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VermEehtes
Genreinnütziger
„Haha, mir hat ste nie gefallen. Ich lernte ste einst I auf einen Eimer kalte» Wasser, läßt da» vollkommen sauber kennen — doch btt» gehört nicht hierher; genug, ste hat sehr I gewaschene und gut gespülte Zeug darin stehen und spült es unglücklich mit ihrem Manne gelebt und genießt nun nach I dann in klarem Wasser nochmal» nach. Die Wäsche bleibt seinem Tode auf eine Weise da» Leben, daß ste wohl noch t oder wird bei diesem Verfahren auch ohne Luftbleiche oder vor ihrem Ableben mit den geerbten Reichthümern fertig sein I Lufttrocknung blendend weiß.
wird." I * * *
„Sie fragte mich unendlich au» über Dich, unser Leben, I Beim Waschen von Waschkleidern mit steisem über Mama und deren Mädchennamen —" | Stehkragen begegnet man stet» der Unannehmlichkeit, daß
„Und was sagtest Du auf diese Fragen?" forschte zur i die eingelegte Steifleinwand oder Gaze weich wird und zu- Stetten, welchem die Stirnaber bebenklich schwoll. I sammenschrumpft, so daß man genöthigt ist, den Stehkragen
„Ich wußte den Namen nicht, Papa," gab ste erstaunt I zu erneuern. Diesem Uebelstande beugt man dadurch am zurück, „Du hast ihn mir nie gesagt." I Besten vor, daß man den Kragen mit großen Heftstichen
„Es ist gut, Nora," brach er ab, „lege Deine Sachen j mehrere Male durchnäht, so daß sich die Einlage nicht ver- ab und komm' zum Essen. Der Theaterbote hat auch einen I schieben kann. Der Kragen bleibt dann glatt und die Heft- Brief für Dich gebracht." (Fortsetzung folgt.) I fäden werden nach dem Plätten herausgezogen.
«ebectien: X. Ech-yba. — Druck utib «erlag der Brühl'schm UaiverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in 0i4«.
Neber die Behandlung der Wäsche. Die Rei- Woher stammt das Wort Blouse Diese nigung des Weißzeugs erfordert Sorgfalt und macht viel i unsere Damenwelt interessirende Frage wird von Etymologen Mühe; ob ste mit oder ohne Anwendung von Maschinen vor dahin beantwortet: Die Umgegend der Stadt Pelusium in stch geht, ob die Sachen ein- oder zweimal gekocht werden I Unteregypten gehörte zu denjenigen Landstrichen, in welchen oder nicht, stet» muß die Wäsche gerieben werden, sonst wird der Anbau von Indigo und die Herstellung der damit blau- ste nicht recht sauber. Das bestätigen die meisten Haus- I gefärbten Gewänder einen Hauptgegenstand der Industrie flauen. Die ganze Wäsche aus dem Haus zu geben, dazu ! bildete. Als im Mittelalter die Kreuzfahrer die egyptlfche kann sich nicht jede verstehen, nicht allein des Kostenpunktes Küste berührten, erstanden sie bet ihrer Landung im Hafen halber, denn der Unterschied mag wohl so groß nicht sein, I von Pelusium, in der Nähe des heutigen Port Said, jene wohl aber weil man die Anwendung , scharfer Mittel von I blauen Gewänder, welche ste über ihre Rüstung warfen. Seiten der Wäscherinnen fürchtet. Chlor ist dasjenige, wo- Man nannte ste „Pelusia", nach dem Namen des Or es, mit heutzutage die Weißzeuge verdorben werden. Will man I und der hat stch bis auf oie heutigen Tage in dem wohlbe« es durchaus gebrauchen, so kaufe man es filtrirl in den I kannten französischen Worte „blouse“ fortgepflanzt. Drogenhandlungen oder stelle es selbst auf die folgende Art I ,, „ . £ ,
her. Man löst für 10 Pfg. Chlorkalk in einem Liter heißen I Echt sächsisch. Dienstmädchen: „Ist kem Brief da Wassers gut auf, so, daß stch, wenn die Flüsstgkeit länger I für Herrn Wedemann?^- Postbeamter (Sachse): „Erlauben gestanden hat, kein Bodensatz mehr bildet. Dann filtrirt man Se 'mal, mein kuteste» Thierchen, sind Sie Herr Wedemann? die Flüsstgkeit oder seiht sie durch ein lochfreies Läppchen, - Dienstmädchen: „Ach nee I" - Postbeamter: „Nu, üben, füllt sie in eine Flasche, die man, gut verkorkt, an einem I da missen Se eene Audorisation von Herrn Wedemann bringen ganz dunklen Orte ausbewahrt. Ist die Wäsche soweit fertig, - eija!« - (Eine halbe Stunde später) - Dienstmädchen: daß es nur des Abspülens bedarf, so gibt man 2 Eßlöffel I „Hier ist die Ordre von Herrn Wedemann!' — Postbeamter voll Chlorwasser in ein mit Wasser gefülltes mittelgroßes (dasSchriftstück übersehend): „Sähn Se, Schätzchen, nu sind Kübel oder Faß, bringt die Wäsche hinein und läßt sie mehrere wir in Ordnung.« - Dienstmädchen: „Darf ich nun um Stunden stehen. Auch für das Kochen der Wäsche können I den Brief bitten?« - Postbeamter: „Eija - gewiß, gewiß wir un» nicht begeistern, denn es will uns nicht einleuchten, liebes Kind, mit Vergniechen, aber es dhut mir leid, es ,st daß den Leinen- wie auch den Baumwollfäden das Kochen I Sie augenblicklich keener da - nu äben!" zuträglich sein könnte. Wir wollen aber nicht bestreiten, daß * • *
darüber die Ansichten getheilt sind. Nach unfern Erfahrungen I Große» Glück. „Ich hatte heute großes Glück. — ist folgende Art zu waschen sehr empfehlenswerth: Die zu „In wiefern denn?" — „Ich ging zum Wettrennen und
reinigenden Sachen werden möglichst glatt gefaltet und dicht hatte all' mein Geld zu Hause in meinen anderen Bein-
zusammen in das Waschfaß gelegt. Die seinen Zeuge kommen ! kleid er n!" natürlich nach oben hin zu liegen. Nun quirlt man auf I * ,
einen ziemlich großen Eimer Wasser ll2 Pfund Schmierseife, Darum. Herr: „Na, Fritzchen, bei Euch ist \a heute gibt 2 Eßlöffel Salmiakgeist und 1 Eßlöffel Terpentinöl hinein Kindtaufe und Du machst gar kein vergnügtes Gesicht.« - und schüttet das Ganze möglichst warm mit einem kleinern | Fritzchen: „Ach was, das kommt bei un» öfter« Gefäß über da» Weißzeug, so daß die» von allen Seiten «vor!« recht durchnäßt wird. Auf gleiche Weise verfahre man mit | •
einem zweiten und dritten Eimer Wasser, je nach Bedarf, I Zuvorkommend. Durchgebranntrr Kasstrer (durch und spare dabei weder an Seife, noch an anderen Zuthaten. I Postkarte an seine Braut): „Theure Josephine, sei gefaßt, In dieser Lauge nun läßt man die Wäsche bis zum andern I ich bin es bereits seit heute Vormittag 10V2 Uhr. Dem Tage stehen; man kann sie alsdann kalt waschen oder etwas I Franz.« heißes Wasser hinzugießen. Man wird finden, daß der Schmutz I * * * , ,
sich jetzt leicht von den Sachen beseitigen läßt. Zur zweiten I Verkannte Versenkung. Bäuerin (als ein Schau« Lauge bedarf es nur wenig Seife. D. H. I fpieler in der Versenkung verschwindet): „Da, wo is der
• e • I hin?" — Bauer: „Dumme Frag'! Der hat Durst 'kriegt!
Ein ganz vorzügliches Bkeichwafser, welches die I In den Keller 'nunter!"
Wäsche durchaus nicht angreift, ist folgendes: Für 20 Pfg. I * • * <
Chlor und für 20 Pfg. Glaubersalz, dazu sechs Liter kochen» I An den Niagara-Fällen. Fremder: „Es ist doch des Regenwaffer. Man lasse die Mischung einige Tage stehen-I eigentlich jammerschade, daß das Wasser hier so zwecklos Hierauf wird das nunmehr fertige Bletchwaffer in Flaschen i verrinnt!" — Hotelier: „Sie sind wohl Electriker? — gefüllt. Beim Gebrauch rechnet man eine große Taffe davon 1 Fremder: „Nee — Milchmann !"


