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des Lebens, könnte."
„ , .- • .......— —,.«) vor."
• S. rr „ draußen lockt und lacht das Meer in dessen ^Kellen man sich so schön austummelst
Die PrsZetzfeier der Schtsarzbächer.
Humoreske in Vogelsberger Mundart von H ermann S t r a ck.
(Nachdruck verboten.)
in einer Talschlucht liegt das DSrflci» Schwarz- bach. Dichte Laub-- und Nadelwälder krönen die schroff an das ^.al herantretenden umsäumenden Höhen. Hinter dieser hnrrfi d'e Natur bedingten Abgeschlossenheit bliebe.i die Schwarzbacher unbeleckt von Europas übertünchter Höflichkeit und bewahrten ihren sprichwörtlich gewordenen Grad von Intelligenz der lieft zum wenigsten in einer besonderen Hartnäckigkeit offenbarte.' Man nannte sie „Krakehler", insonderheit auch darum, weil sie, K Jte s'nmal etwas für recht hielten, nicht so leicht vom
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Einmal war ihnen aber doch das Glück günstig- sic behielten recht und gewannen den Prozeß. Und das !var ein ganz gewaltiger. - (igeu sw doch nut dem Fiskus, der nach ihrer .Ansicht
schuhchm m ttuf bie Spitzen ihrer zierlichen Lack-
lu-uycyen iino atmete schwer.
müden^si VJ?“8 ift E ^mde", stieß sie mit einer seltsam müden Hast hervor, „daß unierems -dahinlebt zu nichts und als um verhätschelt und verwöhnt zu werden.
,^^man, elii Nippcsfig!Ürchen. Wie in Watte ein» «iift ms Glasspind gestellt kommt man sich
®te dehnte dre Arm«. , " c — - - -
sangsnoten hervor und ungeduldig rief sie Werner, den die hatw "w ^"ukierssrau noch nicht aus ihren Augen gelassen ,,L-o komm doch, bitte, d» siehst doch, daß ich singen will." Uno sie sang. Zuerst zwei kurze Lieder eines neueren Kom- pomsten, die in ihrer ziellosen Effekthascherei nicht besonders mliprecheu konnten und auch für Isabellas Temperament und Stimmlage wenig paßten., Ter Beifall, der ihnen folgte, war, obwohl man ihn sehr forcierte, doch lange nicht so herzlich wie der, den Werners Violinspiel hervorgerufen. — Heinz be- teiugte sich gar nicht daran.
der das nicht entging, biß sich auf die Lippen, und ihre Wangen, die sich beim Singen mit rosigem Hauch überzogen hatten, wurden mit jähem Schlage wieder tiefblaß. Halb zornig, halb trotzig warf sie den schönen Kopf zurück, so das; der, große Brillantpfeil, den sie im dunklen Haar trug, in tauwnd H-unken blitzte und sprühte, und sagte, ihren Blick au; Heinz richtend, mit einem gequälten Lächeln:
„Schund, nicht? Mein Professor bildet' sich nämlich ein, Lie>e modernen Sachen seien nett, ivährend ich sie ganz abscheu- Hu) tUtO'C.
.Nasch nahm sie das schon parat liegende Schubert-Albuin reichte es Werner an den Flügel und sang „Am Meer", und bl"tcnm61-11'°rjTte ctne Pause zu machen, „Den ^°"ders das letzte gelang ihr ganz vortrefflich;
und aus d r Art, in der sie das Schlußwort zum Vortrag brachte, da^ ti-efwehmutige: ,,^m Geisterhauch tönt's mir zurück: dort Ivo du mcht bistz dort ist das Glück", konnte auch ein we-
omplindendes Ohr leicht die Klage einer nnstüten, ^^Sehnsucht nach Ruhe und Frieden zerrissenen Seele heraus-
An dem spontanen Beifall, der losbrach, schien sich Isa- b.e‘Irt04u berauschen. Ihre Brust wogte, ihre Augen glühten ein Lächeln der Glückseligkeit spielte um ihren Mund" ' '
Heinz sa,; wie betäubt. Isabellas Schönheit jagte ihm kinen Feuerstrom durch den Körper. Durch sein Hirn zuckte der Gedanke: „Vor allen diesen fremden Menschen könntest du frA,1.viUiaU s., Caa ....’S.' , • ,, . o a ii werfcii. " Er ballte |
btv und hielt mit zusammengekniffenen Lippen den Atem an „Bist du toll?" fragte er sich, und zwnna sich, den Blick von Isabella abzuwenden. Da sah er daß Bannemann die hagere, lange Gestalt, an eine der marmornen Säulen gelehnt, die Arme übereinandergeschlagen, seine dunklen Augen mit mephistophelischem Ausdruck zwischen ihm und Isabella hm- und herschweifen ließ
hie Hand: £eutnantö 0in$ Qilf Isabella zu und küßte ihr
‘ - 1 Wnz wunderbar, gnädiges Fräulein. Da kann se.dst die Herzog und die Lehmann iricht gegen an Schade mfach schade, daß sie in Verhältnissen leben, die Ihnen ver- ÄS, •*»$» i" di- O-ffmtHWt «»an j Berlin läge Ihnen zu Witzen ..."
Isabella dehnte den schlanken Leib, als stünde sie nach ^intermonaten zum ersten Male wieder in der Frühlings-
U-m';?11''/ •fO0te »Echie das schon, mir eine Welt zu
Wen iTrn,r\^lt W und Tag liegt mir's im Sinn. «RrnWfAV * bürgte, nur eine einzige Saison lang. Mein Profeisor meint ;a auch, daß ich reüssieren würde. Aber mein Papa sonnt nur doch nun mal die Freude nicht."
lbich- Isa, komm nicht wieder auf diese alten Schärfe^ di? r der Kommerzienrat mit einer
Sw tmt 6U ,m tm Umgang mit seinen Kindern säst nie zu ben Machtspruch meines Tyrannen", ivais Ajiutiella nut bitterem Humor hin
deten^die^E ^n, daß sich 'rasch zwei Parteien bil- unrb bcr künstlerischen Betätigung
S uTÄ lebhaft diskutierten. Da
heiligten der .inb?Ücn Rlt Debatte nicht
rnthusiasten nutz t fetnc ti'rau eingefleischte Kunst-
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merzienrat scherzhaft mit dem Finger — wenn h„ - a d« wS.«
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imanh anderer Meinung war als sie, und versuchte nun SÄÄÄ H** Äi?
^lnfhlu%Xb<rCu9r Ob” schüttelte hartnäckig den Mf. dem 'der lieb? wehrte sie sich: „das Bögelchen,
oem Der hebe Gott ein so warmes, glänzendes Nest bereites hat, wie Ihnen das sollte sich Weit, den einsamm Flug „bte stürmische Welt zu wagen. Es könnt' am Ende ld mit gebrochenen Flügeln wieder heimwärts Hüpfen Ans Zbn'n spncht la auch mehr kindlicher Cigensiiin a L ü erzeug ? Kunstbegeisterung. Sie müssen mir's nicht Übel nehmen wenn ich W)ncn da so frei von der Leber weg meine Meinung saae' Wie ich deukeA id> STOt ^&e, red' ich immer ch
„O, bitte, bitte."
s„v glatte schlüpfrige Parkett des Konzertsaals oder
der Buhne stehen Sie nicht fest genug auf den Beinen Und um sehr veruEm"" tm9C,t 5U kennen, sind Sie viel zu
Frau König blickte Isa schelmisch an.
• Sie müßten sich verheiraten. Natürlich mit
wem Mann, den Sie lieb haben, recht von Herzen lieb Keine Kdnveiuenzehe. Um des Himmelswillen!"
. , Asabella zog ein wenig die Schultern hoch: es war, als rieselte ent Frostschauer über sie hin.
„Ich —ich fürchte mich so vor der Ehe", sagte sie leise, fast unhörbar ,,^a) muß immer an meine Mutter denken Sie lebte wohl heute noch, wenn sie nicht auch Werners Mutter ge- worden wäre Und ich hab’, das Empfinden, daß mich dasselbe Schicksal treffen wurde wie sie. Papa behauptet ohnehin immer, daß ich ,hr in allem und jedem gleiche. Nein! Ich habe Furcht. >zch mochte nicht jung sterben, ich möchte leben, leben, leben."
.ber Kindchen, das sind ja Hirngespinste, mit denen Sie sich quälen", schalt Frau König.
Isabella starrte eine Weile vor sich hin. Plötzlich hob sie cL •fT^eilm?ur8.c-n,lini> ließ sie suchend durch den Saal schweifen., Ais sie Heinz Vollrath gefunden hatte, der nur jtoet Schritte ent,ernt, neben dem Flügel stand und scheinbar angelegentlich ein in die Wand eingelassenes Marmorrelief betrachtete, ließ sie den Blick lange auf ihm ruhen. Dann sagte sie ganz laut:
„Nein . ... ich will nicht heiraten. Nie will ich heiraten."
„Sie ivissen überhaupt nicht, was Sie wollen", gab Fran König-zurück. 0
(Fortsetzung folgt.)


