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Montag, ZO. November 1925

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

Nr. 280 Drittes Blatt

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und ich mein Leben haltet Bringglück in innert euch, wie sie annahm."

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gutem Andenken und er- sich stets der Schwächeren

solche Rede vernahm, fing

Pelzmärtel.

Gin Nürnberger Spielzeugroman.

Nach dem Italienischen der Teresah erzählt

Trotz solcher Stimmen,' die ihn schlimmsten­falls für unzurechnungsfähig erklärten und sich mit allen Mitteln für ihn einsehten, wurde er nicht aus dem Gefängnis entlassen. Der Richter ordnete vielmehr an, daß ihm unverzüglich der Prozeß gemacht werde, denn Meister Leopold, der über den Diebstahl der Münze außer sich war. mußte Genugtuung erhalten.

UnD doch und doch, es gab jemand in Nürn­berg, der die Wahrheit kannte. Gegen Mittag, als sich die Nachricht von der Berhastung in her Stadt verbreitete und rille erdenklichen 'Ver­mutungen zu hören waren, kam der alte Lug­insland das war der Mann von Bringglüct, Der kranken Störchin mit einer anderen Neuig­keit zu dem Storchenfräulein Wiesenstelz, das draußen vor der Stadt an den sandigen Ufern der Pegnitz fischte.

Luginsland kam ungeachtet der vielen Jahre, die er auf dem Buckel hatte, schnell und geraden Weges dahergeflogen, die Beine steif nach hinten gestreckt und den Schnabel schneidig hochgeworsen. Jedermann, der ihn so sah, fiel es auf, daß der Alte schon lange nicht mehr so weit geflogen war. Groß und klein in Nürnberg kannte die kranke Frau Bringglück und ihre rührende Ge­schichte. Seit sich die Störchin vor ungefähr drei Jahren bei einem überstürzten Abflug beide Beine gebrochen hatte, konnte sie im Herbst nicht mehr fortziehen. Einst war sie die ^ärkste von allen gewesen. Wie wenige meisterte sie mit ihren mächtigen Schwingen den Flug, erreichte immer als erste die afrikanische Küste, wo sie und ihre Gefährten den Winter zu verbringen pflegten. Als sie merkte, daß sie Darauf verzichten mußte, wie alle Sabre Den Zug zu führen, rief sie Luginsland und fetzte ihm Den Fall auseinander!

Lieber Mann, ich trete Dir das Kommando ab; von nun an sollst Du Zugführer fern. Wach* über Wiesenstelz, unser Enkelkind, tft sie doch

(Eigener Drahtbericht des(Siebener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 30. Nov. Es wurden no- tieri: Weizen, Wetterauer 25,25 bis 25,50, Roggen, inländischer 18,25, Sommergerste für Brauzwecke 22,50 bis 25, Hafer, inländischer 18,50 bis 21,25, Mais, gelb 20,50, Weizenmehl, inländisches, Spe- zial 0 40,50 bis 41, Roggenmehl 26,25 bis 26,75, Weizenkleie 10,75, Roggenkleie 10,75 bis 11, Erbsen 30 bis 36, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken 10 bis 10,50, Weizen- und Roggenstroh 5 bis 5,50, Treber, getrocknet 18,25 bis 18,75. Ten­denz: Leicht befestigt.

Frankfurter Schlachtviehmarct.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".! Frankfurt a. M.. 30. Nov. Auftrieb.

1331 Stück Rinder. Darunter 322 Ochsen, 39 Bullen. 970 Färsen und Kühe. 367 Kälber, 289 Schafe. 4063 Schweine. Rinder: Ochsen, voll- fleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 53 bis 60, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 45 bis 52, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 40 dis 44; Bullen.

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Elfter bei den Vögeln heißt, steht bei dem ehr­samen und vornehmen Storchengeichlecht in keinem guten Ansehen. Zwischen so verschieden gearteten Rassen können natürlich keine guten Beziehun­gen herrschen. Dor allem aber verachten Die Störche Die Tante Berta wegen ihres Lasters: zuerst tut sie den Menschen schön, und dann stiehlt sie. kFnrtjctzun» folgt.)

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Copyright 1925 bh A. Scherl G. m. b. H., Berlin.

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Du weißt noch nicht alles", sagte Lug­insland geheimnisvoll. ..Weißt zum Beispiel nicht, welchen Anteil Die Tante Berta an Der Geschichte mit Der Münze hat."

Tante Berta?" Wiesenstelz war ganz Ohr. Tante Berta, wie Die dumme und diebische

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Börsenkurse.

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sie an zu jammern und klapperte mit Dem Schnabel auf merkwürdig kratzende und knatternde Weise, was in der Storchensprache Kummer und Schmerz ausdrückt. Aber Der Großvater tröstete sie unD bat Bringglück, einen Storchenrat einzuberufen. Als alle versammelt waren und feierlich, auf einem Beine stehend, was ein Zeichen großer Aufmerksam leit ist, ihre weihen Westen strafften, ergriff Luginsland das Wort, um auch seinerseits sein Amr niederzulegen und sich, höflich. wie er war. von Der ganzen Schar zu verabschieden. Er sowohl wie Wiesenstelz könnten Bringglück nicht ihrem Schicksal über­lassen, sie hielten es für ihre Pflicht, gleichfalls in Nürnberg zu bleiben, als Gäste Der Menschen,

Waise, wie du weißt, und noch zu jung, um verständig zu fein. Was mich anbelangt, laßt mich ruhig hier. Die Menschen haben mich gern und werden es. denke ich, nicht zulassen, daß ich an Nahrungsmangel oder Langeweile sterbe. Im Frühling werden wir wieder beisammen sein. Sollte es aber das Schicksal anders wollen beschließen müssen, so be-

Der Pegnitz. Schon waren Die Kraniche fort­gezogen. Die vor Den Störchen abzureisen pflegen, unD mit um so größerer Eile, wenn fie einen kalten Winter voraus sehen. Alle Anzeichen spra­chen Dafür. Daß sich Die schlechte Jahreszeit mit Riesenschritten nähere. Luginsland, Bring- glück und Wiesenstelz fühlten ein großes Heim­weh nach Den würzigen und fruchtbaren Ländern, wo sich zwischen Den von Schlangen wimmelnden Binsen lauwarme Wasserläufe hinziehen, in denen Das Fifchen leicht unD ergiebig ist.

Aber nun hieß es Dableiben. Bald würden Die stürmischen Nord.vinde einsehen, die Wolken wie erschreckte Herden vor sich herjagend, und Dann Der Schnee in dichten Flocken fallen, still, in einemfort, und mit seinem weichen Beriesel Die Giebel unD Türme an Der HimmelswanD auslöschen. Die Katzen würden nicht mehr im Mondschein auf Den Dächern promenieren und mit Fauchen und Miauen ihr höllisches Konzert anstimmen. Das Die KinDer an einen Herenball glauben läßt. Oh, welche tiefe Ruhe Dann! Die Pegnitz zugefroren, lein Frosch, kein arm­seliges Krebslein mehr im UferfanD aufzu- treiben. Die Ringelnattern. Die DlinDschleichen, Die Eidechsen, sogar Die Regenwürmer im Winter­schlaf erstarrt. Auch Die Maulwürfe kriechen tief in Die ErDe, und Die Mäuse flüchten in Die Kellerwärme. Woher dann das Essen nehmen? Mit wem sich unterhalten? Zum Glück blieben Die guten Menschen, Die Vorsehung der Störche. unD Bringglück vertraute ihnen. Als sie einen Giebel ausgewählt hatte, um Dort ihr Nest zu bauen, bemerkte sie, wie Meister KonraD, einer Der angesehensten Kaufleute Der StaDt, vorsichtig auf Das Dach stieg, um an einer sonni­gen. von einer Kaminwand geschützten Stelle ein großes Rad anzubringen. Ein Rad. im Notfälle auch ein Korb, ist unerläßlich, um ein festes und dauerhaftes Nest zu bauen. Der Storch füllt den Platz zwilchen Den Radspeichen mit Schilfrohr und Binsengeflecht aus. Dann toirD das Gerüst gut mit Laub. Federn, Lumven und allerhand anderem weichen Zeug ausge- volstert. Ein solch ermaßen konstruiertes Nest rann von einem Etorchenpaar Zeit seines Lebens benützt werden.. Was ein rechter Storch ist. zeigt sich in einem solchen Falle erkenntlich und ge­

winnt eine gewisse Zuneigung für Die Menschen, Die ihm geholfen haben unD ihn nicht belästigen. Freilich läfjt er sich nicht soweit zähmen, um ein Haustier zu werden. Denn er isr von stolzer Rasse unD nicht gewillt, seine Freiheit aufzu­geben, doch läßt er sich manchmal herbei, von seinem luftigen Sitz herabzukommen unD mit den Kindern zu spielen, wobei er sie freundschaft­lich mit dem Schnabel stippt. Zuweilen, wenn et meint, etwas kriegen zu müssen, packt er feinen Beschützer beim Aermel und zeigt ihm deutlich, wo er Den Tisch gedeckt zu sehen wünscht.

Die Leute. Denen es gelingt, sich ein Storchen­paar zu Freunden zu machen, wissen, daß sie Damit das Glück ins Haus bringen. Bringglück war daher hochwillkommen geheißen worden bei Meister Konrad, und alles ließ voraussehen, daß es weder ihr noch Luginsland noch Wiesen- stelz jemals während des Winters an Fischen und Mäusen mangeln würde. Tlnd so war es auch alle die Drei Jahre her gewesen.

Kehren wir nun zu Luginsland zurück. Der auf Der Suche nach Wiesenstelz war. Dort, wo Die Pegnitz breiter unD buchtenreicher Dahin­fließt eräugte er am Ufer Wiesenstelz, wie sie eifrig Den Weißfischen nachstellte. Er zog Die Flügel an und rauschte herunter. Bald hatte er ihr das Unglück, Das Den Puppenpeter be­troffen hatte, erzählt. Wiesenstelz klapperte er­regt mit Dem Schnabel.

Wie ungerecht Doch die Menichen find!" sagte fie.Wir kennen Den armen Peter, der uns gegenüber wohnt, und wir konnten be-

Bücherlisch.

Die Lage Marokkos, Deren Weiterentwicklung ganz Europa mit gespannter Erwartung entgegen sieht, schildert der Sonderberichterstatter der Illu­strierten -Zeitung (3. I. Weber, Leipzig), Hans Felix Wolfs, in der neuesten Nummer m einem anschaulichen ArtikelDie Lage im Innern des Rifgebiets", in dem vor allem die augenblid Uche Notlage der Rifleute und ihre dadurch bebingte Kriegführung beleuchtet sowie die geheimen Einflüsse der europäischen Mächte enthüllt werden. Außerdem enthält die vorliegende Nummer zahlreiche Beiträge aus den verschiedensten Interessengebieten.

Die zehnte Lieferung des Kleinen Brock- Haus (Handbuch des Wissens in einem Band, bringt das ganze Werk zum 'Abschluß. Sie ist eii Spiegelbild aller vorhergehenden Hefte und stellt sich würdig an ihre Seite. Reichhaltigkeit, klare Uebei sicht und strengste Sachlichkeit sind wieder ihre will, tigstenKennzeichen. Jedem können wir das Buch emm fehlen, der kurze, aber genaue 'Antworten auf seine täglichen Fragen haben will, ohne erst in vielen. Bänden nachschlagen zu müssen. Der geringe Prei^ von 23 Mk. ermöglicht jedem Die Anfchäfsung Des haltbaren und geschmackvollen HakbleinenbanDec. Wem dieser Betrag auf einmal }u groß erscheint, der sei aufmerksam gemacht, daß das Werk auch weiterhin in zehn Lieferungen zu je 2,10 Mk. be zogen werden kann.

Geschichte Der Geologie. Von 2)r. K. Hummel, a. o. Professor an der Universität Gic ßen. Sammlung Gösd>en Band 8*i9. Walter De Gruyter & Co., Berlin W. 10. Der Verfasser hat nut Erfolg versucht, Die großen Zuge Der geschichtliche Entwicklung in knapper Fassung Darzustellen. Man­ches, was in größeren Merken unter Der Fülle Der Einzelheiten nicht so leicht zu erkennen ist, tritt bei kurzer Zusainenfasfung viel klarer hervor. Beson derer Wert wurde dabei auf die Schilderung der Entwicklung Der theoretischen Anschauungen und der Forschungsmethoden gelegt, weil dies für die jetzige Forscherarbeit besonders wertvoll ist. Troß des be schränkten Raumes wurde möglichste Vollständigteit angestrebr. Allen Denen, Die sich als Fachleute oder Laien für Geologie interessieren, vermag das Buch einen kurzen Ueberblid* zu geben über Die geschicht- liebe Entwicklung Dieser Wissenschaft, Die in ihrer kaum 150jährigen Lebenszeit schon viele einschnei­dende Wandlungen durchgemacht hak. Die Kenntnis der Entwicklungsgeschichte einer Wissenschaft erleich­tert das Urteil über den jetzigen Zustand und Die zukünftigen Möglichkeiten dieser Wissenschaft. 507

Daheim. 62. Iahrq. Heft 9. Neben Der Fortsetzung Des RomansGeschichten um Sans­souci" von Ilse Leutz und einer luftigen Novelle Heinrich der Zwinkerer" von Enders finden wir einen Aufsatz über moderne Beleuchtungstechnik, einen weiteren über Die beiden Kriegsgefangenen Heime, Die von Der SchweDin Elsa Bränhström in Sachsen eingerichtet sinD unD unterhalten roerDen. Die Abteilung FrauenDaheim bringt neben MoDe unD Handarbeiten einen Artikel von DerSchlitssel- gemalt Der Ehefrau".

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Berliner Hcmdelsacsellfchast Commerz- imd Prtvat-Pank Darrnst. und Naiionalbank Deutsche Bank. .... Deutsche DercinSbanl - Dlsconio Lommandii Metallbanl Mitteldeutsche Kreditbank . Testerreichische Kreditanstalt Weltbank .....

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Laorahütte Obcrbedart Phönix Bergbau ..... Rycinnabl ...... Ricbeck Montan........ TelluS Bergbau......

Hamburgs Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . .

Cheramlschc Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Pbikivv Holzmann ....

Anglo-Conr.-Guano .... Badische Anilin Chemische Mäher Akapin . . Goldschmidt .... Gries cimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung ....... Nütgerswerke......

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Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ........

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Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . . Mctallgesclpchaft Frankfurt. Set. Union A.-G. . .

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Zellstoff Waldbof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waabänsel . .

Wirtschaft.

Die I. G. Farben-Industrie A. G. gebildet. Die am Samstag mittag in Frank- furt a. M. abgehaltene a. o. H.-V. Der Badischen Anilin- und Eodafabrik A. G. in Ludwigshafen genehmigte nunmehr gleichfalls die Fusion der Gesellschaften Des Farben-Konzrrns. die in Der Badischen A' ilinfabrik aufgehen sollen. Die ent- sprecheiiDen bekannten Anträge fanden einstim­mige Annal>me. Damit ist die Interessengemein­schaft Farben-InduEr-e A. G. nimmefrr cnDgültig gebiiDei. Auf eine Anfrage aus Aktionärkreifen ertoiDeric die Verwaltung, daß mit der Fusion ein Abbau Des Beamtenapparats nicht erfolgen werde, es toürDeu lediglich einige Pensionierun­gen vorgenommen. Das Bauprogramm hat der Konzern weitgehend eingeschränkt. Auf die Kritik des hui.Dertfachen Stimmrechts Der Vorzugsaktien erwiderte Die Verwaltung, Daß man bereits für eine Der nächsten Generalversammlungen eine Einschräntung Dieser Vorzugsrechte vorgesehen habe. Schließlich wurde Die Erhöhung Des Äamm- kapftals um 465,6 Millionen und Des Vorzugs- aktienkapitals um 3,2 Millionen auf 641.6 bxw 4.4 Millionen einstimmig genehmigt

*' Massenentlassungen im staat- I i d) e n Ruhr-Bergbau. Auf Den staatlichen Zechen Der Bergwerksinspektion 3Bergmanns­glück" unDWesterhvlt" werden infolge schwieriger Absatzverhältnisse umfangreiche Betriebseinschrän- fungen vorgenommen. Auf der ZecheBergmanns­glück" soll, wie bereits aufRheinbaben", nur noch eine Föderschicht bestehen bleiben. Diese Maßnahme erfordert die .Kündigung von Belegschaften aus elf Revieren des unterirdischen Betriebs Der Zechen. Es soll am 15. Dezember zum 1. Januar 1400 Bergleuten gekündigt werden. 'Auf Der Zeche Westerholt" gelangen 100 Bergleute zur Entlassung. Der Betriebsausschuß Der beiDen Zechen hat gegen Diese MassenkünDigungen Protest eingelegt. In einer ' Sitzung erklärte Die Bergwerksleitung, Daß die Steuerlasten Den Betrieb unrentabel gestalteten. Auch werDe seitens Der Kommunen geradezu Raub­bau mit den Steuergeldern getrieben. Der Betriebs­ausschuß will beim preußischen Staatsministerium vorstellig werden.

Stillegung Der H a n o m a g. Wie Die Telunion erfährt, wirD auf Beschluß Der Leitung Der Hanomag im Benehmen mit Dem Arbeitgeber« verbanD der Betrieb der Hanomag stillgelegt. Ver­ursacht wird diese katastrophale Maßnahme durch Lohnforderungen der Arbeitnehmer, die nach An­gabe der Werkleitung angesichts Der allgemeinen Wirtschaftslage unerfüllbar sinD. Durch Die Still­legung dieses Werkes werden rund 4000 Arbeiter arbeitslos.

Vorüber gehende Stillegung der Sun licht-Ges eil schuft. Die Sunlicht- Gesellschaft in Mannheim (Seifenfabrik) sieht sich wegen Des mangelhaften Absatzes gezwungen, die Hauptabteilungen ihres Betriebes ab 5. De­zember für Die Dauer von fünf Wochen zu schließen. Die Arbeiter, Die nur beurlaubt toer- r.cn, sollen einen Teil ihres Lohnes weiter er­halten.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht DesGießener Anzeigers".) Berlin, 30. Nov. Der Wochenbeginn stand unter dem Zeichen einer zunächst abwartenden und somit unsicheren Haltung. Der Eingang von größeren Orders war wieder recht minimal, so daß eine große Anzahl führender Werte anfangs nicht zur Notiz gelangen konnte. Die Tendenz der übrigen Werte war uneinheitlich, ließ aber einen etwas schwächeren Unterton erkennen. Dies gilt namentlich für Montan- und Chemiewerte, dagegen behaupteten die sog. amerikanischen F r e i g a d e w e r t e ihren letzten Stand. Auch S ch i s f a h r t s w e r t e erfreuten sich einer günsti­gen Meinung. Die Zurückhaltung auf Der Mehr- .zahl Der Marktgebiete war z. T. auf Die heute er­folgten Prämienerklärungen zurückzuführen, Die am Samstag Material heransbrachten. Die Gelb- Verhältnisse lagen sehr angespannt. Tages gelb, Das jetzt über Den Ultimo läuft, stellt sich auf 10,5 bis 12 Prozent bei starker Nachfrage. Monats- gelb war sehr knapp bei 10 bis 11 Prozent. Am Devisenmarkt nahm Die rückläufige Bewegung von Warschau stärkere Formen an. Warschau senkte sich gegen Kabel auf 8,60. Die

Die Bringglück aufgenommen hatten.

Diese Ankündigung machte keinen großen Eindruck. Seit Jahrhunderten sind Die Störche Daran gewöhnt, vorbildliche Paare unter sich zu lehen, Die sich lieben und einander in Tod und Ge ähren beistehen. Auch Die KinDesliebe, wie fie in Dem Reiseverzicht Des hübschen Storchen- mädchens zum AusDruck kam, erregte keinerlei Erstaunen. Die Versammlung fand es ganz in Der Ordnung, daß Die jungen Störche Die alten nicht verlassen. Denen sie Geben, Nahrung unD Erziehung verdanken. Daher llapperten sie Zu­stimmung und riefen wie ans einer Kehle:Hoch! Hoch?"

Von Schlangenschreck angeführt, Der Störchin, die an Die Stelle^ von Bringglück trat, reifte der Schwarm ab. Für Die Drei Zurückbleibenden war das ein sehr trauriger Abend. Tagsüber war der Himmel zwar noch leuchtend und warm wie ein in Der Sonne gereifter Granatapfel, aber Die AbenDe brauten grau und feucht über

beobachten, was sich besonders am SinheitS- markte Der Zndustriepapiere widerspiegelte. Maschinen- und Motorenaktien zogen weiter an. Zuckeraktien gaben etwas nach. Deutsche Renten verkehrten in unluftiger Haltung. Der Freiverkehr lag vernach­lässigt. Api 0,4, Benz 26 Prozent, Growag 52 Prozent, Alfa 49 Prozent, ilnterfranfen 49 Proz. 3m weiteren Verlaufe ging vom Markte Der Schiffahrtswerte eine festere Strö­mung über Den ganzen Markt Die bekannten Fuftonsbestrebungen Der Schisfahrtsge'ellschasten brachten Dem Geschäft einen Impuls Am Schiff- fahrtsma.l.e nahm das Geschäft vorübergehend einen stürmischen Verlauf. Auch die an­deren Märkte profitierten hiervon. Der Geld­markt blieb von der XLltimoabteidelung völlig unbeeinflußt und behielt feine flüssige Haltung bei. Die Zinssätze sind unverändert für täg­liches Geld 7,5 bis 9 Prozent, Monatsgeld 10 bis 11 Prozent je nach Adressen. Bankdiskonte 7 Prozent, Industrie-Accepte 9 Prozent. 3m Devisenverkehr war Paris mit 124,75 etwas erholt. Mailand notierte gegen London 120. London gegen Kabel 4.84' Die Reichs­mark ist unverändert.

Devisenmartt BerlinFrankfurt a. M. Sei egraphtsche Auszahlung.

vollfl ausgemästete Färsen höch i . > vjt- werts 48 bis 54. vollfl. jüngere 4C i 57: dürfen und Kühe, vollfl ausgemä stete Sririen höchsten Schlachtwerts 52 bis 59, vollst, ansgemä^' Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 43 bis 52, wenig gut entwickelte Färsen 40 bis 51 ältere ausgemästete Kühe und wenig gut la-'ri'lte jüngere Kühe 35 bis 42, mäßig genährte yvfa. unD Färsen 25 bis 34. gering genäh >e .Kühe unD Färsen 13 bis 24. Kälber Fernste Mab kälber 60 bis 68. mittlere Mast- unD heft Saug kälber 50 bis 58. geringere Mag- unD gute Saugkälber 40 bis 48, geringe Saugkälber 35 bis 40. Schafe: Mastlämmer um> Ma st dämmet 45 bis 50. geringere Masthämmel und Schafe 36 bis 42. mäßig genährte Hämmel und Schafe lMerzschase) 28 bis 34 Schweine: Vollfl von 80 bis 100 Kg. 88 bis 90, unter 80 Kg. 78 bis 87. von 100 b s 120 Kg. 88 bis 91. von 120 bis 150 Kg. unD Fettschweine über 150 Kg. 88 bis 90, unreine Sauen unD geschnittene Eber 70 bis 85. Marktverlauf: Schleppender Handel, bei Schweinen ilebcrftanD

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 30. Nov. Tendenz: Uneinheitlich, überwiegend schwächer. Die Börse eröffnete Die Woche weniger Zuversicht-' lich. Anfangs war Die Stimmung schwankend und zu Abgaben geneigt. Die TenDenz war unein­heitlich und aus neue Glattstellungen überwiegend schwächer. Doch hielten sich Die Rückgänge an­gesichts Des geringen Geschäftes in engen Gren­zen. Eine Ausnahme bilDeten Schiffahrts­werte unD Der Markt Der auslänDischen Renten, wo das Geschäft toieDer einen ziem­lich lebhaften Charakter zeigte und neueKurs- st ei gern ngen erfolgten. 3m VorDergrunDe Des 3nteresses standen toieDer Türkentoerte und Ungarn. Am Montanmarkt war Die Stim­mung. von einzelnen Ausnahmen abgesehen, ab­geschwächt. K aliwer t e setzten nieDriger ein. Auch Chemiewerte erlitten Einbußen, wäh­rend am Elektromarkte sich die Kursab- schwächungen nicht fortsetzten. 3m allgemeinen tonnte man auch heute eine feste Grundstimmung

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91.26

93,25*

65,25

39.75*

80

74 -5*

26,25

26.5

24 9

25.25

2o,5

Amerikanische 'JZotcn . , » , ,

>,192

4.202

Belgische Nöten .......

18,91

19,01

Dönilchc Noten .......

104,09

104.6

Englische Noten. .......

20.282

20,382

französische Noten ......

16,23

16 ::i

Holländische Noten......

168,25

169.07

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Dcutlch-Oestcrr., 5100 Kronen

16,96

17,04

85.06

85 48

i8,97

59,27

Rumänische Noten......

Schwedische Noten.....

111.87

113,43

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

80,f 2

8 t. 02

59,15

59 45

12,38

12.44

Ungarische Noten . . ....

5.825

5.86