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tr Neue Fortsch ritte d er Bilderteleg raPhie. Mehrere Vertreter der Pariser Presse sind mngst Beugen emet interessanten Vorführung gewesen. . Ldward Sehn, der Lriinbcr eures Systems der Bildertelegraphie, hat seure Apparate emem Kreise von Fachleuteit vorgesührt und her oreser/Gelegenheit einige. Bilder im Formate von 10x10 Zentimetern von Bordeaux nach Paris telegraphiert. Tie elektrische Uehertragung ist auf der Telephouleitung zwischen den Heiden Städten vorgenommen toorden. Tie Übertragung jedes einzelnen Bildes hat etwa 4 Minuten gedauert, und die Ergebnisse sollen nach den,vorlieg enden Berichten überraschend gnt sein. Belin kann mit seinem Verfahren Bilder aller Act übertragen, Land- mtb Druck,chrrften,^ Zeichnungen, iFingerabdrücke oder Photographien „von irgendwelchen ^ulderm Es kommt dabei nur daraus an, baß das Original zunächst nach einem besonderen photographischen Verfahren ansgeirommen ig. Nach den Andeutungen, die das „Journal des aobat-.' über die Art der Ausnahme und die Übertragung macht, handelt es sich, dabei augenscheinlich uM eine Ausnahme Mittelst emes Rasters. Das a'u übertragende Bild besteht dann ans größeren niid ferneren schwarzen Stellen auf dem Papier, zwischen denen weiste stellen frei sind. Und diese Variationen der Helligkeit werden dann Punkt für Punkt in Stromschivanlüngen nnkgesetzt. An Der Empfangsstation ' handelt es sich dann wieder darum, die Strom- schwanknugen in Abstufungen der Helligkeit nuizusetzen, und dies aeschiM, indem inan einen Lichtschein, dessen Helligkeit verändert werden kann, aus lichtempfindliches Papier füllen laßt. Die Hauvtschwierigke.it liegt also darin, da st der Ausgabe- und der EMpfangsapparat genau zusammen arbeiten Wie dieses Problem gelöst wird, gibt das angeführte Pariser Blate nicyt an. Seinerl Angaben über die Schnelligkeit der Übertragung und der Treue der Wiedergabe darf man wohl Glauben schenken. Allermngs ist hinzuzusügen, daß zu den vier Minuten, die die eigeiltuche elektrische llebertcagung in Anspruch nimlmt, uoc» die Zeit kommt, die ans die Vorbereitung des. Bildes, aus, die Herstellung der Autotypie verwendet tverden muß. Ein besonderer Vorzug des Verfahrens' ist es, daß jede elektrische Leitung, die des Telephons, wie die des Telegraphen ohne iveiteres verwendbar ist.
kr Eine Neuerung im Schiffbau. Von einer Werft in Sunderland werden seit einigen Jahren Schifte mit zwei Läng'srippen am MnMpse gebaut, die sich, wie „Dm Naturwissenschaften" berichten, schr gut bewährt haben. Diese Rippen sind zwischen der Wasserlinie und dem Rande des Bodens angebracht, und der Raum zwischen ihnen dient als Zuleitnngsrohr sür dre Schraube, so daß sie nach Art, ein er Pumpe wirkt, dm eme einheitlich WisamimenhängÄrde Wassermasse an der „Seite des Schiffes entlang zieht. Jnfolgedefseti verlaufen die StröMnngslmien günstiger, das Wasser wird weniger durchwirbelt und man kann dre Schraubenflügel hei allen Geschwindigkeiten deutlich, tote durch Kristallglas sich drehen scheu. Bei der Hyltonia z. B. entern! Schift von 4600 Tonnen Wasserverdrängung, sind, vorn und hinten zwei solcher Rippen vorlstinden, die unk 4 Meter voneinander entfernt sind und inn % Meter über die innere Kante der Spanten hervorrageu. Ihr Einfluh vermindert den Rücklauf der Schraube auf 2 Prozent, während er bei einem Schilf mit glattem' Rumps 13 Prozent betragen mürbe. So erhält das Schiff seine Normalgeschwindigkeit von 6 Knoten durch 630 indizierte Pserdekräste, wozu 700 bis 750 bei einem! gewöhnlichen
wohners tragen must, der große Anteil der Frau daran »uck ihre Begabung hierfür, finden häufig Erwähnung. Als die HauptsckKden In der Wohnkultur werden durchwegs dw geistige Trägheit, die darin besteht: sich ohne eigene .^Ätlnayme .witm riditeu zu lassen", die NachahmungKsucht, die Sucht, ,,^-taat wachen zu wollen mit ettvas „Apartem", äußerlrch zu ^prasentteren oder innere Beziehungen zum Heim, °h'w ttfteresd Gefnh ftir den Ausbau der Wohnung, zu haben, bezetchiret Auch Unvec ftanb und hast beim Etnkamen, die allein eine solckto Berbrettung des qualitätslosen „Klitsches" ermiögltcheii, ber Ilmstand, dast dir tueisten Menschen noch ohne genügende Einsicht und Kenntnis des bestehenden Guten, meist als umrfahrene Brautleute fich einrichten, wird als Mißstand bezeicynet. — Zwei nicht zu Mersehende Punkte hebt noch Ex-ellenz, Fran v.,Ptlgrtm-L^.mzzm Merlin hervor, nachdem.sie als rvohitlichez HetM etn solches bezeichnet 'bat, in dem mehr Wert auf die Behaglichkeit des täglichen Webens als auf» prunkvolle EmMngsrauMe gelegt wnr, mtb zur Fröderung der Behaglichkeit tut großen helttat Sch.a^ ”™£ SS«»,« «i.« w». **• Ssgg-gB
Wer. dem Kopfende des Bettes angeregt hat, die ilwtwMdtgwtt der Mhaltimg störender Geräusche durch genugenb btrfe ^nnbe unb Decken, und die berechtigte, auch von anderer Seife erhobene Forderung einen gewissen Komfort an nenzettttchm Citirta)- Smaen auch 'vms Küche und Nebenräume betrifft, nicht zu ver- S®' G ZM, für das Bchagen des Personals durch ent- sprechende Räumlichkeiten nach Möglichkeit vorzusorgen So ha die Umfrage der ,,Jnnen-Dekoratton manche, dem Fachmann wie dem Laien nützliche Anregungen geomcht. T.
Schiff erforderlich sind und der hierzu bedingte tägliche Kohlen- verbrauch wird von 12 auf 10,8 Tonnen vermindert. ®teje Verstärkung des Schiffes gewährt auch Vorteitc ntr den Bau und erhöht seine Stabilität bei ungleichmäßig verteilter, Ladung, ohne die Baukosten >zu vermehren. Ferner würde sich diese Konstrultion für die Kriegsmarine eignen, $. B. für Torpedobootszerstorer, denen dadurch beim Rollen im schweren Seegange em größerer Schutz gegen Geschosse gewährt würde .
* Wie d ie M o.narchen t i>r Geld in 91 in e r11a au - legen. 'Mit schönem Stolze erzählt „die New Porter Sun ihren wohlwollenden Lesern, das; den europäischen Monarchen die Bcmk- inftitute der alten Welt nicht sicher genug erscheinen, um ihnen all ihr Hab und Gut anzuvertrauen. Und was sollte da den Fürsten Europas auch anderes übrig bleiben, als ihr Geld in Amerika zu deponieren. Seit einigen Jahren werden die Summen, die europätfche Herrscher bei groben amerikanischen Banken hmler- legen, immer gröber; und vor allem, die New Parker Sun weiß das: die Könige kühlen sich am wohlstcn, wenn sie ihr Geld m amerikanischen Jndustrieaktieu und Eisenbahnpapicreil anlegen. Der Z a r z. B. ist Aktionär einer ganzen Reche amerikanischer Bahngesellschasteii, rund 25 Millionen hat er schon in amerikanischen 'Aktien angelegt, aber dafür bezieht er auch weit über zwei Millionen Mk. Zinsen aus den Vereinigten Staaten. Georg V, hat über 20 Millionen in amerikanischen Jndnstriepapieren angelegt, während der Deutsche Kaiser etwa 12 Millionen m Eisenbahnaktien Nordamerikas besitzt. Er soll sein Kapital nut 5 Proz. verzinsen. Tie preubischen Prinzen aber — die Sun weist es ganz genau — bevorzugen kanadische Eisenbahnwerte und besitzen für mehr als 4 Millionen Mk. Aktien. 9tatürlid) haben auch die Könige von Italien, Griechenland, Dänemark und Belgien Amerika zu ihrer Kapitalanlage erwählt und auch Alfons XIII. fehlt nicht unter den amerikanischen Aktionären. Tie Kaiserin Eugenie dagegen hat nut bei einer New Parker Bank ein Guthaben von 40 000 Mk., während der Kaiser von Oesterreich und der Papst dem gelobten Land der Dollars noch skeptisch gegen- überstehem _ , „
* Der gemeinsame Freu n d. 'Aus dem modernen ao- sellschaitsleben weist der Gaulois eine kleine Episode zu erzählen. Der Schauplatz ist ein eleganter Pariser Salon. Ter Dame des Hauses wird eine Besucherin gemeldet, gerade in dem Auaenbttck, als Herr Z, sich verabschiedet. Herr Z. verbeugt sich höflich vor der eintretenden Unbefannten und zieht sich zurück. Die neue Besucherin folgt der freundlichen Aufforderung der Hausherrin, nimmt Platz und beginnt: „Bor allem: verzeihen Sie mir, gnädige Frau, wenn ich die Kühnheit habe, mich selbst einzusühren. Seit langem ist es mein sehnlichster Wunsch, Sie kennen zu lernen Ich bin die Frau von Herrn X. unb mein Alami ist im Ministerium Jchrem Herrn Gemahl unterstellt worden/ Tie Hausherrin nickt höflich, aber schon fahrt die Besucherin fort: „Und zudem haben wir einen gemeinsamen Freund." „Ach, wer ist das?' fragt die Dame des Hauses neugierig. „Herr Z." „Sie kennen Herrn Z. ? fragt btc Wirtin verblüfft. ,0, gewist, wir sind intime Freunde, et ist em alter Freund meines Mannes und ost schenkt er uns die Ehre und das Vergnügen, an unseren bescheidenen Tiners teilzuiiehmen." Aber bann, liebe, gnädige Frau", meint die Hausherrin mit milber Bosheit, „haben Sie ihn nicht wieder erkannt: denn Herrn p sind Sie soeben bei Ihrem Eintritt hier im Zimmer begegnet." Tie Besucherin sott etwas verlegen geworden sein und sich ziemlich I schnell empfohlen haben.
Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachverein-.
M a n s ch r e i b t uns von g c i ch ätztet Seite. Auch so ein Zopf — diese „geschätzte Seite". Eine ganz schlechte Redens- art, Die aber ganz gedankenlos immer wieder angeivaiibt wirb. Viel seltener lieft man das gute und deutlichere „Ein Ftemib unseres Blattes schreibt uns". Ob man auch wagen wurde zu schreiben: „Man schreibt uns von geliebter Seite, von medizinischer Seite" u. ä. ober „Von hochgeehrter Seite ivird uns mitgeteilt" ? Wenn man bedenkt, das; man auf tauberbeut;d) heutzutage statt „von medizinischer Seite" sagen darf „medizinischerseus", ja bast kürzlich in einer Zeitung zu lesen mar: „wie man orientierterseits hört", so ergibt sich für den Fortgeschrittenen eigentlich die Notwendigkeit, recht modern zu sagen: „Geschätztersetts schreibt man uns". O wenn man doch schnftleitungsseits, oder auch redaktious- sei's, hie geschätzte Seite endlich beiseiteschaffen ivottte!
Lsqszriph.
Wo harmlos unb heiter man lachen kann, Da pflegen mit „e" sie zu walten.
Mit „ü" braucht es Hausfrau und Handwerksmaun, Nicht lange ist's sauber zu hallen.
'Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Königspromenade' iit voriger Nummert Wer allzu heilig rennt, geht überrennend Des Ziels verlustig. Wißt ihr nicht, daß Feuer, Wenn es den Trank zum Neberschäumen schwellt, Ihn scheinbar mehrt, doch in der Tat verflüchtigt?
Redaktion: K. N e i> r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Aiesten.


