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zugrunde

2m Reichstags-Aatersirchnrrasausschuß für die Kreditafsären

wird der Prokurist Scharwenker.

seinerzeit

Minister gar nicht

9«' der

Antrag Behrens sofern die Haus-

schädigung der für diesen Gegenstand gelegte Betrag.

über Barmat hätten den beschäftigt

3m Reichstag ist ein (Dntl.) eingegangen, der,

Die Vorgänge in Halle.

Berlin, 20. März. (WTB.) Wie mehrere Blätter melden, hat die O b d u k t i o n der Leichen der bei den Hallenser Zusammenstößen getöteten Kommunisten ergeben, daß inehrere der Toten nicht erschossen, sondern im Gedränge er­drückt worden sind. Bei einem der Toten wur­den im Schädel Geschoßteile vovgefunden, die nach Aussage der Gerichtssachverständigen nicht aus einer P o l i z e i p i sto l e her­rühren. Es handell sich um ein Dleigeschoh aus einem Trommelrevolver. Es steht demnach fest, daß der Mann aus der Ver­sammlung heraus erschossen wurde. Gestern nachmittag ist auf dem Gertraudenfried- Hof die Beerdigung der Opfer des Blut­vergießens im Vvlkspark ohne jede Storung vor sich gegangen. Der Bestattung ist ein Umzug der Kommunistischen Partei durch die Stadt vorauf­gegangen, an dem Taufende teilnahmen.

Die ReichsprZsidenten- kandidaten.

Berlin, 19. März. (WTB.) Die auf Grund von Wahlvorschlägen für den ersten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl zuge - lassenen Anwärter, deren Aamen auf dem amtlichen Stimmzettel vorgedruckt ind, find folgende:

1. Otto Braun, preußischer Ministerpräsi­dent a.D., Berlin.

2. Heirr'ch Held, bayerischer Ministerprä- s'dert, München.

3. Willy H e l l P a ch, badischer Staatspräsi­dent, Karlsruhe.

4. Karl Jarres. Reichsminister a. D. und Oberbürgermeister. Duisburg.

5. Erich Ludendorff, General der In­fanterie a.D., München.

6. Wilhelm Marx, Reichskanzler a. D.. Berlin.

7. Ernst Thälmann, Transvortarbetter, Mitglied des Reichstags, Berlin.

Die Völkischen für Jarres.

Berlin. 19. März. (WTB) Die Gesamt­leitung der Deutschvölkischen Freiheitsbewegung hat beschlossen, einmütig die Kandidatur Dr. Jarres zu unterstützen und von jeder Sonder- kandidatur abzusehen.

Die landw rts ast ichen Kredite in Hessen.

Darmstadt, 19. März. Der Abg. Wolf- Effolderbach (Bbd.> bat im Hessischen Landtag einen Antrag eingebracht, wonach die F r i st zur Rück­zahlung der landwirtschaftlichen Kre­dite vom Herbst 1924 zur Beschaffung von Saat­gut und Düngemitteln vom 1. Oktober 1925 a u f den 1. Januar 1926 erstreckt werden soll. Auch wird die Anregung gegeben, den Schuldnern es zu ermöglichen, kurzfristige Kredite in l a n g f r i st i g e umzuwandeln

Leiter der Schmalzabteilung der Reichsfettstelle, vernommen. Der Zeuge beiundet, das; nach einer schlechten Erfahrung mit einem großen Schmalz­auftrag die Fett stelle mit Darmat kei­nen Abschluß mehr tätigen wollte. Die Leiter der Feltftellc wurden darauf in das Er­nährungsministerium zitiert, wo in Gegenwart Barmats eine erregte Auseinandersetzung statt- sand. Auch Dauer sei zugegen gewesen. Das Er­gebnis war. daß Verträge mit D a r m a t nicht mehr geschlossen, wurden. Minister Schmidt teilte dazu mit, daß er damals nicht mehr Minister war. Ministerialrat Dr. Stau- d i n g e r vom Reichswirtschastsministerium be­kundete, daß Minister Schmidt immer strengste Objektivität walten lieh. Barmat sollte nicht besser und nicht schlechter behandelt worden als andere Geschäftsleute. EinzUb.sHwerden an und

zins st euer weiter erhoben wird, eine Reihe von Gesetzentwürfen fordert, in denen bestimmt werden soll, daß bis zu fünf Prozent der Friedensmiele aus den Erträgnissen der Hauszinssteuer zur Wiederinstandset- zung der Häuser und als Unter- stühungsfonds für nicht zahlungs­fähige Wieter ve rwendet werden soll. Wei­tere 1 0 Prozent sollen an die Invaliden- und Ange stellten Versicherung zur Wiederauffüllung ihrer Derinögensbestände ab­geführt werden. Rach Auffüllung der Vermö­gensbestände soll die Hauszinssteuer nicht mehr erhoben werden.

Die Deutsche Rentenmark- Kreditanstalt.

Aus dem Reichsrat.

Berlin, 19. März. (WB.) Der Reichs- tat hat einen Gesetzentwurf über die Errichtung der Deutschen Rentenmark-Kreditanstall a n < nommen Vor der Abstimmung eriläite

Kleine politische Nachrichten.

Wie der Londoner Berichterstatter' desEcho de Paris" meldet, besteht bei der englischen und französischen Regierung Uebereinstimmung darin, daß der Kontrollbericht über die Entwaffnung Deutschlands zum Teil veröffentlicht werden soll.

Das englische Königspaar hat sich auf die Reise nach Genua begeben. Es wird an Bord der Kgl. Jacht ^Viktoria und Albert" eine Mittelmeerreise antreten.

Das englische Königspaar traf gestern 12.15 Ahr in Ealais ein. Ein offizieller Empfang fand nicht statt, der Königin wurde ein präch­tiger Strauß roter Rosen im Ramen des Präfek­ten überreicht Während der Erholungsreise des Königs wird der dritte Sohn des Köa.gs, Prinz Henry, gemeinsam mit dem Erzbischof von Eanterbury, dem Premierminister Stanley Baldwin und dem Lvrdkanzler, Lord Cave, die Regentschaft führen.

bayrische Gesandte v. P r e g e r namens der b a y- > rischen Regierung, daß diese ein Beim > nis für die Errichtung eines neuen zentralen 1 Kreditinstituts in Berlin für die Zwecke des land- wirtschaftlichen Realkredits nicht anerkennen imö |

Aus -en Reichstagsausschüssen.

Berlin. 19. März. ($11.) In der heutigen Sitzung des Aufwertungsausschusses des Reichs­tages erklärte Reichsjustizminister Dr. Frenken, daß im Kabinett inzwischen die entscheiden­den Entschließungen über den Auswer- tunasgesehentwurs gefaßt seien und die An­wendung des Gesetzentwurfes unmitt l.ar bevor- stehe. Im Anschluß daran ersuchte Abg. Hergt (Dntl.) die Regierung, schon morgen im Ple- n um bei der Beratung des Gesetzentwurfes über die Verlängerung der Aufwertungsfrist die Hauptpunkte der gefaßten Kabinettsent- schliehung mitzuteilen, damit die Beun­ruhigung im Lande nicht weiter um sich greife. Reichsjustizminister Dr. Frenken tollt mit, daß die Aufwertungsvorlage der Regierung noch vor der Präsidentenwahl den geseh- aebenden Körperschaften tzugehen werde. Rach tangeren Erörterungen präzisierte der Minister seine Erklärung dahin, daß der Gesetzentwurf noch im Laufe der nächsten Woche dem Reichstag zugehen werde. Der Ausschuß be­schäftigte sich darauf mit dem Gesetzentwurf, der die Fristen der 3 Steuernotverord­nung bis zum 30. Juni verlängert. Der Aus­schuß stimmte diesem Gesetzentwurf zu.

Frankreich und -er Vatikan.

Die Laiengesctze vor der französischen

Kammer.

Paris, 20. März. (TU.) Die gestrige Karn- mersihung wurde bei dicht besetztem Hause er­öffnet. Auf der Tribüne bemerkte man viele Vertreter der Geistlichkeit in Priester­tracht. Eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung wurden die Tribünentore wegen Heberfüllung 9010^10116^. Gleich nach Eröffnung der Sitzung kam es zu einem kleinen Zwischenfall, als der Abgeordnete Maes eine ihm. zugeschriebene Zwischenbemerkung berichtigte, er hätte erklärt, der elsässische Abgeordnete Walter müsse a l s Franzose, nicht als Elsässer sprechen und auftreten. Es sei geradezu eins Gemeinheit, anzunehmen, daß er damit einen Unterschied zwischen Franzosen und Elsässern machen wolle. Er trat für die uneingeschränkte An­wendung der Laiengesehe auch in El- saß-Lothringen ein. Darauf erbittet Ca-- zals Auskunft über die Haltung der Regierung zu dem Schreiben der Kardinäle.

Cazals betonte ebenfalls die Rotwendigkeit einer vollständigen Anwendung der Gesetze in Eisrh-Lothringen. Selbstverständlich solle es den katholischen Eltern in Elsaß-Lothringen über­lassen bleiben ihre Kinder, wenn sie wollen, auch auf lätholische Schulen zu schicker. Der Ab­geordnete Pfleger ruft dazwischen: Das ist unwahr! (Widerspruch und Lärm bei der Mehr­heit.) Eazals spricht die beftimmte Erwartung aus, daß die Auffassung der Kardinäle weder in Frankreich noch in Elsaß-Lothringen durch- biIngen werde. Darauf spricht der frühere Kultus­minister Berard im Sinne der Reutralität des Staates in Sachen der Religion. Er erkennt die Laiengesetze als solche ausdrücklich an, macht dann aber unter dem Beifall der Opposit oa weit­gehende Vorbehalte. Die radikalsozia- li stische Gr uppe der Kammer hat bere'ts eine Tagesordnung ausgearbeitet, in der sie der Regierung unter schärfster D rurteilung der Bot­schaft der Kardinäle das Vertrauen aus­spricht. Die -Tagesordnung wird am Schluß der heutigen Sitzung zur Abstimmung gebracht werden.

daher dem Entwurf nicht zu stimmen könne. Ministerialrat Erythropel beantragte na­mens Preußens, in den § 7 des Gesetzes über die Verwendung des Reingewinns folgende De» timmung aufzunehmen: Hat das Kapital der Rentenbanllreditanstalt einschließlich der Rück­lagen und Sonderrücklagen den Betrag von 500 Millionen Mark erreicht, so ist der Rein­gewinn an das Reich abzu führen, das ihn den Ländern zu landwirtschaftlichen Zwecken zu überweisen hat. Der Qlntrag wurde angenommen, ebenso ein bayerischer Ab­änderungsantrag, wonach die auszugebenden Pfandbriefe durch inländische Hypo­theken an land- und forstwirtschaft­lichen Grundstücken gedeckt sein müssen.

Ferner wurde angenommen ein Gesetzent­wurf über Militärgerichte und das mili­tärgerichtliche Verfahren, wonach in Abänderung des nach der Revolution eingeführ­ten Verfahrens die Kriegsgerichte künftig zusammengesetzt werden aus einem Kriegsgerichts­rat, zwei Beisitzern, von denen einer ein Offizier ein muß, während der andere gewählt wird ent» prechend dem Dienstgrad des Llbzuurteilenden.

Der HaushaltungsauSschutz

des Reichstags beschäftigte sich zunächst mit Den Anträgen des Dollswuuschaftlichen Ausschusses

über die Kreditnot des Mittelstan­des. Von feiten der Regierung wurde fest- gestellt, daß sie bereit sei. die erforderlichen Wittel zu einem annehmbaren Zins- s a h zur Verfügung zu stellen. Rach längerer Aussprache wurde ein Antrag angenommen, der die Reichsregierung ersucht, zur M lderung Der Kreditnot des selbständigen Mit.elstandes die Reichsbant zu veranlassen 3 0 Millionen G o l d m a r t als Darlehen auf ein Jahr zur Verfügung zu stellen. Sollte die Beschaffung der Summe auf diesem Wage nicht möglich sein, so soll aus Mitteln der Reichspost ein Betrag gegeben werden.

Der Reichstagsausschuß für die EntschädigungS- grfehe

stimmte einer Reihe von Richtlinien über die Gewährung von Rachentschädigungen für die Liauidations- und Gewalt» s.ch ä d e n zu. Als Rachentschädigung werden fest­gesetzt bei einem Grundbetrag von 50 000 Mk. -für die ersten 2000 Mk. 100 Prozent, für die ^weiteren 28 000 Mk. 10 Prozent und darüber 5hinaus bis zu 50 000 Mk. 6 Prozent, ferner bei einem Grundbetrag von über 50 000 bis 200 000 i 'HXart für Die ersten 50 000 Mk. 12 Prozent, für Die weiteren 50 000 Mk. 8 Prozent und Darüber hinaus bis zu 200 000 Mk. 6 Prozent, ferner bei einem Grundbettag von über 230 000 Mk. 8 Pro­zent. Als GrunDvetrag gilt im Falle des Ver­lustes des Gegenstandes Der Berechnung der Ent-

Das Leiden Lord EurzvnS ist ein schwe­res Blasenleiden. Rach einem um Mitternacht herausgegebenen Bericht ist das Befinden Cur­zons hoffnungslos.

Reuter meldet aus Kairo, daß die Gerichts­verhandlungen gegen den Sirdar-Mörder im Mai stattfinden werden. Eine Aufsehen er» regende Mitteilung machte bei der gestrigen Un­tersuchung ein 'Verhafteter, der gestand, an sie­ben politischen Worden und Mord­versuchen. die in Aegypten im Jahre 1922 stattfanden, beteiligt gewesen zu fein. An dem zunächst in Frage stehenden Sirdar-Mord scheint dieser Mann jedoch unbeteiligt zu fein;

Hochschulnachrichten.

Die philosophische Akademie in Erlangen in Gefahr.

Erlangen. 18. März. Die philosophische Akademie in Erlangen oder wie sie im Äreje der Eingeweihten nach dem hochherzigen Stifter auch genannt wird, dieR o l f ° Hoffmann- Akademie". ist von einem schweren Schicksals­schlag hermgesucht worden. Wo vor wenigen Wochen noch regstes philosophisches Leben sich entfaltete, wo ein erlesener Geschmack mit liebe­voller Sorgfalt und uneigennütziger Freigebigkeit ein Heim geschaffen hatte für die städtemüden Qlbenteui'er des Geistes", für die Philosophen aller Länder, wo ein uralter Park zu stimmungs­voller Meditation, wo De-rassen mit erhabenem F wnblick in deutsche Landschaft zu geistiger Er­hebung, wo friedliche Parkwinkel zu beschwing'.er Aussprache, und wo stimmungsvolle Arbeits­räume zu ernstem Studium verlockten, herrschen jetzt die Geister der Zerstörung. Unterirdische Einstürze im Berg haben plötzlich die Fun­damente des Hauptgebäudes der Akademie unter­höhlt, Die Mauern neigen s ich zum Sturz, Decke und Wände zeigen breitklafiende Wunden, und keine menschliche Kunst vermag mehr den drohenden Zusammenbruch aufzu­halten. Die Insassen der Akademie mutzten fluchtartig Haus und Gelände räumen.

Was das bedeutet, vermag nattirlich nur einzusehen, wer den Sinn dieser großange­legten Stiftung begriffen hat und Zeuge davon gewesen ist, wie eigenartig sich dieser Sinn in Den letzten Jahren verwirklichte. Jenseits jener Grenzen, die enger Menscheng nst setzt also jen­seits vor allem Der politischen und religiös-kon­fessionellen Gegensätze traf sich hier die sublimste Geistigkeit der Welt zu unmittelbarem Ideen­austausch. ©in Zeugnis von vielen: Ernst Troeltsch, gewiß ein Geringer unter Den Füh­rern des modernen Geisteslebens, verbrachte hier fast jeden freien Tag seines letzten Lebensjahres, er schrieb hier seine für England bestimmten Vor­träge und pflegte diesen Ort seiner philosophischen Deichwingung seineInsel" sein pDrauilland" zu nennen.

Die Akademie also ist obdachlos, und wenn nicht tatlräftige Hilfe ttllturbewußter Mäzene eintrifft, wird viÄeicht der zukunftsreiche Ge­danke des Stifters und Gründers Rolf Hoff­mann an bieiem Schicksalsschlage zugrunde gehen. Zwar existieren bereits herrliche Pläne zur Siche­rung des Geländes, zum Wiederaufbau, ja, zur Erweiterung Der Anlagen. Ob es aber ge­lingen wird, in dieser als materialistisch ver­schrienen Welt Menschen zu finden, die wirt­schaftlich kräftig genug sind und zugleich so idealistisch gesonnen, daß sie diese günstige Ge­legenheit ergreifen werden, unsere Zeit von jenem schweren Vorwurf durch eine großzügige Hilfe zu befreien, das wird Die nächste Zeit lehren.

Professor v. Wassermanns Einäscherung.

Unter starker Beteiligung wissenschaftlicher Kreise fand heute vormittag in dem alten Krema­torium Der Gerichtsstiaße in Berlin Die Ein­äscherung Der sterblichen ileberrefte Professor b. Wassermanns statt. Eine kaum überseh­bare Fülle von Kränzen, Die von Universitäten, Fvrschungsanstalten und Einzefiiersonen gespendet waren, waren an dem Sarg niedergelegt worden. Rach den Worten des Predigers nahm Staats­minister a. D. Dr. Schmidt-Ott das Wort, um namens Der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Den großen Forscher zu ehren. Für Das von Wasser­mann 12 Jahre lang geleitete Kaiser-Wilhelm- Jnstitut für experimentelle Therapie sprach Pro­fessor R e u b c r g , für das Robert-Koch-Jnstitut, Dem der Verstorbene 22 Jahre angehörte, Direktor Geheimrat R e u s e l d , für Die Universität, Der Dekan der medizinischen Fakultät Geheimrat Lu- barsch.

Abg. Dr. Kähler ;um D. h. c. ernannt.

Die theologische Fakultät der Universität Halle ernannte den Landtagsabgeordneten Professor Dr. jur. et phil. Kähler wegen feiner Verdienste um die evangelische Kirche und um die preußischen Uni­versitäten zum Doktor der Theologie ehrenhalber.

Aus aller Welt.

Ehrung gefallener Reichstagsmitglleder.

Der Ausschmückungsausschuh des Reichstags beschloß heute, das Andenken Der im Weltkriege gefallenen Mitglieder und Beamten des Reichstags durch Errichtung einer Gedenk­tafel im ReichstagsgebäuDe zu ehren.

DergwerkSunfall.

Auf Der Zeche Langenbrahm IIII bei Bo­chum verunglückten drei Bergarbeiter t ö D l i ch. Die Arbeiter waren auf Der Halde mit dem Kippen von Schlamm beschäftigt: Der Schlamm kam ins Rutschen, und Die Arbeiter tarnen darin um.

Grubenunfall in Essen.

Auf der Z e ch e Osterfeld lösten sich an einem Urte, wo sieben Bergleute beschäftigt waren, aus den hängenden Grubensteinen G e - st e i n s m a s s e n. Zwei Bergleute, zwei Brüder aus Sterkrade, gerieten unter das Gestein, wäh­rend die fünf anderen sich retten konnten. Die bei­den Brüder wurden in schwer verletztem Zustande in Das Krankenhaus überführt.

FranzösischeWirtschaft".

In Dem durch Den Raubbau des französischen Bergfiskus ernstlich gefährdeten Ort S ch n a P > p a ch nimmt nach Meldung DesTageblattes" aus Saarbrücken Die Zerstörung Der Häu - s e r weiter zu. In allernächster Zett müßten wiederum hohe Häuser wegen Einsturzgefahr ge­räumt werden. Auf dem Sportplatz im Ruhbach- tal entstand eine umfangreiche Erdsenkung, wo­bei das Erdreich in einem Umfange von 8 Metern I in die Tiefe stürzte

Vas ©ruoenanglfl» in IBefttrtrginML

Die bei Dem Grubenunglück in Desto! ryini» eingeschlossenen 22 Bergleute konnten bisher nicht geborgen werben, lieber ihr Schicksal ist vorläufig nichts bekannt.

Tod In den Bergen.

Aus Davos wird gemeldet: Am Fh^ela- weithorn gerieten der 50jährige Bergführer Jo­hann Güler aus Klosters und der 55jährige Dr. K o n st a n z aus Berlin in einen S chn er­rat s ch, von Dem sie vollständig zugedeckt wur­den. Zwei andere Herren, die Den Vorgang be­merkt hatten, veranlaßten, daß nach den Ver­schütteten gesucht wurde. Bisher konnte die Lag« der Verschütteten nicht festgestellt werden. Eino Rettungskolonne ist »on DavvS abge­gangen.

Rebellisches Strahenpflafier

London, 20. März. (WTB. Funkspruch.) In London erfolgten unter dem Pflaster einer Straße 6 Explosionen, die dadurch entstanden sind, daß infolge Kurzschlusses Der elektrischen Lei­tungen Die Gase in Den 'Jiö ren explodier- ten. Das Pflaster wurde aufgerissen. und mehrere Personen verwundet.

Der Feuerschaden in Tokio

Rach einer soeben eingetroffenen Meldung beträgt Der Gesamtschaden, der durch die Feuersbrunst in Tokio angeliebtet wurde, über 22 Millionen Ben. 1700 Häuser wurden durch Feuer zerstört, 10 000 Menschen sind ob­dachlos.

Schlagfertige Professoren.

Nach einer Meldung aus Tientsin wurde bet chinesische Kultusmini st er auf dem Dege zu seinem Ministerium von hundert Profes­soren Des staatlichen Gomnasiums überfallen und mit Stockschlägen bearbeitet. Durch rasches Eingreifen Der Polizei konnte Der Minister befreit werden. Der OrunD Dieses Ueberfalles ist unbe­kannt.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 20. März 1925.

Steuererleichterungen für Landwirte im Notgebiet.

Rach einer Mittellung der LandwirtschaftS- kammer sind in einem Erlaß Des ReichsministerS Der Finanzen über Das Rotgebiet u. a. folge tDe Bestimmungen getroffen toorDta:

Einkommensteuer. Die Raten vom 15 Rovember, 15. Februar und 15. Mai werden ge­stundet: das gleiche gilt für einzelne Betriebe, deren Ernte zu mehr als 50 Prozent geschädigt ist. Ob die (StnEommenfteuer für 192 l 25 zu ent­richten ist, hängt von Der Veranlagung ab, die in Der zweiten Hälfte Des Kalenderjahres 1925 ftattfinDcn soll.

Vermögenssteuer. Die am 15. Rovem- 5er fällig gewordene gestundete Rate 1924 ttxrD erlassen. Die am 15. Februar fällig gewordene 1. Rate der Vermögenssteuer 1925 muh grund­sätzlich bezahlt werden. Wit entgegenkommender Gewährung von Tellzahlung auf Antrag ist bet Reichsfinanzminister einverstanden.

Umsatzsteuer. UrnsatzsteuervorauSzahlun» gen werden auch für 1925 gestundet, mit Aus­nahme Der Umsatzsteuer für Verkäufe von Pser- Den, Obst und Sonderkulturen.

Rentenbankzinsender Landwirt­schaft. Die für Die Zett vom 1. Oktober 1923 bis 30 September 1924 geschuldeten Rentenbank­zinsen werden bis auf weiteres gestundet, sofern die Voraussetzungen hierfür fortbestehen. (SS handelt sich hier um die am 1 Oktober fällig gewesene Zinszahlung, die aber fast allgemein schon bezahlt ist.)

Das Landesfinanzmnt hat anerkannt, daß in sämtlichen hessischen Gemeinden außerhalb des Aotgebietes ein Ernteschaden von mehr als 30 Prozent zu verzeichnen ist, so daß Die Möglichkeit besteht, gemäß eines Erlasses des Finanzministers vom 10. Rovember 1924 in weitestem Maße entgegenzukommen. Je» doch müssen Die einzelnen Steuerpflichtigen An­trag auf StunDung Der Einkommensteuer und Herabsetzung Der älrnsahsteuerrichtzahlen stellen ohne Daß aoer ein Einzelnachweis über Die Scha- Denshöhe verlangt toirD. Danach ist den nicht im Rotgebiet befindlichen Landwirten zu emp­fehlen, folgenden Antrag an das zuständige Fi­nanzamt zu stellen:Infolge meines Emtescha- dens 1924 bitte ich um Stundung meiner Ein- komrnensteuervvrauszahlungen vom 15 Rovemb« 1924, 15. Februar und 15. Mai 1925 bis zur Veranlagung. Gleichzeitig bitte ich um Herab­setzung Der Richtzahl für meine älmsatzsteuer-- vorauszahlungen."

Volks-, Berufs- und Betriebszählung 1925.

3m Reichsgesehblatt vom 14. Wär- wird da- Gesetz veröffentlicht, nach Dem noch in Diesem Jahre eine allgemeine Volkszählung erfolgen soll. Mit der Vollszählung verbunden wird eine Be­rufs- sowie eine landwirtschaftliche und gewerb­liche Betriebszählung.

Die statisttschen Aufnahmen werden von Den einzelnen Landesregierungen bewirkt. Die un­mittelbare Ausführung der Zählung erfolgt durch die Gemeindebehörden.

Die vorzulegenden Fragen dürfen sich nur auf den Personen- und Familienstand, Die Staatsangehörigkeit, die Muttersprache, die Religionszugehörigkeit und Den Wohnsitz sowie auf Die Berufs- unD Detriebsvechältnisse be­ziehen. JeDes Eindringen in Die vermögens- und Cinkommensverhältnifse ist ausgeschlossen. Heber die bei der Zahlung über Du» Person- lichkeit Des einzelnen sowie über Die BerMtnisse Der einzelnen Betriebe gewonnenen Aachnchten ist das Amtsgeheimnis zu wahren: sie Dürfen nur zu statistischen Arbeiten, nicht zu anderen Zwecken benutzt werden.

Wer die aus Grund dieses Gesetzes an ihn gerichteten Fragen wissentlich wahrheitswidrig beantwortet oder diejenigen Angaben zu machen verweigert, welche ihm nach diesem Gesetz und den zur Durchsührung erlassenen Vorschriften obliegen, wird mit Gell>strafe bestraft.

:WerrervornuHfage.

Wolkig, etwas milder, westliche Winde, stellenweise leichte Riederschläge.

Das mit seinem Zentrum über Rordftcmdb navien liegende FallgebiLt hat nicht nur nach Ost-, sondern auch nach Mittel- und Westdeutsch* land Ausläufer entsandt, so daß in ganz Deutsr^ land stärkerer Dcucksall eingetreten ist, jedoch sind Riederschläge in unserem Bezirk bisher noch nicht