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liefe Bücher zusammengefaßt. Ta ist zuerst ein lustiges WerkcheuDeK macht Spatz" mit Versen von Franz Mähler und Zeichnungen von Otto Gebhardt. Dann für die Kleinen ein prächtigesABO-Bilderbuch" zu dem kein Geringerer als Hans T h o m a die Bilder gezeichnet hat. Der Text, der die Zeichnungen be­gleitet und erläutert, ist außer einigen Fabeln von Wilh. Hey recht geschickt von Mathilde Coesier (Kassel) versaßt. Ein vorzügliches Anschauungsmaterial für das Kind, eine moderne Fibel in künstlerischer Ausführung. Da muß ja das Lernen und Erfassen des schtvierigen Alphabets ein« Freude für das Kind werden, denn jeder Buchstabe ist nun nicht mehr tot, sondern gewi t*it durch die Kunst des Zeich­nens warm pulsierendes Leben; jeweils eine eigene Ge­stalt nimmt er an, die sich zwanglos dem Gedächtnis ein­prägt, weil sie mit dem Bnchüaben gewissermaßen zu einem harmonischen Ganzen verwä ',st.Gute Bekannte aus dem Tierreiche" führen uns zwei nette Bände vor Augen. Der Hahn, die Kuh, der Hund, das Schaf, Fuchs, Schwein, Katze usiv., sie alle sind in charakteristischen, wtmet eine besondere Gewohnheit oder Eigenschaft des Tieres trefflich hervorhebenden Vollbildern von Carl Kappstein vertreten. Dazu ein von Will). Kotzde zusammengestellter, ans gute, altbekannte Reime, Märchen und längere Ge- dichte zurückgreifender verbindender Text. Das gut« Alte kommt auch in demBacke, backe Kuchen be­titelten Bilderbuche zu schönster Geltung, denn was sonst verstreut in Lesebüchern, Sammlungen von Kmderreimen u. bergt sich fand, ist hier in ganz reizender Weye nach einheitlichen Gesichtspunkten gruppiert und mit Bildern von Franz Jüttner versehen. Bei seiner bunten Vwlptngrett läßt sich das Buch nicht gut in Einzelheiten zerlegen. Aber soviel sei gesagt: Hier ist es dem Künstler einmal voll- kommen gelungen, den richtigen kindlichen L.on zu treffen. Welch prächtiges Bild z. B. der Mond tnt Schaserrock, mit seinem langen Stock, die Pfeife im Munde, vergnügt und tüchtig darauf losaualmend, so daß sich der Rauch zu langen Wolken verdichtet. Schmunzelnd überblickt er seine Herde, die Schäfchen, jedes mit einem leuchtenden stern um bet» Hals. Und dazu das alte schöne KinderliebWer hat di« schönsten Schäfchen? die hat der golhne Mond. Dann das Bild: der winzig kleine Hans mit (euieinHolzpierdchen vor dem riesengroßen Schmied:Acy lieber Herr Schntted Um was ich Euch bitt': Ich hab ein klein Roßletn, Ver nagelt mir's litt" - Wie gesagt, cm entzückendes Buch für Kleine und Größere, ein Werk, das geeignet ist, den L. , ... xit pirtpr crefunden

Hierher gehören schließlich aieu° TitelKindersang

Andern eilt erster, lieber Wegweiser zu Ritter deutschen Kunst zu werden. - """V, noch die unter dem gemeinsamen Titel - Heimatklan g" in je 2 Bänden vereinigten - Ander- und Volkslieder und die Weihnachts­klänge", eine Sammlung deutscher Weihnacytslieder. Zu allen Bänden hat Ernst Liebermann einen ^Achmucl ge- liesert, der in seiner schlichten Schönheit eine treffliche Jcku stration zu den lieben, alten, vertrauten Weyen bildet. Al§ besonders stimmungsvolle Bilder seien aus der großen Fahl folgende hervorgehoben: Der einsame staniieitbaum WS»; WrVtoMlet.; Wißt b», «»« eu- £ein stehen; Guter Mono, du gehst so stille, Ar erneut kühlen Grunde; Stille Nacht, heilige Nacht u. a. Der Ton- saü der von Prof. Bernhard L-cholz herruyrt, ist stet^> so eingerichtet, daß er sowohl zwei als dreistimmig gebraucht werden kann, so daß eine mannigfache Verbindung von Singstimmen und Klavierbegleitung eintreten kann. De^ icblicbte Hausgesana, an dem Vater, Mutter und bte Äi.tbei. fidi beteiligen sollten, ist in unserer überhetzten Seit brrngerö LJ Vileae bedürftig, und daher ist gerade dieses Scholzsch« NnteRehmen mit Freude zu begrüßen. Welche Quelle der Trenbe und des Genusses die Eltern den Kindern dadurch £Ä/tabefStat Hause erprobt. . Leuchtende Ktn- derauaeu sind der schönste Dank sür einige den Kleinen ttnb ihrer Erziehung zu Kunst und Schönheit gewidmeten Stunden. Zu solchen Stunden, verhelfen einem die drei Bücher in hervorragender Weise, und darum sackten s in keinem Hause fehlen, wo die Eltern darauf bedacht sind, tickt n^ den Geist des Kindes zu bilden, sondern wo sie auch nach Mitteln und Wegen suchen, aus Gemüt und Phantasie einzuwirken und ein allmähliches Verstaue nis für gifte deutsche Kunst zu wecken.

So ermöglicht es also die Scholzschc. K'nderbmhereim der Tat, den Kleinen langsam, schritt sür Schritt, uugW

doch mit der künstlerischen Erziehung der Kleinen und | 1 Kleinsten zu tun, ein Gebiet, das die größte Feinfühligkeit, I s ein stilles und eingehendes Sichversenken in das Gesnhls- leben des Kindes voraussetzt und verlangt. Gerade vor dem .Alter, wo der junge Geist imstande ist, wirkliche Poesie in sich i «ufzuuehmen, liegt die Zeit, wo weniger,ans bett Verstand geachtet werden muß als auf die Phantasie. '

Das intensive Sichhineinleben in die Phantcistewett de» Kindes war daher Vor- und Hauptbedingung zur Schaffung 1 einer gesunden Kost für die Kleinen. Das Kind schaut tu der Tat gleichsam mit den Augen eines Dichters. Es nimmt bte umgebende Welt nach ureigenster Anschauung ans, und gerade daran sieht man, daß int Kinde schon die Empfänglich­keit für Poesie schlummert. Folglich mußte es die erste Aufgabe des Künstlers sein, diese Fähigkeit des Kindes, bte Welt nach eigener Anschauung mit Hilfe der Phantasie nus- zunehmen, in der Kinderseele zu wahren und zu vertiefen.

Unter den vielen Verlegern nun, die sich nm eine ver­nünftige Reform des künstlerischen Bilderbuches und der Jugendschriften nach solchen eben erläuterten Grundsätzen verdient gemacht haben, ragt der Kunstverlag von Jos. Scholz in Mainz besonders hervor. Er hat es sich in erster Linie zur Aufgabe gemacht, nicht um jeden Preismoderu" zu sein, sondern auch das gute Alte zu pflegen und es sür eine moderne Umgestaltung oder besser Ausgestaltung zu verwerten. So sind all die lieben alten Märchen mit shrcr unvergänglichen Wirkung auf das Kindergemüt anf- «egrifsen und der groß a,»gelegten Sammlung künstle­rischer Bilderbücher, die der Verlag unter dem zusammen- sianenden TitelDas deutsche Bilderbuch" herans- «iot, als Serie A eingefügt worden. Der Text ist in der Geaalt geblieben, wie er sich bei den Brüdern Grimm und anderswo findet. Aber welch reue Freude und Ueberraschung wird das Kind an den altbekannten Märchen erleben! Wie haben sic sich herausgemacht; welch schönes, farbeuprach- riaes Gewand hat ihnen der Künstler angelegt. Es ist fenr-er zu sagen, welchen von den sieben Ausgaben man den Vorzug geben soll, ob beit wnnderzarten und weichen Konturen der farbigen Vollbilder und Textillnstrationen, die die gerade auf diesem Gebiete rühmlichst bekannten Wiener Künstler Heinrich Lefler und Joseph Urban für LasMarieukind" geschaffen haben, oder um einen be- loudern in die Augen fallenden Gegenstand anzuführen »en drastischen, stark sinnfälligen und einen prächiigeu Hu- xtor aufweisenden Bildern Arp ad Schmidhammers zum Rotkäppchen". Eins haben alle sieben gemeinsam und ist das Wesentliche, sie werden sämtlich der Stint- utiing der Märchen durchaus gerecht und wirken in ihrer Larbenfrohheit in ursprünglichster Weise aus die Phantasie des Kindes. Hinzu kommt zu dieser Serie A noch das Buch vomRübezahl", auch ein alter Bekannter, aber in völlig neuem Gewand. Sieg red Beck (Hirschberg) hat eine Anzahl von Sagen und Schwänken über den Berggeist des Ricseugebirges geschickt ausgewählt und wiedergegeben: Für den Bildschmuck hat Robert Ergels (München) in unüber­trefflicher Weise gesorgt. So ist ein einheitliches Kunst­werk zustande gekommen, das der Jugend aufs wärmste empfohlen werden kann.

Die Serie B der Scholzschen Sammlung ist dem Humor «ewidmet. Dafür konnte der Verlag kaum einen geeig- i! etc reit Künstler finden als den schon erwähnten Arpad Sck'midhammer. Dieser ist denn auch mit wahrer Lust und Liebe zur Sache an seine dankbare Aufgabe gegangen und hat zwei kleine Prachtwerke gesck affen, bte schon durch ihre »mschlagbilder die Kinder r.izen werden. Und erst der eiaentlicke Inhalt! Das ist etwas fürs Kinderherz! Bll dieSchlimmen Streich' von Hans und Grete, Liese, Fritz Und Ernst und Käte" sind h ganz ^köstlichen Initntg.it Reimen ohne jedes aufdringliche Moralisieren erzählt, und die Bilder sind so ergötzlich, daß auch em ^Erwachsener feine Freude daran haben n.nn. Das gleiche Lob laßt sich den Reimen und Zeichnungen Schmidhamme^ zu der Wunderlichen Weltreise des kleinen Bcucki spende>: Auch hier sprudelt es nur so hervor von tollen

Witzen und Einfällen des Künstlers; auch hier lacht ei» drastischer Humor durch die Blätter, der daschter Un- alaub licke und Phantastische nt genialer ^tsc. m beit Bereich des für die kindliche Anschauungsivelt Möglichen tmd Wahrscheiiilichen zu rücken weiß.

Endlich hat der Verlag in einerAllerlei betitelten Seriec verschiedenartige, für Kleine und Größere berech-