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.. z/^3(itljfrrbt, fassen Eie das Wortschlechte Kämveu" nicht wörtlich auf. An Ihren soldatischen Tugenden zweifle ich nicht, ich. meine damit aber: Wer eiue'große Sache verficht, ohne mit.Herz imd Sinn ihr anzugehören, wer eine Sache verficht, von deren Aussichtslosigkeit er überzeugt ist, der ist iuu schlechter Kämpe. Zum Kampfe gehört Wahrheit der Gefühle, Treue der Ueberzeuguug!"

Gräfin, Sie martern mich!"

Nein, Linthardt, ich halte Ihnen Tatsachen vor, und wen Sie ganz und gar erkennen, daß. ich nur zu recht habe, nennen Sie das eine Marter!"

schwiegen beide lauge Zeit. Dann raffte sich die Gräfin auf und griff nach einer kleinen Bronzekugel, die n einem Schälchen lag, und warf sie lässig in ein grosses, ilbernes Becken, das von einem zierlichen Dreifuß getragen wurde. Ein feiner, lieblicher Klang ertönte, und im Äugelt- i

einen Napoleon vernichten! Wer ,. , . Was ist alle Begeisterung der Massen gegen dieses Kriegsgenie, was sind Preußens König und feine Verbündeten, die er erhofft, gegen diesen Eisenkopf!" .

Sie ergriff jetzt Linthardts Hand und sagte weich: Elnthardt, sie verschwenden Ihr Nationalgefuhl, was ein erkünsteltes und erzwungenes ist, an eine verlorene Sache!"

Gräfin, Ihre Worte enthalten Wahres, leider nur zu Wahres! Sie kennen mich und mein Inneres nur zu gut, als daß ich Ihnen widersprechen könnte. Und dock, muß ich wiederholen: ich muß fort,, ich muß heim. Ich bm nicht nur der denkende Mensch, der sich weltbürK-, liche Anschauungen erworben hat, ich bin auch Edelmann und'als solcher meinem König lehnspflichtig!"

Linthardt, wir leben nicht mehr im Mittelalter, und schlechte Kämpen kann ein König nicht gebrauchen!"

Gräfin!" Er stampfte mit dem Fuße auf und wandte sich ab.

Verehrte Gräfin, Sie irren, wenn Sie meinen, ich edauöte mir in so ernsten Sachen Späße. Es ist nietn jener Entschluß, zu gehen, oder haben Sie vorhin nicht s^bst gehört, wie di? böhmischen Edelleute spotteten, daß ich noch nicht dem Rufe meines Königs gefolgt bin?"

Die Gräfin sah sinnend zu Boden, dann stützte sie ihre Ai nie auf den Marmorrand des Kamins und schaute in tue rote Glut des glimmenden Ulmenholzes, endlich fragte sie leise:Wohin wollen Sie gehen Junker?"

Heini, Gräfin, heim, nm gleich meinem Bruder Werner m die Armee einzutreten!"

Sie wandte sich langsam zu Linthardt und sah ihn er- staunt an.Das wollten Sre tun? Sie wollten Has tun? . .Das können Sie nicht, das können Sie einfach nicht, weil es keinen Menschen gibt, der seine Gesinnung so ver- leugnen konnte, um für die Verleugnung sein Leben und fern Gluck m die Schanze zu schlagen. Oder hieße es' nicht, wider Ihre bessere Einsicht handeln, wollten Sie, in dessen Herzen Napoleon zu einem Gotte erhöht wurde, woll- ten Sie mit helfen, diesen Gott zu vernichten! Ha, vernichten, - " '

könnte das!

Die Flammensrichen rauchen.

Roman aus dem Jahre 1813

Wan Mdlx Ksarl Böttcher-Chemnitz.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Linthardt später auf einen Augenblick der Gräfin Men- gegenüber stand, flüsterte er ihr zu:Ich muß Sie heute noch allein sprechen, unbedingt!"

. wandte sich kurz daugch an dn Gesellschaft:Menie Lieben, des Singen vorhin hat angestrengt, als ich glaubte. Ich wäre wollten?" wenn Sie für heute Abschied nehmen die Herren, auch Linthardt mit, im Vor- «re^Jc^tcbet .halten, rief die Gräfin laut:Ach, eS,alohe, mit Ihnen hätte ich noch einiges zu besprechen!" 0

. ^an saß er ihr in ihbein Boudoir gegenüber, wie Winter, fo auch heute wieder ganz im Banne dieser schönen Frau. Sie setzte sich an den trotz des lauen Wends ge- yeizteii Kamin, stemmte ihre von roten Schühchen um- lleideten Fuße auf den Bbonzesims des Ofens und hielt die Hande, um sie zu wärmen, an den heißen Marmor. Als

Lewuck, Tee reichte und sich dann zurückzog, blickte die Gräfin schelmisch zu Linthardt, der ihr zur Seite saß, ''M nickte ihn, zu, als wollte sie sagen:Nun, ist dieses, Eckchen nicht traMich, und diese StimniUng nicht geeignet, ein Geständnis zu machen, das ich schon lange erwarte?" dernd^ ))hn?"müeC imuter schwieg, sagte sie aufsor- ich danke Ihnen für den neuen Gunstbeweis, nur diese Besprechung gewährt zu haben," begann Linthardt unsicher und stockend.Sie machen mich glücklich, daß Sie mich, der ich noch nicht einmal gleiches Stammesblut nut Ihnen habe, vor Ihren eignen Landsleuten oder Rasse- verwandten auszeichneti!"

Ist Ihnen das recht, Altenlohe?"

m bin stolz darauf und danke Ihnen dafür, teuerste KW1' doch wenn ich Sie vorhin bat, mir auf einen Auqeu-

. " Mhor unter vier Augen zu scheukeu, war der Grund em andrer, als Ihnen nur zu danken. Ich ich wollte Ihnen - Lebewohl sagen!"

< , '(Ltnthardt!" Gräfin Storsch stand auf und schaute den ziunker entsetzt an, daun sagte sie mit mühsam er- ' gnm|tge|ter Ruhe: fünfer, es ist nicht recht von Ihnen, solche - solche Späße zu machen!"

Linthardt war selbst erschrocken über die Wirkung seiner Worte, durch welche die Gräfin ihm ihre innersten Gefühle verriet, uuo der Junker erkannte, was er längst geahnt hatte: die Gräfin Eleonore Storsch-Pisek lieble ihn

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