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einzige,i Blick nach ihr hin, iveder heule, noch morgen. Noch an dem Maskentag.

Was er jetzt von mir denkt, der Mensch! murrte es in Riekchens Herzen, gleich heulen könnt ich wie ein Lehrbub. Ich wollte, es häte' nie so was wie einen Masken- hall auf der Welt gegeben wenn er blos was zu 'mir sagte!

lind sie ging dreimal ohne Grund an ihm vorbei Aber Franz Merten schaute nicht auf, und hielt seinen Mund: mit der war er fertig.

Nun gerade, dachte Riekchen, nun erst recht! Dir zum Trotz tanz ich den ganzen Abend mit Studenten. Aber fieberrote Backen hatte sie, und als sie zur Muhme ging, machte sie ein so schnurrig Gesicht, daß Meister Klengel sagte:Na, na, hätte doch nicht gedacht, daß ihr die Maske­rade so zu Herzen ging. Dummer Narr, der! Na, na, wissen Sie was, Franz? Jetzt woll'n wir uns mal 'n Spaß machen! Klengels mit 'ner eignen Maskerade. Sie als Knecht Ruprecht die Jungens als Kanonenstiebcln, un Muttex als Frau Holle mit'n grauen Tuch ringsum. Ei, ich bin auch mal jung ich faselig gewesen. Mutter sackt noch Krapfen ein, ich steck 'ne Flasche Punsch bei, tut so Zrehn wir nachher zur Muhme.

.Der Altgeselle erschrak. Wenn sein Verdacht stimmte? Das konnte nett werden.

Na? warum schnellen Sie denn in die Höhe wie'n Karpfen, toeun Gewitter droht?"

Franz stammelte etwas von Anzug zu rechte machen und rannte davon.

Mit dem Menschen wird's auch alle Tage verdrehter, brummte der Meister. Sie aber sagte: .,Na, Vater, wer weiß, was der für Rosinen in seinem Ruprechtsack hat rch bin aber nicht schuld ich wasche meine Hände."

Der Altgeselle dachte nicht an Rosinen, mit Metern schritten rannte er zur Muhme.

Du. meine Güte!" schrie die, als sie begriff, warum er kam, und jetzt ist das Unglücksmädchen eben auf und davon!" ,

Nur nicht den Kopf verlieren, bischen festlich machen, Psannkuchen her, Punschwasser aufsetzen. ich schaff das Riekchen, und sollt ich den Ratsturm einreißen."

Weg war er.

Inzwischen hatte sich das Riekchen im Rathäusthor mit Röschen und den beiden Studenten getroffen. Sie steckte in einem roten Domino und hatte eine Mohnblume auf dem Kopf. So kennt mich keine Seele, dachte sie, der Alt­geselle kannte sie aber doch gleich; denn so fetzte nur eins im Altrmgen die Füße, so drehte nur ein Mädel auf der Welt den Kopf.

Die Wartenden schalten sie eben aus sie seufzte; der eine Student schwor sieben Eide, daß er sie vor dem Demaskieren wieder zur Muhme bringen werde sie nickte und seufzte dann eilten sie davon. Nur die Mohn­blume zögerte, weil sie Bekannte auf der Treppe sah, und diesen Augenblick ersah der Altgeselle:Schnell, Fräulein Riekchen, schnell zur Muhme, sonst erwischt Sie der Meister!"

In seiner atemlosen Erregung hatte er sie am Hand­gelenk gefaßt. Sie wollte sich losreihen, er hielt aber fest, zog sie ins Dunkel hinaus und den Markt entlang.

Endlich fand sie die Sprache :O, Sie! Sie ! Spioniert haben Sie, verraten haben Sie mich! Gleich lassen Sie mich los!"

. Schimpfen Sie blos ein andermal auf mich aber Letzt heißt's rennen, toeun nicht die Welt untergehen soll.

Segen ihren Willen rannte Riekchen mit, und gegen ihren Willen hörte, sie zu, was er von ihres Vaters Besuch bei der Muhme erzählte.

Dabei merkte sie nicht, daß er einen Umweg machte turj nur, aber in eine dunkle Ecke. Da blieb er stehen.

So, nun nehmen Sie das Ding ab, ich iverf's dort in meine Stube hinein schnell, schnell!"

Da sie ihn nicht begriff, half er ihr den Domino ab- nehmen, und nahm die Mohnblume vom Kopf. Dabei griff er m ihr Haar, das die Muhme aufgemacht hatte, damit man sie ja nicht erkenne.

Wie Feuer fuhr's ihm durch die Adern.

Aber das müssen Sie ganz schnell flechten" stam-

Sie schluchzte auf:Ich schäme mich tot!"

Zunächst antwortete er gar nicht, nahm ihren Arm, um sie schneller zu führen, warf im Vorbeigehen ihre Maskerade in sein offenes Kammerfenster hinein, und hielt scharfen Lugans die Straße, entlang.

Als er aber in der Muhme Hausthür angenommen war, und die Straße noch völlig teer war, blieb er stehen und sagte:Das mit dem Totschänien ist natürlich, Unsinn, aber hübsch toar's auch nicht von Ihnen, Fräulein Riekchen. So, und nun können Sie mich ja auszanken."

Da schluchzte sie hellauf.Ja, ja! Das will ich auch,! Sie sind schuld! Sie gönnen mir nichts, Ihnen zum Trotz hab' ich nur hinwollen und nun klatschen Sie

Aber das kam ihr nicht über die Lippen, denn das glaubte sie ja gar nicht und er fragte eifrig:Mir zum .-^£0^5

3a, ja! weil Sie immer beim Vater sitzen, nie mal mit unsere!nem tanzen oder Kahn fahren"

Aber Fräulein Riekchen, das thue ich doch nur, weil Sie mich immer so schnippisch anfahren, wenn ich koinme."

"®T\ *° wehren Sie sich doch lieber", rief Riekchen in Hellem Aerger, und schluchzte nicht mehr.

Das kann ich nicht ich hab' kein Frauenzüngle!" . Aber einen Bart hatte er, den spürte Riekchen plötzlich auf ihrem Mund, und dann hob er sie in die Höhe und trug sie im Sturmschritt die Treppe hinauf, daß die offenen Haare nur so flogen.

Oben half die Muhme flechten, und just wie sie die letzte Nadel in die Krone steckten, trappte der Meister mit seiner Frau Holle die Treppe hinauf.

Nanu?" sagte er,da is ja schon einer? Sie soll'n doch den Ruprecht machen!"

Nichts für ungut, Meister", sagte der Altgeselle, und war doch ein klein bischen verlegen.Die Maske liegt mir nich recht, ich ich möcht lieber den Bräutgam vorstellen, utt da hab ich das Riekchen erst gefragt, ob's ihr recht is."

Nanu?" sagte der Meister noch einmal. Daun lachte er.Schlauberger ihr Schlauberger! Na, Mutter, was meinst Du gegen die Maskerade hab ich nichts einzuwenden."

Und die verputzten Lehrjungen, die Punsch und Pfann­kuchen trugen, kicherten im Hintergrund.

Schachaufgabe. Bon I. FridliciuS in Göteborg. (Nachdruck verboten.).

abcdef g h

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5

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M

Weiß. (8 + 8)

Weiß zieht an und setzt mit dem dritten Zuge matt. (Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Bilderrätsels in vor, Nr,: Frauenbewegung.

W rvohlsettes Schachspiel "W für 20 Pfennige

zu haben in der Geschäftsstelle der Gießener Fainilienblätter.

Redaktion: E. Burkhardt. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn Universitats-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.