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. Im Bienenstaat da gibt es keine zwecklosen Faulenzer, keine hungrigen Arbeiter, keine egoistischen Sonderbestrebungen, kein Alkoholelend, keine verwahrloste Nachkommen- I 3 lvas nicht sonst noch ülles. Jeder hat im Dienste des Ganzen ferne bestimmte Stellung und Aufgabe- und ras Ganze steht wieder im Dienste der Er- Haltung des Lebens, der Sicherung der Zukunft Mir dre Befruchtung der Königin lassen Hunderte von Drohnen iHv Leben. Für dre Aufzucht der jungen Brut mühen sich taufende von flerßrgen Arbeiterinnen, bis ihre zarten Flügel zerfetzt srnd und sie draußen, weit von ihren, Stock aus dem Felde ihrer Arbeit ermatten und sterben vors Heimweh nach rhrem Kolk. Ein merkwürdiges Gefühl, oder wie man es nennen will, muß in diesen zarten kleinen Körperchen wohnen: Ern ganz intensives Bedürfnis nach dem Zusammenhang mit ihrem Staatswesen. Nach wenigen Stunden geht jede Biene ein, mag man sie noch so gut füttern und Pflegen, dre nicht mehr für die ihrigen arbeiten kann. Man mochte an ein soziales Gewissen denken, wie dessen nur dre besten und edelsten Menschen fähig! sind. ,. ~b 1 je nun etwas ahnen von den Zwecken, denen sie drenen? Bon denjenigen wenigstens, die sich auf ihre eigene Gemeinschaft, auf dre Zukunft ihres eigenen Boltes beziehen? Ob sie etwas ahnen von dem, wofür sie ihre rastlose Arbeit tun, rhr Leben einsetzen?
urscht die Königin ihren einzigen freien hohen Flug in die lichte Blaue des Aethers hinauf, ihren Brautflug^ Nun schießen die Drohnen ihr nach, die Hunderte von Freiern von denen doch ein einziger nur das Ziel der großen Liebes- erreicht, um es alsbald mit dem Le'bew zu bezahlen.
Und dann wird der Schwarm als Klumpen irgeridlvo an einem Baumast hangen, wird abgeschüttelt und in einem Stock untergebracht werden, wird die übrigen Drohnen tmen und an die alltägliche rastlose Arbeit gehen,
, • ^".esder schönen Kosmosbändchen gibt uns eine präch- tige Schilderung dieses Bienenlebens. Unsere Honigbienen. Bon Prof. Sajv. Da sehen wir, wie sie aus eigener Kraft durch dre planvolle Bereinigung ihrer unzähligen kleinen rl” großartig geordnetes Staats- und Gesellschaftssystem schaffen. Wir sehen, tote dann des Menschen übergeordnete Vernunft und Kraft in dieses System regu- ^-f^d emgreift und wie schmiegsam und lernfähig das | ctn® dvlt ach den Absichten dieses, seines fremden Beherrschers anzupassen versteht. Wir sehen die lückenlos funktionierende Arbeitsteilung beim Lüften, beim Reinigen, beim Einträgen, beim Füttern. Wir betoundern die ratio- nelle Ausnutzung alter Kräfte, Räume und Möglichkeiten. Wir nehmen Parte, ttn Kampfe gegen die mancherlei! bösen Feinde dieses sorgsamen, emsigen Völkchens.
Das aber rührt uns wohl am toundersamsten: Die bed'ngungsloie Einordnung jedes Einzelwesens in die Mittel und Zwecke des Ganzen. Wie man es auch bezeichnen uwg'^als „Instinkt" oder „Natur" oder ob man eine Art „Gefühl" vder „Verstand" dahinter suchen will. Es bleibt ein KZermuis; eins von den merkwürdigen Rätseln des Lebens. Was w,r Menschen in unserer Art darstellen: Ein, Ganzes, ?^./^ter Einzelnen besteht; aus Einzelnen, die für sich selbst doch jedes, auch wieder ein Ganzes sind, das ist s auch bei den Bienen. Nur viel vollkommener, viel klarer und sichtbarer noch als bei uns.
Diejenigen Zwecke, die über alles Bienenleben hinaus- lregen, die sich auf die Wünsche des Menschen' oder auf die «roßen Zusammenhänge der Natur beziehen, sind-ihnen ae- w,ß unbewußt. Waben und Waben Men sie mit dem ußen Fabrikat ihres Gammelns und Suchens, ohne irgend etwas ahnen zu können von dem höheren Leben, "dem es dient; von den geistbegabten Geschöpfen, die ihre so ganz andersartige-Arbeitskraft damit unterhalten. Und mehr noch: Bon Blüte summen sie zu Blüte, ohne zu wissen, daß diese Blüten auf sie warten, daß diese Bluten sie nötig haben zur wichtigsten Funktion hres Lebens: zur Befruchtung. Gibt es doch ogar Menschen, die nichts davon ahnen, daß unsere Obstbaume leer und arm bleiben müßten, wenn nicht die ge- chäftigte Biene den befruchtenden Staub von Blüte zu Blute trüge.
Fordert das Bilds solchen Lebens und Schaffens, solcher Ordnung in sich selbstj jufnd solchen Wertes fiir weit, weit iwer es Hinausragendei Zwecke nicht geradezu Vergleich und Betrachtung heraus? Vergleich mit unserem Leben und
Ende des Frühlings kommen noch dazii Hahnenkanim und Musel, Kuckucksnelke, Klee und Löwenzahn, die Saleporchis und der körnige Steinbrech, - Dort, wo sie nach dem munteren Bach ab- fallen, haben die Wiesen durch Stockung des Wasserabflusses sumpf- artigen. CI) ar tutet angenommen urtb enthalten eilte beit Ueränberten Lebensbedrngrmgen angepaßte Flora, als deren Hauptvertreter wir das weiße Wollkraut, die Krauelsimse und die hohe Schlüssel- bliime erwähnen wollen, denen sich Sumpfvergißmeinnicht, Ficbcr- klee, Sunipf- und Waldläusekraut, Fleckenorchis und Sumpfdotterblume anschließen. Letztere wächst nicht selten hart am User der Bäche, 0ic, wenn sie langsam durch die Ebene dahinschleichen von den mannigfaltigen Wasserlinsen und Wassersternen bedeckt sind, die jetzt rm Lenz ihre unscheinbaren Blüten öffnen, während Mi den reißenden Gebirgsbächen zur gleichen Zeit die zähe Pestwurz m weißen over rötlichen Trauben erblüht. Selten findet man an Bachufern den Kalinus mit seinen gelbgrünen Blütenkolben, im,mer Schwarzerle und Schwarzpappel und die zahl- ^'f ^idenarten. — Äuf schwankendem Stege gelangen wir auf dav andere Ufer, wo sich der schmale Fußweg in igemächlicher Stei- gung an der sonnigen Berglehne hinauszieht, an der uns Küchen- ÄTl ^pressenwolssmilch ins Auge fallen. Allmählich treten uns Hecken und Gebüsche entgegen, die Vorläufer des berg- "Ä Amtliche sie bildenden Sträucher blühen
tut Frühling, am frühesten der Haselstrauch und von den mitunter ^oe^eut vorkommenden Bäumen die Felduline und die Zitter- paschel. Es folgeii Hainbuche und Esche, der manchmal verwildert ?"^wmende Flieder, Schneeball, Hartriegel, Pfaffenhütchen ferner Weiß- und Schwarzdorn und die rotbeerige Berberitze. Unter den schützenden Zweigen dieser Sträucher und Baume hat eine ^brlichen Frühlingskinder ihr Heim aufge- f^dh.,..Schon früh nn Marz lachen uns die weißen Sterne wL^ÜoUr?^?t°te2Brume entgegen, hie und da die blauen des eltenen Leberblümchens, und an feuchteren Stellen der Gebüsche u'den wrr den ernzwiebeligen Goldstern und das Goldmilzkraut. Monere Berbrertung gemeßen Immergrün, Erdbeere und das ihr W ähnliche Erdbeerfingerkraut, Scharbockskraut, goldblumiger Hahnenfug, weiße und gelbe Anemone und Sternmiere; wohl NfA^nben fich Zannwicke, Schöllkraut, Lauchhederich, Hunds- verlchen und Ruprechtskraut hinzugesellt. — Dort, wo das Ge- buich nahe an den Rano des Waldes herantritt, namentlich an anmüedel^b"^' WEolder, Besenstrauch und Ginster
angesiedelt. Bre zwei letztgenannten Arten fallen zu ihrer Blüte- mtf b<£11^ leuchtendgelben Blütenmassen schon von weitem auf. Den Rand des Waldes umkleiden Himbeere und Brombeere innere"ein mich oft un Verein mit der ^Heidelbeere ins. Wald- Frühling ist die Blütezeit der im Walde ^e im^EC^debildenden Bäume, wie Kiefer, Fichte, Eiche, t. u?? r/in-e der genannten Bäumarten vor- herrschend aus, so bildet sich eine den durch sie geschaffenen Vege- tatwnsbedingungen angepaßte Flora. Diese ist in den Nadel- ^rken^ReickiMv ba mb«S ganze Jahr hindurch andauernden starken Beschattung des Bodens am ärmsten; als Frühlingsblüher Lunw-veilcken^Lmf holder, Heidelbeere, behaart^ Simse, Hundsverlcyen, Schattenblume und der allen Wäldern gemmn- !®eo Sauerklee. Bedeutend reichhaltiger ist die Frühlinosflora ^^^wSder,vornehmlich des Buchenwaldes, der zwar einerseits QUIt® dw dicke Humusschicht unb die im Winter kälteabwebrende Lübbecke günstigen Einfluß auf das Gedeihen der ihm eiaen-
TCs„en ft Esubt, andererseits jedoch in der Hauptsache in- Beschattung" nur" to/C,un)\ babu.rcb hervorgerufenen starken «»rSuts9, ,u - Wichen Gewachsen ein glückliches Fortkommen gestattet, denen eine frühzeitige und kurze Vegetationszeit eiam ist Schoren Waldmeister, Weiße und gelbe Anemone dw ver- ^3UobcS Lerchensporns, der feuchte Stellen liebende Setoelbast, das Lungenkraut mit seinen roten, nach eingetretencr Befruchtung blau gefärbten Blüten, das Waldbingelkraut und das feuchte Gratzen liebende Schwefelmilzkraut; ferner Erdnuß und Fnihlingsplatterbse, Schattenblume, falbes und weißes Waldvoglern, Aronsstab, Einbeere, Haselwurz, die knollentragende Zahir- und dre verschiedenen Ärten der Maiblume. Hierzu kommen P; by,1 Ät^twnaen heg Waldes die Sternmiere, das Waldveilchen d e Gundelrebe, Goldnessel, Rapunzel und ScharbockskE und' bn uns nur wenig verbreitete Frühlingsenzian.
Floras in Mtd Ä ctot, br,c Erstlinge unter den Kindern Wanderuna aekanÄ ^?-bk?."1sesucht haben, an das '.Ende unserer $hunen^ berS»t fliehe,l dre schönen Frühlingstage, ihre
die Erde etÄ Letzen, frischer Blütenflor wird
LU e ei'm,en' wenn der herße Sommer ins Land zieht.
~ vom Yienenstaal.
Jöh fltze om Schr ei o tisch nm die Mittagszeit eines heißen Sommertages. Da füllt sich plötzlich die Lust mit einem eigentümlichen Surren und Summen. Die-tiefe träge Stille b^?vandelt sich plötzlich in den lauten gewaltigen Auf- ^^ntausenden Keiner Geschöpfe: die Bienen schwärmen! ^.^^^urdiges kleines Volk! Ein paar verirren sich
Meiu?G?da"^r m's Zimmer und summen darin! um- > anck. ®ebmiEen. sind ganz von der Arbeit abgelenkt, : Äurfj in diesen allgemeinen Aufruhr mithineingezogen. Nuil :


