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Wir erkundigten uns, fischen Stadt sei, und 20 Li (15 Kilometer), sicheren Boden unter

ohne Zeitverlust den nächsten chinesischen Ort zu erreichen, damit von dort aus möglichst bald der nachfolgenden Ko­lonne Hilfe gebracht werden konnte. Der Zustand der Pferde nötigte mich aber, in diesem Talkessel die Nacht zu ver­bringen.

Ssi-tschu-an-Leute, Mohammedaner, tote weit es nach der nächsten chine- erhielten die freudige Nachricht: tioch dem beruhigenden Gefühl, wieder

Die Rettung einer deutschen Tibet-Expedition.

Sven Hedins Heimkehr aus dem Innern Asiens lenkt von neuem die Aufmerksamkeit auf die von Wilhelm F i l ch n e r geleitete deutsche Tibet-Expedition, deren um­fangreiche wissenschaftliche Ergebnisse jetzt zutage gefördert werden und für bereu Bearbeitung der Kaiser sowie Reichs­und Staatsbehörden soeben beträchtliche Mittel bewilligt haben. Nur dem glücklichen Umstand, daß es dem kühnen Forschungsreisenden gelungen war, sich der Verfolgung und den andauernden Neberfällen durch die räuberischen Nordost- Tibeter zu entziehen, hat er schließlich feine und seiner Begleitmannschaft Rettung und die erfolgreiche Durchfüh­rung des gefahrvollen Nitternehmens zu verdanken. In welcher verzweifelten Lage sich nach mehrmonatigen Mär­schen durch den unbekanntesten Teil Zentralasiens die deutsche Expedition .befunden hat, schildert Filchner in feinem fesselnd und volkstümlich geschriebenen, mit vielen Bildern geschmückten ReisewerkeDas Rätsel des Matschu", das bei E. S. Mittler & Sohn in Berlin erschienen ist.

Das Schlimmste, was uns hätte begegnen können, war geschehen. Schnee war gefallen und hatte die an und für

Mit leerem Magen traten wir am nächsten Morgen unseren Weitermarsch an. In prächtigen Waldpartien und in üppigen Hochgebirgslandschaften ging es immer stark talabwärts. Rauchgeschwärzte Höhlen deuteten darauf, daß hier Wanderer zu übernachten pflegten. Später bemerkten wir Köhlerhäuschen, von denen lange Holzrutschbahnen zu Tal gingen. Es bestand fein Zweifel mehr, daß wir hier die Vorposten chinesischer Ansiedlungen begrüßen fonuten. Die ersten nicht feindlich gesinnten Menschen kamen uns entgegen. Es waren

wenn wir glaubten, dem Passe nahe) zu sein, so erwies es sich, wenn der Wind auf kurze Zeit die Nebel zerriß, jedes­mal- als trügerisch. Zn einer halben Stunde muhte die Nacht anbrechen. Es war also Zeit, den aufzufinden, Um daun jenseits für die Nacht in wirtlichere Gebiete zu kommen. Der ©turnt heulte in allen Tonarten. Ringsum Halb­dunkel und Schneegestöber. Endlich erblickte ich dicht' vor Wibsipr Su-S'S , kurze Zeit ein Loch in den Nebel- » «uu, VCIII. lucugiv sunv vie Auszahlung galt, zze nacy den ! a ' etnen ttbetischeit Opferhügel. Rasch Verdiensten empfingen die Soldaten und Ma-fus zu ihrem

nnw ^Ezmchen tibetischer Paßmarkie- Lohn noch ein Geldgeschenk. Wenn ich auch meinen Ma-fus

ftcxni9eu S3oben und und Soldaten in Tibet oft grollte und sie über alle Berge

Mir ffnVhPn »n S/SX/b<ttbon Pferdespuren, wünschte, jetzt, da alles zu einem glücklichen Ende geführt

MM Abttwa d l? -*eiT Taler und wählten ! war, wollte ich keinen Zorn für vergangene Schuld mehr

L Wtldbach gab I in mir auflommen lassen, ich dankte vielmehr jedem einzelnen

Talkessel Si n toar^em kleiner I für fein treues Aushalten und im stillen auch dafür, daß

hatte ich die Wsicht, nach I er mich nicht heimtückischerweise erschossen hatte.

S Dtmkelheit in bent schwierig gangbaren Gebiete I Sung-p'an-t'ing, das Ziel meiner Expedition, war er- ras Reite,l mchngeben und zu Fuß weiterzuziehen, um I reicht. Unsere Wege hatten uns quer durch das nach

uns zu haben, kamen wir rasch auf beni wohlgepflegten Wege vorwärts. Plötzlich lag, wie hiu- gezaubert, die langersehnte Stadt vor uns. Wir, kauften ,, r,, , ,r - ~ / im nächsten Laden Eier, Obst, Zuckertvaren, Brot und Fleikck

sich schon schwer sichtbaren Spuren des Karawane,rweges imb w fcn bam{t Vortäufi' ' - L ' '

« tonte» wir -m nächsten MorgenöÄÄTÄ w der Wr

KÄS

Chinesen war weiter mücksiu seben ' als ^n Kovk^d^ I §Itm Abmarsch: sie bestand aus einem berittenen Madarin

ein Baar Tüße oder die in h»n nm w obcr I und einem Packpferd mit Brotlaiben sowie drei Soldaten

JJSS1^Werter des Brigadegenerals des Ortes. Zu den ersten Gängen Und ließ ilw saaei" Laßt heit inf I in Sung-p'an-t'ing gehört der nach dem Postantt, wo es

Vertrauen au mir und BefnTnt nßnini ?' -Ü X I ltl,S au$ »ach 2,/»stündigem Reden und nach einer endlosen

S&ÄSS9TW?« « es

nrs , ,o t o ' v . | hin wüsten die Telegramme zuerst durch Läufer gebracht

t.f , ^bRe W Nebel zwischen uns und den langsam I werden, die in 4i/2 Tagen diese Strecke zurücklegen können. Iay?-. «n- rtore. erbarmltch, denn ein eis- j Diese gewaltigen Entfernungen utid unzuverlässigen Ver-

kalter Wind pftss uns um die Ohren. Seit drei Tagen bindungen erklären auch die Gerüchte, nach denen diese und

nur noch aus Lumpen Die Dole war aerriffen unh her I zu sehen. Unfere Uetne ^^ufantlne^gef(^mo^5cne Sara« eisS Wind blws di , Waue ritt ein. Die Leute schwenkten ihre Waffen und

lorengegangen waren, auf die nackte Haut. Um den Kopf ! !^^"bor Freude. Wer dte stolze Expedition beim Aus- Hatten wir Tücher umnn zrtg aus Scharaküto gesehen hatte, dem mußte es in der

uns die Haiti vom Gesicht, die' LchPen waren jungen ^le weh tum diese nun bei ihrer Heimkehr aus Tibet And blutig, Bart und ÄugenbrauL Verist ^spruttgen M erblicken. Es war qm Zammerbild. Die Wrückkehren-

r~». , , , ' den Pferde glichen mit -vauten überzogenen Gerippen, ihre

!,ir lang kam uns bet Anstieg vor, und Augen lagen tief in den .Höhlen, den Kopf ließen sie hängen,

mn nr.HT.fP» h .....- - - 1 Ganz verwundert sahen sie sich um, als ihnen der Sattel

vom zerschundeiien Rücken abgenommen wurde, und als man sie in bedeckte Ställe führte, wo ihrer reichliches Futter und gute Pflege harrten. Ich hatte inzwischen für alle meine Leute in einem nahen Wirtshaus eilt Mahl bereiten lassen und gab ihnen Geld, um sich neue Kleider ttiib^ Vorräte für den Marsch in die Heimat zu kaufen. Nach dem Mahle fand die Auszahlung statt. Je nach den