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fleißiger Benützung und ist sehr klein. Ein sehr viel ge­brauchter Fingerhut der gleichen Sammlung gehörte einst der Prinzessin Alice von England, späteren Großherzogin von Hessen. Dieser Fingerhut ist ein besonders schönes Exemplar aus Gold und Edelsteinen und stammt von der jetzigen Prinzessin von Wales her. (Wiener Mode.)

Gemeinnütziges.

Konservierung von Butter mit Hilfe von Zucker. Eine Neuheit ist uach derIndustrie lackiere" die glacierte Butter, welche ohne Zweifel großes Interesse verdient. In den Kaufläden Englands trifft man nämlich neuerdings verkaufsfertige Butterstücke an unter dem Namengefirnißte" oderlackierte" oder auchglacierte" Butter. Der Glacierungsprozeß, ist einfach, leicht ausführ­bar und aus dem Grunde von vorzüglicher Wirksamkeit, weil er die Konservierung gegen Ranzigwerden auf lange Zeit sicherstellt. Man wäscht die Butter zunächst aufs sorgfältigste,pfundet" sie dann in der gerade handels­üblichen Größe und Gestalt und bringt diese an einen stark abgekühlten Ort. Dann löst man einen Löffel voll weißen Zuckers in Wasser auf und erhitzt die Lösung zum Sieden. Die auf eine Leinwandunterlage gebrachte Butter wird nun möglichst schnell mit Hilfe eines sehr weichen Pinsels mit der heißen Zuckerlösung überstrichen. Hierbei schmilzt eine dünne Butterschicht auf der Oberfläche des Pfundes durch die Hitze des Anstriches und bildet mit diesem zusammen einen eisähnlichen, glänzenden Lack. Natürlich erhält diese für die Lust undurchdringliche Schicht die Butter länger frisch und verleiht ihr vorzüglichen Ge­schmack. DieD. Z.-Jud." bemerkt dazu: Der zum An­strich dienende Zucker muß jedenfalls mit nur sehr wenig Wasser geschmolzen, nicht gelöst werden, weil sonst auf der Oberfläche der Butter ein Erstarren des Anstriches nicht mit der notwendigen Geschwindigkeit oder auch überhaupt nicht eintreten würde.

Zur Fleischkonservierung. Durch nachfolgen­des Verfahren kann das Fleisch am einfachsten, billigsten und schmackhaftesten aufbewahrt werden. Man verschaffe sich einen, nötigenfalls mehrere Bottiche von ca. 50 Zenti­meter Durchmesser und 75 bis 100 Zentimeter Höhe, ent­ferne an dem zum Konservieren bereitgehaltenem Fleisch die hervorstehenden Knochen und halte zum Einsalzen eine Mischung von 1 Teil feingeriebenem Zucker und 2 Teilen Salz nebst einem genügenden Büschel Brennesseln bereit. Nun bedeckt man den Boden mit einer dünnen Lage Nesseln und darüber ein wenig Salzaemenge, hierauf kommt eine dünne Schicht Fleisch. Hierauf wieder Salz und dem Rand des Bottiches nach, Nesseln und so fort, bis das oder die Gefäße voll find, oder man kein Fleisch mehr hat. Zuletzt kommt auf das Fleisch eine Lage Nesseln, dann der Deckel, welcher schwer mit großen Steinen belastet wird. So wird das Fleisch Monate lang frisch und un­gemein wohlschmeckend aufbewahrt.

Kefirndyettspflege.

Ein vorzügliches Mittel, um der Haut die Notige Reinheit zu erhalten, und die Einwirkung der Witterung usw. auf die Haut auszugleichen, ist eine regel­mäßige, des Morgens vorzunehmende Waschung des Ge­sichtes und der sonst sichtbaren Hautflächen mit Borax­wasser. Der Borax, ein mildes Alkali, verseift sich mit dem über Nacht säuerlich gewordenen Fett der Haut, kühlt und wirkt entzündungswidrig. Man vermischt das Borax­wasser (von 1 Teil Borax auf 12 Teile Wasser) je nach Belieben mit etwas Orangen und Rosenblütenwasser und halt sich dasselbe für längere Zeit in Flaschen vorrätig. Beginnt jemand die Waschungen mit diesem Wasser, so lasse er dässeMe 3 Lis 4 Minuten unabgetrocknet auf die Haut einwirken und verrichte dann die gewohnte Morgenwäsche ohne Seife.

Welchen Fehler hat man bei der Entwöhn­ung zu vermeiden? Den Fehler, daß man nicht zu schnell von der Milchkost hinweg die Kinder an die Kost der Erwachsenen gewöhnt; es muß zwischen beiden ein

passender Uebergang stattfinden. Kleine Kinder sind nicht im stände die Nahrungsmittel der Erwachsenen zu kauen, noch weniger aber zu verdauen. Man thut jedenfalls am besten, bis zur gänzlichen Beendigung des Zahnens, wo alle Mischzähne sichtbar sind, die Kinder außer an Milch und Fleischbrühe noch an Zwieback, erweichte Semmel, Grütze, Gries, Reis, Sago in Bouillon gekocht, sowie an weichgesottene Eier und Eiersuppen zu gewöhnen. Sehr empfehlenswert ist auch der in England sehr beliebte Rind- fleischthee, welcher folgendermaßen hergestellt wird: Man nimmt ein halb Pfund von Fett und Knochen gereinigtes Rindfleisch, schneidet es in kleine Stücke und gießt darauf 2 Tassen kaltes Wasser. Man setzt dieses Töpfchen in einen größeren Topf, der mit Wasser gefüllt ist, läßt letzteres 2 Stunden am Feuer und gießt dann den Inhalt des kleineren Töpfchens, indem man ihn kräftig auspreßt, durch ein Seihtuch. Einer solchen Bouillon kann man auch Milch zu gleichen Teilen oder Zucker beimischen.

Was ist von dem Wickeln der Kinder zu halten? Das Wickeln der Kinder ist eine geradezu grau­same und darum verwerfliche Sitte! Die Entwickelung des Körpers, die Atem- und Muskelbewegungen, ja selbst die natürliche Haltung des Säuglings werden durch das Wickeln beeinträchtigt. Die Wickelbänder hindern die Be­wegung der kleinen Glieder, die dem Kinde ein wahres Bedürfnis ist. Die erste Kleidung soll deshalb keinerlei Zwang ausüben, welcher mit der freien Entwickelung des Körpers unvereinbar ist. Alle das Kind drückende Falten, Knoten, Sichlingen, Bänder, Knöpfe usw. sowie stechende Schnallen und Nadeln sind zu vermeiden. Die Kleidung muß so eingerichtet sein, daß sie leicht und schnell ab­zunehmen und zu wechseln ist.

Iür die Küche.

Mittel zur Erkennung von verdorbenem Fleisch. In verschiedenen Städten benützt man bei der Fleischbeschau zur sogenannten Fäulnisprobe das Ebersche Reagens, welches aus einer Mischung von einem Teil Salz­säure, drei Teilen Alkohol und einem Teil Aether besteht. Nähert man einem mit diesem Reagens befeuchteten Glas­stab dem verdächtigen Fleische und es bilden sich Nebel, herrührend von der Bildung von Salmiak, so ist das Fleisch verdorben und unter keinen Umständen mehr zu verwenden.

Schwarzbrodsuppe. Das feingeschnittene Rog­genbrot wird mit siedendem Salzwasser angebrüht, mit etwas Pfeffer und Muskatnuß gewürzt, mit 2 Löffeln heißem Schmalz, in welchem eine seingeschnittene Zwiebel schön gelb geröstet wurde, zugedeckt, etwas in der Wärme stehen gelassen und dann aufgetragen.

Gedämpfte Kalbsleber. Die Leber wird ge­häutet, einige Stunden in Milch eingelegt, zu handgroßen, fingerdicken Scheiben geschnitten, die man durch Mehl zieht, und in Butter brät, bis die Leber die Farbe verliert. Dar­auf streut man etwas Salz oder Grünes auf, gießt einige Löffel Fleischbrühe zu und dämpft noch kurze Zeit.

Rahmschnitten. Ein Viertelpfund Mehl wird mit drei Eiern und soviel sauerem Rahm zu einem glatten Teige mit etwas Salz angerührt, daß man dünn ge­schnittene Semmelschnitten gut darin umkehren kann. Diese Schnitten bäckt man dann auf beiden Seiten in heißem, schwimmendem Schmalz schön dunkelgelb und giebt sie heiß zu Tisch.

Bersteckrätsel.

Nachdruck verboten.

Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind wie die Silbean" inWanderer".

Moritzburg Magenbitter ^Stundisten Niederwald

Hattingen Goldap HimmelsschlüsselSchwimmunterricht Uhrfeder.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Viele Körnchen machen einen Haufen.

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