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tttfttt den Feuerherd durch EtdwÄlle einschräukeu müsse, um ihm weitere Nahrung zu entziehe»!. Auf diese Weise wurde auch der ungeheure Brand gelöscht, welcher» n»an sehr bezeichnend dasZehn-Morgen-Feuer" nannte.

Neuerdings hat utait in Texas und Louisiana erfolg­reiche Versuche gemacht, das Feuer durch Dampf zu bekämpfen. Es scheint dies das einzige wirksame Mittel zu sein, Petroleumflammer» zu löschen, da Erde erst dann ange­wandt werden kann, wenn das Feuer genügend herunter­gebrannt ist, daß die Schaufler sich der Feuerstelle zu nähern vermögen. Das Löschen durch Dampf wurde zuerst bei Beaumont von John Ennis versucht. Der Dampf wurde durch eilt irr Eile gelegtes eisernes Rohr geleitet, welches mit den» Kessel einer transportablen Maschine in Ver­bindung stand, die sich in genügender Entfernung von den» Feuer befand. Nachdem das Jennings-Feuer länger als vierzehn Tage gewütet hatte, forderte man Ennis auf, Mittel zum Löschen der Flammen zu erdenken, denn in­folge der großen Quantität Petroleum in deu brennenden Quellen drohte das Feuer auf unbegrenzte Zeit weiter- zubrennen. Die benachbarten Städte wurden nach Kesseln abgesucht, tvelche man an den Schauplatz des Brandes bringen konnte. Man erhielt tut ganzen 12 Kessel zu je 20 bis 30 Pferdestärken. Von den im Halbkreise auf- gestellten Kesseln wurden je drei oder vier zu einer Gruppe vereinigt, und es wurde stets eine Kesselgruppe in Reserve gehalten, um sic in Anwendung zu bringen, sobald die Tätigkeit einer anderen eingestellt werden mußte. Die Dampfrohrleitung wurde soweit geführt, daß die Lösch­mannschaft noch ohne Gefahr an den Mündungen derselben Aufstellung nehmen konnte. Zur Bekämpfung des Feuers wurden nun mehrere Tage lang kräftige Datnpfstrahlen gegen das Feuer gerichtet, bis die Flamnien soweit an Umfang abgenommen hatten, daß sie durch Erde erstickt werden konnten. F. Hd.

vermischtes.

Neber Entwickelung und Organisation der weib­liche»» Handlungsgehilfe»» bringtDie Frau" (Monats­schrift für das gesamte Frauenleiden unserer Zeit, heraus- gegebert vo»t Helene Lange, Moeser, Buchhandlung, Berlin) einen Aufsatz aus der Feder vv»t Agnes Herrmann. Bis in die zweite Hälfte des vorige»» Jahrhunderts galt die Stellung in einem fremden Geschäfte dein jungen Käuf- tuanit meistens nur als Uebergangsstadium, welches er nur durchinachte, um sich die zur Uebernahme des väter­lichen oder zur Begründung eines eigenen Geschäftes er­forderliche»» Kenntnisse u»»d Erfahru»»gen zu sammeln. Als mit der Zunahme des Großbetriebes in Industrie und Handel der Kleinhandel und mit ihn» die Möglichkeit der Begründung einer selbständige»» Existenz immer mehr ab- nahn», da wurde das, was bis dahin Uebergangsstadiun» war, zum Lebensberuf. Großindustrie und Großhandel schufen aber nicht nur bei» Stand der Handlungsgehilfe»» als Stand, sondern sie haben auch der Frau de» Zugang zu neuer» Berufen eröffnet. Der Großbetrieb mit seiner weitgehenden Arbeitsteilung kann für eine Reihe von Ver­richtungen mit ungesternten Kräfte»» auskommen, und zu dieser» unterste»» Posten hat man die billige iveibliche Ar­beitskraft herangezogen. He»»te ist die Frau auch schoi» iit höhere, verantwortungsvolle Stellungen aufgerückt, mar» findet sie in mittleren Geschäften bereits als erste Buch­halterin, Kassiererin, Korrespondentin, Prokuristin, Filial- leiterin usw., allerdings fast durchweg noch immer mit geringerer Bezahlung als der Mann. Nach Erhebungen des Kaufmännischen Hilfsvereins für weibliche Angestellte in Berlin bringen 75 Prozent des weibliche»» Kontorperso- rtals eine theoretische Vorbildung mit und treten als sog. Anfängerin ins Geschäftslebei» eilt. Leider ist aber diese theoretische Vorbildung in der Mehrzahl der Fälle so mangelyaft, »vie sie eben innerhalb eines sechswöchigen bis dreimonatlichen Schnellkursus erlangt werden kann. Selbstverständlich kann eilt solches Mädchen nicht den Anspruch erheben, als Handlungsgehilfm aitgesehen und bezahlt zu werden. Sie wird mit rein mechanischen Ar­beiten ausgenutzt, bringt es nie zu auskömmlichem Gehalt und ihre ganze Existenz bient, wie Agnes Herrmann zu­treffend bemerkt, nur dazu,der Frauenarbeit das Odium der Minderwertigkeit zu erhalten." Ein weiterer Grund

für die geringe Entlohnung liegt darin, daß die Töchter des sogenannten höheren Mittelstandes bei» kaufmännischen. Beruf nur ungern ergreifen und es somit an gebildeten, tüchtigen Kräften mit guten Sprachkenntntssen zur Besetz­ung besserer Stellen fehlt. Unter dem Engrospersonah hatten nach bett Erhebungen des Kaufmännischen Hilfs­vereins für iveibliche Angestellte nur 40 Prozent eine ab-- geschlossene, höhere Mädchenschulbildnng, unter1 dem Detail-i personal (Verkäuferin, Kassiererin) gar nur 10 Prozent; der weit überwiegende Teil bringt also nur Gemeind eschul- bildung mit. Tüchtige, sprachkundige Mädchen bringen e$; auch als Handlungsgehilfinnen zu ganz guten Gehältern. Tie Kassiererinnen gehen gewöhnlich ans dem Detail- personal, den Verkäuferinnen hervor ; letztere »nüssen na­türlich praktisch lernen, doch ist auch für sie die Lehrzeit viel zu kurz, sie beträgt gewöhnlich ein viertel bis ein halbes Jahr, selten ein ganzes Jahr. Tie Bezahlung der Verkäuferin richtet sich sowohl nach der Ausbildung, als auch nach Art und Branche des Geschäfts. Am besten zahlen feine Spezialgeschäfte, weniger gut Warenhäuser und Ba­zare. Die Grundlage der Organisatio n der weiblichen Handlungsgehilfen bildet der in» Jahre 1889 gegründete Kaufmännische Hilfsbereit» für weibliche Angestellte zu Ber­lin, der von einer Mitgliederzahl von 600 zu Beginn auf 14 700 gestiegen ist und etwa 80 Prozent aller in Berliner Geschäften aiigestellten Handlungsgehtlfinnen umfaßt. Er gründete im letzten Jahre drei Ortsgruppen, Hagen i. W., Hannover und Stettin. Behufs noch nachdrücklicherer Ver­tretung der Interessen der Handlnngsgehilfinnen wurde im Sommer 1901 eilt Zusammenschluß der bereits be­stehenden 32 weibliche» Hanblungsgehilfenvereine bewirkt unter bem Namen Verbündete kaufmännische Vereine für weibliche Angestellte, mit dem Sitz in Frankfurt a. M.

(Aus derKöln. Volksztg.")

Die größte Orgel der Welt. In bet Kathedrale zu Sevilla erfolgte kürzlich die feierliche Einweihung der neuen Orgel. Es ist die größte Orgel, die auf der Welt besteht. Der Erbauer ist Don Aquilino Amezua. Bon wahr-- haft riesigen Dimensionen, besitzt diese Orgel 4 metallene, 16 Fuß lange Flötenregister, wie keine andere Orgel m Europa sie aufweist; es ist die einzige Orgel, die Baß- brnmmer besitzt, ivelche 32 Schwingungen in der Sc kund ei abgeben, und einen tieferen Ton als die Orgel tu Murcia, die bisher für die tiefsttönige Orgel der Welt galt, hat. Die Sevillaner Orgel hat 200 unabhängige Register un» fünf Blasevorrichtungen mit elektrischer Treibkraft. Sie hat 160 000 Pesetas gekostet. Bet der Einweihung füllte ein ungeheures Publikum die Kathedrale und lauschte an- dächtig beit majestätischen Tönen, bie ber Maöstro Eletz- garay der Riesenorgel entlockte.

Schachaufgabe.

Von S». Zimmermann in Most. »Nachdruck verboten.)

b

Weiß.

e t>

(8+6)

b c d e

d e f g h

Weiß zieht an und setzt in zwei Zügetr matt, (Auflösung in nächster Nummer.)

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Auflösung des Kapselrätsels in vor. Nr,: Bei», Leis, Eric, Sanb, Land, Arm, Ufer BreSlaU.

Redaktion: Curt Plato. Rotationsdruck und Verlag der Brtihl'schen Universitäts-Tuch- und Steindruckerci (Pietsch Erben) in Gießen.