gesprächen und Aeußerungen von Georges Clemenceau, das sein Sekretär herausgab. Das war ein Hasser und ein Fresser des deutschen Wesens. Dennoch — er war wirklich! Uebrigens — du magst es i nationale Voreingenommenheit nennen: doch hatte er in einem fran- ! zösischen Gehäus eine Art deutscher Seele. Ich.bilde mir nämlich ein, । daß nur ein germanischer Mensch eine solche Liebe zu Hellas, wie er i sie bezeigt, haben könne; nicht nur eine so tiefe, sondern eine Liebe von ; solcher Zartheit, Fülle und Wahrheit des Verstehens.
Schade, versetzte mein Freund, daß er im Erkennen des deutschen Wesens eine Wahrheit zwar sah,' aber nicht wahrhaben wollte. Du erinnerst dich seiner Erklärung des deutschen Menschen: daß unter allen ; Geschöpfen der Erde nur er eine wahrhafte Liebe, ein Wissen und ein Verlangen, rund — eine Liebe zum Tode habe. Das ist ein Wort, über das sich lange nachdenken ließe.
Ja, man empfindet: es ist recht, es ist deutsch, es ist im Sinne der Nation. Er jedoch fährt dann fort, eine Volte schlagend vom Sterben zum Töten: darum — ja, darum sagt er — sei der Deutsche von Natur ein kriegführendes Wesen; er denke allezeit an den Krieg, bereite ihn vor und kenne keine größere Lust als am Gemetzel.
Nun, rief ich, was kümmert das uns? Diese Folgerung ist seine Sache; Wir können uns mit dem Vordersatz begnügen.
Seine Sache gewiß. Aber da du von ihm selbst sprachst und seine Wirklichkeit anerkanntest — so will ich sie dir zwar zugeben. Aber er ist — gerade das Abgleiten innerhalb jener Erklärung, von der Wahrheit in den Unsinn, von Geist in den Ungeist, beweist es — er ist geblieben — vor seiner Verwirklichung.
Aber, sagt' ich, die wird nur erteilt van der Gnade.
Ja, und was ihn angeht, so ist es ein Schicksal für ihn, das er mit allen seinesgleichen gemein hat: den großen Handelnden, den Männern des Tuns.
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Verwirklichung.
Lin österliches Gespräch.
Von Albrecht Schaeffer.
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unterbrochen, in Der toonne glanzten, xue niarjiuyen cu|iv, uu« u>u>i», waren noch bewegt von dem weichen zarten Kampf der Befreiung und der Erneuerung. In den allhin weit offenen Tiefen lag unter uns die stille Bläue des Sees, lagen im goldenen Duft die Inseln, noch dunkel in kahlen Bäumen , mit denen eben erkennbaren Konturen der alten Gebäude, Dächer, Türme; lag der unendliche Kranz der zackigen Berge im Neuschnee, vollkommen österlich funkelnd für den, der den Tag in feinem Inneren wußte.
J„ unserem Gehör war nichts als das ferne Geschwätz einer Wolke von Staren und — das freilich schon verhallte Lachen und Freudengetön der Kinder, die vor einer Vierteiftunde noch irgendwo in die Weite gestürmt waren.
Es war natürlich, daß Mein 'Freund, nachdem wir eine Weile die goldene Stille mitgeschwiegen hatten, aus sich selber — in sich hinein — sagte:
Die Kinder — ja, die Kinder...
Weiter nichts; aber er sagte es mit solchem Ton glückvoller Dankbarkeit, daß ich nach einer Zeit versetzte:
Das sagst du, als ob deine Kinder die ganze Wirklichkeit in sich und für sich allein hätten, und du nichts bedürftest.
§
nicht?
Die Wirklichkeit Gottes? Aber lieber Freund, wohin bist du jetzt abgeirrt! Denn du selber warft es doch, der das andere Wort nannte, Verwirklichung, die des Menschen. Die Menschen, denen die Werke der Innerlichkeit anvertraut sind, wie du sagtest, handeln gewiß auch; aber sie handeln auf andere Weife.
Erkläre mir das.
Zwischen einem Werk und einer Tat sehe ich den tiefen Bebens« unterschied: daß sich das eine schließt, das andere sich öffnet. Ja, das Werk — denke an das einfachste Gedicht — mit der Vollendung feines Werdeganges schließt es sich zu. Es verwirklicht sich ganz. Und der Mensch, aus dem es entstand, auch er muß sich in diesem Geschehen mitverwirklicht haben. Das scheinen mir die Verwirklichungen der Dichter, die — von Augenblicken zu Augenblicken des Lebens — das ganze umschließen tonnen und zur Verwirklichung bringen. Das Werk verkennt sich nicht — und später erkennen es die Menschen, die es empfangen — ja, vor ihnen öffnet es sich wieder — wenn sie das Zauberwort Sesam wissen — und schließt sich wieder um sie — zu neuer Verwirklichung.


