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m ihrer Liebe zu'Wulff Dietrich nicht glücklich sein, so lange Pia heiße Thränen um ihn vergoß.

Darum bemühte sie sich, erst die Wunde heilen zu lassen,

Augen, als das Backfischchen sich neigte und einen Blick in | Pias Antlitz erzwingen wollte. Sie sah nur die leise bebenden Hände, welche es verhüllten.

Nachher komme ich wieder!... Dies gemeine, abscheu- I liche Wetter! Gerade heute in der Stube sitzen! das taugt I am wenigsten für Dich! Na, ich bringe etwas Lustiges mit, dieFliegenden Blätter", dann lachen wir zusammen! nicht wahr? Adieu!" und die derben englischen Schuhe polterten davon und die Thüre schlug krachend hinter Com- teßchen zu. Draußen auf dem Flur wischte Fränzchen mit dem Handrücken über die Stirn und seufzte tief und schmerzlich auf.

Ich fürchte, sie liebt ihn und wird nicht von ihm lassen!" murmelte sie aufgeregt,und es lange mit anzu­sehen, daß sie weint, nein, das kann ich nicht!"

Mechanisch schritt sie den Corridor entlang, was sollte sie thun? Eine entsetzliche Unruhe quälte sie, die engen Zimmer Keuchten ihr erdrückend und erstickend. Hinaus! auf die Berge klettern! Frei aufathmen! sich austoben und abschütteln, was quält und ängstigt! ja, das muß sie. Ihr Vater scheut auch kein Regenwetter, er wird sie begleiten. Fränzchen reckte und streckte die Arme und schüttelte die Haare in den Nacken, scheu, ungeduldig und aufgeregt wie ein Füllen, welches zum erstenmal gegen Zaum und Halfter aufbäumt.

Auch sie fühlt unbekannte, seine, geheimnißvolle Fädchen, welche sie fest und fester umstricken, sie kämpft an dagegen, sie will sie zerreißen, aber sie greift tollpatschig in die leere Luft, und weiß noch nicht, wo finden und fassen! Hinaus! sie stürmt hinaus!

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Tage waren vergangen, das Wetter hatte sich wieder gebeffert, und wenn auch kein strahlender Sonnenschein wie zuvor die Welt vergoldete und die Temperatur kühl und windig blieb, so waren die Regenwolken doch verzogen und verhinderten keine Ausflüge in das Freie.

Zu Pias dankbarer Beruhigung hatten weder Onkel noch Tante eine Silbe von ihren Beziehungen zu Wulff- Dietrich und mit der unglückseligen Aussprache mit ihm

ehe sie als Rivalin auftrat.

Daß Fränzchen oft mit allen Gedanken be: dem Detter weilte, daß sie seiner im Geheimen voll glühender Sehnsucht gedachte, war zwar zweifellos.

Oft, wenn Pia überraschend in das Zimmer trat, ver­stummte jählings eine sehr lebhafte Unterhaltung, bei welcher manchmal noch der Name des Geliebten zu ihr herüberklang.

Eine tiefe Betroffenheit malte sich zumeist auf den Gesichtern und die Blicke forschten beinah ängstlich, ob Pra wohl den Sinn der Reden erfaßt haben könne.

Der Graf schien besonders lebhaft von dem Töchterchen bearbeitet" zu werden, und ihren Wünschen einen wohl gerechtfertigten Widerstand entgegenzusetzen.

Wenn Wulff. Dietrich auch nicht allzu nah mit der Kleinen verwandt war, so mußte doch eine Heirath zwischen ihnen mir Besorgniß erfüllen, da sich bei der Familie so I wie so schon die ersten Spuren zur Degeneration zngten. Aber was half das Grübeln? die Nothwendrgkeit stand als zwingende Macht hinter ihnen, denn so, wie die Statuten der Erbfolge abgefaßt waren, mußten die Nredecks eme Frau mit sechzehn Ahnen heimführen, oder der ganze Grund- I besitz fiel der Krone zu.

Daß unter solchen Umständen nicht darauf zu rechnen war, des Landesherrn Macht und Gnade möge jene be­deutungsschwere Clausel ändern, war klar. Wo aber sollte Wulff - Dietrich unter den Töchtern des kleinen Ländchens die vorschriftsmäßige Gattin finden, da Pia, die einzig vassende, voll kindischen Trotzes jede Möglichkeit abgeschnitten hatte? - Nun waren die Niedecks auf sich selber angewiesen, und wenn Graf Willibald sich zuerst noch sträubte, den Sohn lewes Todfeindes als Eidam in die Arme zu schließen, so mußte es ihm unter obwaltenden Verhältnissen dennoch rur Pflicht werden, den gefährdeten Familienbesitz zu er­halten, auch konnte ihm der Gedanke, sein einziges Kmd als Herrin Alles dessen, was ihm bisher zu eigen gewesen, nur hoch erfreulich sein. Ob also früher oder spater Fränzchen wird .siegen und die glücklelige Gemahlin oes | geliebten Vetters werden.

(Fortsetzung folgt.)

erwähnt.

Daß sie zu ihrer großen Freude den Vetter in ihm gefunden, bekannten sie indessen oft und gern, wenngleich die ganze Familie bemüht schien, die Erinnerung an ihn nicht allzu frisch zu erhalten.

Man setzte die Reise fort, unb Fränzchen war ehrlich genug, der Cousine gegenüber die Hoffnung auszusprechen, daß eine andere Umgebung und neue Eindrücke ihr über den Aßmannshäuser Aerger" hinweghelfen würden.

Mit schmerzlichem Lächeln beobachtete Pia, wie man voll rührender Güte Alles aufbot, um sie zu zerstreuen und zu amüsiren! Fränzchen überhäufte sie mit den erdenklichsten Aufmerksamkeiten, und wenn ihre Zärtlichkeiten sich zumeist auch in ein etwas derbes Gewand hüllten und der Rüpel­haftigkeit nicht ganz entbehrten, so kamen sie doch aus treuem und liebevollstem Herzen, das bewies der Ausdruck der dunklen Augen, in welchen Pia oft noch eine flehende Angst entdeckte, welche ihnen sonst fremd gew^en. Voll ausgelaffenster Laune und Heiterkeit suchte das Backfischchen die heitSice Stimmung zurück zu zaubern, welche vordem tn dem kleinen Kreise geherrscht hatte, und wenn es ihr gelang, um Pias ernste Lippen ein Lächeln zu locken, oder das bleiche Antlitz durch einen besonderstollen Wi,tz M röthen, dann strahlten ihre Augen vor Wonne und rhr Blick flog voll seligen Triumphes zu der Mutter hinüber, als wollte sie sagen:Siehst Du? ich zwinge es doch!"

Pia bemerkt, diese Anstrengung wohl, und sie wußte blutenden Herzens auch, aus welchem Grunde sie gemacht wurden. Es widerstrebte Fränzchens ehrlich gradem Smn, aus dem Unglück der Freundin Nutzen zu ziehen. Sie wollte

GEsinnüizigeS.

Avfelesser haben selten an Magenbeschwerden zu leiden. Es wird als ganz besonders gesundheitsfördernd empfohlen, Abends vor dem Schlafengehen einen Apfel zu essen. Für Leute aufqereqten Gemüthes wird er als das beste Diatieum bezeichnet: seines relativ großen Phosphorgehaltes wegen nährt er das Gehirn und regt außerdem auch die Leber an, was gerade solchen Personen besonders heilsam ist.

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Haltbare«, glänzenven schwarzen La« für eiserne Oeten stellt man her, indem man ein Kilogramm Holztheer bis beinahe zum Sieden erhitzt, Pfund pulverisirtes Eisen­vitriol zusüqt. Der obere zu lacktrende Theil des Ofens wird erwärmt und der heiße Lack mittelst eines Pinsels aust getragen. Durch die Wärme des Ofens trocknet er rasch ein und erscheint als sester, glänzender Ueberzug.

Um Holzgesütze haltbar zn machen und vor dem Endringen von Flüssigkeiten in die Holzporen und der damit verbundenen Zerstörung des Holzes zu schützen, hat sich, rote uns ein Leser mittheilt, ein Harzfirniß bewährt, der aus I i Kilogramm Schellack, 125 Gramm Colophonium,

[ 125 Gramm venetianischem Terpentin und 6 Litern Spiritus | besteht. Die Harze werden zusammengeschmolzen und die