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Fel den Römern die des Recht? suchen, so in der Bibel die der Religion, und wie wir dort Offenbarungenüvirk- licher Kunst finden, so hier die Offenbarung des wirklichen und lebendigen Gottes in den Seelen der dafür besonders fein organisierten auserwählten Menschen, und durch ihr erleuchtetes Auge ein tieferes Verständnis des Waltens Gottes in Natur und Geschichte, für den Gang einer hinter der äußeren Geschichte hergehenden heiligen Geschichte, die auf Jesus Christus zielt und in ihm mündet. Es ist ein Verdienst der modernen Bibelwissenschaft, daß sie uns von einem ganzen Ballast von unserem Denken und Empfinden fremdartigen Dingen befreit hat, um uns umso reiner und unbefangener dem gewaltigen Eindruck hingeben zu können, wenn Gottes Stimme in einer frommen Menschenseele lebendig wird. Vor allem sind uns dadurch die alttestament- lichen Propheten, die uns als Orakelträger fremd geworden waren, zu. einer ganz unaussprechlichen Größe erwachsen, einer Größe, deren in der Weltliteratur nicht überbotene literarische und künstlerische Bedeutung uns durch die neueren rhythmischen Ue Versetzungen (vergl. die des Pro­pheten Jeremiä von Prof. Duhm) wieder zum Verständnis gebracht ivird. Könnte Fräulein Irene Triefch sich einmal entschließen, aus den alttestamentlichen Propheten vor- zutragen, so würde man nicht bloß entzückt von morgen- ländischer Farbenpracht und sinnlicher Glut reden können, sondern man würde spüren, daß hier ein Geist redet, der die Menschenseele aus den Angeln zu heben vermag, um sie hinaufzuheben zu einer neuen höheren Existenz. Dann würde aber Wohl mancher in sein Kämmerlein gehen und sich dort zu den Füßen dessen setzen, aus dessen Seele Gott in voller Herrlichkeit redet, Jesu Christi, der der Höhe­punkt der Bibel ist. Daß die so innerlich, geistig, lebendig als Gottes Wort verstandene Bibel wieder anhebe, zu »ein Geschlecht unserer Tage zu reden, das wäre der schönste Lohn für die hundertjährige hingehende Arbeit ihrer Ver­breitung. Dsr.

J e nervösen Kinder.

Ter wohlbekannte italienische Kriminalist Lino Ferriani, Staatsanwalt in Como, veröffentlicht in derdtuova Anto- logia" eine Statistik der nervösen Kinder, um zu beweisen, daß die Sünden und Fehler der Erwachsenen im Keim in dem individuellen Temperament des Kindes enthalten sind, und daß die perversen Handlungen und Neigungen des reifen Alters oft nur als die logische Entwicklung böser Gewohn­heiten, die man in den ersten Lebensjahren angenommen hat, betrachtet werden müssen.Wenn in den modernen Fa­milien", schreibt Ferriani,nicht ein absurdes Erziehungs­system existierte, das die Negation einer gesunden und ver­nünftigen Psycho-Physiologie des Kindes ist, würden sich viele Eltern zur rechten Zeit Schmerzen und Tränen er­sparen, weil sie zur rechten Zeit die krankhaften, nervösen Kundgebungen, die in gewissen Handlungen ihrer Kinder in die Erscheinung treten, zu verhüten oder doch wenigstens zu mildern gewußt hätten. Zur rechten Zeit muß der Arzt dazwischentreten, und täglich von der Mutter unterstützt wer­den, um jede Bewegung des Kindes zu studieren imb zu überwachen, und diejenigen, welche die geringste Spur von Nervosität zeigen, in Behandlung zu nehmen." Nach den Forschungen, die Ferriani persönlich unternommen hat, und nach, den Beobachtungen, die ihm von Freunden und anderen Erforschern der Kindesseele mitgeteilt ivurden, kann es als feststehend bezeichnet werden, daß von je 100 Kindern 39 nervös sind. Tas ist, wie man sieht, eine erschreckende Zahl, die aber nicht überraschen kann nach allem, was wir schon von der Nervosität der heutigen Generationen wiss.n. Ist doch die Nervosität die herrschende und am stärksten ver­breitete Krankheit unserer Zeit!Das Familienleben", fährt Ferriani fort,schwimmt nicht in ruhigen Gewässern; viele Ursachen halten es in fortwährender Aufregung und Un­ruhe. Es ist schwer, gegenwärtig vollständig gesunde Kinder in die Welt zu setzen, und es" ist noch schwerer für die­jenigen, welche einen harten Kampf ums Dasein kämpfen müssen." Ferriani hat 200 Kinder beobachtet, und unter ihnen 78 gefunden, die in folgenden Proportionen an Nervo­sität litten: 30 sehr leichte Fälle, 20 leichte Fälle, 10 ernstere, 4 sehr ernste, 6 intermittierende und 8 dauernde, verschiedener Grade. Man konnte bei diesen 78 Kindern eine Neigung konstatieren, um nichts Streit und Zank anzu­

fangen ; lerner fand man unter ihnen leicht erzürnbare und bösartige Charaktere, die gegen Eltern und Lehrer frech und so heftig und gewalttätig waren, daß sie sich in Wut- anfällen oft selbst verletzten. Bei anderen findet man eine Vorliebe für schlüpfrige Worte und eine Leidenschaft für alkoholische Getränke (diese bedenkliche Neigung fand man unter den 28 stark nervösen Kindern). Andere litten an psychischer Analgesie, hatten eine Neigung, ihre Kleider zu zerreißen, konnten nicht die geringste Disziplin ertragen, wurden leicht handgemein und zeigten einen nervösen Jäh­zorn, der oft von einem Zittern des ganzen Körpers und von Erbrechen begleitet war. Alle diese Kinder, die ohne jede ärztliche Aufsicht ivaren, verkehrten mit ihren gesunden Spiel- und Schulgenvssen, ohne daß ihre individuelle Natur durch diesen Verkehr auch nnr im geringsten geändert wurde; dagegen veranlaßten sie häufig gesunde K-nder, die durch den in diesem Alter so mächtigen Nachahmungstrieb sich verleiten ließen, zu krankhaften Handlungen.' Aus der Statistik der sozialen Stellung der Eltern ergibt sich klar, daß die gesellschaftliche Stellung und die pekuniäre Lage der Eltern auf die krankhafte Veranlagung des Kindes nicht den geringsten Einfluß hat, und daß die Ursachen der Nervosität unserer Kleinen durchaus individueller Natur sind. Sicher ist, daß die Vererbung bei der Nervosität der Kinder eine große Rolle spielt. Die meisten der kleinen Alkoholiker ver­danken ihre traurige Vorliebe für berauschende Getränke den alkoholischen Neigungen ihrer Eltern. Und wer weiß, ob das nervöse Zittern und das Erbrechen, die Zornesaus- brüche, in welchen das Kind seine Kleider zerreißt, die Jndisziplin und die Brutalität gegen die Spiel- und Schul­genossen nicht aus derselben vergifteten Quelle fließen? Mer die Neigungen lassen sich wenn sie von einem sach­verständigen Arzte noch früh genug beobachtet und behan­delt werden, sicher bekämpfen mtb, wenn auch nicht ganz aus der Welt schaffen, so doch wenigstens bedeutend ab- fchwächen.

Kausivirtschaft.

Fettflecken auf ©amt lassen sich durch ein wenig Terpentin entfernen, welches auf den Fleck gegossen wird; dann reibt man scharf mit einem Stück reinen, trockenen Flanell. Man wiederholt das Verfahren, wenn es nötig ist und hängt den Stoff an die Luft, damit sich der Geruch verfluchtet.

Stumpfe Messer kann man sich selbst wieder scharf machen, wenn man die Schneide eine halbe Stunde in einer Lösung von 50 Gramm Salzsäure in 1 Quart Wasser liegen läßt, dann leicht abtrocknet, und nach einem halben Tag ungefähr an einem Stein abzieht. Tie Säure ätzt die Oberfläche der Klinge, worauf nur ein Glätten notwendig ist, da jene Aetzung den Schleifstein ersetzt.

Salzwasser gegen Brandwunden. Als ein sehr wirksames Mittel gegen Brandwunden hat sich eine nicht zu schwache Lösung von Kochsalz in Wasser erprobt, ein Mittel, das ja überall zur Hand ist. Finger, Hände und Arme werden am besten in die Lösung getaucht; bei Verbrennungen im Gesicht und anderen Körperteilen wer­den Salzwasserumschläge angewendet.

Mittel gegen versalzene Speisen, lieber den Topf mit der versalzenen Speise wird eine reine Serviette gespannt und darauf eine Hand voll Mehl gestreut. In wenigen Minuten wird das Zuviel des Salzes ausge- sogen sein.

Homogramm.

Nachdruck verboten.

© © @

® ® @ ® ® weiblicher Vorname.

® ® @ © © Mitteilung.

@ ® ® © © Himmelskörper..

® @ ®

Die Buchstaben aa, BBBB, eee, ff, i, nn, rr, 88, tt sind nach dem Muster obiger Figur derart zu orden, daß die drei senkrechten Reihen gleichlautend mit der wagerechten sind und Wörter von der beigesiigten Bedeutung ergeben.

Auflösung in nächster Nummer.

ReiaÜiott: August Götz. Rotationsdruck und 1-erlag der Vrnhl'iülii UniversttotS-Buch- und Ctcindruckerei. N. Lange, Gießen.