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■,u (ein, benit hier Würben nicht weniger afö rit'nb 21 tr. $). aller ausgesetzten Fische int Lause eines Jahres Wieder emgefangm; nwbei natürlich nicht abgelieferte Fische, das sterben, das Ge- fressenwerdeu imb der Verlust der Merkzeichen noch hmzugerechnet werden muß, so daß in Wirklichkeit die Turchfischimg dreier Gewässer noch viel stärker ist, als der festgestellte Satz zeigt. Mit der Lebensfähigkeit der Fische und ihrer Widerstaubskraft beschäftigten sich die Forschungen Barleys. Es galt, sestzilstellen, in welchem Masse die Fische durch das Schleppnetz, das Emholen des Netzes und durch die Sortierung an Bord verwundet und getötet Werden. Tabei zeigte sich, daß die größeren Fische ungleich stärkere Widerstandskraft besitzen als die kleineren. Merkwürdig ist, daß die Lebenskraft der männlichen Fyche dabei mit dem Erreichen der Zeugungsreise abznuehinen schemt. Große Ver- lnste verursachen die Qual fett und Medusen; wenn sich Qiiallon und Medusen im Netze finden, wächst die Sterblichkeit der Fische außewrdeiittich stark. Auch während der Zeit, tnber Jue gefangenen Fische an Deck liegen, sterben v iele; dabei hat die sonnen- Wärme den stärksten Einfluss, Bei Versuchen, die man^ubrlgens kaum billigen kann, wurde beobachtet, daß tu heißer soime m einer Stunde 99 v. H. aller kleineren Fische denk Tode erliegen. Eine Pwbe, die Wohl kaum vonnöten gewesen Wäre.
Tbk. Einladnngen aus Nichts! Wieder ist der Winter da mit seinen „geselligen Unterhaltungen", nnd angesichts der immer wachsenden Preise für alle unsere Notdurft, besonders aber die Nahrung, fällt manchem Familienvater der Gedanke an die Extraausgaben für die gesellschaftlichen Verpflichtungen schwer auf die Seele. Da sind zuerst eine oder gar mehrere große GeseU- schafte», die gegeben werden müssen, da siild die notwendigen Tees' nnd Kaffees der Gattin, da sind die Kränzchen der Töchter nnd vielleicht auch noch einige Herrenabende. Das lauft ms Geld —• immer mehr. Denn immer höher, sind, die Ansprüche gewachsen von Jahr zu Jahr. Einst bestand ein „einfaches Abend- essen" aus einem Fleisch- oder Fischgericht mit Käse hinterher, mid Uten kam im Sonntagskleide intb war nicht weniger fröhlich als heute, wo die Speismplge Mit einem Borgericht beginnt nnd nach mindestens zwei größeren Mittelgängerk mit Dorten, Eis und Kaffee schließt, ganz abgesehen davon, daß es ohne verschiedene Weine nicht abgeht uitb oft noch ein bezahlter Piatlist Tasemiusik liefern muß. Zu den Tees tmd Kaffees sind mehrere Schafe,r schweren Kuchens, Schlagsahne, Bowle, süße Speise, Butterbrot usw. selbstverständlich, und bei allen diesen Zusammenkünften überbieten sich die Damen in Seiden- und Samtblusen oder Kleidern nach der neuesten Mode, die teuren Lederhandschuhe nicht zu ver- gessen, die man erst abftrcifeit darf, nachdem man sie im Zimmer gezeigt hat. Muß dieses alles wirklich fein? „Man kann sich nicht ausschließen," klagt die Frau, „man ist doch auf die Menschen angewiesen rmd wer sich zurückhält, steht bald allein;. und die Töchter müssen doch ihre Jugend auch- ein wenig genießen, sie Müssen auch Gelegenheit haben, Herren fermen zu lernen — wenn man dabei auch nicht gleich an ein Jagen nach dein Mai nie deiikt. . Diese EiuWüiide haben eine gewisse Berechtigung, ivennschon kein arbeitender Familienvater seinen Töchtern in einem Winter 50 Tanzgesellschaften gestatten dürfte, wie uns kürzlich ein Lehrertöchterchen freudestrahlend erzählte. Aber selbst der Aufwand für nur fünf Taiizgefellschasten ist zu teuer erkauft. Wenn um seinetwillen der Vater sich abhetzen und überarbeitest und die Mutter durch nie endendes kleinliches Sparen am Notwendigen in Alltagssorgen ermüden muß. Das Schlimmste aber, ganz abgesehen von beit Kosten der Gastgeber, ist, daß jede Geselligkeit verflacht, die nicht ohne nngeivohnte Speisengenüsse bestehen kann. Ungewohnte @<aumenbefriebigung verleitet zu jener materiellen Genußsucht, die von dem geselligen Zusammensein bald in erster Linie eine gute Mahlzeit und danach erst geistige Anregung, seelische Erhebung zu rechter Freude erwartet. Und naturgemäß setzt da dann gleich der Wettbewerb ein und jeder überbietet den anderen au möglichst vielseitigen Genüssen. Oder ist es nicht so? Ich Whist es sichest, obwohl mir ist, als hörfei ich lauter Widersprüche! Mancher Familienvater rief schon ans: „Na, mir wäre Wohler, ich brauchte überhaupt nicht mitzumachen, Mutters Küche genügt für meine Bedürfnisse." Zahlreiche Haiis- frmien gestanden es heimlich: „Wenn ich das Geld hätte, das sich durch Einfachheit hier sparen ließe —■ Wie gern verzichtete ich auf alle Delikatessen." Und die Jugend lacht einem geradezu ins Gesicht: Was machen Wir uns ans dem Essen! Das Plaudern, Lackten, Tanzen ist uns die Hauptsache! Aber — „man kann nicht damit anfangen. Was würden die anderen denken? Sie Würden uns geizig schelten, spotten, geringschätzig lächeln." — — Und sie haben recht —i jeder kann nicht anfangen, aber -einige können es: die Starken, die über dem oberflächlichen Klatsch stehen. Und die Wohlhabendsten, die Tonangebenden, die sollten anfaiigen imb offen durch Wort und Tat die anderen ermuntern zu Einladungen auf — Nichts; auf ein Täßchen Tee allenfalls, ein Mas Milch oder Limonade ober Bier; und die Jugend sollte zeigen, daß ihr Lachen aus der selbstbewußten Kraft stammt, die sich vergnügen form -ohne kostbare Hilfsmittel. Zu allererst
aber sollte bei den Kindern begonnen Werden! W ist gpradeUüj traurig, wie hier die Ansprüche künstlich gezüchtet werden. Man muß Kindergesellschaften geben, 'Wenn man seine Kinder niM zu einer unsympathischen Ausnahme machen will, Kinbergefelh- schaften, in denen das CligueNWefen blüht und eine vorzeitige! Wertschätzung von Kleidung und gewandtem Benehmen sich breitmacht. Und mau muß die ganze Klasse einladen! Sticht nur! einige besonders liebe Gespielinnen! Und man muß die Kinder bewirten, als wären sie Damen, ja ein Geschenk für jedes einzelne beim Gewinnspiel ist auch noch Brauch. Väter und Mütter, die Ihr schon seufzt unter den Lasten der Gesellschaftspflichlen — wollt Ihr nicht Eure Kinder zuerst davon erlösen? Und wenn e# der einzelne nicht wagen mag, dann soll er sich doch Genossen! suchen. Man gründe einen Mutterbund gegen den Gesellschasts- luxus. Man suche Teilnehmer für gesellige Abende ohne Fleisch und Wein — und Man wird mit Staunen sehen, wie die Unterhaltung gewinnt an geistigem und seelischem Gehalt. Denn wo nicht viel gegessen und getrunken wird, da muß man aus sich selbst zu geben suchen und sinnen auf ein gutes Wort und Anregung zu allgemeiner Freude. Trotz allen Gehaltserhöhungen und Ber- teuerungen kommen wir nicht vorwärts. Tie Männer werden zu Arbeitstieren, altern und sterben vor der Zeit, die Frauen! helfen m'itverdienen und zersplittern nur zu oft ihre Kräfte; es nutzt alles nichts. Das einzige Mittel gegen die Arbeitshetze, der einzige Weg zur Gewinnung vvN Ruhe und Zeit für edle Freuden! tst: Rückkehr zur Einfachheit!
* Einen Hasen laufen lassen. In Goethes „Dichtung und Wahrheit" heißt es von den Fremden, die einen Streit zivischen den Sonderlingen von Reineck und von Malapart zu verhindern suchen: „Sie ließen einen Hasen nach dem andern laufen (dies war eine sprichwörtliche Redensart, wenn ein Gespräch sollte unterbrochen und aus einen andern Gegenstand gelenkt werden); allein es wollte nichts verfangen." In der amerikanischen Zeitschrift „Modern Lauguage Notes" gibt Prof. Walz von der Havard- Universität hierzu die folgende Erläuterung. M. Werner habe das Richtige getroffen, wenn er zur Erklärung auf die volkstümliche Erzählung von Salomon und Marlolf Hinweise, in der Markolf einen untenn Mantel versteckten Hasen plötzlich laufen läßt, als Salomon die Hunde auf ihn hetzt. Walz weist dann aber auf die zu Frankfurt 1703 erschienenen „Taubmanniana" hin, die Goethe sicher bekannt gewesen seien, und in denen u. a. erzählt wird, wie der in Ungnade gefallene Taubmann drei Hasen nacheinander aus seinem Mantel schlupfen läßt, als der Kchr- St immer noch Hunde auf ihn hetzt, so daß er schließlich ehelligt zu ihm durchdringt. — Es ist das also im wesentlichen etwas gaim Aehnliches wie das, ivas schon Sanders und Löper zur Erklärung vorbrachten, die auf den Jägerausdruck „Wechselhase" hinwiesen: „d. i. ein neu auf- gejagter Hase, der die Aufmerksamkeit von dem erst gejagten abgelenkt." Das „Laufenlassen" allerdings erklärt dte Taub- maunsche Geschichte noch besser. Abzuweisen ist die Erklärung Hevnes im Deutschen Wörterbuch, Hase sei bildlich gebraucht für Schnurre, närrischer, lustiger Streich; Walz Weift dazu mit Recht auf den Ernst jener Gesellschaft bei Goethe hin.
* Boshaft. Olga: „Ich hätte mich schon sechsmal verheiraten können, aber ich habe jeden Anwag abgelehnt." — Alma: „Wie rücksichtsvoll von dir!"
* Verdächtig. Vater (böse): „Es ist Mir unbegreiflich, daß jetzt deine schriftlichen Arbeiten in der Schule so volleck Fehler sind." — Sohn: „Da hat nur unser Lehrer schuld, deck hat den Jungen, der neben Mir faß, auf eine andere Bank gesetzt!
* Empört. Gattin: „Weißt du schon? Das Fräulein! über uns hat in der WohlMigkeitslotterie ein Pianino gewonnen!" — Ehemann: „Ein Pianino? — Und fc> was nennt, sich. Wohlst tatig&’itöfotterie?"
* Sympathie. „Ick möchte bloß bet Jeld haben, Herr Pumpmeyer, Wat Sie s-o täglich in Bier vertrinken!" — „Ich auch!"
Logogriph.
Mit d sind es Bäume im schattigen Hain, Mit i stnd's Gebilde oft zart imb fein.
Auslösung in nächster Nummer >
Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummert Ein Eigen zu besitzen, das ist gut, Sei eS iin Hanse, sei's im Herzen. In allen Leiden macht es Mut Und ist ein Trost in allen Schmerzen, Zn neuem Leben ist's der Keim! Trojan.
Redaktion: K. Neurath. — Noiationsdnick und Verlag der Brühl'schen Universiiäis-Buch- und Steindriickerei, R. Lange, Gießen.


