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Wn^Hon«&orb.fire in kindlichem Vignettenstil herabhängt.
Auch hier bietet sich alles sinnvoll ans den Gebrauch gedacht und dabei reizvoll nuanciert dar. Ein prächtiges Stuck, für jeden Erwachsenen erstrebenswert, ist der Wasch- ttscy nut der mattgelben Marmorplatte, dem eingelassenen Beckeu, gehämmert aus versilbertem Kupfer, dem Prokosch en Kleingerät aus demselben Material, dem appetitlichen Kasten, der statt des Holzbodens eine starke Glasplatte hat
Das Bett mit hohem Kopfteil zum Anlehnen beim Srtzen rst m seinem Inhalt aus Roßhaar, Seinen und Kameelhaar streng hygienisch, und es gewinnt einen Schmuck durch das nicht hineingestopfte, sondern frei mit ausgezackter Kante und Durchbruchs-Rand herabhängende Laken
So läßt moderne angewandte Kunst die Kinder zu sich kommen und bereitet Zukunst.
Dr. Felix Poppenberg (im Rh. Cour.).
Vermischtes.
I _ — Speisezettel von 1764 unb 1766. Die .Franks.
Zeitung" bringt zwei Speisezettel, die Dr. Diehl im 28. Band der
I „Monnmenta Germaniae Paedagogica“ veröffentlicht hat, zum Wiederabdruck. Die beiden Schmausereien fanden bei Gelegenheit des Examens der Lateinschule in dem Nachbarstädtchen Nidda statt. Sie lauten:
, „Nidda, den 18. August 1764.
Wurde mit dem Sternwirth Johannes Orth wegen der zu haltenden Herbst Examen Mahlzeit accordiret und demselben von jeder Person Ein Gulden Acht Albus versprochen worden.
Dabey demselben aufferlegt ist, folgende Speiße auffzutrageu:
L a) Eine Suppe nebst Huhn
b) Wirsing Krauth nebst Brodwürst und spanisch Brod
c) Sauer Krauth mit schweinen Fleisch
d) Rindfleisch mit Senfft oder Merrettich
e) Eine Pastete nebst geflügel oder Sauer Fleisch.
II. a) Carpen mit Brüh oder Blau
b) Kalb oder eingebietzt Fleisch
c) Hecht mit Brüh
d) Gebackenes.
HI. a) Braten mit Salat
b) Gebratene Hahnen mit Quetschen
c) Krebs
d) Torten
e) Kringen oder Bretzel
f) Allerley Obst."
, Handelt es sich hierbei um drei verschiedene Mahlzeiten an einem Tage, so bezieht sich der zweite Zettel nur auf ein Essem
„Nidda, den 1. Sept. 1766.
Wurde wegen der auff künftigen Montag zu haltenden Examen Mahlzeit mit dem zeitigen Sternwirt Ludwig Rullmann accordiret und demselben vor nachstehendes Essen nehmlich
Eine Suppe
Gemüß und Brathwurst
Ein Stück Rindfleisch mit Zugehör
Ein Essen Carpen
Gebratene Haßen
Kalbs Brachen
Dorten und Bretzeln
von jeder Persohn, die der alten Observantz nach bei dießen Tracte- ment adhibiret worden, 27 alb. versprochen."
Daß dabei auch nicht schlecht gebechert wurde, lehren andere Einträge. 1766 z. B. vertilgen in Nidda 19 geladene Gäste 66 Maß Wein und 21 Maß Bier! —
für immer schloß, da trauerte mit der Technischen Hochschule auch die gesamte Bevölkerung der hessischen Residenz Zu den besonderen Verehrern Otto Roguettes, der unverheiratet geblieben war, gehört auch Ludwig Fulda der auch nach dessen Tode seine „Nachgelassenen Dichtungen" in pietätvoller Weise herausgegeben hat.
v. M. im B. B. C.
Bersteckriitsel.
(Nachdruck verboten.)
Es ist ein Sprichwort zu suchen, deffen einzelne Silben der Reihe nach versteckt sind in nachstehenden Wörtern ohne Rücksicht auf deren Silbenteilung.
Beilage, Vertagung, Stemmeisen, Schwindler, Meister, Leichtsinn, Hasen Preisregeln.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Homogramms in vor. Nr.r
>en worden. Ohne Stilornament, | _ .. - . - m r’em Material heraus. Körnig der- ! waridte nut Gluck das einfach überkreuzte Leistenwerk. | Solch quadratisches Gitterwerk zieht sich rund Über den : E ^vlbt sich Über dem Sitz gu einem aller- ' ttebft«! Laubendach. Es dient als Füllung der Schrank- I
f),er lehr schmuck durch Glas und ge- I spanntet hellschrmmernden Stoff hinterlegt. j
Schranktüren fällt noch eine praktische Neuer- I Sie haben wuchtige, handlich ausgehöhlte Holz- I
Jte Jtd) bequem, ohne daß man den Schlüssel als Griff benutzen muß, öffnen lassen. I
ift atS Abteil dieses Zimmers ge- H0lzlambr^um, wieder aus solchem überkreuz- trn Lelstenwerk, von dem eine Letnenportiere mit einer I
Außerordentlich gelungen scheint dies Thema in den Kluderzrmmern, bte der Architekt Körnig im Auftrag zweiM Berliner Immen für die Weltausstellung zu St. Louis entworfen hat. ® I
®raue, schöngemaserte Esche ist das Material der Zim- I mer. Der leitende Gesichtspunkt der Anlage und Durch- I ein h h gien isch -ä st he tis cher; blanw, saubere, ab- I waschbare Stoffe dominieren, und damtt zum Praktischen, I Gesunden der Augenreiz komme, sind sie in gut abgetönter I Farbenstlmmung gewählt. I
Den Fußboden bedeckt Linoleum, olivgrün, und in I Welcher Farbe zieht sich mit einer breiten Leiste abge- I Linoleumpaneel um die untere Hälfte der I Ew. Der Raum darüber ist mit Hellen durchlässigen I garben bemalt. Das ist ein heiterer und zugleich ruhiger I Hintergrund für die grauen Möbel. J I
rund, ohne Kanten gehalten. Stühlchen und Tische wurden ungemein zweckmäßig so gebaut, daß sie durch eigene Schwere gehalten, nicht umfallen können, aber sie «»«en bequem durch den Raum geschoben werden. Sehr hübsch funb für den Kindersinn, der aus den Dingen immer Ser“ etwas anderes macht, als sie sind, passend scheint I ber bsimen Sessel, der wie SckMttenkufen ein glattes Gleiten auf dem Linoleum ermöglicht. j
Eeschlckt ist für die Möbel, für den Schränkchen-Umbau | ®c§ Rsi"?tursophas unb für die Kleider- und Wäscheschränke «n Ftachenschmuck gefunden worden. Ohne Stilvrnament
Kinderstuöen.
Unsere moderne dekorative und kunstgewerbliche Bewegung ist tätigst keine Atelier- und Theorie-Betätigungi mehr. Sie sucht offenen Auges Wirklichketts- und Lebens- zusammen hänge. Man erkennt dies vor allem daran, wie sie sich um das Kleinste und — um die Kleinsten bemüht. Sie will praktischen Bedürfnissen und inneren Vorstellungen möglichst jedem seine Umwelt schaffen und ihr den äußeren Ausdruck geben, der dem Wesen unb der Art der Bewohner entspricht. Das stellt eine schöne Entwicklung bar; statt wie früher vom Stilatlas wird nun vom Menschen ausgegangen; statt wie früher von der festge- legten Form und dem dekretierten Schmuckornament werden nun von den Gebrauchsmöglichketten, von den Gewohnheiten, vom Komfort die Bedingungen diktiert. Erst wenn sie genau erkannt sind, dann sucht man nach dem möglichst rvcjengxiftctt uiw bci&ei ciTvntuti^cit tool)loctixidbf ett eit for* jnaten Ausdruck. So wandelt sich die „sttlvolle Wohming" znm wirklichen Herrn.
. a ^«e der erziehlichsten Aufgaben ist die Komposttion des Klnderzimmers, das man heute nicht mehr mit dem ausrangierten Möbelstaat ehemaliger „guter Stuben" füllt andern Helfer sinnvoll seinen kleinen Ansassen akklimati- si.^bn will. Eine sehr erziehliche Aufgabe. Denn hier gilt es vor allem, stteng fachlich zu fein, den Charakter zu treffen, die unbedingte Gebrauchsfähigkeit, ohne dabei nüchtern zu werden, zweckvoll und gefällig zugleich zu komponieren.
S(nwt* Aotatiousdruck und Bcrlag P?r Lrühl'schen VniversdW-Tuch- und Eteiudruckerei.
R. Lange Gießen.


