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* Radiumstrahlen im Petroleum. Der Physiker hat an ciiter Probe von Petroleum, die aus einer Oelgnelle der nach diesem Produkt benannten Ortschaft Petrolia in dem amerikanischen Staat Ontario stammte, fcflgestellt, daß ein starkstrahlendes Gas in dem Erdöl enthalten war. Es war bereits bekannt, daß der Erdboden unter Umständen eine strahlende Beschasfenheit besitzt, und mau hätte annehmen können, daß das Petroleum daher die Strahlungsfähigkeit angenommen hätte. Tas Erdöl kommt aber an der genannten Stelle aus ziemlich tiefen Schichten der Erde heraus. Burton stellte seinen Versuch derart an, daß er das Petr-oleum zunächst erhitzte und dann Lust hindurchschickte. Tie Lust wurde dann weiter durch konzentrierte Schwefelsäure rmd ourch eine von Eis umgebene Flasche mit Phosphorsäure und Glaswolle getrieben und schließlich in ein cylindrisches Gefäß aus galvanisiertem Eisen gepumpt, das mit einem Elektrometer in Verbindung stand. In dem letzteren Behälter konnte demnach die Lust auf ihren Gehalt an strahlendem Gas untersucht werden. Es stellte sich heraus, daß die Leistungsfähigkeit der Lust, die vorher sehr gering gewesen war, auf das Sechsfache gestiegen war und noch weiter zunahm, wenn der Cylinder verschlossen wurde. Nach früheren ähnlichen Untersuchungen mußte angenommen werden, daß die Lust ans dem Petroleum einen strahlenden Stoff ausgenommen hatte, der den Radiumstrahlen entsprach und jetzt gewöhnlich mit dem allgemeinen Namen Emanation bezeichnet wird. Taß eine den Radiumstrahlen entsprechende Erscheinung vorlag, wurde im besonderen dadurch erwiesen, daß sich die Wirksamkeit durch Induktion oder gleichsam durch Ansteckung auf andere Körper übertragen ließ, wie es auch bei den Radiumstrahlen der Fall ist. Burton glaubt daher, daß das strahlende Gas des rohen Petroleums mit jenem identisch ist. Es bleibt nun noch eine wichtige Aufgabe zu lösen, nämlich die Auffindung des strahlenden Stosfs im Petroleum selbst.
— Meyers Großes Konversations-Lexiko n. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18 240 Seiten Text mit mehr als 11000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Jllustrationstafeln (darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Textbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mk. (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) — In unserer Zeit, in der die Entwickelung der deutschen Industrie und des Handels nach einem möglichst günstigen Ausgleich mit dem Ausland drängt, ist es für jedermann von dem größten Interesse, sich über alle den Handel, die Handelsgeographie, die Handelspolitik undHandels- verträge betreffenden Fragen orientieren zu können. Ter soeben erschienene achte Band von Meyers Großem Konversations-Lexikon kommt gerade zur rechten Zeit, denn in ihm sind, durch die alphabetische Anordnung gegeben, eine ganze Reihe von äußerst instruktiven Artikeln über diese Materie vereint, die ein sehr gutes Bild von den wirtschaftlichen Aufgaben eines Staates zu geben geeignet sind. Wohin eine falsche Volkswirtschaft führt, zeigt vortrefflich der Artikel „Handelskrisen". Auch die rechtliche Seite dieser Fragen findet in den Artikeln „Handelsgesetz", „Handelsrecht", „Handelsgerichte" und „Handelskammern" eine eingehende Beleuchtung, während wir durch die Artikel „Handelskompagnien", „Hansa" sowie in dem Abschnitt „Großbritannien", „Geschichte der Kolonien" über die Entwickelung der wichtigsten Handelsbestreb- ungen unterrichtet werden. Tie großen, mit trefflichen Karten und Plänen versehenen Sammelartikel „Großbritannien", „Griechenland", „Hamburg", „Hannover" sind in sich abgeschlossene Monographien, deren Lektüre zur Kenntnis dieser Länder und Städte besonders anznraten ist. Auch hier sind es namentlich 'bie von übersichtlichen statistischen Tabellen begleiteten Kapitel über die wirtschaftlichen Gebiete und über das Staatswesen, die Finanzen, das Herrwesen und die Marine, die für uns besonderen Wert haben Allgemeines Interesse haben auch 'die Artikel „Grundsteuer", „Grundeigentum", „Gründung", „Güterrecht", „Haftpflicht" und „Hauptverhandlung", die täglich äuftretende persönliche Fragen behandeln. Aeußerst lesenswert sind auch die geschichtlichen Artikel von „Alt-Griechenland" und „Großbritannien" in ihrer knappen und doch das Verständnis fördernden Fassung, desgleichen die Biographie „Goethes", der in einer Reihe von Bildnissen uns entgegentritt, und der Artikel „Griechische Literatur". Tie schönen Künste und vor allem die Kunstindustrie sind vertreten durch die Artikel „Glaskunstindustrie", „Glasmalerei", „Goldschmiedekunst", „Graphische Künste", die sich schon äußerlich durch die prächtig gelungenen farbigen und schwarzen Tafeln herausheben. Auch dem Artikel Hamburg ist ein solcher Schmuck in der Tafel „Hamburger Bauten" beigegeben, um den Charakter und den Kunstsinn der Stadt kenntlich zu machen. ■ Auch bei den andern Großstädten ist diese Methode mit Erfolg angewendet. — 56 Beilagen zieren das schöne Werk neben gegen zweihundert Textillustrationen, eine große Reihe davon sind ganz neu. Tie Ausführung ist eine durchaus mustergiltige, wie wir es bei den Verlagswerken des Bibliographischen Instituts ja gewöhnt sind,
— Ein groß angelegtes illustriertes Lieferungswerk, dem deutschen Volke gewidmet, bringt die Union Deutsche Verlagsgesell- schaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig in ihrer neuen Ausgabe tiort Johannes Scherrs berühmter „Germani a" (500 Seiten Text mit über 300 Illustrationen und 50 Extrakunstblättern)/ Tiefes an geschichtlicher wie an künstlerischer Bedeutung hervorragende Werk enthält die kulturgeschichtliche Schilderung zweier Jahrtausende deutschen Lebens aus , der Feder Johannes Scherrs, neu herausgegeben und bis auf die Gegenwart fortgeführt von Hans Prutz, unter Beigabe eines hervorragenden und sorgsam ausgewählten Bilderschmuckes. Wer immer für die fortschreitende Entwickelung unseres gesamten nationalen Lebens mit wärmerem Herzschlag empfindet, dem wird Scherrs „Germania" eine Quelle edler Unterhaltung und vornehmen Genusses bieten, als kerndeutsches Hausbuch von bleibendem Werte, das in seiner gegenwärtigen Gestalt bei jung und alt, in allen Kreisen und Ständen! mit Begeisterung aufgenommen werden und noch künftige Generationen erheben und erfreuen wird. Tas Werk erscheint vollständig in 50 Lieferungen zu je 30 Pfg.
Kesuvdhettspflege.
D i e M i l ch d i ä t. Es ist oft die Frage aufgeworfen worden, ob es möglich sei, wie den Säugling, so auch den Erwachsenen ausschließlich oder vorwiegend mit Milch zu ernähren. Tie Frage muß verneint werden, denn Menschen, die sich vorwiegend mit Milch ernähren, nehmen an Gewicht ab, weil weder das Fett noch das Eiweiß der Milch vollständig verdaut wird, außerdem würden diese Menschen blutarm iverben, weil die Milch arm an Eisen ist, es würde ferner der hohe Wassergehalt belästigen, endlich regt die Milch weder das Nervensystem noch die Verdauung an, fodaß allgemeine Unlust und Tarmträgheit auftreten. Dagegen erobert fich die Milch in der Ernährung des kranken Menschen immer mehr Terrain. Gerade ihrer Reizlosigkeit wegen ist sie bei der Ernährung von Magendarmkranken und gewisser Nervenleidender geradezu unentbehrlich. Beim Magengeschwür ist oft die Milch das einzige Nahrungsmittel, welches der überaus empfindliche Magen nicht zurückweist, bei gewissen Leberkrankheiten wird Milch oft besser vertragen, als Fleisch. Sehr gut bekommt die Milch in der Regel auch F i e b e - kranken, diese verdauen Milch so gut wie Gesunde und bei langdauernden Fieberzuständen, z. B. beim Typhus, gelingt es oft allein mit Hilfe der Milch, den Kranken über Wasser zu halten. Bei Scharlach wird die Milchdiät angewendet, weil dadurch nach Meinung mancher Aerzte die Nierenentzündung hinangehalten werden soll. Ein viel gebrauchtes Mittel stellt die Milch auch bei Nierenkrankheiten selbst dar, weil sie die Nieren nicht reizt und daneben harntreibend wirkt. Neuerdings wird die Milch ärztlicherseits auch bei Gicht empfohlen, wobei möglicherweise die in der Kuhmilch gefundene Zitronensäure eine Rolle spielt. Selbstverständlich darf bei Krankheiten eine Milchkur nur auf ärztliche Anordnung und unter ärztlicher Kontrolle angewandt werden, da die Milck) nicht von jebermmm vertragen wird und ebenso wohl die Zusammensetzung der Milch, wie das Quantum und die eventuellen Zusätze für den Heilerfolg von ausschlaggebender Bedeutung sind.
Rätsel.
Nachdruä verboten.
Die ersten beiden schwinden Rastlos, der Quelle gleich, Du wirst sie nimmer finden, Flohn sie ins Schattenreich. Sie sind des Lebens Blätter lind faßen ab vom Baum In Sonnenschein und Wetter Und bleichen rote eilt Traum! Tie Dritte streckt die Hände Nach fremder Habe au§, Sie mißbraucht fremde Wände Uttd sucht des andern Hatts. Nimmt sie die ersten Beiden, So hast das Ganze Du — Wohl keiner mag es leiden, Man schließt die Thür ihm zu Auflösung itt nächster Nummer.
Auflösung der Umwandlungsaufgabe in vor Nr.:
Kuropatkin.
1. a) Kate
b) Ger
— Kater.
2. a) Uhr
b) Nu
— Uhu.
3. a) Rose
b) Stock
— Rostock.
4. a) Odin
b) Rum
— Odium.
5, a) Pate
b) Seite
— Patene.
6. a) Alp
b) Hose
— Alose.
7. a) Trio
b) Achter
— Trichter.
8. a) Kurt
b) Aden
— Kurden.
9. a) Insel
b) Grat
— Inserat.
10. a) Naue
b) Oheim
— Nauheim.
Redaktion: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ichenUniversitäts-Buch- und Steindruckerei. R.Lanae, Gießen.


