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Gemeinnütziges
Redaktion: E. Burkhardt.
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herausgekommen ist, so lasse man sich, trotz aller Bessertmgs- erscheinungen, vom Arzte mit dem Kehlkopfspiegel untersuchen, weil ein zurückgebliebener Fremdkörper stets trühep oder später schwere Erkrankungen oder sogar den Tod hervorruft.
Zahnschmerzen, die rheumatischen Ursprungs sind, werden gebessert, wenn man auf die leidende Stelle heiße Hafersäckchen legt. Der geröstete, heiße Hafer wird in handliche Säckchen gefüllt, die so warm als möglich anzuwenden und nach Bedarf zu wechseln sind. Ein heißes Fußbad leistet dabei der Hauptsache nach die besten Dienste.
H o n i g a l s S ch l a f m i t t e l. Vor dem Schlafengehen sollte man regelmäßig 1—2 Kaffeelöffel Honig zu fichüehmen,- da derselbe blutbildend, nahrhaft und für nervöse Personen ungemein beruhigend ist und wohlthätigen Schlaf bewirkt. Wer den Honig nicht allein für sich genießen Null, kann ihn auf ein Stückchen Semmel oder Weißbrot streichen, oder denselben mit Milche oder Kaffee trinken, da ersterer stets gute Wirkung erzielt.
Emder Weißkohl! In frischer Erinnerung ist bei uns allen noch die Einweihung des großen, im wertesten Westen des deutschen Reiches gelegenen Hafens von Emdem Es ist hierbei vielfach auch von Eindeichungen, Poldern, gesprochen und geschrieben worden. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich in der Umgebung Emdens und des Dollarts/ der Schlick, eine schwärzliche, schmierige Masse, dre das gefräßige Meer an irgend einer anderen Küste losgerrßen und mit seinen eigenen Unreinlichkeiten vermengt hat/ ! in größeren Mengen niedergesetzt. Ist der neue Boden so hoch gewachsen, daß nur noch hohe Sturmfluten ihn überschwemmen, wird er eingedeicht, und em neues, fruchtbares Land, ein neuer Polder ist dem Meer entrissen/ Tie Fruchtbarkeit der Polder ist ohnegleichen. Uebep 30 Jahre erntet man schon dort Gemüse m größter Vollkommenheit, ohne die geringste Düngung. Man kennt hier weder Kohlhernie oder Kohlmaden noch Bobenmudrg- kett. Die festen, großen, weißfleischigen Kopfe des.Emder I Weißkohls haben Weltruf. Interessenten finden rn der | neuesten Nummer des praktischen Ratgebers rm Obst- und I Gartenbau einen ausführlichen Artikel über Einder Pol- I derkulturen. Die betreffende Nummer kann vom Geschasis- I cmtt zu Frankfurt a. d. Oder kostenlos bezogen werden-
-geben. Auch die Hausfrau wurde dadurch von Dollys Plötz- | ltchem Einfall unterrichtet und kam jetzt eilig dre Treppe herauf in das Zimmer der Schwester. . r, I
„Du willst mit nach Trrmburg, Dolly? Ja, weshalb 1 denn?" , ,T I
Wie sie aber das verweinte Gesichtchen sah-, gmg ihr I schnell ein Licht auf; denn das Interesse, das die beiden jungen Leute für einander gehabt hatten, war rhr ja Nicht I UltS5S es s o mit Dir, liebes Herz?" sagte sie bekümmert. „Ja, dann ist es wohl schon das Beste, Du verschwindest auf ein paar Tage, damit Dir der abscheuliche Mensch aus dein Sinn kommt. —' Vorhin ist übrigens ein neuer Beweis | dafür esirgetroffen daß Eva recht, hat." I
„O, wirklich?"
„Tu glaubst es immer noch nrcht?"
„Ach Gott, ich muß wohl!"
„Ter Photograph hat das Bild geschickt!"
„Wo ist es? Unten? Laß es mich sehen!"
„Aber Kind, es ist doch ein Postpaket!"
„Ach so!" , I
"heute abend, wenn er kommt, werde ich es ihm I selbst überreichen, und sein verlogenes Gesicht dabei stu- vieren I
„Tas hat er nicht! Ach, er sieht so grundehrlich.
' de-Iwegen! Und wenn er nach Dir fragen sollte, so werde ich ihm Bescheid sagen, aber gehörig!"
„Das würde mich! nur bloßstellen! Er hat ja kern Wort davon gesagt, daß er, — daß ich —"
„Auch gut, so werde ich ihm erzählen, daß Du zu Besuch zu Deinen künftigen Schwiegereltern gefahren bist! |
„Aber, Konstanze, ich habe doch gar keine künftigen Schwiegereltern!" . .
„Diesen Bösewicht muß man mrt fernen eigenen Waffen bekämpfen! So sieht er doch, daß er eigentlrch der Genassührte war! Hab' ich Recht?"
„Thu', was Tu willst, Konstanze! Ich —. rch — werde barmherzige Schwester!" schluchzte Dolly.
Na, natürlich. Darauf haben wir gerade gewartet! Tu bleibst ein paar Tage in Trimburg, bis der Trubel hier zu Ende ist, und Tu den schlechten Kerl vergessen hast, und dann —
„Ich werde ihn nie vergessen, Konstanze!
Ser doch nicht so thöricht, Dolly! Morgen schon sieht die Welt ganz anders aus! Kannst es glauben! Wenn Tu fertig bist mit Packen, komm herunter. Ich habe für Rößlings ein Mahl Herrichten lassen, weil Ihr doch vor Abend fortwollt!"
„Ich kann nichts essen!" k .
„Brauchst Tu auch nicht! Aber Tu kannst, doch Bet uns sein! Nicht, Schatz?"
Damit huschte sie wieder hinab, um in Küche und Keller ihren Hausfrauenpflichten -obzuliegen,
'(Schluß folgt.)
Wortspiel.
Nachdruck verboten.
Nektar — Notar — Tropfen — Streich — Iran — Ostern — Silen — Inka — Launen — Mais.
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Auflösung des Magischen Quadrats in vor. Nr.r
In die „falsche Kehle gekommen" sind nach dem Volksmunde Speiseteilchen, die durch verschlucke»" rn die Luftröhre eingedrungen sind und ErMckungsanfalle Hervorrufen. In den meisten Fällen befördert ein starker Husten- | stosi diese Fremdkörper, wo das indessen nicht möglich ist, da kann leicht der Tod durch Ersticken emtreten, wenn nicht rechtzeitig Hilfe geleistet wird. Das einfache Klopfen des Rückens genügt nicht. Das beste und natürlichste Mittel kann man bei den Tieren lernen. Wenn emem Hunde em KnochenMck in die Luftröhre gekommen ist, so neigt er bei dem entstehenden Hustenanfall den Kopf ganz tief nach unten. Ebenso muß man beim Menschen verfahren. Man lege den Kranken auf den Bauch quer ins Bett (oder auf einen Stuhl), die Hände auf den Fußboden geschtzt, den Oberkörper nach vorn überhängend', und lasse ihn langsam und tief atmen. Dabei wird von einem andern auf Rucken und Brust geklopft. Tr. Preobraschensky, der die verschiedensten Methoden versucht hat, führt 12 Fälle an, »i denen auf diese Weise der Fremdkörper entfernt wurde, .sist mau aber nicht ganz sicher, ob der verscyluckte Gegenstand wirklich_____
- Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.
Nichts mehr verpflanzen! Bei Tvpfpflanzert wird sehr oft der Fehler gemacht, daß die, durchgewurzelten Exemplare noch einmal vor der Einwinterung umge- pfanzt werden. Das ist ganz falsch, denn wahrenddep Ruhezeit im Winter benötigt keine Pflanze so ausgiebig Nahrung wie sie beim Umpflanzen wieder geboten wird/ Tie Töpfe trocknen nicht mehr so gut aus, es entsteht Wurzelfäule und damit der Grund zum Erkranken dep ganzen Pflanze. Deshalb ist es besser, kleine Topfe auch beim Einpflanzen der aus dem freien Land entnommenen Pflanzen zu nehmen.
Linoleum erhält sich am längsten schön, wenn man es täglich kehrt und dann feucht abwischt. Wochentlico einmal wasche man es mit Seifenwasser und reibe^ trocken nach. Zweimal im Monat reibe man das gereinigte Linoleum mittelst eines Wolllappens Mit Leinöl ab; dann reibe man mit einem reinen wollenen Lappen nach. Diese Behandlung trägt viel zur Erhaltung des Linoleums Bet/ („Prakt. Wegw.", Wurzburg.) j


