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Die weiße Frau.

Roman von W. Collins.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

Falls Mr. Hartright nach England zurückkehrt, so Kalten Sie keinen Verkehr mit ihm aufrecht. Ich wandle meinen Weg, und Percival folgt mir auf der Ferse nach. !An dem Tage, wo Mr. Hartright diesen Pfad kreuzt, ist er ein verlorener Mann."

Die Unterschrift zu diesen Zeilen beschrankte sich aus den Anfangsbuchstaben F, von einem Kreise, künstlicher kleiner Schnörkel umgeben. Ich warf den Bries mit der ganzen Verachtung, die er mir einflößte, auf den Tisch.

Er versucht dir Furcht zu machen, sagte ich! ein sicheres Zeichen, daß er selbst Furcht hat.

Sie war ein zu echtes Weib, um den Pries so auszu­nehmen, wie ich ihn aufnahm. Die impertinente Vertrau­lichkeit der Sprache war -zu viel für ihre Fassung. Als sie über den Disch hin mich anblickte, ballten sich ihre Hände krampfhaft auf ihrem Schoße, und die alte, urwüchsige Leidenschaft glühte wieder hell aus ihren Wangen und tn ihren Klugen.

Ich besann mich düster. Dann erklärte ich:

Ich werde morgen mit dem ersten Zuge nach Black­water Park reisen und, wie ich hoffe, abends wieder zurück­kehren.

Nach Blackwater!

Ja. Ich habe, seit ich Mr. Kyrle verlassen, Zeit zur Ueberlegung gehabt. Seine Ansichtbestätigt in einem Punkte meine eigene. Wir müssen bis zuletzt dabei beharren, das Datum von Lauras Abreise auszuspüren. Der einzige schwache Punkt in dem Komplotte und wahrscheinlich- die einzige Aussicht für den Beweis, Paß sie am Leben ist, begegnen sich in der Entdeckung dieses Datums.

Du meinst, sagte Marianne, -in der Entdeckung, daß Laura Blackwater Park erst nach dem Datum verließ, welches auf dem ärztlichen Zertifikat als ihr Sterbetag angegeben ist?

Ganz gewiß.

Was bewegt dich, zu glauben, daß es später war? Laura selbst kann uns ja nichts über den Zeitpunkt sagen, wann sie in London ankam.

Aber der Besitzer der Irrenanstalt erklärte dir, daß sie dort am 27. Juli ausgenommen worden sei. Ich bezweifle, daß es dem Grafen möglich war, sie länger als eine Nacht in London zu behalten und über alles, was um sie vorging, in Ungewißheit zu lassen. In diesem Falle muß sie am 26. Juli abgereist und einen Tag nach dem Datum, das in dem ärztlichen Zertifikate als ihr Sterbetag angegeben ist/ in London eingetroffen -sein. Falls wir dieses Datum

sicher stellen können, haben wir unfern Fall gegen Sir Percival und den Grafen bewiesen.

Ja, ja ich verstehe! Wer wie dieses Beweises haN- häft werden?

Mrs. Michelsons Aussage hat mir zweierlei Art und Weisen angedeutet, seiner habhaft zu werden. Dre eins ist, den Arzt, M>r. Dawson, zu befragen, welcher wissen muß, wann er seine Besuche in Blackwater Park wieder auf­nahm, nachdem Laura das Haus verlassen hatte. Die an­dere, Erkundigungen in dem Wirtshause anzustellen, Wo Sir Percival in der Nacht allein einkehrte. Wir wrssen, daß seine Wreise der Wreise Lauras nach, Verlauf von wenigen Stunden folgte, und können vielleicht auf drese Weise hinter das Datum kommen. Jedenfalls ist es den Versuch wert, und ich bin entschlossen, ihn morgen zu machen.

Und gesetzt, er mißlingt ich sehe die Sache jetzt von dem schlimmsten Gesichtspunkte an, Walter, gesetzt, es kann dir niemand helfen in Blackwater?

Dann sind in London zwei Männer, die mir helfen können und mir helfen sollen: Sir Percival und der Graf. Unschuldige Leute mögen leicht das Datum vergessen aber sie sind schuldig und werden es wissen. Falls es mir überall sonst mißlingt, so will ich aus einem von ihnen oder aus beiden das Bekenntnis herauspressen, und zwar ' nach meinen eigenen Bedingungen.

Das ganze Weib glühte in Mariannens Gesicht, als ich sprach. t ,

Wir beide wissen, Marianne, fuhr ich fort, daß es m Sir Percivals Leben einen schwachen Punkt gibt

Du meinst das Geheimnis!

Ja, das Geheimnis. Es ist die einzige Seite, bei der wir ihn sicher fassen können. Ich kann ihn durch keine anderen Mittel aus seiner Sicherheit herausreißen und ihn und seine Schurkerei an das Tageslicht ziehen. Was auch der Graf getan haben mag, Sir Percival hat, noch! aus einem änderen Beweggründe außer dem des Gewinnes in das Komplott gewilligt. Hörtest du ihn nicht selbst zum Grafen sagen, er glaube, seine Frau wisse genug, um ihn zu ruinieren? und daß er ein verlorener Wann sei, falls Anna Cathericks Geheimnis bekannt-würde?

Ja! ja! das hörte ich.

Run, Marianne, wenn unsere anderen Hilfsmittel uns mißglückt sind, beabsichtige ich, dies Geheimnis zu er­fahren. Mein alter Aberglaube klebt noch immer an mir. Ich wiederhole, daß die Frau in Weiß noch wie lebend Einfluß auf uns drei hat. Das Ende ist bestimmt; es zieht uns vorwärts, und Anna Catherick, die tot in ihrem Grabe liegt, zeigt uns noch immer den Weg!

VI.

Meine Nachforschungen in Hampshire -führten mich zu keinem Ergebnis, weder bei Doktor Dawson, noch bei M-rs. Michelson. -Der Wirt in Knowlesbury aber war Ms der