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darauf an, sondern vielmehr auf die Frage, ob und wie lange unserem Geschlechte auf der Mutter Erde die Möglichkeit des Daseins geboten sein wird, und ob nicht Verhältnisse eintreten können, welche den Untergang des Erdballes herbeiführen oder denselben wenigstens für uns unbewohnbar machen
um die Sonne zwingt. Die Abnahme der Umlaufszeit und die Verkürzung der Entfernung der Erde von der Sonne ist zwar vorläufig für uns unmerklich, ergiebt fich aber mit zwingender Notwendigkeit aus dem ebengenannten Gesetz und muß schließlich dahin führen, daß der Erdball einmal in die Sonne hineinstürzt, was freilich erst in Milliarden von Jahren sich ereignen und uns somit gleichgültig sein kann. Daß
würden.
Es ist eine Lieblingsvorstellung phantasiebegabter Köpfe, » ***-" a:r‘7D”"’°
sich den Untergang der Erde durch den Zusammenstoß mit I solche Katastrophen im großen Weltall öfters vorkommen, einem anderen großen Weltkörper herbeigeführt zu denken, lehrt uns die Erscheinung jener Sterne, die bis bah n sehr Als solche müssen herkömmlicherweise die Kometen herhalten, I lichtschwach oder überhaupt gänzlich unsichtbar, plötzlich mit und auch für den 13. bis 14. November d. I. ist wieder ungeheurer Leuchtkraft auflodern. Es sind dies nichts anderes einmal ein verderbenbringender Zusammenstoß der Erde mit I als ferne Sonnen, in deren Glutmeer eben ein Planet fern so einem Schweifstern vorhergesagt. Grab findet. .
In früheren Zeiten, wo man über die Natur der Kometen | Lange bevor ein solches Geschick die Erde eretlen kann, noch wenig unterrichtet war, glaubte man, daß der Kopf dieser muß natürlich auf dieser durch die Hitzewirkung der näher
Himmelskörper ein aus fester Masse bestehender fester Ball rückenden Sonne alles Wasser verschwunden sein und damit
sei, dessen Zusammenprall mit der Erde allerdings alles Leben I die Möglichkeit jedes organischen Lebens aufgehört haben, auf der letzteren hätte vernichten müsien. Heute hingegen | Das gleiche Ende ist auch denkbar, wenn von dem uns zwar wissen wir, daß selbst die Köpfe der Kometen, durch welche ungeheuer groß dünkenden, tatsächlich den Erdball aber nur
das Licht der dahinter befindlichen Sterne ungehindert durch- I als eine dünne Schicht überziehenden Wasservorrat der Meere scheint, nur auS Millionen oder Milliarden kleinerer oder größerer I unausgesetzt große Quantitäten durch Risse und Spalten in Meteorsteine bestehen, welche in einer ungeheuren langge- I das Erdinnere eindringen, wo fie sich mtt aufnahmsberetten streckten Gaswolke ihre Bahn beschreiben. Schon mehr als I Elementen verbinden und dauernd verloren gehen.
einmal ist die Erde in unserem Jahrhundert durch den Kopf I Ebensogut ist auch das Umgekehrte denkbar, namltch, eines solchen Kometen htndurchgegangen, ohne den geringsten I daß die Wassermassen sich derartig vermehren, daß alles Land Schaden zu nehmen, und die Nähe des fremden Weltkörpers überschwemmt wird und alle durch Lungen atmenden Tiere bekundete sich nur durch das Auftreten ungewöhnlich reich- samt den Menschen zu Grunde gehen müssen. Die Erde wachst Hebet Sternschnuppenfälle. Alljährlich kommt nun die Erde I unaufhörlich nicht nur durch das Ntederfallen kosmischen in den Tagen des 13. und 14. November an eine Stelle, Staubes aus dem Weltenraume, sondern auch durch An- wo diese von der Bahn geschnitten wird, in welcher sich vor I ziehung von Gasen. Die Erde, welche nicht nur die langen Zeiten ein großer Komet bewegte. Noch heute läuft I Drehung um die Sonne macht, sondern auch an der dein derselben ein solcher, der aber kleinere Dimensionen hat, I deutenden Eigenbewegung der letzteren teilnimmt, kommt da sich der größte Teil der festen Bestandteile desselben nach fortwährend in neue Welträume, und da wir über die Be- Verlust des inneren Zusammenhaltes über die ganze lang- I schaffenheit der Gase dortselbst nur sehr wenig wissen, ist elliptische Bahn als Meteoritenschwärme verstreut hat, die I es sehr wohl möglich, daß sich unsere Atmosphäre mit Gasen sich mit einer Umlaufszeit von 33‘/4 Jahren um die Sonne bereichern kann, welche die Wasserbildung begünstigen und bewegen. Mit dem größten dieser Meteorhaufen, weil sie schließlich zu einer allgemeinen Ueberflutung führen müßten, scheinbar aus dem Sternbild des Löwen kommen, welche als I Der gleiche Enderfolg müßte eintreten, wenn man sich die „Leonidenschwarm" bezeichnet werden, hat sich di- Erde schon zersetzende Wirkung von Wind und Wetter, von Regen, Frost in den Novembertagen der Jahre 1833 und 1866 gekreuzt, und Hitze, welche beständig an den Gebirgen nagt und zut und am 13 und 14. November geht wiederum die Erde unausgesetzten Abschwemmung großer Erdmassen in das Meer durch den dichtesten Teil dieses Schwarmes hindurch, der so führt, über endlose Zeiträume fortgesetzt denkt. Auf diesem lang sich hinzieht, daß er über zwei Jahre braucht, um ganz I Wege müssen nämlich schließlich sämtliche Unebenheiten der über die Erdbahn wegzukomrmn. Die Vorläufer desselben doch ziemlich rauhen Erdoberfläche abgetragen werden und in§ waren schon im November 1897 und 1898 in Gestalt zahl- Meer geraten, welches dann austreten und den zu einer reicher Sternschnuppen sichtbar, und auch im Jahre 1900 Kugel oder - genauer ausgedrückt zu einem Rotations- wird das Sternschnuppenphänomen besonders reichlich fich ellipsoid von mathematisch reiner Form gewordenen Erdball aesialten. In den genannten Nächten dieses Jahres aber überschwemmen.
wird der Himmel den Anblick eines großartigen Feuerwerks Alle diese Möglichkeiten haben das eine tröstliche an sich, bieten, bei welchem Tausende von Meteoren wie ein Funken- daß fie erst in der fernste» Z/unft eintreten können, zu regen das nächtliche Dunkel des Firmamentes durchpflügen einer Zett, wo, — da das Menschengeschlecht nicht seit ewigen werden. Denkbar ist es natürlich, daß irgend einer dieser Zeiten auf der Erde war und auch nicht für die Zukunft Schleudersteine des Himmels von ungewöhnlicher Größe bis sein wird, - kein Menschcnherz mehr in Freude oder Schmerz zum Erdboden heruntcrgelangt, ohne in der beim Durchfliegen pochen wird.
der Erdatmosphäre entwickelten Hitze zu verdampfen und wenn I Ein viel näheres Ende prophezeit uns aber der enges wie es schon vorgekommen ist, das Unglück will, kann lische Chemiker und Physiker Lord Kelvin, dessen Name mit
dabei ia auch ein Mensch getötet werden oder ein Haus in den sensationellen Entdeckungen der letzten Jahre über neue
Klammen aufgehen. Schwerere Folgen wie etwa eine starke gasförmige Elemente in der Atmosphäre eng verknüpft ist,
Erschütterung der Erde durch Zusammentreffen mit einem der aber unter seinem früheren bürgerlichen Namen William
Rtesenmeteor sind nahezu ausgeschlossen. Denn die größten I Thomson besser bekannt ist als unter seinem neuen stolzen jemals zur Erde gekommenen Meteorsteinmassen, welche, Adelstitel. Nach seiner Annahme werden wir namltch nach
nebenbei gesagt, in Grönland gefunden worden sind, haben längstens vierhundert Jahren nicht mehr Sauerstoff genug
nur ein Gewicht von einigen zwanzigtausend Zentnern, und in der Welt haben, um zu atmen, da wir deme-b-n alsdann
es wären Meteorkugeln von tausendfach größerem Gewicht dank unserer Kohlenfeuerungen gänzlich zu Kohlensäure ver-
notwendig, wenn die Erde beim Zusammenprall auch nur brannt haben werden. Der Sauerstoffvorrat der Luft laßt
einen Stoß von der Stärke des leisesten Erdbebens erhalten sich, da die Zusammensetzung derselben überall fast genau
t ö I die gleiche ist, sehr genau berechnen und belauft fich auf
'Eine andere Möglichkeit ja Gewißheit des Erdunter- rund 1000 BMonen Tonnen, -in Quantum, welches zwar ganges ergiebt sich aus dem Gesetz von der Schwerkraft, auf den ersten Blick fast unerschöpflich zu fein scheut, aber doch, welches unseren Erdball wie alle anderen Planeten mit I falls der Kohlenverbrauch tn demselben Maße wie in diesem unwiderstehlicher Gewalt zu immer enger werdenden Bahnen • Jahrhundert weiter zunimmt, in der gedachten Zeit aufge-


