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gegeben hab'. Mein Mann lebt. Wie immer sein Zustand sein mag, ist es meine Pflicht und nicht bte einer Fremden, ihn zu pflegen, für ihn zu sorgen und über ihn zu wachen." Und ein entschlossener Ausdruck trat in die schüchternen, traurigen Augen. Ich werde mit dem ersten Zuge zu ihm reisen."

, Ihr werdet doch nicht so bald gehen?", sagte Sir Arthur dringend.Erlaubt mir, Euch einige Erfrischungen anzubieten."

Ich danke Euch, Sir Arthur, ich kann unmög­lich essen." , _ r , . M

Bleibt wenigstens, bis mein Sohn kommt. will ihn durch einige Diener suchen lassen. Er wird Euch genauere Auskunft geben."

Ich kann nicht bleiben, Sir Arthur. Jeder Augenblick, der jetzt meine Reife verzögert, fchemt mir eine Ewigkeit. Jasper kann mich vielleicht brauchen diese Leute find vielleicht hart gegen ihn. In keinem Falle können sie ihm dieselbe zärt­liche Sorgfalt angedeihrn lassen, wie seine Frau es lhun würde. D nein, nein, ich kann nicht bleiben; ich bitte, dankt Herrn Tresstlian für seine Freund­lichkeit gegen mich. Nur wünschte ich, daß er mir die Wahrheit gesagt hätte!"

Sie reichte Sir Arthur abermals die Hand, dieser forderte sie nochmal» auf, zu bleiben, bis sein Sohn nach Hause käme, aber sie hatte große Eil^ ihre Reife in'» Ausland anzutreten. Sie sehnte sich so sehr, ihn wieder zu sehen, den sie für tobt be­trauert hatte, und kein Zureden konnte sie noch zurückhalten.

Sie verabschiedete sich, stieg in ihren Wagen und crcheilte dm Befehl, nach Glocester zurückzufahren. Der Kutscher gab den Pferden die Peitsche und der Wagen rollte die Allee hinab. Er pai'sitte das Schloßthor und fuhr auf der Straße nach Ardleigh hinaus. Hefter Lowder lehnte sich an das offene Fenster und schaute hinaus. Al» bet Wagen in dm schcttigen Park einbog, welch-r die Straße ab. schnitt. bemerkte die junge Frau eine theilnahmslose Gestalt, welche sorglos an einem niederen Gitter lehnte. Es war die Gestalt Jasprr Lowder'». Mck einem Schrei, der gellend durch die Lüfte drang, tief fie*

v , Laßt mich hinaus! Laßt mich hinaus! Da ist jetzt Jasper! O Jasper! Mein Gatte!"

Der Wagen hielt kaum stille, als Hefter Lowder die Thür aufriß, heraussprang und zu ihrem Gatten hinstürzte. , ,,, , .

, Jasper! Jasper!" schrre sie in schluchzendem Tone.Sie sagten mir, Du seiest tobt Du seiest blödsinnig! O Jasper!"

Sie flog mit ausgestreöten Armen auf ihn zu.

Und Jasper Lowder stand da, wie eine Statue, gelähmt an allen Gliedern, mit einem entsetzten Aus- druck in den Augen und aschgrauer Bläffe im Gefich .

War die Stunde der Vergeltung für ihn gekom­men? Hatte ihn die Gerechtigkeit ereilt?

a-läbmt. Er hat meinen Sohn nicht mehr erkannt, nachdem er diese furchtbare Verletzung erhalten hatte-, Lowder mit irrem Flü«

» " Et lebt, und ich habe ihn Tag und Nacht al» t'odt" beweint, seit ich iE schreckliche Nachricht erbielt. Ich habe geträumt, daß ich ihn tobt sehe! Unb ich bin hierher gekommen, um Herrn Tresstlian zu fragen an Mlchem Theil der ficilianischen Küste der SchWruch geschah, damit ich Hinreisen unb warten könnte, bi» ba» Meer den Tobten herau». giebt. Herr Tresstlian vergaß mir zu sagen, wo ba» Unglück geschehen ist."

Ihr habt meinen Sohn also gesehm?' Nein, Sir Arthur, er hat mir von Marseille au» "geschrieben und mit Jaspet'r Tod angezeigt!"

Sir Arthur'» Gestcht erbleichte.

Ich verstehe nicht", sagte er verwirrt.Guy versicherte mir, daß Lowder keine lebenden Verwandten habe! und Lowder war auch nicht tobt."

Ich habe Herrn Tresstlian'» Brief", sagte bte junge Fremde.Seid so freundlich ihn zu lesen, Str Arthur."

Sie zog ans der Tasche bett Brief, ben Jasper Lowder ihr Gatte von Marseille aus an ste geschrieben hatte. Sir Arthur schaute hin. E» war, wie er glaubte, die Handschrift seine» Sohne». Er entfaltete den Bries und las ihn.

Sein Gesicht war sehr bleich, als er den Brief durchgelesen hatte und die junge Fremde anschaute. Dieser Brief, welcher mit dem Namen Guy Tressi. lian unterfertigt war, überführte seinen vermeinten Sohn einer Lüge! Er schauderte, als er die schein- bar so glaubwürdige Geschichte von Jasper Lowber'» Tod durch Ertrinken las und sich dabei erinnerte, daß sein Sohn ihm gesagt habe, der Verwundete lebe noch. Er war hier irgend ein Geheimniß verbor­gen, das er nicht ergründen konnte.

Vielleicht hat Euch Guy geschrieben, daß der Gatte tobt ist, weil er glaubte, Euch bamit den här- teren Schlag zu ersparen", sagte er.

Es mag fein", entgegnete Heftet Lowder,aber Ich hätte die Wahrheit leichter ertragen. Herr Trefft- lian war sehr gut! Er schickte mir hundert Pfund, welche ich für meinen Knaben anlegen will mei­nen armen, vaterlosen Knaben. Könnt Ihr mir sagen, Sir Arthur, wo ich meinen armen Gatten finden werde?"

Er ist In dem Hause eines gewiffen Vicini, eines Fischers, nahe dem Cap di Galla unb etwa fünf Meilen von Palermo entfernt, wie mein Sohn mir sagte", entgegnete Sir Arthur.

H'ster Lowder nahm ihr Portemonnaie heraus, in welchem einige Blättchen unbeschriebenen Papiers und ein Bleistift sich befanden. Sie schrieb sich bte Adresse, welche ihr Sir Arthur gegeben hatte, sorg­fältig auf und erhob sich dann, ihren schwarzen Shawl dichter um ihre bebende Gestalt ziehend.

Ich danke Euch, Sir Arthur, für Eure freund­liche Theilnahme und für bte Auskunft, bte Ihr mit