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Mischen Krieg von 1870/71 und das andere, in den Herren­garten versetzt, zur Erinnerung an den Freiheitskrieg im Jahre 1813.

Mainz. Von öffentlichen Denkmälern besitzt die Stadt nur zwei: das für Gutenb er g auf dem Theater- gatz 1837 enthüllte, und das für Schiller auf dem hillerplatz errichtete Denkmal. Die zahlreichen, den Erz­bischöfen und Bischöfen im Dom gewidmeten Denkmäler gehören nicht in diese Abteilung, wohl aber könnte man dazu das Denkmal Heinrichs von Meißen, genannt Frau en lob, rechnen, der von den Frauen der Stadt Mainz zu Grabe getragen und im Kreuzgange beigesetzt ist. Auf dem Marktbrnnnen ein schönes Renaissance- Denkmal zur Erinnerung an den Sieg Kaiser Karls V. über die Franzosen bei Pavia im Jahre 1526.

Worm s. Auf dem Lutherplatz, unweit des Bahn­hofs steht das von Rietschel entworfene und von Kietz und Donndorf vollendete großartige, 1868 enthüllte Luther- Denkmal. Außerdem besitzt Worms einen Monumental­brunnen mit einem Obelisk zu Ehren des Großherzogs Ludwig IV., ein Denkmal für die Großherzogin Alice und ein vom Freiherrn von Hehl gestiftetes Bismarck- Denkmal am Rheintorplatz.

Oppenheim gegenüber bezeichnet die Schweden­säule die Stelle, wo Gustav Adolf 1631 über den Rhein ging.

Offenbach Zum Gedächtnis der vor zwei Jahren bei der furchtbaren Eisenbahnkatastrvphe verunglückten Rei­senden ist ein Denkmal auf dem Friedhof gesetzt worden.

Gernsheim. Dem Gehilfen Gutenberg's, Peter Schäffer, hat seine Vaterstadt ein Standbild gesetzt.

Vogelsberg. Auf dem Taufstein, dem höchsten Punkte des Vogelsberges, will man zu Ehren des Fürsten Bismarck einen Turm errichten, wozu Beiträge in er­freulicher Weise eingehen.

Odenwald. Dem Oberbürgermeister Ohly in Darm­stadt hat der Odenwalder Touristen-Verein ein Denkmal gesetzt.

Bibertal. In der Obermühle ist an einem Hause eine Gedächtnistafel zur Erinnerung an den daselbst ge­borenen und in Paris verstorbenen berühmten Kupferstecher Wille angebracht worden. Daß er im Pantheon in Paris beigesetzt worden sei, erscheint etwas unwahrscheinlich.

Gießen. Das herrliche Denkmal des großen Mitbürgers der Stadt, Justus von Liebig, steht in der Ostanlage, ihm zu Seiten die Göttinnen Minerva und Ceres. Die Festrede hielt der Professor August Wilhelm von Hofmann aus Ber­lin, ein ehemaliger Schüler Liebigs. Ein Obelisk auf der Nordanlage erhebt sich zu Ehren des Professors der Forstwissenschaft Heyer, errichtet im Jahre 1892. Ge­denktafeln befinden sich: in der Neuenbäue Nr. 9 am Geburtshause des Romanisten Friedrich Diez, in der Sonnenstraße Nr. 15, dem Wohnhause des Juristen Höpf- ner, der hier den jungen Goethe empfing und in der Westanlage Nr. 3 für den Schriftsteller Carl Hillebrand, der 1849 am badischen Aufstand teilnahm. Ein Krieger­denkmal steht auf dem Marktplatz und ein solches für die im deutsch-französischen Kriege gefallenen Studierenden der hiesigen Universität mit der Inschrift: Litteris et armis ad utrmnque parati (Durch Wissenschaft und Waffen gleich gerüstet"). In Aussicht genommen ist ein Denk­mal für den vor kurzem verstorbenen Gymnasial-Direktor Prof. Schiller, dessen ehemalige Schüler zu- Beiträgen auf­gefordert haben. Wenn wir noch die Luther-Eiche auf dem Ludwig-Platze, die Schiller-Eiche und die Robert Blum- Linde oberhalb des alten Friedhofes zu den Denkmälern rechnen wollten, so hätten wir alle hessischen Denkmäler aus­gezählt, die entweder einer Stadt angehören, deren Bür­ger die zu ehrende Persönlichkeit war, oder dem Lande, um deren Wohl sie sich verdient gemacht, oder endlich der ganzen Nation, wie Gutenberg, Luther, .Schiller und Bismarck.

Vermischtes.

* DemS ech, swochencho r", der, wie d erG. A." meldet, auf dem Frankfurter Sängerwettstreit von den konkurrierenden Vereinen zum Vortrag gebracht wird, liegt, wie schon gemeldet, eine Dichtung von Felix Dahn zu Grunde, die folgendermaßen lautet:

Siegessang nach der Varusschlacht.,

Auf Siegesgesang

Steilg die Wolken entlang

Sie rauschendes Adlergesieder, Daß hoch die Walhall Die Einheriar all Auflauschend schauen hernieder^

Seid bedanket zuvor, Ihr, Wotan und Tor, Ihr kämpftet für eure Söhne Im Eichengebraus .

Im Sturmesgesaus

Wir erkannten die göttlichen Töne.

In der Wolken Gebild

Mit Speer und Schild

Die Walküren sahen wir jagen:

. Wie der Schnitter das Korn Hat der Himmlischen Zorn Die Fremdlinge niedergeschlagen,

Jetzt kam uns die Zeit Für unsägliches Leid Gerechte Vergeltung zu zahlen. Kein Bube wird mehr Im römischen Heer

Vom besiegten Germanien prahlen..

Die das Recht uns gekränkt Ihr Blut hat getränkt Die entsühnte heimische Erde. Wie Schnee, der zerschmolz, Liegt der römische Stolz Unterm Hufschlag unserer Pferde.

Auf der Götter Altar Bringt die Fahnen dar. Deren Rauschen die Wälder entehrte. Die Legionen sind tot Und vom Herzblute rot Liegt Varus im eigenen Schwerte.

Heil dem Helden Armin, Aus den Schild hebet ihn Und zeigt ihn unsterblichen Ahnen Solche Führer wie der Gieb uns, Wotan, mehr

Und die Welt sie gehört den Germanen,

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Silbenverfteckrätsel.

(Nachdruck verboten.)

Bewohner, Pflichtgefühl, Daniel, Meisterschaft, Gebrauch, Schatz, Stendal-

Es ist ein Sinnspruch zu suchen, dessen einzelne Silben der Reihe nach versteckt sind in vorstehenden Wörtern, ohne Rücksicht auf deren Silben« teilung. Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Zahlenpyramide in vor. Nr.r A A u A u b Raub Braut Turban

Redaktion: August Götz. Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universitäts-Buch, und Steindruckerei (Bietsch Erben) in Gießen.