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Holze geschossewett Wilde B vetteuhum g«ve,M. MtSdas »st doch nur das Wild, welches mifgefnttbeit

Stücke gehen noch in den Deckungen auf rammervolle Werse^em oder ausserhalb des betreffenden Jagdgebiets, wo renienrand N-met anfgewa^sene Kälber bilden ihrerseits dieselbe Ursache zu einem Mückaang in der Qualität des Wild,taubes!

Die mit solchem modernen Jagdbetrrebe verbundenen Roheiten Vollziehen sich nicht so öffentlich, sie lasfen sich Nicht so leicht durch Augenschein oder Zeugen beweisen, wie etwa em Tall der Mißhandlung von Zugtieren. Verhältnismäßig ,M«r ist der Täter zu überführen, und dann ist noch felteiM im Einzelfalle die Grenze zu ziehen da, wo die weidmännische Handhabung a-if- hört und die Aasjägerei bezw. die Tierquälerei beginnt. ~t'trf= fant könnten nur gesetzliche Bestimmungen zur Einschränkung ge­wisser jagdlicher Betätigung scm, eine schärfere Kontrolle der Personen bei Erteilung der Jagdscheine, bei^ Verpachtung von Jagden und vor allem eine starke Erhöhung der ^agdscherngebuhren. Man müßte dÄch, Belehrung, Ermahnung und ortgesetzten un­ermüdlichen Hinweis auf die Schändlichkeit solchen Gebarens all­mählich das Gewissen wecken, vielleicht auch durch öffentliche Be­kanntgabe besonders schwerwiegender Vorkommnisse, wenn möglich mit Nennung des Namens, eine aoschreckende Wirkung Hervor­rufen Im übrigen wird dieses Gebiet, wie so manches andere rm Leben, in der Hauptsache der gegenseitigen Erziehung, dem Eui- slusse der Edlerdenlenden ans die roheren Elemente vorbeha.ten ^Immerhin' ist das Interesse, welches die Tierschutzbewegung den- Leidem des Wildes zuzuwenden begonnen hat, mit irrende zu begrüßen. Es sollten die Jäger nicht verfehlen, die maßgebenden Persönlichkeiten der Vereine mit ausrelchenden Nachrichten zu versehen, damit das Bild der Aasjägerei nicht nur, wie bisher, in den Jagdzeitungen -allein gezeichnet werde, sondern mich zur Kenntnis breitester Oeffentlich-keit komme. Biellncht gelingt es dann, die jetzt übergroße Zahl der Jagdschinder aus allen Ständen etwas zu verringern und die geradezu krankhafte Jagdmode wieder Wf ein vernüftiges Maß zurückzuführen. M,

Vermidehtes.

® Ein kostbarer Finger. Aus New York wird berichtet: Der Violinsnvirtuose Kubelik macht gegen di- bekannte englische Versicherungsgesellschaft Lloyd einen ungewöhnlichen Anspruch geltend. Der Geiger soll seine Zehn Finger bet der Gesellschaft mit einer Million Mark versichert haben, und er fordert letzt die Auszahlung eines Zehntels von diesem Betrage. Als er sich am Freitag mit der Pflege seiner Fingernägel beschäftigte, rutschte ihm die Feile ans und verursachte unter dem Nagel eine Wunde die den Virtuosen nach seinen Angaben auf einige Wochen verhindern wird, aufzutreten. TaS in Chicago auf Sonnabend augefetzte Konzert mutzte auf unbestimmte Zeit vertagt und das Eintrittsgeld zurückerstattet roarbeit. Nun fordert Kubelik auf Grund seiner Police die Auszahlung von hunderttausend Mark von der Gesell­schaft, bei der er seine Finger gegen derartige Unfälle versichert hat.

* Der Arzt als Sherlock Holmes. Im Warte­zimmer eines Pariser Arztes, so erzählt der Gaulois, erschien dieser Tage ein bescheidener Mann. Der Arzt mustert ihn mit scharfem Kennerblick, er hat wohl Sherlock Holmes gelesen, denn er erkennt und weiß sofort alle Ursachen ledes Nebels. Es ist übrigens kein schwerer Fall, ein wenig Neuralgie, Appetit­losigkeit und Gliedersteifheit. Der Arzt unter,ucht den Fremden und schüttelt den Kopf:Immer dasselbe^ diese Pariser! Sicher führen Sie «eine fitzende Lebensweise, Sie sitzen den ganzen Tag?"Jawohl," sagte schüchtern der Kranke.Und Sie wohnen im Hinterhaus?"Jawohl."Kleine Zimmer, wenig Licht? .Nun ja, man ist eben nicht reich." ,Schon, mein Freimd, ich werde Ihnen sagen, was Ihnen fehlt. Frische Luft, meui Lieber, Sie haben zu wenig frische Luft! Ziehen Sie aus, gehen Sie spazieren, fitzen Sie nicht den ganzen Tag herum, .Frische Luft!"Frische Luft!" Der Patient lächelt milde -Sie lächeln? Warum lächeln Sie?"Ach, Herr Doktor, ich bin Omnibuskutfcher..." . o

' Des Pastors Heiratsklub. Die Jugend von Kancho City scheint an gefährlicher Ehescheu zu leiden, denn der Reverend Talton, der würdige Pastor der Volkskirche, hat sich veranlaßt ge­sehen, eineEhescbule" zu gründen, deren Zweck es ist, in der Ge­meinde das Heiraten zu fördern imb populär zu machen. Vor einigen Tagen berief er bie jungen Herren und Damen zu einer Kirchenverfammlung und erklärte, daß seiner Meinung nach jeder Junggeselle von 24 Jahren, der 300 Mk. im Monat verdient, hei­raten müsse, ebenso wie jedes Mädchen von mehr als 1« Jahren. Und er, der Reverend Dalto», tvolle dafür sorgen, daß dies auch geschehe. Und so begründete er denn zu diesem Zwecke einen Heiratsklub und setzte 50 Paare auf die Liste. Den Mitgliedern des Klubs hält der wackere Seeleuhirte jetzt wöchentlich Vorlesungen überBrautwerbung",Liebe",Einkauf von Möbel", überKochen", überSparen" und überKindererziehnng", wobei jeder Vortrag mit einer eindringlichen Beweisführung schließt, datz man nie schnell

genug in den Hasen bet Ehe einlamen könne. Und je eher die 50 Paare des Heiratsklubs von KansaS City beit Mut zu diesem Entschluß aufbringen, je besser sei es für sie, ja bei der Ehe- chließunq gilt nach der Ueberzenaung des Pastors als erste Regel der alte Rat:Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht ans morgen..." m

Ick. Kleine Geschichten ouS Hermann BangS Leben weiß, wie aus Kopenhagen berichtet wird, die dortige ZeitungPolitiken" zu erzählen. Bang hatte manche eigene Ge­wohnheiten imb Abneigungen. Nie z. B. benutzte er eine Straßen­bahn, sonbern er bebiente sich stets einer Droschke ober eines Auto­mobils. Er selbst aber bezeichnete als seine tzauptabneigungen zwei ßitbere Dinge; er sagte einmal:Zwei Tinge gibt es, bie ich ab- olnt nicht tun kann: ich kann nicht telephonieren imb ich kann nicht mit einer roten Nelke im Knopfloch gehen. Beides (simch gräßlich I Eigentümlich ging es ihm in Paris mit der Rejane. Obgleich Bang es war, ber bas Ibsen-Drama, in beni bie Achäne mitwirken sollte, in Szene setzte, so beliebte es ber Diva doch, den kleinen zurückhaltenben Dänen absolut nicht zu bemerken. Wie ne nun tutf einer Probe eilig auf bie Bühne rauschte, um ihre -neben zu sprechen, jagte Bang zu einem bet jüngeren Schauspieler:Nein, entschuldigen Sie, bitte!" imb begann an seiner Stelle bie Repliken zu geben. Die Rchaue würbe ausrnerksam, sah sich den fremden Herrn an und schließlich brach sie ganz entzückt in die Worte aus: Sieh mal den Kleinen! Vois le petit! Diese schmeichelhafte Charakteristik hat Bang Zeit seines Lebens nicht vergessen. Er ähnle übrigens seinen frühen Tod. Bevor er die Weltreue antrat, auf der er gestorben ist, sagte er selbst, er iverde diese -lnstreng- ungen nicht überleben. Björnsons Witwe, Frau Caroline, fragte ihn vor einiger Zeit in Stockholm, ob er denn wirklich rund um die Erde reifen wolle.Ja, Frau Björnson," versetzte Bang, .sich reife um Sie ganze Erde herum, und ich komme auch, können Sie sich denken, nach Japan; da sterbe ich und dann reise ich weiter nach Indien." Ein echt Bang'scher Gedaitkensprung, aber nut der Idee, in Japan sterben zu ivollen, ivar es ihm insofern Ernst, als ihm Japan das würdigste Land erschien, um hier von der Erde zu scheiden. Er sollte das ertrümnte Land der Kirschenblute nicht mehr

Das Schmeicheln der Katzeu wird gewöhnlich als. Falschheit gedeutet, ist jedoch lediglich Folge ihres hochentwickelten Gefühlssimts. Streichelt man ihnen sanft von vorn nach hinten den Rücken, so empfinden sie besonderes Wohlbehagen,!beni sie durch sonores Schnurren Ausdruck geben, habet in behagliche Muhe ver­sinken und schließlich cinschlafen. Wenn man aber die Katzen dem Strich entgegen oder vor- und rückwärts streichelt, so wird elek­trisches Fünkelisprühen erzeugt, bas bet schwarzhaarigen Katzen am deutlichsten erscheint. Am besten, gelingt das Experiment im dunklen Raume, wenn die betreffende Katze vorher am Ofen lag und die Haarspitzen Wärme ausgenommen haben. Tmm entwickeln sich schon bei leiser Berührung viele elektrische Funken, die unter lebhaftem Knistern frei werden und bei vcrmehrtcm und kräftigerem Hin- und Herstreichen immer reichlicher erscheinen Das Ei-petiinent behagt aber dem Tier dnrchaits nicht, ist ihm vielleicht sogar schmerzhaft; beim selbst der gutmutigste Kater, sucht sich demselben sobald als möglich gewaltfam zn entz«-h-n.. Wegen der dem Katzenkörper eignen Elektrizität werben diese Tiere auch wahrscheinlich durch die elektrische Spannung der Lust m derartig starke Mitleidenschaft gezogen, daß sie bei Gewittern heftige Erregung äußern.

Aus denMeggendorfer Blättern".

-* M i ß verstau d n i s. Moralist:Es ist geradezu schmach­voll, diese schlechten Zeiten und Fasching!"Nicht wahr? Sie haben wohl mich kein Geld?"

* Einwand.Sie müssen drei Mark Eintritt zahlen."

Ich möchte aber nur sehen, ob meine Braut nicht heimlicher­weise hier ist," -Na, das wird Ihnen doch drei Mark ivevt feilt! ?z/

* Unter Frenndinnen.Ich iverde als Türkin auf den Maskenball gehen." -Da hast du TeM Dg jannft feit dich wenigstens tief verschleiern."

Magischer SaWnquadrat.

In die Felber itebenstehenbeu Quadrats sollen die Ziffern

7 15 24 33

viermal derart eingetragen werden, baß die Summe der Zahlen in jeder der senkrechten, wagerechten und Diagonalreihen stets 79 __ beträgt.

Auflösung in nächster- Nummer,

Llnflösung des Taufchrätsels in voriger Nummer: Hobel, Uhr, Rebel, Gicht, Enkel, Regen, Mieder, Auge, Cid, Haube, Teller, Zopf, Auster, Hund, Magd;

Hunger in a ch t z a h in. ...... - _ IUI. i hiiiin ii i ..............

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schon Universitäts-Buch- und Steiubruckerei, R. Lange, Gießen.