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Redaction: 81. Scheyda. — Druck und Beklag der Brühl'schen Uni«srstkStS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in ÄietzeN-
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Glücklicherweise. Sonntagsjäger (zu einem Waldbauer): „Gibt'» in dem Revier viele Wildschweine?" — Waldbauer (den Sonntagsjäger mit einem verächtlichen Blick von oben bis unten messend); „Zum Glück für Sie keine."
man 300 Gramm Semmel und röstet diese in etwas Butter und Zucker kroß. Eine ausgestrichene Form wird schichtweise mit Brodkrummen und Apfelscheiben gefüllt, wobei Semmel die erste und letzte Schicht bilden muß. Die Oberfläche wird mit 10 Löffel dicker saurer Sahne, die man mit 2 Eiern, etwas Vanille und Zucker verquirlt hat, übersüllt und die Speise 45 Minuten gebacken.
Semmelgeräusch. (Thüringer Küche.) Man schneidet vier große altbackene Semmel in Stücke, nachdem man zuvor die Rinde abgerieben hat, weicht sie in Milch einige Stunden, verrührt die feingeriebene Masse mit vier Eiern, etwas Salz, einer Prise Muskatnuß, drei Löffel Zucker und wenig Citronen- schale und füllt sie in eine große butterbestrichene Bratpfanne, in der man sie im Ofen eine Stunde bäckt. Man schneidet den Semmelkuchen in Stücke, häuft sie pyramidenförmig an, bestreut sie mit Zucker und gibt gedünstete» getrocknetes Obst nebenher. — Die abgeriebene Rinde benutzt man zum Ueberkrusten von Coteletten, Frikadellen rc.
„Beileibe ein wirk«
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nicht, der Mann ist mir unheimlich, er hat neulich liche» Rebhuhn geschossen."
Damp 1. Lei sich he
AufUmwegen. „Grüß Gott, Vaterlel
Nie verlegen! Jäger: „Da behaupten Sie immer, Ihre alte Flinte wäre schief, und jetzt, da Sie eine neue haben, treffen Sie wieder nichts." — Sonntagsjäger: „Ja, nun laufen die Hafen aber schief."
weil so rüstig? Ich hab' ja gehört, Ihr wär't Heuer 90 Jahr' alt geworden — und Urgroßvater dazu. Gratuliere! Wenn man nur auch wüßte, was Euch so alt und so rüstig gemacht hat!" — „'s Gamsflsisch, gnä' Frau! — „Oho! Das ist wohl wieder einer von Euren schlechten Späßen?" — „O na, gnä' Frau! . . . Wissen S', um'» Gamsflsisch muß ma halt sakrisch Bergkraxln!"
Unter Sonntagsjägern. „Warum gehen Sie mit dem Secretär nicht mehr auf die Jagd?"
Beim Abschied. „ . . . Und bleibst Du mir auch treu, Alma, bis ich wiederkehre?" — „Bis in den Tod!" — „Wenn aber ein Anderer um Dich anhält?" — „Dann — trennt uns das Schicksal!"
Hollrrnderbe-rgel-e. Der gewöhnliche färofttge Hollunder gibt für ärmere und namentlich für kränkliche Leute ein fehr gesundes und haltbare» Gelee, wenn man die reifen Beeren mit der nöthigen Umsicht einkocht. Zunächst werden die abgepflückten Beeren gewaschen. Nimmt man Zucker hinzu, so kocht oder läutert man ihn solange mit Wasser, bis er keinen Schaum mehr gibt und schüttet dann die Beeren hinein. Je nachdem man da» Gelee süß haben will, nimmt man zu den Beeren die Hälfte bi» gleiche Masse Hutzucker. Gebraucht man keinen Zucker, so nimmt man zu 1 Liter Beeren V< Liter Wasser und setzt alles in einer großen Mesfingpfanne auf das Feuer. Bis zum Kochen der Beeren kann das Feuer ein lebhaftes fein, später muß man es mäßigen. Der während des Kochens sich bildende Schaum wirb mit einem Löffel abgeschöpst; währenddes Kochens wird öfters umgerührt, damit die Masse nicht anbrennt. Nach 2V2 bis 3 Stunden ist das Gelee fertig. Zur Probe werden einige Tropfen auf einen Teller geschüttet. Sobald diese die Geleebildung erkennen lassen, wird da» Kochen beendet. Das Gelee läßt man hierauf erkalten und füllt es dann in Gläser oder Töpfe, in denen er sich, mit in Branntwein getränktem Löschpapier überdeckt und gut verbunden, jahrelang hält.
Sauerbraten. Ein dickes Schwanzstück von l‘/2 bis 2 Killo wird tüchtig geklopft und in eine tiefe Schüssel gelegt. Darüber gießt man soviel (nicht zu scharfen) Essig, daß das Fleisch ganz überdeckt ist, und gibt eine große in Stücke zertheilte Zwiebel, 1 bis 2 Lorbeerblätter, Citronen- scheiben, Nelken, Gewürzkörner und etwa» Wurzelwerk dazu. Nun stellt man die Schüssel mit dem Fleisch offen, nur mit einer Drahtglocke bedeckt, 3 bi» 4 Tage in den Keller, wobei man dasselbe hin und wieder einmal umwendet. Vor der Zubereitung trocknet man da» Fleisch ab, salzt es gut ein und bestreicht es ein wenig mit Pfeffer, läßt in der Pfanne Butter heiß werden und brät das Fleisch mit zwei Stückchen Zucker und der Zwiebel auf beiden Seiten recht schön gelb; dann wird dasselbe herausgenommen und in der Butter drei bis 4 Kochlöffel voll Mehl recht schön dunkel geröstet, etwa« Essig, in welchem das Fleisch gebeizt war, abgelöscht, Wasser dazu, das Fleisch hinein und zugedeckt, IV- bi» 2 Stunden kochen lassen. Sämmtliche Zuthaten, welche in der Beize waren, werden mit dem Fleisch mitgekocht; ein Stückchen Lebkuchen der Sauce beigegeben, macht diese vortrefflich. Semmelklöße, Maccaroni oder Spätzli sind al« Beigabe sehr zu empfehlen. * ,
Rinder-Coteletts auf Wiener Art. Aus einem Rippenstück werden 3 bi« 4 zwei Finger dicke Scheiben geschnitten und, nachdem der Knochen ausgelöst ist, mit der flachen Seite des Hackmessers breitgeklopft. In Mehl gewälzt, mit Pfeffer und Salz bestreut, brät man sie in einer Eierkuchenpfanne mit Butter schnell auf beiden Seiten braun, legt sie in einen breiten Topf nebeneinander und füllt so viel mit Liebigs Fleisch-Extract hergestellte Brühe darüber, daß sie von dieser bedeckt find. Weiter gibt man einige geschnittene Zwiebeln, Wurzelwerk nebst einem Petersilienbündel hinzu, schließt den Topf und läßt die Cotelett« langsam dämpfen. Sobald sie weich sind, nimmt man sie au« dem Fond, entfettet denselben und verkocht ihn mit Mehl, einem Glase Weißwein, einigen Löffeln voll Capern und */< Liter saurer Sahne zu einer seimigen Sauce, mit der die in Scheiben tranchirten Coteletts, von einem Kranze gebratener Kartoffeln umgeben, angerichtet werden. *
Schweizer Apfelspeise. 25 Aepfel werden zu dünnen Scheiben geschnitten und mit Zucker, Ciironensaft und einigen Löffel Kirschwaffer mariniert. Inzwischen reibt
Mittel zum Zweck. Herr (zu einer Dame, die ein Bouquet Maiglöckchen in der Hand trägt): „Mein Fräulein, gestatten Sie, daß ich Sie begleite! ... Ich - ich - rieche so gern Maiglöckchen!"
Auch ein Grund. «... Wie, Fräulein Hedwig, Sie haben Italien besucht und waren nicht in Rom?" — „Nein I An der Stelle waren im Bädeker gerade mehrere Seiten herausgeriffen!"
Aus dem Gerichtssaal. Untersuchungsrichter: „. . . Machen Sie nicht solche Ausflüchte! Bekennen Sie sich doch einfach schuldig!" — Angeklagte: „Nun ja! So einem hübschen jungen Herrn, wie Sie, kann man ja nichts abschlagen!"


