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fortmaken füllt, hoppt un springt mit Lehn und Hacken up den Fisch rümmer aS up en Danzbodden. Te ganze Schipps- kumpanei, Kapteihn un Maats un Passagiers, all' seihn tau, un schliddern fit vör Lachen. Da up enmal nümmt so en verdammte Portugies', de tau de Mannschaft hürte, en Schauer­stein un smit dormit nah den Wallfisch. Nanu hädd Ji äwer wat seihn künn: de ganze See ümher was nix as Schum, so slüg dat Diert mit ftttt Swanz, Maats, ik segg Jug, en Swanz, so lang aS uns' ganz Vorderdeck. Un de Alf, wat meint Ji, dat hei beb? De nahm ganz gemüdlich bat Seil, twischen sten Bein', treckte fit boran rup bet tau be Raa, tümmt benn runner, un matt be Schippers un be Passa­giers en nüblich Kumpelment. Wat!? So wat hett boch noch teinS von Jug seihn?"

Ein schallendes Gelächter beantwortete die Frage des Erzählers und Billy schrie:

Du olles Lägenmul unnersteihst di, uns so'n Garn uptaubinnen?"

So wohr as it lew', nie het's en wahrer Garn gewen," beteuerte Suds, und schwor einen Eid nach dem anderen für die Wahrheit seiner Geschichte.

Na, da möt be Kierl woll en Vedder von den wunner- lich ollen Heilgen west sten, de drei Däg in de But von en Wallfisch seien hett,/ sagte der Heine Welchy.

Wer was dat?" fragte Suds eifrig, um die Wahrheit seiner Geschichte durch eine ähnliche bestätigen zu hören.

Moses was't nich äwer en armer Jud' was't dat is ganz feier," antwortete der Welchy.

Jung Alf äwer was fein Jud'," schrie Suds,hei was ut Limerick!"

Ji Schaapslöpp!" ruft da ärgerlich einer der Maaten, welcher zwar selbst nicht Gelehrsamkeit genug besitzt, um den beiden auf die Spur helfen zu tönnen, aber von einer Ahnung beschlichen ist, daß sie Unsinn schwatzen.

Härt up mit Jug verflüchtigen Dummheiten ober it smit Jug von be Pritsch runner."

Dat probbier mal, bu Grotmul," schrie Subs,Hal die bortau äwer irrst all Mann tausamen."

Wat seggst bu?" brüllt der anbete,it will bi wiesen, wat it bortau ärmere brüt," springt^ auf unb packt Subs bei den Füßen. Nun folgt ein Kampf/ ber alte Sam geht fluchenb aus dem Wege. Nach wenigen Minuten fliegt Suds samt seiner Matratze, TheetoPf unb Tabakpfeife auf den Boden.

Schnell springt er auf, haut zu, der andere auch/ sie packen sich, ringen und werfen sich das Bettzeug zum Gaudium ber anderen an die Köpfe, welche, ungestört auf ihren Pritschen liegend, dem Schauspiel zusehen unb unter brüllendem Ge­lächter die Kämpfenden ermuntern.

Jetzt schlug's acht Glasen, da nahm der Lärm ein Ende/ es war Zeit zur Ablösung der Wache, wir mußten nun aus Deck.

Solche Auftritte sind häufig, aber selten ernst gemeint / sie find so schnell vergessen, wie sie tarnen.

Zehntes Kapitel.

Eine Ueberraschung.

Als wir auf Deck tarnen, sahen wir die englische Küste wie einen blaß-blauen Nebel am Horizont liegen. Die Brigg lief bei der steifen Brise mit vollen Segeln und steuerte nach Süd-West. Ich war an der Reihe für das Ruder und ging nach hinten, um den dort seit sechs Uhr befindlichen Mann abzulösen. Dieser war zufällig derselbe, den ich am vorher­gehenden Abend aus dem Wasser gezogen hatte.

Ter alte Windwärts war mit dem Kapitän beim Früh­stück unb ber Zimmermann, Mr. Banharb, ging auf bem Deck hin unb her wie ein Pendel. Seine Augen waren beständig auf die Luvseite gerichtet/ er hatte eine sehr selbstbewußte strenge Amtsmiene aufgesteckt und schien ganz durchdrungen von bem Gefühl seiner Wichtigkeit.

Von meiner Stelle aus tonnte ich das ganze Schiff

übersehen, zuweilen auch noch rechts und links- auf die See blicken.

Die Brigg, obgleich unter startem Segelbruck, lief ruhig / benn ihre Maste waren perpenditulär zum Kiel gestellt, anstatt mit einer Neigung nach hinten ober nach vom. Ersteres halten Lanbraiten für günstig zur Erzielung einer schnelleren Fahrt, währenb es in Wirklichteit nur baS Steuern erschwert, unb letzteres verabscheut jeber verstänbige Seemann, weil es nur bie Neigung des Schiffes zum stampfen unb abfallen erhöht.

Von hinten längSschiffs betrachtet, sah bie Brigg sehr hübsch aus/ ihre Schwellung am Mittelschiff machte einen ebenso anmutigen Eindruck, wie ihre in angenehmem Ver­hältnis zunehmende Verjüngung nach dem Bugspriet zu. Die Raaen waren gut gestellt unb zeigten große, wohlgespannte Segel, welche sich an ben Mastspitzen gleich kleinen Wolken gegen ben Himmel abhoben. Die gleichmäßige unb schnelle Bewegung bes Schiffes wirkte wie ein Stärkungsmittel auf bie Nerven.

Hinter uns her kam ein Dreimaster mit aller Leinwand, bie er tragen konnte. Bei einem Schiffe feiner Größe konnten wir kaum hoffen, nicht überholt zu werben, ganz besonders, ba es lange nicht so tief wie wir ging, unb insofern auch noch besseren Winb hatte, als es nach leewärts von uns steuerte. Es war von Eisen, grau gemalt und hatte wahr­scheinlich Auswanberer an Borb / benn sein Vorberkastell wimmelte von Menschen. Auf unserer Steuerbordseite rauschte ein mächtiges Dampfschiff. Der ungeheuere Kiel schnitt eine tiefe Furche in das Wasser, getrieben von jener geheimnis­vollen Macht, welche der Mensch sich dienstbar gemacht hat, und die man doch nie ohne Staunen und Bewunderung betrachten kann.

Eine halbe Stunde, nachdem ich das Steuer übernommen hatte, kam jemand bie Kajüten - Treppe herauf. Die weiße Hand einer Dame hielt sich an bem Messing-Geländer. Ein Gesicht mit brünettem Teint unb rosigen Wangen, herrlichen, gedankenvollen, braunen Augen und einem Kirschen-Mündchen, kurz, Miß Luise Franklin, die Schwester des Kapitäns, meine Flamme aus Transoms Hotel, kam zum Vorschein. Ihr schwarzes Seidenkleid raschelte und die Federn auf ihrem hübschen Hut flatterten im Winde, als sie stehen blieb, um das große Auswanderer - Schiff zu betrachten, welches jetzt bis auf unsere Leeseite gelangt war.

Daß sie von London gekommen sei, um ihren Bruder nach Australien zu begleiten, dieser Gedanke war mir nicht gekommen, als ich sie in Bahport sah. Seit ich an Bord war, hatte ich nicht mehr an sie gedacht, jetzt aber freute ich mich, sie zu sehen, als wäre sie ein alter Freund von mir gewesen. Ich fühlte, daß das Bewußtsein ihrer Anwesenheit auf ber Brigg mein schweres Leben im Vorder« deck erträglicher machen würde, so, wie etwa die Musik die ermüdendste Arbeit erleidjert und die langweiligste mechanische Beschäftigung zum Vergnügen macht.

Sie mußte an die See gewöhnt sein, denn sie verließ die Treppe und machte einen Spaziergang auf dem Deck mit so sicherem Schritt, wie ein alter Seemann. Wieder und wieder ließ sie ihre schönen Augen nach bem Schiff leewärts schweifen, welches jetzt feine Wetterbrafsen nachgelassen unb mit uns benfetben Kurs eingeschlagen hatte, wenn auch schneller segelnb.

Pendel Banyard, wie ich den Zimmermann nannte, schielte nach ihr hin unb belauerte sie, um unter allen mög­lichen ungeschickten Vorwänden eine Begegnung mit ihr zu vermeiden, wenn ihre Promenade um das Deck sie in seine Nähe brachte. Sie ging von einer Seite nach ber anberen, halb war sie hier, halb ba. Sie kam mir vor wie ein Schmetterling, den der Wind auf bie See verweht, unb ber sich ein Schiff zum Spielplatz erkoren hat.

Endlich kam sie auch nach hinten und betrachtete den Kompaß. Bis jetzt hatte sie noch nicht nach mir gesehen, als sie aber im Begriff war, wegzugehen, fiel ihr Blick auf