366
Literarische»
Me her
aus schmücken ließ.
Reicher Beifall lohnte den Redner, der, so hoffen wir, auch 'tut kommenden Wintersemester den Freunden französischer Sprache rind Kultur gleich genußreiche Stunden bereiten wird.
Auflösung des Logogriphs in vor. Nr.r Jubel — Juwel.
Telegraphenrätsel.
(Nachdruck verboten.)
— männlicher Vorname
- . . — altes Fabelwesen
--lästiges Insekt
, weiblicher Vorname
Redaktion: Angust Götz. - Rotationsdruck und Verlag der BrnhI'schen Universttäts-Vuch. und Cteindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.
Meyers Großes KonversatioNs-Lexikom «.r - ■ Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. 6., gänzlich
I neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 OM.
“ ' 1 Artikel und Verweisungen aus über 18 240 Serien Text mit
mehr als 11000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und' auf über 1400 Jllustrationstafelns darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Textbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebündelt ru je 10 Mark. (Verlag des Bibliographischen Instituts rn Leipzig und Weir.) — Der soeben erschienene dritte Band dieses berühmten Hausschatzes bringt erne ganze Reihe interessanter Artikel, und die Genauigkeit, mrt welcher bis zum redaktionellen Abschluß des Werkes allen Vorkommnissen und Erscheinungen unserer Zert Rechnung getragen ist, und die Reichhaltigkeit von zum Terl neuen Tertillustrationen, Farben- und Schwarzdrucktafeln, Plauen und Karten beweist wiederum, welche bedeuteude imb gewissenhafte Arbeit wir vor uns haben. Besonders rnter-- essieren uns die mit sehr instruktiven Täfeln versehenen Artikel über Blut und Blutbewegung, bte uns dre neuesten Fortschritte in der Medizin und die Anwendung des Makros kvps zu diagnostischen Zwecken, dre merkwürdigen Ver Linderungen der Blutbestandteile ber verschiedenen Infektionskrankheiten zeigen. Für dre Technik sind eme ganze Reihe wichtiger Abschnitte nebst vorzüglichen Tafeln von Wichtigkeit: „Mechverarbeitung", -Mergewinnung / S L,d „»Ml", fomie „feuttertoriW. Der Artikel „Chemie", begleitet von erner Portrattaftl der
in das Freie, in die Gärten des Schlosses. --- großen Wasserkünste spielen heute nicht; nur wemye Besucher sind zu sehen; um so ungestörter korrnen wrr uns unseren Betrachtungen überlassen, dre uns diese Garten in all dem Glanz erscheinen lassen, der sre ernst belebte. Wir sehen Ludwig XIV. und seinen Hof, dann Ludwig XV., den Unwürdigen, dann Marra Antoinette, und rhr, der Freundirr heiteren Lebensgenusses, der Feindin steifer For- meit und höfischen Zwanges, folge,r wir, den französischen Garten mit seinen gradlinigen Wegen und geometrisch zu- geschnittenen Bäumen und Hecken verlassend, rn jene Ecke des Parkes, wo sie in Petit Trianon auf ihrer ferme,
Vorgehen der Engländer in Afrika, die Entwickelung. der Kolonisation irr Brasilien, die Wir r e ni nM a c edon r e n, ist aus den Artikeln „Brrtrsch-Somalrland , „Brrtrsch^st und Zentralafrika", -Brasilwri"(nöbstguter neuer Karte der deutschen Kolonrerr Sudbrasiliens) rmd„Bul g arren Aufklärrrng zu schöpfen. Auch das -BurgerUche Geichs buch" in seiner Neugestaltung sowr: das, .Mrsenwesen^ haben starkes allgemernes Interesse. Daß sarntliche Karlen und Pläne aufs genaueste revidiert und verv ollst an digt sind bedarf keiner Erwähnung, ganz neu sind „Bismarck Arckiivel" Bremerhaven" und „Charlottenburg. Ber sollen eminenten Fortschritten der neuen Auflage sehen wir den weiteren Bänden mrt Spannung entgegen.
Sie Striche' und Punkte mtstrlchen den F^lmn Buchstabm^ der Wörter, deren Bedeutung oben angegeben ist. Send du richtig gefunden, so bezeichnen die auf die Punkte treffenden Buchstaben im fammenhang etwas Zeitgemäßes.
^Auflösung in nächster Nummer.)
tu dem Ludwig XIV. das Höchste vereinigte, ivas die Mnst tetrier Zeit zu schaffen verstand, und von dem aus er Jahrzehnte lang die Geschicke Europas entschied. Zwischen zwei Reihen kolossaler Standbilder berühmter Feldherren und Staatsmänner dahinschreitend, nähern wrr uns dem Haupteingang in das Schloß, das seit Louis-Philippe ern gewaltiges Museum ist. Die unzähligen Schlachtengemalde, Misten, Statuen und Porträts, welche die unzähligen Sale rmd Gänge des weiten Gebäudes in allen Teilen und Stockwerken ausfüllen, fesseln unki weniger als ermge besonders berühmte und schöne Raume des Schlvsses^ Tres sind die Kapelle, in der der „allerchristlichste Kömg, von bigotten Höflingen und gefallsüchtigen Damen verehrt, den großen Kanzelrednern seiner Zert, ernenr Bossuet und Fltzchrer, lauschte, — dann das Schlafzimmer Ludwigs XIV., in dem das berühmte leverduror, der große Morgenempfang, derr der gerftrerche Historiker Taine ein „Stück in fünf Akten" nennt, stattfand und rn dern der König nach langer ruhnr- und verhängnisvoller Regierung i. I. 1715 starb, verlassen von all den Anbetern und Schmeichlern, die die Macht und dre Prunklrebe des Fürsten aus ganz Frankreich, ja aus Europa um ihn geschart hatte, — ferner die galerie des batarlle^, ein Saal von gewaltiger Ausdehnung und mit rresigen Schlachtengemälden, von denen das bedeutendste, ern Werk von Horace Bernet, die Einnahme der Senalah Wd-el- Käders in Algerien darstellt, — endlich dre glanzende Spiegelgalerie, la galerie des glaees, ern Saal von 73 Meter Länge, unübertroffen prunkhaft rn fernen Deko- et - r—
ratiouen, die die Macht und den Ruhm des Konrgs dar- I g^eutendsten Chemiker, zeigt, welche erstaunliche Eutwrck- stellerr, für uns Deutsche denkwürdig als Stätte, tvo am I $ Wissenszweig in den letzten Jahrzehnten ge*.
18. Januar 1871 die deutsche Einheit verkündet wurde. I n0I"men Das Bari- und Konstruktronswesen ist^ durch Die entzückende Aussicht, tvelche die 17 großerr Bogenfenster I Tafeln über „Börsengebäude", "Burgen und
arcf den Park ruit seinen Rasenflachen, Wasserflächen, Sta- 1 vertreten, der Bergbau durch erne höchst anschau
tuen und Baumgruppen darbieten, locken uns nun hrnab I Tafel eines Braunkohlenwerkes. Einen hervorragett- ix, s.-.?, »»-Mo in di?. Gärten des Schlosses. Die | . p/L «.2 Iiiniinl das Buchgewerbe ern rn serner technischen
und künstlerischen Entwickelung. Neben den Tafeln kunstvoller Bucheinbände aller Zerten, der getreuen farbigen Kopie eines Blattes von Gutenbergs 42 zeitiger Bibel und vier Takeln ältern und moderneir Buchschmucks interessieren 5 MÄn »rate »«14« dl-
(ent so b-liebten Bllcherzclchen (ex l-bns) vM henem Geschmack und Zweck veranschaulichen. In gleicher Weise werden dem Kunstliebhaber die vier Tafeln"BroUge- kuA willkommen sein mit der Wandlung der strengen Form der Antike durch die gefällige Renarssäncebis zu.
des Parkes, wo sie in Perrr mr a no n i &>{cn Behandlung der Lulle in unserer Zert.Laneoen.
in ihrem Lanrean (Weiler) als Barierrn inmitten höfischer die grotesken und phantaslerercherr Formen der
Knechte ulld Mägde die Reize der Natur und des Land- I ^dischen, chinesischen und japanischen Bronzen, drei zum lebens genießt, für dre dre vornehme Gesellschaft seit I befruchtend auf unsere Kunst wirkten, äußerst lebhaft den Tagen Rousseaus so gefühlvoll schwärmte. Nicht Minder I J J instruktiv. Für viele aktuelle politische Wagen, das liebte dieselbe Königin das stille Leben im fern von Ver- I imo W ' s;» w.,un,ck?u.no der
sailles ilnd Paris gelegenen, waldumrauschten Schlosse zu Fontaine b l e a u, dessen Sehenswürdigkerten dre folgenden Bilder darstellen. Fontainebleail ist berühmt durch seinen prächtigen Wald, seine Schluchten und Felsgruppen, seine Gärten und besonders durch sein großes Schloß.
Unter Franz I. und Heinrich IV. erbaut, von Primatnew und anderen Künstlern mit herrlichen Bildern geschmückt, war das Schloß inmitten der Waldungen, die srch meilenweit nach allen Seiten ausdehnen, ein Lieb lingsaufenth alt der lebensfrohen Gemahlin Ludwigs XVI. rrnd nach rhr Napoleons I. Die Ausschmüstung der von ihnen bewohnten Gemächer entspricht ihren: Charakter. An Napoleon I. erinnert noch la Cour du Cheval-Blanc, auch Cour des Adieux genannt; denn hier verabschiedete sich der Kaiser am 20. April 1814 in feierlicher, schmerzbewegter Ansprache von den treuen Grenadieren seiner alten Garde, nachdem er einige Tage vorher im Schlosse seine Abdankung unterzeichnet. An die Tage desselben Herrschers erinnern auch die Gemächer, die Pius VII. als Gefangener hier bewohnte. Der glänzendste Raum aber des Schlosses ist la galerre d'Henri II., auch Salle des Fstes genannt, ein Saal, den Heinrich II. mit Tafelwerk und Gemälden aufs prächtigste


