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Röfselfprung.

W. Jeitseu.

Redaktion: I V.: E. Heß.

- Rotationsdruck und Verlag der Brühl'Ichen Universitäts°B>.ch- und Steindrnckerei, R. Lange,

in nächster Nummer.

geworden, während der Automobilismus bereits seit längerer Zeit seinen Heiligen besitzt, den starken Christophorus, der den Herrn ans seinen Schultern trug. Ihn hat das Volk

Auslosung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummert Wenn jedem laut geschähe, Was leis' er andern tut, Es ginge vielen wehe, Und ginge wen'gen gut.

"Ein bisher ungedrucktesGelegenheitsgedicht Anzengrubers, dasLied der Deutschen in Oesterreich" be­titelt ist und aus dem Jahre 1881 stammt, bringt die Zeitschrift Die Quelle". Es lautet:

Von einer mächtigen Felsenwand Kann eines Kindes schwache Hand Trotz Drängen und trotz Drucken Kein' Stein vom Felsen rücken. Und einem solchen Kinde gleich Sind deine Feind', Teutschösterreich l Wie bunt sie es auch treiben.

Du brauchst allein Nur deutsch zu sein, Echt deutsch zu sein, So wirst du deutsch auch bleiben.

Und suhlst du deine Ehr' bedroht, So Hilst dir wahrlich in der Not Und aus der Feinde Schlingen Kein Beten und kein Singen.

. Drum srommt's auch nicht, Deutschösterreich, Die sunkelnden Dukaten gleich Für Lieder auszuschreiben.

Du brauchst allein Nur deutsch zu sei», Echt deutsch zu sein, So wirst du deutsch auch bleiben.

Musik.

~ A- Morena: Ein Sommertag in Göhren. Walzer. Berlin" Steglitz, C. Morena.

, A. Beneke: Siegfried und die Varusschlacht int Arns« berger Walde. Leipzig-Gohlis, Bruno ,Bolger.

Karl Hedinger: Elsaß. 1. Das deutsche Beamtentum! Uno. anderes. 2. Bundesstaat, Berwelschung, Parteikämpfe, El-, saßische Bürgerstuoe u. a. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger.

- . Georg Zrechert: Vom Lebensweg. Schlichte Bersch Letpztg-Gohlts, Bruno Bolger.

o Himmel und Erde. Gedichte.

Leipztg-Gohlts, Bruno Bolger.

Wilhelm Steritbauer: . Adressenschreiber. Sozialer Roman. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger.

Hanns Wegener: EichmdorffsAhnung und Gegen­wart . Leipzig-Goylis, Bruno Bolger.

Km r l H um n ins: König Gustav V. Adolfs Wickingerfahrt nach Reval. Epos. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger

R elig t o ns g es ch ich t l i che Volksbücher, herausqeft von Fr. Schiele. III. Reihe, 11. Heft. Richard B ür kner: Altar und Kanzel. Geschichte des Gotteshauses. IV. Reihe, 10 Heft. v. Gustav Aurich: Der moderne Ultramontanismiis in seiner Entstehung und Entwickelung. Tübingen, I. C. B. Mohr.

Im Wandel der I a h r t auseude. Eine Weltgeschichte tn Wort und Bild. 9.13. Lieferung. Stritgart, Union Deutsche Berlagsgesellschast.

Adolf Friedrich Herzog zlt Mecklenburg: Ins rnnerste Afrika. Bericht über den Verlauf der deutschen wissen­schaftlichen Zentral-Afrika-Expedition. 1. Lieferung. Leipzig,

Die Standorte des deutschen Reichsheeres mit Armee-Einteilüng tind Verzeichnis der Regimenter nach deut Stande vom 1. Oktober 1909. Leipzig, F. A Berger

Will). Vallentin: In Brasilien. Berlin, Herrn. Partei.

Rom geschrieben wird, den Propheten Elias zu ihrem! , * Ddr Brud«,r-Schwesterbuttd. Eine seltsalne Sitte Schutzhelfer ausersehen. Ist doch der heilige Elias auf I die in keinem anderen Lande gefunden wird, besteht in Montes einem von feurigen Rossen gezogenen Wagen diirch die I einer Frau kann ein sog:.

Lüfte gefahren, und das tun ja die Aviatiker auch, nur daß fettigere Aufopferung in jedem'^FtzUe^' LeMts 'verpflichtetem^ sie statt der Feuerrosse ihre Motoren benutzen. So tst denn I der eine Teil auch begangen haben, was er will, ja selbst die der heilige Elias zum himmlischen Beschützer der Ltiftschiffahrt I wachsten Angehörigen des anderen ermordet haben. Der Bund wird 1 tn der Kirche durch den Priester unter dem' Bilde des heiliges

Johannes geschlossen, wobei sich das Paar dreimal küßt. Darauf chnetdet der Jüngling, die neue Schwester in den Finger, verletzt sich selbst und läßt das Blut in einen Becher rinnen. Er taucht!

ganz allgemein zum Patron der Atitomobilisten erwählt. Im I seine Waffe, sie den YatagaN ihres Vaters hierin Und dann trinken ' ' - ' - - - -- sie das Blut aus. Vdm nUn an ist eine eheliche Verbindung

zwischen beiden ausgeschlossen.

* Freundesrat. Verlob dich nicht in der Sommerfrische, du heiratest nämlich die Gegend nicht mit.

Mittelalter galt Christophorus als Nothelfer gegen Unglücks­fälle; es ging die Legende, daß der, der das Bildnis des Heiligen angesehen hatte, während des ganzen Tages vor einem plötzlichen Todesfall geschützt iväre. Deshalb stellten die mittelalterlichen Künstler Christophorus in riesiger Größe | Neue Vsicher,

am Portal der Kirchen dar, damit die Reisenden nur den I (Besprechung erfolgt nach Auswahl. Eine Verpflichtung zur

Blick zu erheben brauchten, um unter dem Schutz des Heiligen I Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt eingesandter zu stehen. Es ist leicht erklärlich, tveshalb man den Helfer Aernomchen.) . re. o .

äe9Q. Unglücksfälle zum Heiligen der Automobilisten machte. I faden für Anfänger und Fortgeschrittene.' °21." und ZZ^Anfl'/ In Italien iverden deshalb vielfach Bilder des Christophorus I bearbeitet von Paul HanNeke. Berlin, Gustav Schmidt.

auf den Autoinobilen angebracht und die Händler mit | Grimmetshast-sens Simplizianische SchrifteK, heiligen Gegenständen verkaufen zahlreiche Medaillen zu jedem i -r^usgcgeben, eingeleitet und erläutert von Ernst Arnold. Erstep P«s° und in j-d-r G-Sj-, di- -ns)-- -in-n d-n ZLLK"'tz..ch--m

Heiligen, auf der anderen em Automobil darstellen. I bliothek des 17. und 18. Jahrhunderts.) a 1 "

* Reinlichkeit scheint auch erst ein neuerer Kulturbegriff ! 0 ® n f fe: Sehnen und Hoffen. Epos. Leipzig-Gohlis,

zu sein, wenn auch z. B. der Gebrauch der Seife sich sowohl 1 ~ ~ ö - -

im klassischen Altertum wie bei den alten Germanen nach­weisen läßt. Aber man lese, was nach einer Mitteilung des Türmers Max Kemmerich in seinem neuen BucheKulturktiriosa" von der Reinlichkeitsbetätigung früherer Zeiten initteilt: Leute, die sich eines gottgefälligen Lebenswandels befleißigten, badeten im Mittelalter nicht. Desto reinlicher waren die weltlich Gesinnten. Das Waschen beschränkte sich allerdings bloß auf Gesicht und Hände, aber Bäder, und zivar gemeinschaftliche für Mann und Weib, existierten zu allen Zeiten. Ein großer Teil des Tages wurde im Wasser zugebracht, wo man einander traf, plauderte, sich erlustierte. In Hall in Tirol war es im 17. Jahrhundert Brauch, Halb­oder ganz nackte Mädchen von zehn bis achtzehn Jahren über die Straße ins Bad zu schicken und sie von nackten Burschen von zehn bis sechzehn Jahren begleiten zu lassen. Als int Jahre 1666 eine Reinigung der Straßen von Paris vorgenommen wurde, war das ein so großes Ereignis, daß es von Dichtern besungen wurde, .ja daß Medaillen zu dauerndem Gedächtnis diese Sgche verkünden. Die Kuriosa, die der Verfasser über Hygiene noch aus der Zeit Voltaires mitteilt, die Beschreibungen der Zustände in Pariser | Klinkhardt u. Biermann. Krankenhäusern, die Details von dem verpesteten Friedhof des innocents sind wert, recht weit bekannt zu werden. Dann würde der Hinweis auf diegute alte Zeit" wohl bald verstummen.

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