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Gemeinnützige».
Jetzt ist es Zeit, Leimringe an die Obstbäume zu legen. Die bösesten Feinde unseres Obstes, die Weibchen des Frostspanners, beginnen bald ihre winzigen Schlupfwinkel in der Erde zu verlassen und an den Obstbäumen empor zu klettern, wo sie ihre Eier an der Rinde der Bäume ablegen. Da dürfte für den Obstzüchter eine Anweisung über das Anbringen solcher Leimgürtel am Platze sein, die, erläutert durch pracnsche Abbildungen, Freiherr von Schilling in der neuesten Nummer des „Praktischen Rathgebers im Obst- und Gartenbau" veröffentlicht. Die Nummer wird auf Wunsch gern kostenlos von dem Geschäftsamt des „Praktischen Rathgebers in Frankfurt a. O. zugeschickt.
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Nahrungsbedarf eines Huhnes. Soll die Geflügelzucht rentabel sein, so ist eine richtige Gewichtsmenge in der Futrerzutheilung nicht ohne Belang. Richtig ist diese Futter- zutheilung aber nur dann, wenn erstens das Huhn seine vollständige Sättigung dadurch erreicht und zweitens die Menge die nöihigen Bestandtheile erhält, um neben der Erhaltung des Körpers noch so viel abgeben zu können, daß die Eier- production gefördert wird. So bedarf ein gesundes, wohl- ernäirt s Huhn als tägliches Erhaltungsfutter 85 Gramm Trockensubstanz, z. B. t00 Gramm Gerste- hierzu käme noch als Productionsfutter ca. 45 Gramm Gerste, insgesammt also 145 Gramm oder an Weizen 130 Gramm. Bekanntlich reicht aber eine reine Körnerfütterung zur Erhaltung des Huhnes nicht aus, weil dasselbe dadurch einen nicht zu verwendenden Ueberschuß an Stärkemehl erhält. Es muß daher ein Ausgleich geschaffen werden, welcher am besten durch Reickung sogenannten Weichsutters: etwa ein Gemenge aus gekochten Kartoffeln und Roggenkleie, erreicht wird. Für sieben Hühner genügt so z. B. ein Quantum von 500 Gr. Gerste als Körnerfutter, 500 Gramm Kartoffeln und 250 Gr. Roggenkteie als Weichfutter. Hierzu kommt die nöthige Beigabe von Grünfutter, wie: Gras, Salat, Kohl rc. und genügend Kalk zur Eierproduction.
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Firniß zum Poliren der Möbel. Man mische Leinöl und guten Weingeist in einer Flasche zu gleichen Quan- titären untereinander und verkorke und schüttle die Flasche. Vor der Benutzung schüttle man, wie der „Practische Wegweiser", Würzburg, schreibt, die Mischung nochmals gut durcheinander und reibe die Möbel mit derselben nach dem Striche des Holzes vermittelst eines reinen wollenen Lappens und reibt nochmals nach, bis der behandelte Gegenstand in vollständigem Glanze erscheint. *
Wass-rkaraffeu leicht und schnell zu reinigen. N chts verleidet den Genuß eines frischen Glases Wasser mehr als trübe Karaffen. Um diese immer blitzblank zu haben, braucht man die Karaffen täglich nur mit zerdrückten rohen Eierschalen, denen man, zeigt die Karaffe schon einen leichten trüben Ansatz, etwas Salz zusetzt, tüchtig zu spülen. Ist die Trübung schon stärker, so zerschneidet man einige rohe Kartoffeln in feine Stückchen, füllt sie in die zu reinigende Flasche, gießt etwas Bra ntwein darauf und läßt dies einige Stunden darin stehen. Bei ganz trüben Flaschen aber, wo auch dies sonst probate Mittel nicht hilft, kann nur Salzsäure (Gist!) die Trübung vertreiben, welche bei gutem Schütteln den Ansatz rasch löst. Vor dem Gebrauch ist mehrmaliges gutes Nachspülen mit klarem Wasser ja nicht zu vergeffen.
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Ersatz der Mandeln durch Haselnüsse. Der Preis der Mandeln ist ein bedeutend höherer als der der Haselnüsse, so daß ein Ersatz der ersteren durch letztere, wenn möglich,
wohl lohnen dürfte. Durch Behandlung der Haselnußkerne mit einigen Tropfen Bittermandelöl gelingt es, wie der „Practische Wegweiser", Würzburg, schreibt, diesen völlig den Geschmack der Mandeln zu geben, so daß sie in vielen Speisen, wo nicht weiße geschälte Mandeln zur Verwendung gelangen sollen, letztere sehr gut vertreten können. Der ausgedehnte Anbau von Haselnüssen ist auch aus diesem Grunde zu empfehlen.
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Falscher Hase. Das abgetrennte Fleisch eines Hasen wird mit einem Pfund Kalb- oder Schweinefleisch und einem halben Pfund Speck fein gewiegt, mit vier Eiern, zwei aufgeweichten und wieder ausgedrückten und zwei geriebenen Semmeln, drei geriebenen Zwiebeln, einer Prise Pfeffer, ein wenig geriebener Muskatnuß, einem Tassenkopf voll saurer Sahne und dem nöthigen Salz vermengt. Nachdem man die Masse gut verührt hat, legt man die Mitte einer Bratpfanne mit recht dünn geschnittenen Speckscheiben aus, formt von der Fleischmasse ein längliches Brod mit Hilfe zweier in Wasser getauchter Holzlöffel, besteckt es oben mit kurzen, dicken Fettstreisen, schiebt es mit wenig Butter in den Ofen und brät es eine Stunde. Besser ist, wenn man die Knochen des Hasen vorher mit wenig Wasser auskocht und anstatt des Wassers diese Fleischbrühe zum Braten gießt. Eine Viertelstunde vor dem Anrichten giebt man etwas saure Sahne au den Braten und wenig mit Wasser verrührtes Weizenmehl. Dieser Braten schmeckt besonders kalt vorzüglich.
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Weintrauben Gelee. Völlig reife, recht süße, weiße Weintrauben werden abgebeert, die Beeren ausgepreßt, der Saft durch ein Leincntuch fiitrirt. Den filtrirten Säst setzt man mit einem Zuckerzusatze von 300 Gramm per Liter zum Feuer und kocht ihn unter gutem Ausschäumen bis zur Geleeprobe ein. Die Geleeprobe ist dann gelungen, wenn einige Tropfen des eingekochten Saftes sich von einem kalten Teller abheben lassen, ohne Rückstände zu hinterlassen.
Humoristische».
Falsch verstanden. Professor: „Herr Candidat, Ihre Antworten sind nicht schlecht, aber etwas unsicher." — Student: „Mein Ehrenwort, Herr Professor, ich habe heute noch nichts getrunken."
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Schlechtes Gewissen. Köchin (die von ihrer Herrschaft zum Geburtstag blaue Strümpfe bekommen): „Hm — sollte die Gnädige es am Ende bemerkt haben, daß ich neulich meinem Schatz ein Gedicht machte?!"
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Schwierig. „. . . Ach, Herr Baron, wir dürfen Sie also endlich auch als jungen Ehemann begrüßen?! — „Allerdings, war aber auch sehr schwierig, bessere Halste zu finden!"
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Bestechungsversuch. Richter: „Hat Sie der Angeklagte nicht zu bestechen versucht, als Sie ihn verhaften sollten?" — Zeuge (Schutzmann): „Jawohl, er hat aus meine Schwiegermutter geschimpft!"
Naturphänomen. „Die Menschen werfen doch e den gleichen Schatten." — „Erlauben Sie, ich kannte einen Studenten, der hatte Schuster und Schneider als Schatten
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Aus der Töchterschule. Wie heißt also die leidende Form von „ich liebe" ? — (Keine Antwort). — Nun, Johanna, ich werde . . . „Ich werde . . . nicht geliebt!"
Redaction; 8L Scheydg. — Druck und Verlag drr Brühl'schen Umverfitüts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in <Mtn.


