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versteckratsel.
Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgend«, Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in .Wanderer'.
Marienwerder — Feuerversicherung — Gründerperiode — Ohnmacht - Ardennen - Stoftrester — Rosenstrauß — Studienfreund — Zielen,ig - Regenwasser.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer: Wer mutterlos die Kindheit hat verbracht, Zur Jugendzeit gekühlt der Armut Macht, Und wem in seinem Alter fehlt der Sohn, Dem ist das Leben, ach, umsonst entflohn.
Ersparnis an Heizmaterial. Deim wie die „Schutz-Luftschicht" denl Eindringen der äußeren Kälte wehrt, so hält sie auch selb sh, verständlich die Wärme in der besten Weise im Zimmer zuruck.
daß wiederum der Keim durch das Tier auf die Hände einer I anderen Person gelangt, wonach deren Erkrankung nur noch von I einem Zuiall abhängig bleibt. In einer amerikanischen GrogNadt j ist kürzlich ein Gesiindheilsbeamter in BerückNchNgimg dieser Lat- l fachen bei einer Pockeuepidemle so weit gegangen, die Lotung I sämtlicher Hunve und Katzen in der ganzen Stadt zu fordern. I Tas hätte nun allerdings kaum einen Zweck gehabt, denn man I hätte ja aus den gleichen Gründen auch die Kühe und Pferde I töten müssen. Der Gedanke war aber durchaus nicht neu. Ler I berühmte Bakteriologe P a st ent war in seinen Maßnahmen zwar I weniger mörderisch, aber ennemte aus seinem Hause doch alle I Haustiere, einschließlich der Vögel, weil er bet Semen oteleu I bakteriologischen Untersuchungen eine zusalltge Krankhettsuber- I tragung durch diese Tiere befürchtete. Am besten wird man sich I freilich dadurch schützen, daß es Kranken zum Gebot gemacht wird, I während der Zeit ihres Krankseins die Berührtmg mit Haustieren | zu veriiietdeii.
• Geprellte Theaterdi r eck toren. Eine ganze Reihe bekaiinter Londoner Theaterdirektoren haben ,etzt Gelegenhett. sich in ihren Direktionssessel zurückzulehnen und nachzngrubeln. ob ,ie Wohltäter der Menschheit sind oder nur die naiven Opfer eines schlauen Tricks. Anr Samstag abend spielte sich am Sch ußder Vorstellung im Vorra nm eines Theaters an der Shaktesbury I Avenue eine kleine Szene ab. Der Direktor stand m sorglosem Geplauder mit einem Kollegen von einem benachbarten Kirnu- I institut und schaute mit vergnügten <5innen auf d>e Lchar der Besucher, d,e nach ihrem Kunstgenüsse das Theater verlietzen. plog- lich sah man eine hübsche und geschmackvoll gekleidete Dame mtt einem reizenden Toque an den Billetschalter herantreten; m den anmutigen Zügen las man Kummer, Sorge und Verlegenheit, und flüsternd gestand fie dem Kassierer: .Ich bin in emer unangenehmen Lage, ich muß oben im Rang mein Portemonnaie verloren haben, tarnt nicht eüi Logenschließer einmal nachsehen?' Man verständigte I den Direktor, der verbeugte stck mit der ganzen pilisberettschaft eines Bewunderers des schönen Geschlechts vor der Dame. .Aber, I gnädige Frau, ich werde sofort nachsuchen, bitte nur einen Ungen« I blick Geduld!' und schon war der galante Direktor mit Riesen- I schritten enteilt. Ter Kollege, mit dem der Direktor sich vorher unterhielt, hatte die Szene nicht weiter beachtet; nun aber fiten et beim Auk- und Abgehen mit der jungeit Dame zusammen, ein höfliches Lächeln des WtedererkennenL huschte über seine Züge, und mit eleganter Verbeugtntg grüßte er „Guten Al end, gnädige tzrau l" Aber die gnädige Frau erblaßte, machte Kehrt und ivmc etnen Augenblick später den Blicken entschwunden. 9iad> einigen Minuten tarn der eine Direktor ivteder zurück: nun stellte sich heraus, daß die Tarne bei dem Kollegen just am Tage vorher dasselbe Malheur gehabt und von dem galanten Direktor sieben Schilling erhallen halte, damit „gnädige Frau mit einem Automobil nach Hause fahren könnten". Telephonische Verstand,gunaen mtt anderen Theaterdirektionen brachten die überraschende Kunde, daß die Dame jedenialls eine eitrige Theaterbesucherin war, denn in den letzten vierzehn Tagen hatte sie in einer ganzen Reihe von Bühnenhäusern
oben im Rang" ihr Portemonnaie verloren und von den liebens- f würdigen Direktoren überall das Fahrgeld nach ihrer stets schrecklich abgelegenen Wohnung erhalten.
* Doppelfenster. Das „Prinzip des Doppelfensters" läßt sich kurz erläutern: Schutz gegen die kalte Lust durch eine Zwischenschicht von — Luft. So paradox das klingen mag, es ist buchstäblich richtig. Viel mehr als Glas und Rahmen der beiden Fenster selbst schützt gegen das Vordringen der kalten Außem- temperatur die zwischen den Fenstern erngesperrte Luftschicht Die Luft ist nämlich ein schlechter Wärmeleiter und sie gibt demzufolge die Temperaturveränderungen nur sehr langsam weiter. Interessante Experimente über den wirflichen Kälteschuh der Doppelfenster stellte insbesondere der bekannte Naturforscher »enrt Dufour in Genf an; er kam dabei zu folgenden Ergsttnissen. Betrug die Temperatur der äußeren Luft z. B. minus 7 Grad, so hielt sich die Lustschicht zwischen den Fenstern auf plus 5 Grad, die Temperatur im geheizten Zimmer auf Plus 14 Grad. Wettere Ergebnisse waren: Aeußere Lust minus 3,8 Grad, 5 Grad, 8 Grad; Temperatur int Doppelfenster Plus 3 Grad, 2 Grad, 0,7 Grad; Lust im Zimmer plus 13,5 Grad, 15 Grad, 14 Grad — die Schwankung also nur IVi Grad. Diese Ergebnisse änderten sich selbst bei starkem, das Doppelfenster treffendem Nordwind nur unwesentlich. Wurde dagegen eines der Fenster entfernt, so sank mit dem Fallen der äußeren Temperatur auch die Temperatur jnt Zimmer sehr rasch, z. B. einmal innerhalb von 8 Stunden um volle 7 Grad. — Man hat nun eingewendet, daß Doppelfenster für die Gesundheit nachteilig seien, da sie die Ventilation behinderten. Damit ist es nun nicht so schlimm bestellt. Selbst verhältnismäßig dicke Mauern lassen eine Ventilation infolge Durchdringens der Lust in noch weit höherem Maße zu, als gemeinhin angenommen wird. Sodann ist ein zeitweiliges kurzes, dafür aber völliges Oeffnen der Fenster als Ventilation jeber anderen Methode vorzuziehen. Die Anwendung von Doppelfenstern aber bringt, abgesehen davon, daß sie eine stets gleichbleibende und daher für die Gesundheit zuträgliche Temperatur des Zimmers gewährleistet, den nicht zu linterschätzenden Vorteil einer großen
vücherttsch.
— Neuerscheinungen der „Bereinigung, ae« Kunstfreunde". Reich und mannigfaltig, wie in jebem Jahre, ist auch diesmal die Liste der Neuerscheinungen, so daß -ede.Geschmacksrichtung, jedes persönliche Kunstempfinden bann seine Rechnung finden dürfte; 29 Blätter — und zwar durchgängig Wiedergaben anerkannter Kunstwerke allererster Meister — werden den Mitgliedern in diesem Jahre geboten und zwar in lener allem von der „Vereinigung Ider Kunstfreunde" erreichtet« Farbentechnik, die dem Laien das Unterscheiden zwischen Original uw Wiedergabe fast «zur Unmöglichkeit macht. Besonders zahlreich und abwechselungsvoll sind die Meister der L a nd sch ast %• mal er ei berücksichtigt, von der chavakterijksche Beispiele geboten werden. So ist Oswald Achenbach mtt dem schönen . „Gols von Neapel" hervorragend gut vertreten. Ebenso typisch und farbenecht ist die Bachmühle des Andreas Achenbach. Von Ludwig Richter, dem uns durch setn« Zeichnungen und Holzschnitte jo vertrauten, gemütvollen Schck- derer deutschen Landes und deutschen Volkes, wird eine seh« charakteristische, etwas romantisch anmutende, sonnendurchlenchtebS Landschaft gebracht, an der sich wandernde Pilger an einer steinernen Brunnensäule, unter hundertiährigen Linden zu erquickender Rast niedergelassen haben. Als Gegensaß zu diesen Landscl-astsbildern wirkt eine öde, felsblockübersäte Strand Partie der Insel Rügen, in der der Düsseldorfer Meister Eugen Dücker das Gefühl absoluter Einsamkeit urch menschenleerer Unendlichkeit festzuhalten gewußt hat. — Carl C. Schirms „Sonnige Heide" überra cht durch die hohen malerischer Qualitäten, mit denen eine an und für sich unscheinbare Landschaft zu großer poetischer Wirkung und reizvoller Stimmuwgl gesteigert erscheint. Vor allem aber sind es auch unter den diesjährigen Veröffentlichungen der Vereinigung wieder dre Nach, bilbtmgen Böcklinscher Gemälde. Noch vor kurzer.Zeit toürbe man es für eine Unmöglichkeit gehalten haben, die phanbastisch- schillernden, märchenhaft bunten und feenhaft verträumten Farben Böcklins in all ihrem Prunk, Duft und Zauber so origmalgetml wiedergegeben zu sehen. Wieder sind es e l s W e r k e des Meisters, die den Mitgliedern der Vereinigung in diesem Jahve Mr Wahi gestellt werden, so daß — Msammen mit den früheren Beröffent» lichungen - bald das Gesamtschafsen Böcklins - tn seinen Haupt- schöpfungen wenigstens — vollständig tiorhegen durfte Es ftnv bies: „Villa am Meer", „Schweigen im Walde , „Anachoreten", „Zentaur in der Schmiede , „Tritone n f a m il ie", „Die Mandolinensptelerin , „Berit as" und „Pan erschreckt einen Hirten seien nur kur» erwähnt. Das Gebiet der religiösen Darstellungen eröffnet gleichfalls ein BöcklinscheS Gemälde, nämlich die berühmt«
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Bon Fritz von Uhde sehen wir,ein Werk der Wiener Gv- mäldegalerie „Weib, warum weinst du?" als äußerst be- i zeichnende Probe Uhdescher Kunst. Aber m dem Bestreben, ledern etwas zu bringen, hat die Vereinigung der Kunstfreunde auch an die Anhänger einer humorvollen Genremalerei gedacht r Claus MeyerS „Lustige Musikanten" und Karl Kr on b er g e rs „P ri se". Von Fritz Auw v. Kaul b ach liegt ein Blatt, „Kinder im Früchtekranz", drei allerliebste Kindern typen, vor und Anhänger des Waidwerks werden an einem!
Brunsthirsch" und „Rehbock" des beliebten Tiermaler« Carl Friedr. D e i k e r ihre Freude haben. Den Freunden vaterländischer Malerei endlich dürfte ein Gemälde von Ge o r g S ch ve- | Bet willkommen sein, das Friedrich den Großen im Gesprächs mit Voltaire in der Spiegelgalerie des Schlosses von Sanssouci! darstellt. So läßt es also auch die diesjährige Veröffentlichung der Vereinigung der Kunstfreunde an Mannigfaltigkeit nicht fehlen« I Um aber auch den Verehrern der Schwarz-weiß-Kunst noch etwas Besonderes zu bieten, bringt die Vereinigung in diesem Jahre zum ersten Male noch vier Gemälde in einfarbigen Heliogravüren, Zwei Gemälde von Hermann Koch, „Hangen und Bangen'' und „Im Torgarten", Ludwig Willr oider, „Miesenbach" unä | Weder M ousted, „Waldteich".
Redaktion: K. Neurath. — Rolationsbruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und ©teinbruderei, R. Lange, Gießen.


