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Wie nutze ich das Gemüseland am besten aus? - Durch Zwischenkulturen. Setzen wir auf ein vier Fuß breites , Beet z. B- drei Reihen Sellerie, so kommt dieser in IV2 Fuß Ouadrat zu stehen. Hier können wir nun in den Rechen noch Salat, mitten in jedes Quadrat aber Winterrettig pflanzen, beide können wir vor September abernten, dann kommt sm den Sellerie erst die Hauptvegetationszeit. So vertragen sich alle Kohlarten mit Sommerrettigen, Kohlrabi mit Satar, Porree ebenfalls, stets also eine Frühgsmüseart mit einer spater zu erntenden zusammen. Für die späten Ernten säen «ar letzt noch einmal Frühgemüse, damit wir unsere eigentlichen Winter- gemüse auch für den Winter behalten! Hier sind die Treib- kohlrabie Kitzinger und Wiener Wirsing, Buchsbaumerbsen, Treibradies und schnell wachsende Kopfsalatsortenzu wählen.

Kranke Topfpflanzen. Man siede die Früchte der unedlen Roßkastanie, schütte den erkalteten Abguß in die Töpfe, und sämmtliche Würmer werden, sich heftig krümmend, an die Oberpfläche kommen und verenden. Den Topfpflanzen schadet die Flüssigkeit keineswegs. *

Künstlicher Gummi* refp. Kautschuk. Das Problem, künstlichen Gummi, bezw. Kautschuk herzustellen, soll nunmehr in der einfachsten Weise gelöst worden sein. Ein amerikanischer Maler soll ganz zufällig, als er sich damit be­schäftigte, aus Baumwollensamenöl Firniß für Oelgemälde her­zustellen, ein Product erhalten haben, welches nicht als ein Surrogat für Gummi, sondern als ein wirklicher Gummi be­trachtet werden kann. Proben, welche der Erfinder einer großen Gummifabrik zu Boston vorlegte, konnten selbst von Fachleuten in keiner Weise von Naturgummi unterschieden werden; dabei ist die Umwandlung so einsach, daß der Er­finder es vorzog, kein Patent nachzusuchen, sondern die Sache als Geheimniß zu betrachten und mit Hülfe einiger Arbeiter den nach seiner Aussage höchst einfachen Prozeß bet Um. Wandlung des Oels in Gummi vorzunehmen. Bewährt sich die Nachricht, so wäre hiermit eine Unabhängigkeit der Gummi­industrie von dem immer seltener und theurer werdenden Roh­material, welches aus dem Gummibaume gewonnen wird, ge­schaffen, die sich bald in einer bedeutenden Preisermäßigung der Gummiwaaren geltend machen* würde-

Jmprägnirte Staubtücher. Die bisherigen Staub- tücher, aus Leinwand oder Baumwolle angeferttgt, sind in Wirklichkeit unpraetisch, denn sie zerstören, namentlich im feuchten Zustande benutzt, die auf den Möbeln aufgetragenen Lackanstriche, Polituren u. s. w. Herr Schruef hat jetzt ein Patent erhalten auf eine neue Art Staubtücher, deren allgemeine Benutzung nicht nur in hygienischer, sondern auch in ökonomischer Hinsicht große Vortheile bietet. Diese neuen Staubtücher, welche mit verschiedenen harzigen Chemikalien imprägnirt sind, nehmen jeden Staub so vollkommen in sich auf, daß die damit gereinig­ten Gegenstände ein überraschend frisches und reines Aussehen erhalten. Bei der Reinigung der Möbel, Bilder, Fußböden sind die neuen Staubtücher bestens verwendbar, da bei ersteren selbst die feinsten Polituren nicht beschädigt werden.

Kohlsuppe. Eins derjenigen Gerichte, welches dort, wo französisch gekocht wird, in kleineren Haushaltungen häufig, in feineren Küchen bei besonderen Gelegenheiten servirt wird. Dasselbe ist einfach und billig herzustellen, sehr wohlschmeckend und somit nach jeder Richtung hin empfehlenswerth. Ein klein geschnittener Kohlkopf wird mit einigen Carotten, Rübchen, einer Zwiebel, dem erforderlichen Salz, sowie mit Pfefferkörnern in Wasser während zweier Stunden tüchtig gekocht. Diese Suppe wird selbst den verwöhntesten Gaumen befriedigen.

Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

Getragene schwarze Herreukletder so zu reinigen, daß sie wieder wie neu aussehen. Um getragenen schwarzen Herrentuchkleidern und Filzhüten ihre ursprüngliche Farbe wieder« zugeben, bürstet man dieselben mit einer Abkochung von Tabak, der durchgeschlagen und abgekühlt sein muß. Man trocknet die Kleider an der Luft. Zu diesem Verfahren kann man auch Cigarrenabschnitte verwenden und genügt auf */2 Liter Wasser 1/4 Liter solcher Abfälle.

Verzeihlicher Jrrthum. Fremder (der das Zucht- Haus besichtigen will, zum Droschkenkutscher):Sie können mich später wieder abholen, hören Sie!" ,.Ja, wie lang haben Sie denn?" * ,

Zur neuen Mode. Frau A.:Aber Else, Du bist ja hochmodern! Dein Mapn ist recht nobel Drr gegenüber geworden." - Frau B.:Ach nein, im Gegentheil, deßhalb trage ich eben jetzt die Mädchenkleider von meiner Groß­mama ab. * e

Auch ein Trost. Im Casino feierte man das sieb- zigste Geburtsfest des Präsidenten. Es ist schon außerordentlich spät, als man noch Herrn Flackert aufforderte, einen ^oast auszubringen. Lange sträubt er sich endlich beginnt er. Meine Herren! Ich bin kein Redner! Entschuldigen Sie also, wenn ich einen Unsinn daherred' aber es kommt von Herzen: Unser Herr Präsident er lebe hoch!

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Anspruchslos. Fabrikleiter:Bedauere, Ihnen keine Beschäftigung geben zu können wir haben gegenwärtig selbst sehr wenig zu thun!" - Stellesuchender:Wenn's nur a' Bifferl war wär' viel Arbeit will i gar net.

Relativ richtig. Gast (dem ein sehr schlechtes Effen vorgesetzt wird):Aber bei dem Effen vergeht Einem ja aller Appetit!" Wirth:Was wollen Sie denn mehr?

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Aus einer Vertheidigungs-Rede. ,,. . . Meine Herren, ich bitte Sie, dem Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen; bedenken Sie, er ist schon hart genug.bestraft ge- wesen, daß er mitten im Winter eine Sommerhose erwischt hat!" .

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Bildung!Jetzt hab i heut mei' neue Wichs anzogn, mein' Cylinder aufg'setzt, mei' goldane Kett'n anthoan - und jetzt soll mir Datier sag'n, i roaar koa geduldeter Mensch!

Ein rücksichtsvolles*Kind. Der kleine Hans ist unartig gewesen, die Mutter will ihn züchtigen.Aber Mama,

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Umschrieben.Wer ist denn die Dame, die Sie so eigenthümlich fixirt?" -Das wäre nahezu mal die Schwieger mutter meines zukünftigen Tochtermannes geworden. ,,Wte soll ich das verstehen?" -Ich war nämlich mal mit ihr verlobt." e e

Die gute Idee. A.:Unser Doctor hat jüngst eine ausgezeichnete Idee gehabt, die ihm eine Million eingebrach hat!" - B.:Nicht möglich! Was für eine denn?" -Er heirathete eine Millionärin!" __!