verbrannte den st« Arch Ritzen in Sen Fent.ertLderr sätzen. stutzig geworden von der plötzlich ertönenden Musik aus dem .Kasten, in dem hundert Manner wohnen", einen solchen Schreck gekriegt hatten, baß sie auf und davongerannt waren und rücht eher rasteten, bis ue,dre Berge und ihre dichteir Wälder wieder erreicht hatte,!. Das erfuhren wir alles damals nach der Straf^pedrtion.

A^^in allem den meisten von uns waren die Farmen Sct,® Haustiere getötet worden war es doch eine schön« -Weihnacht, an die wir noch lange dankbar zurückdachten. Auch nach- totf Weihnachten gefeiert hatten, mit klappbarem

Dannenbaum, musikalischem Daumständer und echtem Plumpudding, zum Llmerschied von jenem, den wir mit Bratensohe atzen.

Vom Pfefferkuchen und seiner Geschichte.

Bon Albiii Michel.

Die erste gewerbliche Herstellung von Pfefferkuchen läßt sich aus Vurnb^g,^ Alm und Basel zurückführen. Dah in diesen Städten die atten Klosterrezepte zur Herstellung feiner Gewürzkuchen am ersten ausMiutz, wurden, lag mit an der Gunst der Verkehrslage. Städte S 11 3^' Hatten schon früHgeiitg einen lebhaften Derteyr mit Venedig, und konnten von dort aus die feinen Gewürze, Sur^Herstellung von Gewürzkuchen nötig sind, mit geringeren Kosten beziehen, a.8 dies Kaufleuten in weiter nördlich gelegenen S.adten möglich war., <yür Dürnberg und Alm kam weiter hinzu, datz in sriihereii JaHryunderten in der Mhe vieler Städte eine starke Bienenzucht getrieben wurde, so dah auch genügend Honig für d:e Gewürzkuchen herbeiznschafsen war. Dicht umsonst trug die Umgebung von Duriiberg den stlamen .Des Kaisers Vienengarten". Dann drang die Pfeflerkuchenbackerei auch nach dem Dorden Deutschlands vor, besonders nach Braunschweig, Thorn, Danzig und Breslau. Dun witstand auch bald eine größere Mannigfaltigkeit in der äußeren <^orm und in der Ausgestaltung. Es blieb nicht bei dem einfachen quaorcithchen Kuchenstück ohne jeden Aufputz, sondern die Formen wechselten. Es kamen die größeren .Pflastersteine" auf. und die kleineren .Pfeffernüsse , die Tyorner .Katharinchen" wurden be- ruymt, der Pfefferkuchen erhielt die Form eines Herzens, eines Männleins oder Weibleins. And fchlietzlich entstand auch noch eine richtige PsesferkuHenpoesie mit teilweise sehr derben und auch wieder hausbackenen oder sentimentalen Versen.

Wie Pefferkuchen gegessen wird, wissen wir alle, wie er aber hergestellt wird, weih nicht jeder. Kaum, daß das 'Wsihnachtssest vorüber ist, müssen schon wieder Vorbereitungen für die PefserkuHen- Herstellung des nächsten Jahres getroffen werden. In einer Beziehung ähnelt nämlich der Pfefferkuchenteig den Weinen. Auch der Pfeffer, kuchentelg wird durch längeres Lagern besser. Die Arbeit beginnt damit, daß Honig und Zucker oder auch Sirup miteinander ve mengt und getochi werken. In diese Mischung kommt dann soviel Mehl, daß ein ganz außerordentlich zäher Brei entsteht. Dieser wird dann in großen Bottichen aus Stein in kühlen Ke!lerräumlichkeilen auf- bewahrt. Dort gärt der Teig und wird dann später zu Pfefferkuchen verarbeitet. Manche Pfefferkuchenarten kommen von Teigen, die drei und vier Jahren lagern müssen.

Das Alter des deutschen Pfefferkuchens wird auf rund tausend Jahre geschätzt, denn lange bevor in Dürnberg, Alm und Basel solche Kuchenarten gewerbsmäßig hergestellt wurden, waren sie schon in den Klöstern bekannt. Schon sehr früh unterschied mau den Pselfer- kuchen vom Lebkuchen, den Psefserkuchen waren ausländische Gewürze zugefetzt, der Lebkuchen enthielt nur Säfte von einheimischen Kräutern.

In der Form von Männlein und Weiblein oder auch in Tier- gestalten erinnerten die Psefserkuchen an die alten Gebäckarien, die einst zur Julzeit bi« germanisckien Böller herrichteien, an Wodan, Freia, an den Juleber oder an den Schimmel des obersten Gottes. Weihnachtsgebäck in diesen gönnen wird noch jetzt in Östfrieslanv und in den skandinavischen Ländern überall In den Familien gebacken. Der alte viereckige Psefserkuchen erhielt sich wohl, bekam aber einen Zuckeraufguß mit den verschiedensten Darstellungen oder auch einen Eiempeleindruck, der ein Wappen trägt. So waren in der mittel­alterlichen Zeit und auch darüber hinauZ den Pfefferkuchen häufig Stadtwappen und die Wappen öeutimer Fürsten eingeprägt. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert machten sich in der Ausschmückung vor allem religiöse Motive geltend: Eva mit der Schlange, Adam und Eva im Paradies, die Verkündung der Geburt Christi, die Flucht nach Aegypten, die Kreuzigung Christi, Maria mit dem JesuSrind- lein und ähnliches. Doch vom 18. Jahrhundert an zeigen sich auch schon andere Motive. Dun wurden auf den Pfefferkuchen auch Hoch- zeiiszüge, Brautpaare dargestellt, Samen im neuesten Kostüm, Sol­daten, Polizisten, Handwerkszeichen und auch allerlei lustige Br- gebenheiten. Auf diese Zeit sind auch die ersten Anfänge der Pfeffer- kuchenporsie zurückzuführen. Man stellte Pfefferkuchen in Form von He-zen dar und versah diese mit Liebessprüchen. Dann kamen auch andere Verse auf die Pfefferkuchen, meistens solche, die sich in launiger oder derber Weise auf das Sheleben beziehen.

Vielfach haben sich diese Sprüche auch den Dialekten und der Denkweise der einzelnen Gegenden angepaßt. Sprüche, wie sie oft aus den Berliner Pfefferkuchen stehen, sind anderswo kaum verständ­lich, und ebenso können manche süd- und westdeutschen Sprüche in Dorddeutschland keinen Anklang finden. Daneben gibt es allerdings auch eine Pfefferkuchenpoesie, die für alle Gegenden des deutschen Sprachgebietes patzt, so wenn ein« Pfefferkuchensrau den Spruch trügt:

Eine Maid wie diese Maid

. Ganz und gar anS Süßigkeit,

Sicher zieht sie jeden Mann Gleich in Bmm, schon beißt er an,"

otwc wenn auf einem Pfefferkuchenmann geschrieben steht:

Keinen süßern Kavalier

Gibt es wohl als diesen hier.

Darum hak auch solchen Herrn

Jede Maid zum Fressen gern."

Auch Moden, kulturelle Wandlungen, Veränderungen im täglichen 1m, Lause der Jahrhunderte auf die Ausstattung ä, Pfefferkuchen ein. Aus iynen erschienen Damen in zierlichen Aeis« rocken, Herren mit großen Perücken und mit dem Galanteriedegen an der Seite, Soldaten und Polizisten wechselten die Aniformen, Dräute erschienen in häufig veränderten Klettern, die Sänften wurden auf «n Pfefferkuchen von den Postkutschen abaelöst, als dann die Eisen­bahnen auskamen, erschienen auch Lokomotiven auf den Pfeskerkuchen.

v^le andere Erfcheinungen der jeweiligen Zeiten waren aus den Psefterkuchen wiedergegeben, so dah deren Aneinanderreihung aus verzchierenen Jahrhunderte auch ein Stück Mode- nn& Kultur­geschichte darstellen würde.

Weihnacht.

Volks roe i f e.

Es ist ein Ros entsprungen Aus einer Wurzel zart, Ais uns die Alten jungen, Aus Seife kam die Art Und hat ein Blümlein bracht Mitten im kalten Winter Wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein bas ich meine, Davon Efoiäs sagt, Hat uns gebracht alleine Marie die reine Magd: Aus Gortes ew'gem Rat Hat sie ein Kind geboren, Wohl zu der halben Nacht.

Nußknacker und Maufekönig.

Ein Märchen von C. T. A. H o f f m a n n. lFometzung i

Jeder Zweifel, daß des Vetters Nuß wirklich die gejuchte Nutz Krakatuk war wurde augenblicklich gehoben, als der herbeigerufene Hofastronom das Gold sauber abschabte und in der Rinde der Nuß das Wort Strafet tu: nut chinesischen Charakteren eingegraben fand. Die Freude der Reisenden war groß, und der Vetter der glücklichste Mensch unter der Sonne als Drosselmeier ihm versicherte, daß fein Glück gemacht sei, da er außer einer ansehnlichen Pension hiiisüro alles Gold zum Vergolden umsonst erhalten werde. Beide, der Arkanist und der Astronom, hatten schon die Schlaf- mutzen aufgesetzt und wollten zu Belte gehen, als letzterer, nämlich der Astronom,^also anhob:Bester Herr Kollege, ein Glück kommt nie allein. Glauben ötc, nicht nur die Nuß Krakaiuk, sondern auch den jungen Mann, der sic ausbeiht und den Schönheitskern der Prinzessin darreicht, haben mir gesunden. Ich meine niemand anderes als den Sohn Ihres Herrn Vetters! Nein, nicht schlafen will ich," fuhr er fort,sondern noch d>eie.r Nacht des Jünglings Horoskop stellen!" Damit riß er die -cachtnmtze vom Kops und fing gleich an zu obfermeren.

Des Vetters Sohn war in der Tat ein netter, wohlaewachfener Junge ber nach nie rasiert worden und niemals Stiefel getragen. In früher xiugeub war er zwar ein paar Weihnachten hindurch ein Hampelmann ge* roefen; bas merkte man ihm aber nicht im mindesten an, so war er durch des Vaters Bemühungen ausgebildet worben. An ben Weihnachtstagen trug er einen schönen roten Rock mit Golb, einen Degen, ben Hut unter dem Arm und eine vorzügliche Frisur mit einem Haarbeuiel. So stand m glänzend in feines Vaters Bude und knackt« aus angeborener Galanterie ben jungen Mädchen die Nüffe auf, weshalb sie ihn auch Schön- Nuhknackerchen nannten

Den andern Morgen fiel der Astronom dein Arkanisten entzückt um den hals und rief:Er ist es wir haben ihn er ist gefunden! Nur zwei Dinge, liebster Kollege, bürfen wir nicht außer acht lassen. Fürs erste muffen Sie Ihrem vortrefflichen Neffen einen robusten hölzernen Copf siechten, der mit dem untern Kinnbacken so in Verbindung steht, daß dieser dadurch fest angezogen werden kann: dann muffen wir aber, kom­men wir »ach ber Residenz, auch sorgfältig verschweigen, daß wir den jungen Mann, ber die Nuß Krakatuk aufbeißt, gleich mitgebracht haben; er muß sich vielmehr large nach uns einfinden. Ich lese in dem Horm jfop, baß ber König, zerbeißen sich erst einge die Zähne ohne weiteren Erfolg, dem, ber die Nuß aufbeißt und der Prinzessin die verlorene Schän- heit toicbergibt, Prinzessin unb Nachfolge im Reich zum Lohn verfprechen ?*!rb-L.. Vetter Puppenbrechsler war gar höchlich damit zufrieden, daß fern söhnchen die Prinzessin Pirlipal heiraten und Prinz und König werden sollte, und überließ ihn daher den Gefandten gänzlich. Der Zopf, den Drosselmeier dem jungen hoffnungsvollen Vetter an setzte geriet über­aus wohl, so baß er mit dem 'zlufbeißen ber härtesten Pfirstchkerne die glänzendsten Versuche anstellte.

Da Drosselmeier und ber Astronom bas Ausfinden der Nuß Krakatuk sogleich nach der Residenz berichtet, fo waren dort auch auf ber Stelle die nötigen Aufforderungen erlassen warben, unb als bie Reisenben mit dem Schönheitsmittel ankamen, hatten sich schon viele hübsche Leute, unter denen es sogar Prinzen gab, eingesunden, die, ihrem gesunden Gebiß ver­trauend, bie Entzauberung der Prinzessin versuchen wollten. Die Gesandten erschraken nicht wenig, als sie bie Prinzessin wiedersahen. Der kleine