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Ich erzähle ihm, was ich
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(Schluß folgt.)
Menge flüchtiger Soldaten, und alle diese sagten, das; eben Erfurt von den Franzosen eingenommen sei. Hwodurch ßertet <rlles in Bewegung; die in dem Wirtshaus versammelten mid hinzukommenden Einwohner des Dorfes wußten vor. Angst urcht, was sie tun sollten. Ich aber finde für gut, mich aus dem Staube zu machen, lasse geschwind satteln und fordere die nun? dmn rZte ich nach Gotha zu.. Hier begegnet mir der Prinz Adolph von Sachsen-Gotha. Ich erzähle ihm, was ich aesehen habe imd eröffne ihm den Zweck meiner Reise. Er gibt mir aber den Rat, zurückzureisen. Vor der Stadt treffe ich dm Gothaischen Oberstallmerster,, dem ich ebenfalls meine Fata erzähle. „Kommen Sie mit Mir zu dem Geheimen Rat v. Franken berg," fagte er mir, „dieser harrt auf gute Nachricht, vrel.euht weiß er, wo sich das Hauptquartier befindet.
sehr wohl empfangen, erhalte aber.Zensowenig Nachricht von dem Aufenthalt des Königs,, und da to indessen schon bei Erfurt erfahren hatte, daß die Königin den Tog zuvor nach Langensalza geflüchtet sei, und zu vermuten war, daß das Ministerium auch diesen Weg eiugeschlagen habe, so entschließe ich Mich, noch einen. Versuch zu machen. Ich lasse mir Pferde satteln und recw von Gotha nach Langensalza ab. Kaum erreiche ich aber die S.adt, ala ich die Straße von Erfurt her mit Menschen, Pferden und Wagen bedeckt sehe, die in einer Breite von einigen hundert Schritten gegen Langensalza und lenfeitS dieser Stadt gegen Mühlhausen hin ziehen. Links sehe ich ein ut Ordnung marschierendes Korps, meistens Kavallerie aus der Gegend von Eisenach ebenfalls nach Langensalza zu sich hinbewegen. Ich komme näher und finde, daß erstere die retirierende preußische Armee war; alles lief hier durcheinander -- Reiter, Wagen, Soldaten von allerlei Regimentern — Musketiere, Grenadiere, Füsiliere, Dragoner, Kavalleristen zu Fuß und Infanteristen zu Pferd machten ein buntes Durcheinander. Der eme war verwundet, der andere hatte ein zerbrochenes Gewehr, der dritte einen Stock in der Hand. Das Gedränge war so groß, daß ich kaum zur Stadt hinein konnte. Doch erreichte ich endlich das Posthaus. Ter Postmeister erwiderte auf meine Fragen, daß man Nicht wisse, wo sich in dem Augenblick das Hauptquartier befinde. Tie Königin sei, wie es hieß, durchpassiert, und Pferde nach Weißenfals könnte ich nicht bekommen und wenn 'Ä ihnen 100 Taler für die Station gäbe. Selbst preußische Offiziere, die in dem Posthaus waren, konnten mir über den Aufenthalt des Königs keine Auskunft geben.
Die Mestaurierrmg der Saalburg.
Original-Artikel der-„Gieß, Familienblätter".
Eine große Zahl von Besuchern weilte in den letzten Wochen hier und beobachtete mit Interesse bat) Fvrtfchreiten der Arbeiten, geht doch jetzt das alte Römerkastell seiner baldigen Fertigstellung entgegen. Das seit Herbst im Anfban befindliche Qu ä stör in m (Intendantur), links der Pvrta Dekumana, ist vollendet und komite Ende März -bezogen werden. Das Gebäude enthält im vorderen Teil einen Raum für die Post, im übrigen die Verwaltungsbureaus und eine Handbibliothek. Gegenüber steht das Horreunr (Magazin), das zum Saalburg-Museum eingerichtet wird. Im Inneren arbeiten bereits die Handwerker an der Ausstellung der Schränke, Fächer usw. , Im Kellergeschoß befindet sich die nach römischem System einge- baute Zentralheizung, die sich "auch bei kälterem Wetter gut bewährte. Unter dem Fußboden und an den Wänden entlang führen die Heizkanäle. Dieselbe Heizanlage befindet sich 'auch mt aufgebauten Quästorinm. Die Heizung des Horreums ist setzt in Tätigkeit, um die Räume austzutrockuen. Die Saal- vurgfunde sind bereits zumTeil in dem Gebäude. Bis Pfingsten fall das gesamte Saalburgmuseum eingerichtet sein und zur Besichtigung geöffnet werden können. Die zahlreichen Funde, die sich im Sacellum (Heiligtum) und den Räumen des Prätoriums befinden, konnnen auch ins Horreum, während das Sacellum eine tempelartige Einrichtung erhalten wird. Dio Mächtige, mit Zinnen gekrönte Ringmauer geht ihrer baldigen Vollendung entgegen, nur noch ein Teil an der Ostseite, links des Osttores fehlt noch. Es soll biS Pfingsten aufgebaut und auf der Innenseite mit Rasen gedeckt sein. Bei Bloßlegung der Ringmauer fand man auch einen Bau, 4,70x9,25 Meter groß, unter dem ein Kanal nach außen führt. Man stieß ferner aus einen 10 Meter breiten Spitzgraben aus der Periode des älteren Kastells und deckte auch den Fußboden von Kasematten auf. Der äußere Doppelwallgraben, der rund um das Kastell führt, wird von der Porta Präwria bis zur Porta Dextra im Laufe des Sommers fertiggestellt. Vor der Porta Dekumana ist man auf große Mauerreste gestoßen, die gegenwärtig bis zu Meter- höhe ausgerlchtet werden. Nach den ausgedehnten Räumen und Hallen will man darauf schließen, daß es sich um ein Mus- spa nn geb au de für Fuhrwerke handelt, zumal auch das Gebäude an der alten Mmerstrsaßc liegt. Auch östlich der Straße Hoinburg-Wehrhelm werden die Ausgrabungen fortgesetzt. Allent
halben ist inan bestrjebt, die älteren, bisher freigelegten Kastell- reste zu konservieren. Besonderes Interesse bietet dem Besucher das jetzt wieder im alten Wmerstiel aufgebaute Landhaus, eine sogenannte „Kanaba". Das schmucke Häuschen wird —i entsprechend seiner einstigen Bestimmung — vvm Saalburgwächter bewohnt. In seiner Nähe fand man bei ausgedehnten Nachfl grabuugen u. a. auch drei weitere Brunnen, die durch Brandfl reste verschüttet waren. Ueberall wurden ferner zahlreiche Münzen, Wasfenstücke, Geräte und dergleichen aufgefunden und denk Museum einverleibt. Die Hauptarbeit bildet gegenwärtig die innere Ausstattung der Muffeumsräume und die Aufstellung der Sammlung, welche energisch be- trieben wird. Das Museum wird ein umfasseudes Bild, der römischen Kultur unserer Gegend bilden.
An meins Söhne.
Die „Mode von heute", eine ausgezeichnete, sehr vor- Nehm redigierte und gediegen ausgestattete, mit musterhaften, individuellen, aller Schabloneuhaftigkeit fernen Abbildungen gezierte neue Frankfurter Mvdezeitschrift, hatte kürzlich ein Preisausschreiben über die Frage: „Welches ist die schätzenswerteste Eigenschaft des Mannes?" erlassen. Einen Preis erhielt unter anderen Frau Paula Wolff, ivelche folgend«; Verse unter obenstehender Auffchrift sandte:
Verlaßt ihr, meine Söhne, der Eltern schützend Haus, Zieht ihr zum Kvmpf des Lebens so hoffnungsfroh hinaus,
Sv nehmt zum Elternsegen — er schütze euern Pfad! —
In ernster Abschiedsstunde noch einmal meinen Rat!
Wie euch diaS Leben führe — ob mit des Geistes Kraft, Ob mit den starken Händen ihr unermüdlich schafft —
Ob lwch ihr steht'von vielen bewundert, weit gesehn, -3
Ob ihr ein Glied deS Ganzen im Schatten müsset stehn:
Seid treu gegebnem Worte! Seid treu der kleinsten Pflicht! Seid treu auch eurer Liebe: Steht fest und schwanket nicht!
Und schmückt euch, meine Söhne, dann auch kein Lorbeerkranz-, Strahlt nicht in ferne Welten hell eures Namens Glanz
Euch ward die schönste Zierde, die sich dem Manne bot< „Getreu sich selber bleiben, getreu sein bis zum Tod. '
Vsemißchts».
* Eine gewichtige Frau. Eines stattlichen Körpergewichts erfreute sich eine Mrs. William Maurer, die soeben tit Chicago gestorben ist. Sie wog die Kleinigkeit von 520 Pfund: ihr Gatte war ihr gegenüber ein winziges Ktzrlchen, obwohl er auch seine 350 Pfund zu schleppen hatte. Seit sieben Jahren hatte MrS. Maurer ihr Haus nicht mehr verlassen, und zwar aus dem guten Grunde, weil sie — nicht mehr durch die Türe ihres Zimmers gehen konnte. Um die Leiche aus dem Hause zu bringen, mußte man die Fensteröffnungen erweitern und sich einer Hebevorrichtung bedienen, wie man sie zur Beförderung schwerster Möbel benutzt. Zehn Mann wurden zu denk schwierigen Transport benötigt.
Königspromenade.
Nachdruck verboten.
Man dar! die einzelnen Wörter und Silben nur in der Weise miteinander verbinden, daß man — wie der König auf dem Schachbrett ~ stets von einem Feld aus auf ein benachbartes übergeht.
Auflösung in nächster Nummer.
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Auftösung der Charade in voriger Nummer: Waldmeister.
Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.


