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ffittaftion: August Göh. Notationsdruct und Bcrlog der B r üh l' säeu UuiversitätL-Buch- uud Ctciridrtickcrci. 8i. Lauge, Giesen.

Telegraphenrätsel.

Nachdruck verboten.

Tie Striche uud Punkte entsprechen den einzelnen Buchstaben der nachstehend in anderer Reiheniolge ausgeführten Wörter. Diese Wörter sind so zu ordnen, daß die ans die Punkte fallenden Buchstaben im Zusammenhang gelesen, einen alten Bauernspruch ergeben.

Asche, Blätter, Hase, Krume, Märchen, Neger, Orden, Student, Weber, Wein, Zehn.

Auflösung des Merkrätsels in vor. Nr.: Märzveilchen.

dann erwirbt sie sich die lebenslängliche Ergeben­heit ihres Gefährten. In punkto Kravatten zum Beispiel muß man seinem Manne freie Hand lassen. In anderen Dingen wird er uns dafür die weitgehendsten Kon­zessionen machen. Die Französin leidet schwer unter dem schlechten Geschmack ihres Gatten in Toilettefragen sagen wird sie ihm das aber nie und der Mann wird picht so leicht die geheimen Gedanken einer Frau erraten, falls nicht sie selbst ihm darin zu Hilfe kommt.

Ebenso hat mancher die kleine Schwäche, daß er gern' Couplets verträgt oder Anekdoten erzählt. Seiner besseren Hälfte dünkt es vielleicht Pflicht, ihn auf das Unzulängliche seiner Leistungen aufmerksam zu machen; sie erreicht aber damit gerade das Gegenteil, abgesehen davon, daß sie sich dadurch mißliebig macht. Sie täte besser daran, mit gutem Humor die Klavierbegleitung zu den Couplets zu über­nehmen und über die oft gehörten Anekdoten mitzulachen. Gute Freunde sind oft bei weitem toleranter als die eigene Frau, und diese kann es häufig nicht über sich gewinnen, zu schweigen ja, sie sucht förmlich etwas darin,immer ehrlich und gerade heraus ihre Meinung zu sagen." Man sollte sich vor Augen halten, daß zwar alles, was man sagt, wahr sc in soll man aber keineswegs verpflichtet ist, alles zu sagen, was wahr ist! Es ist dies ein grundlegendes Prinzip im Verkehr mit Männern.

Kleine praktische Watsch läge.

Muttermilch. Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle auf die große Säuglingssterblichkeit aufmerksam gemacht und auf die Gefahr hingewiesen, die im ersten Lebensjahre künstliche Ernährung selbst bei der größten Sorgfalt mit sich bringt. Diese traurige Tatsache ist auch durchaus erklärlich, wenn man bedenkt, daß jedes Geschöpf anders geartet ist und die Natur für jedes nur in ferner Weise sorgt. Gerade bei der Milch ist es der Wissenschaft gelungen, diese Unterschiede scharf nachzuweisen. Wenn auch sowohl Frauenmilch als Kuhmilch Eiweißkörper und Käsestoffe enthalten, so sind diese Stoffe doch sehr ver­schieden, wofür außer vielen anderen Gründen der Um­stand spricht, daß Kuhmilch gänzlich anders gerinnt im Magen des Kindes als die Frauenmilch, welche stets fein­flockig und damit für die Verdauung ungleich günstiger bleibt. Auch die mannigfachen Arten von Salzen, die der kindliche Körper zu seinem Aufbau braucht, finden sich! in kleinsten, oft kaum nachweisbaren Mengen allein in der ihm gehörenden Muttermilch und können niemals künstlich ersetzt werden. Es tritt daher auch die englische Krankheit, die so gefürchtete Störung im Knochenwachs- tum, hauptsächlich bei den Flaschenkindern auf und nur sehr selten bei jenen, welchen der natürliche Ernährungs­und Lebensquell nicht entzogen war. Das Kind ist eben nach seiner Geburt noch keineswegs imstande, ohne die Mutter zu leben, es ist vielmehr in jeder Beziehung voll­kommen zu seiner Fortbildung auf sie angewiesen, und welche Mutter nicht diese Erkenntnis sich zu eigen macht, die sündigt schwer nicht nur an sich selbst, sondern auch an ihren Nachkommen.

Milche kocht nicht an, wenn der Topf, in dem sie gekocht werdeu soll, kurz vorher mit kaltem Wasser ausgespült wird.

Ist der Gatte genötigt, acht bis zehn Stunden täglich tut Beruf den Wohlstand der Familie zu begründen resp. zu erhalten, so ist es Sache seiner Lebensgefährtin, in der Häuslichkeit alles erfreulich und ersprießlich zu gestalten, und sie sollte wahrlich an ihrem Teil nicht minder eifrig darin fein als es der Mann in seinem Fach ist. Andernfalls füllt sie eben ihren Platz nicht aus. Sie muß in kluger Weise darauf bedacht sein, den verschiedenen, oft kollidieren­den Pflichten in gleicher Weise gerecht zu werden. Manche ist zu sehr nur Mutter, daß der Mann darüber zu kurz kommt; andere wiederum gehen ganz in Reinlichkeits- bestrebuugen auf oder verwenden zu viel Zeit auf Ver­gnügungen oder auswärtige Interessen. Wer sich gewissen­haft seinen Hausfrauenpflichten widmet, wird in den meisten Fällen befriedigende Resultate erzielen; es sei denn, daß gerade der Hausherr es ist, der allem übrigen nachstehen muß! Wie es in einem alten Kochbuch heißt:Pour faire un civet de lievre, ayez d'abord un lievre" so müßte man unserer jungen angehenden Hausfrau einprägen: erst lerne Deinen Mann richtig kennen, und dann behandle ihn, wie er behattdelt sein will.

Cs gibt nun freilich für diesbehandeln" zweierlei Mo­tive: die eme Frau hat dabei nur ihre eigenen selbstsüch- tigen Zwecke im Auge die andere wappnet sich mit Takt und Klugheit um des Gatten selbst willen; sie möchte ihn ztl einem besseren und glücklicheren Menschen machen.

Böse Zungen behaupten wohl, Frauen würden nie durch Schadett klug. Sicher ist, daß unendlich viele es fertig bringen, ein Vierteljahrhundert hindurch tagaus tagein ein ttttb dieselbe Sache zu tun, von der sie genau wissen, daß sie den Gefährten ihrer Freuden und Leiden zur Verzweiflung bringt.

Ein fünfzehnjähriger Junge hat seine Schwester mit deut Beil erschlagen; angesichts der Leiche erklärte er zu seiner Entschuldigung:Hätte sie mich nicht so viel ge­ärgert, dann läge sie jetzt nicht da!" Das ist ein krasses Beispiel aber es enthält eine große Wahrheit. Streitig­keiten entstehen niti* selten aus wichtigen Anlässett, meist sind die Ursachen so geringfügig, d- man darüber lachen tvürde, wenn es sich um andere Leute handelte, und doch reißt der Streit darüber nicht ab, ja dauert manchmal das ganze Leben hindurch Könnte man sich nur ent­schließen, den Zankapfel gleich anfangs eudgilng abzutun, dann wäre viel gewonnen.

Wollte etwa die moderne Frau fragen, weshalb denn das Nachgeben und Schlichten immer von ihrer Seite geschehen müsse, so antworte ich: weil eben von Natur die Fraudazu bestimmt ist, das häusliche Glück zu pflegen. Der Mann hat es ja weiß Gott heutzutage schwer genug, im Kampf um die Existenz feinen Platz zu behaupten die verheiratete Frau aber ist von dieser Pflicht befreit. Wenn nun der Gatte einmal ner­vös und mißgestimmt heimkehrt, weil er vielleicht mit zwanzig ebenso nervösen und mißgestimm­ten Leuten zu tun hatte ; kann es da die Frau nicht Mer sich gewinnen, wenigstens diesem einen verstimm­ten Menschen mit Gleichmut und Freundlichkeit zu begegnen?

Heutzutage aber hetzt sich die Frau selbst so ab mit aKerlei unnötigen Dingen, daß ihre Erholungsstunden sie ebenso ermüden tote den Mann seine ernste Arbeit! Und dann ist es kein Wunder, wenn beim gemeinsamen Mittagsmahl ein Funke genügt, mit das Pulverfaß zu ent­zünden.

UnPünktlichkeit ist eine häufige Ursache tiefgehen­der ehelicher Zwistigkeiten. Es gibt Frauen, die ein halbes Jahrhundert an der Seite eines Mannes verbrachten, dem nichts 'chrecklicher war alsTrödeln" uudWartenlafsen"; Mein sie brachten es Niemals fertig, dieser seiner Eigen- Atast Rechnung zu tragen. Auch eine wahre uud tiefe Liebe nutn eilten verhängnisvollen Stoß erleiden, wenn man sie vergebRch warten läßt. Wie manches Ehepaar begibt sich M gereizter Stimmung in Gesellschaft oder ins Theater, blos weil, die Fraunicht im stände" war, rechtzeitig mit dem Frisieren zu beginnen!

Tie Männer sind durchaus nichtschwer zu be- handeln, wenn man sie nur in Kleinigkeiten ge­währen läßt. Eine Frau, die sich da einmischen will, zieht unfehlbar den Kürzeren. Handelt sie hierin aber klug,