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2le Hauptverwaltung u<c iauiiu,«:.. ^uyi. Gesellschaft hat vor kurzem die Reichsbahndirek- tionen ermächtigt — einem Anträge des Berban- des reisender Kaufleute Deutschlands entsprechend — neben dem Packwagen einen Wagen 3. und 4. Klasse für die Fahrradauflieferer im Bedarfsfälle einzu- sollen. Auch hierdurch kommt die Reichsbahn den Reisenden mit Fahrrädern soweit als möglich ent- 0e^** Familientag der Matthäus- nemei nbc. Eine reichliche Beteiligung und herrliches Wetter hatte der Familientag der MalthäuSgemeinde am Sonntag aufzuweisen, der. wie alljährlich, mit dem Waldsest der Kinderkirche im Philosophen Wald verbunden war. In einem ersten Teil kam in Wort. Lied. Gedicht und Musik der besonders hohe Wert »um 3uS- druck, der gerade unseren evangelisch-chnstlfchen Gemeindevereinen und solchen Famll.entagen au- kommt. Gedichte von E. M. Arndt. (Sg. Stammler. M. Feesche. vorgetragen von Jungen und Mädchen der Iugendvereinigung. atmeten den gesunden, hosfnungsvollen Deist christlicher Jugend: die Begrüßungsansprache von Lehrer Wehr heim, dem Vorsitzenden der Manner- und Frauenvereinigung der Matlhausgemeinde stellte heraus, wie auch unsere Gemeinde und unser gan*c« Volk eine große Familie sein müsse, und die Ansprache des Gememdepfarrer^ Mahr hielt die Bedeutung der Kirche und der Gemeinde für das gesamte Volksleben fest. Oberstudiendirektor Dr. ‘Baur, am Klavier von Frau Professor Roloff begleitet, fang zwischendurch drei Lieder von Brahms und Franz, die mit hellerr Begeisterung ausgenommen wurden: den ‘Rahmen für diesen und den folgenden Teil gab daS Orchester ab, das mit Märschen und Ouvertüren wesentlich zur Derschönerung deS Rach- mittagS beitrug. — Die Pause ward ausgefüllt von Spielen der Kinderkirche im Freien, auf die dann die große Verteilung der Brezeln folgte, für die die Gemeinde den 9 Böckern der Mat- thäuSgen.einde gegenüber zu Dank verpflichtet ist. Den zweiten, mehr heiteren Teil hatte neben dem Orchester die Jugendvereinigung übernommen. Altdeutsche Tanze auS dem 13. Jahrhundert und ein geistlicher Reigen zum Johannisfest von 1679 („Schwestern kommt zum Reihen") tourben in feiner Stileinheit durchgeführt. Rach einem Geibel- gedicht In oberhessischer Mundart folgte ein kleines Bühnenspiel, das den Unterschied der Jugend in alter und neuer Zeit brachte unb begeisterte Zuhörer sand. Darnach traten allerliebste Elfen zum nächtlichen Johannisreigen an unb streuten den ganzen Zauber dieser eigenartigen Rächt auf die Menschheit aus. Die Volkslieder aus dem 16. Jahrhundert (..Wie schon blüht unS der Maien" und „Dort nieder in jenem Holze"), sowie zwei weitere der neuen Jugendbewegung, die mehrstimmig von Buben und Mädchen gefunden werden sollten, mußten leider ausfallen, da die Zeit schon zu weit vorgerückt war. Der Jugend, die ihr Beste- gegeben hat zur Ausgestaltung dieses Rachmittags. gebührt aufrichtiger Dank und weitere Linierstützung jeglicher Art von fetten aller Gemeindeglieder, die für ihre Heranwachsenden Söhne und Töchter noch offene« Herz und offenen Sinn haben. Rach einem Schlußwort von Herrn R i c b c I, der im Ramen deS Vorstandes und des Kirchenvorstandes sprach und den Dank der Gemeinde zum Ausdruck brachte, schloß mit einem flotten Marsch der trefflich gelungene Familientag ab. der viel Freude aus- gelöst hatte. Htl.
•* D. Sy C. Nach dem lieblichsten Teils des Lvgelberges lenkte am Sonntag der D. Sy C Gießen seine Schritte. Bis Grünberg wurde die Bahn benutzt. Nachdem das reizende Brunnental durch, schritten war, ging es zunächst auf guter Land- strafte, spater durch schöne Waldungen über den Ramsberg nach dem freundlichen Laubach, wo Schloß und Park einer gebührenden Besichtigung unterzogen wurden. Eine wunderbar klare Lust ermöglichte unterwegs prächtige Fernblicke, so grüß-
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berg und die hohen Berge des Taunus. Die weitere Wanderstrecke führte durch das anmutige Horloff- tal zum idyllisch gelegenen Iögershaus, wo Kaffee- rast gemacht und die Kirchenruine des seit Jahr- Hunderten verschwundenen Dorfes Ruthardhausen besichtigt wurde. Auf landschaftlich reizvollen Wegen mit prächtigen Ausblicken auf den hohen Bogels- berg, erfolgte der Weiternmrfch an der Kilians- Herberge vorbei, zum Endziel Schotten, von wo nach einstündiger Rast die Heimfahrt angetreten wurde.
Hochschulnachrichten.
Von der Landes-Universität Wicften.
L. U. Die Philosophische Fakultät hat dem Fabrikdirektor Heinrich S ch u d t in Wiesbaden, zum Gedächtnis des Tages, an dem ihn die Fakultät vor 50 Jahren zum Doktor der Philosophie ernannt hat, das Diplom erneuert.
Der außerordentliche Professor an der Unioer. fität Marburg Dr. Tillich hat einen Ruf als Dr. dinarius für das Fach der Systematischen Theologie, als Nachfolger des Prof. Dr. E. W. Mayer, er hallen.
Turnen, Sport und Spiel.
Neit- und Fahrturnier in Giehen.
DaS am kommenden Sonntag, 19. Juli, in Gießen auf dem Sportplatz an der Hardt stattfindende Reit - unb Fahrtur- nier verspricht eine sportliche Veranstaltung erster Klasse zu werden. Es liegen bereits etwa 240 Rennungen vor, darunter für Pferde bekannter Turnierställe aus Hannover «Reitschule). Krefeld (Oetker, Müller), Frankfurt (Heil, Oppenheimer usw.), Eulbach (Graf Erbach). Auch etn- heimische Pferde aus Betrieben in Stadt unb Land konkurrieren und werden zeigen, was in Pferdezucht und -Haltung geleistet wird. Ferner beteiligen sich Reichswehr und Schupo im großen Umfang, sowohl vorn hiesigen, wie auch auswärtigen Standorten (Darmstadt. Marburg, Kassel, Hofgeismar). Es ist zu hoffen, daß die Bevölkerung Gießens und Umgebung dieser schönen Veranstaltung, die nicht alljährlich wiederholt werden kann, unb die Gelegenheit bietet, in Gießen zu sehen, was sonst nur in groben Städten und in hervorragenden Zuchtgebieten geboten werben kann, lebhaftes Interesse entgegenbringt und sie recht zahlreich besucht. Räheres in der heutigen Anzeige.
Kampfspiele des Frankfurter Turnvereins 1860.
Am vergangenen Sonntag fanden auf einem schön angelegten Turn- und Sportplätze die 3. reichsoffenen Kampfspiele des Frankfurter Turnvereins von 1860 statt. Bei herrlichem Wetter halte sich eine sehr große Zuschauermenge eingefunden, um den Wettkämpfen, zu denen die besten Kräfte aus Frankfurt, Mannheim, Ludwigshafen, Offenbach, Braunschweig u. a. Orten gemeldet waren, bei» zuwohnen. Der Gießener Männe r- Turnverein hat zu diesen Wettkämpfen die Turnerin Tilly E s p a ch entsandt. Diese errang im Weitsprung mit 4,42 Meter den 1. (Sieg. Außer Konkurrenz sprang sie sogar 4,80 Meter. Jrn 1 0 0 - M e t e r - L a u s erhielt sie mit 13,8 Sek. den 2. Sieg unb stand nur um eine Zehntelsekunde hinter der ersten Siegerin zurück. Bei den Kampfspielen des T. V. Rieder-Erlenbach gelang es T. Espach im 100-Meter-Lauf den 1. 6 .eg zu erringen, während die Jugendturner H. F e I f i n g im Weitsprung den 2. und H. Peters im 1500- Meter-Lauf den 3. Sieg erhielten. Es sind dies sehr beachtenswerte Ersolge, da gerade zu diesen Wettkämpfen zahlreiche Wettbewerber
uu» oeivtivecg, uuocoig*>yaicn, Mainz. Frankfurt a. W. unb anderen größeren Städten angetreten waren.
Sportverein „Hessen"-Giehen.
Am Sonntag fanden in Wetzlar im Stadion die diesjährigen Bezirkswettkämpfe statt. Infolge der vielen Beurlaubungen konn'.e sich der Verein nur mit wenigen Leuten daran beteiligen, die aber ganz ansehnliche Erfolge errangen. Jrn Weiterung für Anfänger erzielte Dffz.-Anwärter Heyer den 1. und Dbergren. Schäfer den 3. Preis. Letzterer konnte auch im 200-Meter-Lauf für Anfänger den 2. Platz belegen. Der schärfste und ipanncnbfie Komps war der 3000-Meter-Lauf. Die Gießener waren aus einen erbitterten Kampf zwischen dem Weilburger Gehrhardt unb dem Gießener Gefr. Wagner gefaßt. Wagner, von Sonntag zu Sonntag besser werdend, lief ein grobes, taktisch richtiges Rennen, in dem er sich die ganzen Runden von dem Weilburger führen ließ. Diesem immer dicht auf den Fersen bleibend, überholte er ihn 200 Meter vor dem Ziel, unter starkem Beifall der Zuschauer, und zerriß mit 2 Meter Dorsprung das Zielband. Nun hat auch Gehr- Hard im hiesiegen Bezirk feinen Bezwinger gesunden.
Reit- und Fahrturnier in Friedberg.
ss. Friedberg. 13. Juli. Das vom Wetterauer Reiterverein veranstaltete 9. Reit- unb gabrturnier, daS gestern hier auf der Seewiese abgehalten wurde, war auch in diesem Jahre von dem schönsten Wetter begünstigt und erfreute sich von nah und fern eines außerordentlich starken -Besuches. Eine vielhunderlköpfige Menge umsäumte den Sportplatz auf der städtischen Seewiese: zu Fuß, zu Wagen und natürlich auch mit Autos war die Bewohnerschast der Wetterau herbei- geströmt, um der beliebten Veranstaltung beizuwohnen. Und in der Tat wirkt sich die Veranstaltung immer mehr zu einem sportlichen Ereignis ersten Ranges aus, und mit Genugtuung kann man feststellen, über welch vorzügliches Pferdematerial die Wetterau verfügt. Aber die Veranstaltung soll ja in erster Linie nicht sportlichen Ansprüchen, sondern Bedürfnissen der Praxis dienen, und deshalb- wird auch bei der Beurteilung besonderer Wert auf eigene Zucht gelegt. Man kann feststellen, daß die Bemühungen des Vereins schon auf fruchtbarem Boden gefallen sind. Das Programm war mit 13 Rummern vielleicht etwas zu reichhaltig aus- gestattet. Da einzelne Rennen sehr reich beschickt waren, mußte etwas gekürzt werden. Das Rennen verlief ohne ernstliche Unfälle, obgleich einige Stürze vorkamen; nur in einem Falle, bei dem ein jugendlicher Reiter unter sein Pferd zu liegen kam, mußte die Hilfe der Sanitätskolonne in Anspruch genommen werden, doch stellte sich der Unfall glücklicherweise nur als ein leichter heraus. Rachstehend geben wir das Ergebnis der einzelnen Veranstaltungen in der Hauptsache.
Eignungsprüfung für Reitpferde A. 1. Pr. Frl. Molnar-Frankfurt. 2. Pr. Frl. Fix-Fechenheim. Abt. B I. 1. Pr. Major Hertel. 2. Pr. Wachtmstr. Kreß. Abt. B II. Gräsl. Erbachsches Gestüt, 2 Preise.
ArbeitSgespanne im Oelonomie- wagen (Zweispänner). 1. Pr. H. Reif, Dorheim. 1. Pr. Vrennemann, Ob.-Erlenbach. 2. Pr. Ern st Bieler, Gießen.
Arbeitsgespanne im O e I o n o miete a g e n (Mehrspänner). Brennemann, Ober- Erlenbach.
Eignungsprüfung für Reitpferde. 1. Pr. Gräsl. Erbachsches Gestüt. 2. P r. Fritz Schlüter, Gießen. 3. Pr. Gräfl. Erbachsches Gestüt.
Eignungsprüfung für Reitpferde. 1. Pr. Frl. Molnar, Frankfurt. 2. Pr.
Gräsl. Erbachsches Gestüt. 3. Pr. W. Drücke mann. Grohkarben.
Eignungsprüfung für Wagenpferde (Einspänner). 1. Pr. E. Bieler, Giehen. 2. Pr. derselbe. 3. Pr. E. Lorberg. Wickstadt. 4. Pr. K. Kühn, Preungesheim.
Eignungsprüfung für Zweispänner 1. Pr. E. Bieler, Gießen. 2. Pr. H. Pflug, Rieder-Wöllstadt. 3. Pr. Fr. Kaz, Okarben. 4. Pr. Ad. Bausch. Rieder- Wöllstadt.
Eignungsprüfung für Zweispänner. 2 erste Preise E. Bieler- Giehen. Fr. Kaz, Okarben.
Ermunterung- - Jagd - Springen. 1. Pr. Uhrig, Löwenhof. 2. Pr. C. Bieber, Okarben. 3. Pr. Ad. Moscherosch. Burggräfen- rode. 4. Pr. Fr. Walter. Petterweil. 5. Pr. W. Holler. Friedberg.
Leichtes Jagdspringen. 1. Pr. Gg. Uhrig, Löwenhof. 2. Pr. derselbe.
Leichte- Jagdspringen. 1. Pr. Th. Hetz. Dortelweil. 1. Pr. Oberltn. Hamann. 2. Pr. Obltn. Hosmann. 3. Dr. Gräsl. Erbachsche- Gestüt. 4. Pr. Hess. Schutzpolizei. Darmstadt. 5. Pr. dieselbe. 6. Gräsl. Erbachsches Gestüt. 7. Pr. dasselbe. 8. Pr. Paul Heil.
Xrabf obren für Einspänner. 1. Pr. Fr. Walther. Petterweil. 2. Pr. Fritz Schlüter Gießen. 3. Pr. Fr. Krönet, Vilbel.
Gruppenspringen. 1. Pr. Gg. Uhrig, Löwenhos. 1. Pr. Hess. Schutzpolizei. Darmstadt. 2. Pol. W. Abt. Friedberg. 3. Pr. Fr. Hege- fing. Dad-Rauheim. 4. W. Brückmann, Groß- karben.
Schweres Jagdspringen. Ehrenpreis der Stadt Friedberg. Sieger Oberltn. Hamann.
Jugendrennen. 1. Pr. A. Dietz. Rdr.- Weiscl. 2. K. Fischer. Homburg. 3. E. Lorberg. Wickstadt.
Den Rennen voran ging die feierliche Ucber- reichung einer kunstvoll gestickten Standarte an die Retter-Abteilung des Vereins, welche unter Führung ihrer Reitlehrer Rapp und Ihle beachtenswerte Leistungen vorführte und ihren beiden Lehrern alle Ehre machte.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Donnerstag, 16. Juli:
12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 Uhr: Wirtschasts- melbungcn. 4 Uhr: Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirlfchaflsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30—6 Uhr. Nachmittagskonzert des Hausorchesters: „Gaudeamus". 6 Uhr: Wirtfchaftsmeldungen. 6—6.30 Uhr: Die Lesestunde (Aus fernen Ländern): Aus dem Buch: Südamerika, die auffteigende Welt, von Colm Roß. 6.30—7 Uhr: Uebertragung von Kassel. — Bortrag des Ingenieurs Hans Holzhäuser: „Das gesprochene Wort als Beweismittel". 7—7Z0 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs: Vortrag von O. Rottmann-Marbura: „Geaentaktverstär. kung in Niederfrequenzkreisen". 8.30—9.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Schlager-Abend. 10 bis 11 Uhr: Kursus für Einbrecher mit praktischen Ucbungen I.
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