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die gefährdeten Gebiete Nord-Schleswigs berück-

Die Arbeiten des Vereins wurden unter Ver­meidung jeder parteipolitischen und konfessionellen Einstellung in engerem Zusammenwirken mit den «zuständigen Behörden, den Organen der freien Bil­dungspflege, evangelischen und katholischen Kirchen­gemeinden, Schulen und Jugendvorbänden durch­geführt. Die Bücherauswahl geschieht mit literari­scher und volkspädagogischer Sorgfalt unter Be­rücksichtigung der örtlichen Verhältnisse und der Wünsche der Empfänger und in enger Zusammen­arbeit mit den provinziellen Geschäftsstellen des Vereins sowie mit den öffentlichen Büchereibera­tungsstellen, die die Wetterführung der Bücherei- orbeit im einzelnen gewährleisten.

Aus der Provinz.

LanvtreiS Gr

!*! Klein-Linden, 19. Mai. Wieder ist ein Kämpfer aus dem glorreichen deutsch-französischen Kriege gestorben, der Altveteron Johannes Harnisch. Er war geboren zu Watzenborn, siedelte in unser Dorf über und wohnte seit einigen Jahren in Wieseck bei Verwandten. Harnisch erreichte ein Aller von nahezu 80 Jahren: er diente im 2. Hess. Jnfanterieregimei,.

i Grünberg, 19. Mai. Heute morgen 10.15 Uhr ü!-erfloq ein Flugzeug die Südwestseite Grünbergs und landete auf dem Plateau beim Werthof. T'it Flieger kamen von Würzburg und wollten nach Bamberg. Ohne weitere Orientie- ru.'g und ohne Karten hatten sie ihr Ziel verfehlt. Es war ein Doppeldecker mit 70 P. S. mit der Be­zeichnung D 513 ,X)berfronten" Die Landung ae fchah wegen Oel- und Benzinmangels. Nach Be­schaffung dieser Stoffe aus Grünberg wurde der Weiterflug angetreten. Viele Leute von Grünberg und den nächsten Dörfern hatten sich eingefunden. Der Kriegerverein zeichnete sein Mitglied Iah. (9 ö r n e r t, Veteran von 1870/71, der seit 189-1 dem Verein angehört, durch eine Ehrengabe aus, die vom Vorstand in feierlicher Weise überreicht wurde.

' Lich, 13. 2Hai. Aus der füngsten Sitzung des St ad! Vorstandes ist zu berichtens Ein Heiner Posten Nutzholz wurde entsprechend der vorausgeganaenen Submission den Höchst- bicLenden zug schlagen. - Jahrzehnte hindurch hat das fürstliche Haus Solrns-Hoben- solrns-Lich in unserer Stadt ein Kranken­haus unterhalteir Das Krankenhaus ist schon für manchen Einwohner unserer Stadt und der Umgebung eine Wohltat gewesen. Während der Inflationszeit konnte die Standesherrschaft den Betrieb nicht mehr weit erfuhr en. Damals über­nahm die Stadtverwaltung den Detrieb des Krankenhauses, indem sie das Gebäude nebst Inventar zu diesem Zwecke mietete. Die Stadt­verwaltung Mar der Anschauung, daß das Krankenhaus für unsere Stadt eine Notwendig­keit sei und unbedingt erhalten werden müsse. Dieser Gedanke kam auch in der gegenwärtigen Schung wieder einstimmig zur Geltung, als es sich t>ntum handelte, ob die Stadt das Gebäude nebst Einrichtung von der Standesherrschaft käuf­lich übernehmen wolle. Es wurde befchlos sen, das Gebäude nebst Einrichtung zum Preise von Ml. 23 000 anzukaufen. Die Bezahlung soll in der Weise erfolgen, das) Mk. 10 000 Ende De­zember d Is entrichtet toerbeit, während der Nest zu einem Iahreszinssatze von 6 Prozent 5 Iahre lang unkündbar stehen bleibt - Außer­dem wurden noch verschiedene weniger bedeu­tungsvolle Punkte beraten; u a. wurde ein Ge- such um Aenderung der Grundsätze der W a s s e r -- gelderhebunD im Iahre 1925 abschläglich t beschieden und ein Betrag für Erholungs- für en kränklicher Schulkinder bewilligt. * Der Maurer Karl Ludwig Schmidt IV. wurde , ton der Stadt Lich als Hilfsfeldschuh ein­gestellt und amtlich verpflichtet.

Kreis Friedberg.

ss. Friedberg, 18. Mai. Gestern fand in der katholischen Kirche die kirchliche Weihe der beiden neuen Glocken statt, die die Gemeinden an Stelle der beiden im Weltkrieg .abgelieferten wieder beschafft hat. Domkapitular Kemmerer von Mainz hielt die Festpredigt, worauf von drei Geistlichen des Dekanats die eigentliche Weihe vorgenommen wurde. Heute

Hessische Kunftdenkmäier.

Untere an Kunst schätzen reiche Heimat ist für Professor Bronn er--Mainz Anlaß zu einer reichhaltigen Dilderserie geworden, die ins­besondere die baulichen Schönheiten des Hessen- landes in großem Zuge vereinigt. Die Aguarell- sammlung der Hessischen Kunstöenkmäter ist augenblicklich im Turmhaus am Brand in den Ausstellungsräumen des O ber h e s s ische n Kunstvereins zu sehen. Sie ist nicht nur für den Kunsthistoriker von Interesse, viel wich­tiger noch ist es, daß weitesten Kreisen hierdurch die Augen geöffnet werden für die ungehobenen Schätze unterer nächsten Heimat. So würde be­sonders der Besuch von Schulklassen ein wert­volles Stück praktischer Heimatkunde bedeuten und zur Erweiterung des Horizontes in jedem Sinne beitragen.

Am Domrtagvormittag wurde vor einem kleinen Kreise besonders Interessierter die Aus­stellung eröffnet. Prof ssor Bronner hielt einen einleitenden Dortrag, in dem er aus­führte:

Ein kleines Kabinett der Mainzer Gemälde­galerie in den wiederhergestellten Räumen des «chemals kurfürstlichen Schlosses birgt die Hand- znchnungen des 1828 verstorbenen Domkapitulars Grafen Kesselstedt. Es sind einige dreißig Blätter von bescheidener Größe, die hier in ein­fachen Biederm"ierrahmen aufgehängt sind. Diese

werden die Glocken in dem Turme der Kirche aus- gehängt und morgen werden sie zum ersten Male ihren ehernen Mund ertönen lasten.

^Dad-Nauheirn. 19. Me i. Außer dem Verband des hessischen Einzelhandels tagte unter dem Vorsitz von Earp, Darmstadt, auch der Landesv rLand Hcss nde . hrmacher in unserem Badeorte. Es wurden au. schließlich interne Derufsfragen beraten, eine öst.rttl che Ver­sammlung, war mit der Tagung nid) v rbundeit Für die Uhomeicherinnung des Kreises Fri.dberg begrüßte deren Obermeister L e i n f a u f. Bad- Nauheirn, dir zahlreich aus dem ganzen Land er­schienenen Gäste. An den geschäftlichen Teil schloß sich ein gemeinschaftliches Mittagessen^ im Kur Hause Arn Nachmittag hatten die Teil­nehmer mit ihren Damen durch das Entgegen­kommen der Kurverwaltung Gelegenheit, den Konzerten des Kurorchesters beizuwohuen sowie die Vadeanlagen zu besichtigen.

ss. Ossenheim b. Friedberg, 18. Mai. An dem Rande des malerisch gelegenen O s s e n - Heimer Wäldchens, das von jeher für die Bewohner der Wetterau einen beliebten Aus­flugs- und Treffpunkt bildet, hat der T u r n g a u W e 11 e r a u seinen im Weltkriege gefal­lenen Mitgliedern em schönes und wür­diges Ehrenmal errichtet. Es besteht aus einer 9 Meter hohen, aus unbehauenem Basaltsteinen ge­bildeten dreiseitigen Pyramide und trägt auf der einen Seite die Inschrift: ,,Unseren Opfern des Weltkrieges 1914/18 zum Gedächtnisse. Der Turn-- gau Wetterau": auf den anderen beiden Seiten den Turnspruch:Frisch, fromm, froh, frei ', und ist nach einem Entwürfe des Architekten N e u - bauer ausgcführt. Gestern fand in Anwesenheit von nahezu 50 Vereinen die Weihe des Den k- iitnls statt, nachdem schon am Vormittags turne­rische Hebungen das Fest eingeleitet hatten. Der Feftziig setzte sich um 1 Uhr durch die Straßen Lsfenheims nach dem Wäldchen in Bewegung, nach einleitender Ehoralmusik des Posaunenchors des Turnvereins Glauberg hielt Pfarrer Zatzmann von Fauerbach die Weiherede: das Denlmal steht von nun an unter dem Schutze der gräflichen Forstbehörde. Die Regierung war durch Kreis­direktor Gebhardt vertreten; nach der Weihe­rede wurden zahlreiche Kranzspenden niederge­legt, so von dem Turngau Wetterau durch dessen Vorsitzenden Dietz, von dem Grasen von Solm-Rödelheim durch Kammer­direktor Engelhardt, von dem Südwestdeut­schen Turnverband usw.

Kreis Schotten.

n Gaubad), 18. Mai. Am Samstag far.b abenbs imSolmser Hof" eine Aufführung des ^Fridericus Rex" statt. Den ersten Teil bildete ein Vortrag deS Oberstleutnants von Hagen mit Lichtbild?rn über die Sch lacht bei Leuth en. den zweiten eine Auswahl aus den Werken des großen Königs, vorgetra- gen vom Vortragslünstler Richard Hell- born. Derselbe Künstler trug im dritten Teil Ernstes und Heiteres aus der Geschichte des Alten Fritz" vor. Die Vorträge fanden leb­haften Beifall. Leider war der Besuch der Vor­träge schwach, da die Landwirte und Geschaj^- Icute meistens durch ihre Berufsarbeit gehindert waren. Sonntag mittag fand imSolmser Hof" eine Versammlung von Interessenten zur Erlangung der Aufwertung von Reichs-, Staats- und Kommunal- Anleihen unter dem Vorsitz von Forstrat A n d r 6 statt. Rechtsanwalt L i n d - Grünberg behandelte in längerem Vortrag sehr eingehend die Aufwertungsfrage bis zur Gegenwart. So­dann nahm die Versammlung, die aus über 50 Personen bestand, eine Entschließung an, worin scharf betont wurde, daß man mit größtem Be­fremden Kenntnis von den Gesetzentwürfen und dem Kompromiß genommen habe. Weiter werde vom Reichstag, insbesondere auch von den hessi­schen Reichstagsabgeordneten erwartet, daß sie auf einer Regelung bestehen, die den Rechts­weg offen hält, den Rechtsanspruch unangetastet läßt, auf keinen Fall aber Gesetze annimmt, die den Grundsatz von Treu u n b Glauben ausschalten. Sodann schritt man zur Bildung einer Ortsgruppe desDerbanoes der Interessenten zur Erlamung der Aufwertung von Reichs-, Staats- und Kom­munalanleihen" (eiligetr. Derb, mit dem Sitz in Berlin-Charlottenburg). Der größte Teil der Ver-

kleinen Bilder sind ein wertvoller Besitz der Galerie. Die Stadt Mainz kann dankbar sei« für dieses Dermächtnis, deirn was Kesselstedt in anspruchsloser Weise abgebildet hat, sind Gebäude aus dein alten Mainz, die heute z. T. nicht mehr existieren, durch Kriegsere'gnisse beschädigt oder, wegen der Ansprüche des wachsenden Ver­kehrs störend wirkend, abgetragen worden sind.

Die Blätter sind mit Bleistift gezeichnet, einige mit indianischer Tusche nachgezogen und leicht koloriert. Sie sind nicht aus irgendwelchen ästhetischen Gesichtspunkten geschaffen, vielmehr bleiben sie ben Dingen treu, sie sorgfältig regi­strierend und aufzeigend, ohne zu verschönern, hinzuzudichten oder wegz. lassen.

Wirklichkeitsschilderungen dieser Art sollen auch die Blatter sein, die in den Rau­men des Oberhessikchen Kunstvereins gezeigt wer­den. Sie sollen der Belehrung und der An­regung dienen, sollen zeigen, was unsdie engereHeimat bietet

Wenn sich bei der Betrachtung der Bilder ein Ueberge wicht zugunsten Oberhesfens und Rheinhessens zeigt, so liegt das in der Schwierig­keit der Einreiseverhältnisse ins besetzte Gebiet begründet. Don Rhein Hessen sind bevor­zugterweise die Kunstdenkmäler des flachen Lan­des als die weniger bekannten abgebildet. In MairH, Worms, Oppenheim und Bingen erwartet und reimt jedermann eine Unzahl von Kunst­denkmälern und Kunstschätzen, vom Lande er­wartet man gemäß den landläufigen Beschrei-

sammelten trat sofort der Ortsgruppe bei. Zum Dorsitzenden wurde Forstrat Andre, zum Schriftführer Kaufmann B e h, zum Rechner Ober­jäger K r u s ch k e gewählt. Die Versammlung nahm noch eine Entschließung an, wodurch sie sich verpflichtete, für die Deriechigung ihrer Rechte gegen die Gegner, die vor der Beraubung nicht zurückschrecken, auf das schärfste zu kämpfen. Dor allem wurde noch betont, daß das Reich durch die Derletzung aller Rechtsbegriffe sich selbst ebenfalls am nullten schädigen würde und allen Kredit verlöre. Niemand würde dann noch seine Ersparnisse in einheimischen Anleihen an­legen, sondern in holländischen oder schwedischen Werten.

Kreis Lauterbach.

!*! Lau terbach, 19. Mai. Ein Prä­mie n m a r k t findet hier am 3. Iuni für die Simmentaler- Fteckviehrasse, Dogelsberger-Dind- vichrasse, für Saanenziegen und Schweine des veredelten Landschweines statt. Der Landwirt- schaftskcnnmercv sschuß für Ob rHessen, d»r Land­wirtschaftliche Bezirlsveroiu, die Stadt Lauterbach, der Kreis rinder-, Kreisziegen- und Kreisschweiiie- zuchtverein werden die Prämiierung vornehmen. Anschließend ist eine Derlosung von Vieh und Geräten.

Starkenburll und Nhrinhc^en.

3 Darmstadt. 19 Mai. lieber die Frage der Verbesserung der Verkehrsver­bindung zwischen Offenbach und Darm- stad teure!) Herstellung einer Eisenbahn zwi­schen der Station Dietzenbach im Kreise Offen­bach und der Station Messel bei Darmstadt fand vor wenigen Tagen in Offenbach eine Be­sprechung im dortigen Kreisamt statt. Die gela­denen Interessenten der Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, die Handelskammer, die in erster Linie beteiligtenGcmeinden Dietzenbach, Bieber, Heusenstamm und Offenbach sprachen sich für die Durchführung des Projektes aus. Die Ent­fernung zwischen diesen beiden Stationen betragt in Luftlinie nur 10 Kilometer.

HeMn-MMan.

]f Marburg, 18. Mai. In der jüngsten Skadtverordnetensitzung erfolgte seitens des Oberbürgermeisters Dr. Voigt die Einführung des neuen Stadtbaurats Hilmer aus Cöthen, dem auch Sitz und Stimme im Magistrat zugebilligt ist. Es fand auch eine Aussprache über den Haus­haltsvoranschlag statt, der, wie schon mit» geteilt, mit 2 440 000 Mk. abschliefst. Da der Steuer­bedarf sich auf rund 1260 000 Mk. stellt, ist vor- geschlaaen, die beiden Hauptsteuern, nämlich die Ge­werbesteuer und Grundsteuer, zu erhöhen, erstere von 200 auf 400, letztere auf 375 Prozent, allerdings unter Wegfall der 100 Prozent betragenden Haus- z';wsteuerzuschläae. In der Sitzung wurde ferner der Aufnahme ei-nes Darlehens von 100 000 Mk., sobald sich eine günstige Gelegenheit bietet, zugestimmt. Für das Elektrizitätswerk sind 75 000 Mk. nötig. 'Auch hier erfolgte Zustimmung. Am Freitag wurde vom Landgericht ein Mann zu II Jahren G e - f ä n g n i s verurteilt, der vor zwei Jahren im Zu­hörerraum des Gerichts einem dörflichen Familien­prozeß beigewohnt und diese Kenntnis dazu benutzt hatte, sich später bei der einen Beteiligten, einer in dürftigen Verhältnissen lebenden Witwe, als Rechts­anwalt einzuführen und diese um 31 Ztr. Frucht und zwei (9än(e zu beschwindeln. Es hat lange gedauert, bis die Geprellte denHerrn Dr." in der Person des Angeklagten, der schon mehr auf dem Kerbholz hatte, ermittelte.

Kreisfeue?wehrtQg Metzen.

P Lich, 17. Mai. Heute fand hier der dies­jährige .Kreisfeuerwehrtag für den Kreis Gießen unter dem Vorsitz des Ober- regierungsrales Dr. Heß statt. Anwesend waren außer dem Kreisfeuerwehrinfpektor D i ct o r e aus Gießen eine Abordnung der Freiwilligen Feuer­wehr Marburg und die fämtlidhen Bürgermeister und Feuerweh rkemmandanten des Kreises. All­gemein wurde bedauert, daß der Vorstand des Landesverbandes, sowie die Hessische BranS- versicherungskammer Darmstadt nicht vertreten waren und daß es auch dem Referenten für das Feuerlöschwesen beim Kreisamt Gießen, Re­gierungsrat Wolf, nicht möglich war, der Ver­sammlung beizuwohnen.

Der Sitzung ging um 21/» Uhr eine Ue&ung der Freiwilligen Feuerwehr Lich vor»

bungen saubere Dörfer. Weinberge und Wein­keller, sonst nichts. Die ausgestellten Blätter bringen den Beweis, daß hier sehr umzulernen ist. Bon Ober Hessen sind die interessantesten Städte, Dörfer, Klöster und Ruinen zusammen- getragen; noch fehlt allerdings Alsfeld und Gießen.

An Hand der Bilder führte der Vortragende seine interessierte Gemeinde durch die hessischen Provinzen. Reben manchem Bekannten sah man noch viel unentdeckte Schönheiten, deren Ge­schichte und Würdigung man erfuhr. Die rhein- hessischen Kirchen, die vorwiegend aus Stein ge­baut sind, stehen so schon rein äußerlich zu den Kirchen Oberhessens mit feinem größeren Holz­reichtum im Gegensatz. In Udenheim interessiert eine Kirche, die in den Größenverhältniffen und Stilfolgen eine fast grotesk anmutenbe Umkeh­rung aufweist. Der Wetzlarer Heidenturm er­innert an die Architektur ähnlicher Bauten in Brindisi und Bari: eine für die Geschichtsfor­schung interessante Feststellung. In Lich haben die Glockeng'eßer schon vor Gutenberg bewegliche Lettern bzw. Guhformen gehabt, wie eine Be­sichtigung der Glocken zeigt. Geschichtliche Daten gab der Redner von Ilbenstadts romanischer Ba­silika, die 1123 von Gottfried und Otto von Kaz-enberg gegründet wurde. 1150 begann man mit dem Bau, in Den Prämonftratenfermönche einzogen. Letzt ist es ein Benediktinerfitz.

Der älteste Teil von Münzenberg stammt aus den Iahren 11501170. Vielleicht

aus. Die Brandidee war folgende: Das Rtt- Haus ist als Wollspinnerei g^aach! In diesem Gebäude ist im dritten Stoa, des Südflügels bei Südwind Feuer ausgeb roch en. das bereits aus den Treppenbau übergegrifsen hat. Die Ar­beiter, die im dritten Stock waren, haben sich nach dem Ostflügel geflüchtet und erwarten durch die Feuerwehr Hilfe. Die Sanitätsmannschafr muh sofort in Kenntnis gesetzt werden, da an­zunehmen ist, daß Unglücksfälle vorgekommen sind. Die Uebung wurde in erakter und muster­gültiger Weise vorgenommen. Fünf Minuten nach dem Alarm war bereits die Menschen- rettung unter Verwendung der großen mechani­schen Leiter und des Rettungssackes erfolgt. Die geretteten Personen wurden der sofort an- gerüdten freiwilligen Sanitätskolonne Lich über­geben, die in dem Hofe des gegenüber liegenden HotelsZum Löwen" ihren Verbandsplatz auf- geschlagen hatte und dort in vorbildlicher Weise ihres Amtes waltete. Sechs Minuten nach er­folgtem Alarm ergoß sich der erste Wasserstrahl über das Draridobjekt von der Südseite aus, während die zweite Spritze darum bemüht war, ein Uebergreifen des Feuers auf die Nachbar- gebäude zu verhüten. Nach erfolgt« Menschen-- rettung wurde ein weiterer Wasserstrahl von der mechanischen Leiter aus auf das Gebäude gerichtet. Die Uebung zeigte wieder die hohe Schlagfertigkeit der Licher Freiwilligen Feuer­wehr und die Güte ihrer Ausrüstung.

Im Anschluß an diese Uebung wurde die Motorspritze der Feuerwehr Gießen zunächst am Stadtturm und dann auf der Bleiche vorgeführt. Die Leistungsfähigkeit dieser Spritze ist anerkennenswert, doch vermochte sie gegen­über der gewaltigen Höhe des vtadtturmes sich nicht recht zur Geltung ru bringen, was ihr bei der nachherigen Vorführung auf der Bleiche, wobei das Wasser der Wetter entnommen wurde, besser gelang. Daselbst waren auch drei Vertreter für Feuerlöschapparate anwesend, um au selbst errichteten Bretterbuden und dergleichen ihre Leistungsfähigkeit zu beweisen, was ihnen mit mehr oder weniger gutem Erfolge auch gelang.

In der anschließenden Sitzung entbot Bürger - meifier Völker- Lich dem Regrerungsvertretev sowie den übrigen Gästen den Gruß der Stadt Lich. Der GesangvereinCacilia" von Lich hatte es sich nicht nehmen lassen, durch einen prachtvollen Gesangsvortrag die Sitzung zu er­öffnen uiü> später noch zwei Chöre in meister- . Hafter Weise unter großem Beifall vor iteagcm. Der erste Punkt der Tagesordnung nahm einen breiten Raum ein. Ec behandelte das Feuer­löschwesen im Kreise Gießen. Ober»

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............... !!!IHMII IIIIUI iraax<^yc^ris-JGBacj^u»gronBtxiiiiBi arbeitete hier derselbe Steinmetz wie in Geln­hausen. In Frau-Rombach fand der 'Red­ner alte, übertünchte Wandgemälde, die He- rakliuslegende.

Mit dem Hinweis, daß er an feiner begonne­nen Arbeit fleißig weiters.hassen werde - denn sie ist noch immer nicht vollständig, wie z. B. die Lorscher Torhalle, die Einhard -Zasilika und die Peter- und Paulskirche in Wimpfen, endete der Vortragende feine Führung.

In den Räumen des Turmhauses ist noch weiterhin die Rekonstruktion des bereits an dieser Stelle erwähnten Kaiserpfalzmodells nach den Ausgrabungen von Profx'sor Rauch zu sehen, das von Bildhauer Haas angeserttat und von Bildhauer Fries fotorie'f worden ist. Auch die PlastckStehendes M'idchen" ist noch aus­gestellt: die Arbeit stammt nicht, wie uns seiner­zeit falsch berichtet wurde, von Herrn Haas, son­dern von Herrn Grafe

Tanzspiel:Aufriß"

in 13 Tanzen von HanS E Steinbach.

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