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Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vveryefsen)

zreuag. (5. März (925

Nr. di Swetter Blatt

sechs Waisen, schulpflichtig

von denen das älteste

lingsalter ift

Climbach, 12. März. Bei

der

stamme 3. Kl. 35 Mk., 4. Kl. 33 Mk., 5.

30

31

29

der Heu- Gemeinde

Kl.

Kl.

Kl.

Olnkauf Fischer Preise

Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine

Mk., 6. Kl. 28 Mk., Fichtenstämme 3. Mk., 4. Kl. 30 Ml., 5a. Kl. 30 Ml., 5b. Mk. je Fstm

einer Stärke von 12 Mann unter der Führung des Försters T e x t o r. Der Bürgermeister teilte noch mit, daß der beste der Timmen- taler Dullen wegen Krankheit abgcschasst werden muhte und die Ersatzbeschaffung durch

Vor und nach dem Theater kalte und warme Platten »'2- I

eine- Simmentaler Dullen von ^ycmrid) II. in WillofS. Krers Lauterbach, zum von 800 Mk bereits ersolgt sei. Im

große Frü Ij ja hrS-Pserdemarkt statt. Der Marburger Pferdezucht-Verein verbin-

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Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen

schriftlichen Befreiungskampfes b^eichnete. Der Redner veranschaulichte seine Ausführungen durch eine stattliche Anzahl Lichtbilder. Gestern bewegte sich ein Trauerzug durch unsere Stra­ßen, dem zwei Särge vorausgetragen wurden. Ein tragisches Schicksal fügte es, daß die Ehegatten Heinrich Mank, beide nach längerer Krankheit, an einem Tage in Gießen in der Klinik verschieden. Sie hinterlassen sechs Waisen, von denen das älteste Kind noch schulpflichtig und das jüngste noch im Säug­

weiteren sei ein Schaf- und ein Ziegenbock neu erworben worden.

Ärcie Iricdbcrg

2< Bad-Rauheim. 12 März. Die Ent­lassung der 11 Abiturienten der hiesigen Ern st- Ludwig-Schule fand in feierlicher Weise in Gegenwart des Bürgermeisters, der Stadtverordneten und werterer Gäste statt. Sei­tens der Schule richtete Oberstudiendirektvr Reu­ter beherzigende B^>rt« an die Scheidenden. Die ehemaligen Schüler liehen durch ihren Sprecher D e r h a i n der Anstalt ihren Dank übermitteln. Musikalische und deklamatorische Darbietungen gaben der Feier einen würdigen Rahmen. Dor der Schluhfeier sprach in sehr geschickter Weife Dr. Haeberlein vom Standpunkt des Arztes zu den Schülern, die sich manche wertvolle Auf­klärung mit auf den Lebensweg nehmen konnten.

L. Friedberg, 12. März. Am hiesigen Lehrerseminar bestanden sämtliche Abiturienten. 22 an der Zahl, die Ent- lassungsprüfung. Ostern 1927 verlassen die letzten Seminaristen die Anstalt.

Mrcie Schotten.

Schotten, 12. März. Das Kreisgesund- heitSamt veröffentlicht im .Kreisblatt^ eine Heberiicht über die Gcsundheits- und Sterblichkeitsverhältntsse lm Kreise Scholten im Jahre 1 92 4. Danach war der Gesundheitszustand der Bevölkerung im Kreise befriedigend. Die Erkrankungen an Diph­therie traten gegenüber dem Vorjahr in doppel­ter Zahl (39 in 1924, 16 in 1923) auf, während die Scharlacherkrankungen (25 in 1924, 24 in 1923) sich gleich blieben. In mehreren Orten kamen in epidemischer Ausbreitung zahlreiche Erkrankungen an Keuchhusten vor, von denen 5 tödlich endeten. 3e 1 Fall von llnterleibstyphus wurde aus Ober-Seemen und Rieder-Seemen gemeldet. Als eine erfreuliche Tatsache ist zu verzeichnen, daß Laubach wo jahrelang jedes Jahr mehrere Typhusfälle vorlauten, auch in diesem Jahr ver­schont blieb. 3 Parattzphussälle teueren aus Ge­dern und Ober-Seemen gemeldet. An Wochen­bettfieber erkrankten je eine Frau in Götzen und Gedern. Die Zahl Ser Todesfälle hat im Berichtsjahr wesentlich abgenommen (326 in 1924, 348 in 1923, 373 in 1922). Die meisten Todes- fälle kommen in den Monaten Januar bis einschl. April vor (34 bzw. 32 bzw. 43 bzw. 38). von da ab bleibt die TodeSziffer je Monat ständig unter 30, im August erreichte sie mit 12 den niedrigsten Stand. Die häufigsten Todesur­sachen waren Altersschwäche (in 72 Fällen), Äranfijeit der Kreislauforgane (49), Lungenent­zündung (29), Tuberkulose der Lunge (24), Krebs (23), Gehirnschlag (19), andere Krankheiten des Rervenfystems (12), Krankheit der Atmungs­organe (13).

-i- Schotten, 12. März. Im vergangenen Herbste war man geneigt, ein starkes Faulen der eingekellerten Kartoffelvorräte vorauszusagen. Diese Befürchtung ist erfreulicher­weise nicht eingetrofsen. Die Kartoffeln haben, wenn auch Abgänge durch Fäulnis zu verzeichnen waren, leidlich überwintert, so daß jetzt vieler­orts noch Verkäufe stattfinden und reichliches Angebot an Sehkartoffeln vorhanden ist. Aus der Wetterau werden schwere Wagen S a a t k a r t o s f e l n auf die einzelnen Ort­schaften gebracht, dort zentnerweise verkauft und in die Keller geliefert Man zahlt 5 Mk. pro Ztr. Zum Schutze der Lichtleitungen deS üleberlandwerkes Oberhessen müssen in allen beteiligten Gemeinden sogenannte Licht- wachen gebildet werden. Sie sollen in Zeiten der Unruhen in Tätigkeit treten, die Starkstrom­leitungen auf ihrem Gemarkungsgebiete abwech­selnd überwachen, um verhindern zu können, daß durch Zerstörung der Anlagen die Versorgung der Bevölkerung mit Licht und Kraft gefährdet wird. Zu diesen Lichtwachen sollen als besonders geeignet Förster. Jäger, Feuerwehrleute, Feld­schützen usw. herangezogen werden. Während des Sturmes in vergangener Woche wurde in dem nahen Altenburgskopf ein Schutz- Haus der Forstbehörde von um stürzenden Bäumen zertrümmert. Da es sich nicht lohnt, die Trümmer wieder aufzubauen, beab- fichtigt die Forstbehörde, das Schutzhaus auf Abbruch zu versteigern.

Krcis Bttvin§cn.

?" Ql u 8 dem Riddatal, 11. März. Nach­dem bereits am vergangenen Sonntag die Gipfel deS Vogelsbergs mit blendendweißen Schnee- kappen ins Tal grüßten, schickte der 10. März­tag unserem Tale eine verhältnismäßig hohe Schneedecke, von unseren Kleinen und Kleinsten stürmisch umjubelt Die eingerosteten Schlitten wurden herauSgeholt. ChristkindchenS blitzblanke Schlittschuhe anaeschnallt, Winkers letzte Herrllchkeit zu kosten. Qlber es war nichts mehr Rechtes! Das muhte man bald einsehen! Die Märzsonne nahm den Schnee weg. die Schlitten liefen nicht, weil sie im auf gemeinten Erdboden versanken. Die Meine Welt hoffte noch auf die Rächt, die mit Frost einsehte und eine einigermaßen anständige Schlitterbahn anlegen sollte. Qlber wiederum Enttäuschung. Die Mit­tagssonne setzte daS Werk der Zerstörung fort, und nach vergeblichen Mühen, die Schlttten in Gang zu setzen, trug man sie verstimmt in ihre verstaubten Winkel. Alles hat seine Zeit, auch Schneewehen und Schlittenfahren. Im März aber sollen Kreisel tanzen. Bälle fliegen, Reifen klirren und Meine Händchen nach blauen Veilchen langen!

Ciartcnburg uiid Äbeinhessen.

Darmstadt. 12. März. Der Zeichner und Holzschnittkünstler Georg Restler, der

I) L i ch, 12. März. Aus der jüngsten Stadt- vorstandssihung ist zu berichten: Um die Feldbereinigung in der Gemarkung Lich zum Qlbschluh bangen zu können, hat die Doll- zugskommission der Feldbereinigungsgesellfchaft Lich an die Stadt Lich das Ansinnen gerichtet, die Verbindlichkeiten der Feldbereinigungsgesell- schaft Lich gegen Uebertoeifung des letzten Kosten- ausschlags zu übernehmen. Der Stadtvorstand hat diesem Ansinnen mit dem Vorbehalt statt- gegeben, daß die Feldbereinigungsgesellschaft Lich zuvor bekannt machen läßt, daß von dem Tage der Uebemahme durch die Stadl Lich keinerlei Reklamationen mehr vorgebracht werden können. Der PachtpreiS bzw. Anerkennungsgebühr für die verpachteten städtischen Holzlager- Plätze wurde für das Jahr 1925 in folgender Weise neu festgesetzt: Für Plätze biS zu 10 qm Flächeninhalt einschl. 1 Mk., für Plätze von mehr alS 10 qm bis einschl. 20 qm 1,50 Mk., und für Plätze von mehr als 20 qm 2 Mk. Die städtische Wvhnungs Deputation befindet sich zur Zett hin­sichtlich Der Wohnungsbeschassung für dringende Fälle in einer solchen Zwangs­lage. daß sie den Antrag gestellt hat. dte Stadt möge in diesem Jahre ein Familienwohn­haus mit vier in sich abgeschlossenen Wohnun­gen von je 2 Zimmern und Wohnküche errich­ten, und empfiehlt alS Bauplatz ein städtisches Grundstück am Schwanensee. Rach einem Vor­anschlag erfordert die Ausführung des Projektes einschließlich Holzstall und Einfriedigung in ein­fachster Ausführung einen Kostenaufwand von 1920 000 Mk. Die Finanzierung erhofft man mit dem Ertrag der Mietsteuer und den staat­lichen Daudarlehen bewerkstelligen zu formen. Der Stadtvorstand genehmigte den Antrag, so­fern sich die Finanzierung in der vorgeschlagenen Weise durchführen läßt. Rach einer Verfügung des Kreisamtes Gießen soll bei Einsatz der 2ed> Nischen Rothilfe zur Sicherung Der Versorgung Der Bevölkerung mit elektrischem Strom ein freiwilliger Schuh für die Hochspan­nungsleitungen gegen Sabotageakte in Tätigkeit treten. AuS diesem Grunde soll die Bildung einer derartigen Lleberwachungs- gruppe für das Gebiet der Gemarkung Lich vorgenommen werden. Der Stadtvorstand be­schloß die Bildung einer ^leberwachungSgruppe in

Aus der Provinz.

Landkreis Gieften.

h. Lollar. 12 März. In dieser Woche fand dahier bte ordentliche Generalversamm­lung deS Vereins Ktnderfreund statt. Der die hiesige Kleinkinderschule sowie die Ge° meindekrankenpslege unterhält. Aus Dem Jahres­bericht des Vorsitzenden, Dekan G u ß m a n n. war erfreulicherweise zu entnehmen, daß das Wohl­tätigkeitswerk nach den Erschütterungen her In­flationszeit nunmehr auf festem Boden gesichert dasteht. Besonderer Dank wurde der Gemeinde Lollar für ihre verständnisvolle Unterftühung ausgesprochen, sodann Den Du Der ussch en Eisenwerken, dem hessi schen Verband für ev. Kleinkinderpflege und vielen Gemeindegliedern Lollars, besonders dem Bauernverein für die zahlreichen Ratural- gaben, bie der Anstalt, bzw. Den beiden Schwe­llern überwiesen tourben. Es wurde in 113 5a« mtlien während des Jahres 1924 Krankenpflege geleitet mit 3120 Krarckenbesuchen. 51 Racht- iDarben und 26 Tagpflegen. Die Kleinkinder- schule wurde durchschnittlich von 50 K'mdern be­sucht- Den Schwestern wurde Dank gezollt und ebenso dem langjährigen Rechner des Vereins.

bet mit Dem letzteren eine Prämiierung von Warrn- und Kaltbluttieren.

bL Dillenburg, 12. März. In der ge­samten Dasaltsteinindustrie des Dill- kreises herrscht zur Zeit ein lebhafter Ver­kehr, der in vielen Fällen der Vorkriegszeit nicht viel nachgibt. Die alten Brüche arbeiten eifrig, während in der letzten Zett eine ganze Reihe von neuen Brüchen erschlossen wurde. Die Rachfrage von feiten der Industriellen ist äußerst stark unS dementsprechend sind auch die Preise, die verschiedentlich eine Höhe von 50 000 bis 75 000 Mark für den Bruch erreichten Cs steht ein weiteres Anhalten der günstigen Lage in Aussicht, und vielen Erwerbslosen wird somit wieder Gelegenheit zu einer lohnenden Beschäf­tigung gegeben um in noch stärkerem Maße Gelände für Wohnungsbauten zu er­schließen, beschloß die Stadt, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln den Ausbau von Stra­ße n zu fordern Man hat im vergangenen Jahr mit diesen' Arbeiten bereits begonnen und auch schon ein gut Teil vorangebracht. In erfreulichem Maße kann man in der letzten Zeit auch in den Gemeinden des Dillkreises eine rege Dautä tigkeit beobachten. In den Rachbargemeinden Sechshelden und Rie­de r s ch e l d allein sind zusammen etwa 15 Reu­bauten entstanden Die anderen Dörfer schließen sich kräftig an.

fpd. 5 ranff urt a. M, 12. März. In Hammelburg bet Würzburg wurde eine Ar­beiterfrau auS Fva nlfurt bei der Veraus­gabung gefälschter Zehn-Dillionen- scheine überrascht und festgenommen. So­fortige Qlac&fragen der Hammelburger Polizei bei der Frankfurter Kriminalpolizei ergaben, daß sich die drei Söhne der Frau bereits wegen An­fertigung falscher Geldscheine in H a f t befinden. Bei der Frau konnten noch zahlreiche Falschscheine festgehalten werden.

fpd. Gelnhausen, 12. März. Die Stadt­verordnetenversammlung beschloß die Aufnahme eines Darlehens von 200 000 Mark zur Erweiterung bcA Elektrizitätswer­kes und der Badeanstalt. Ferner soll ein Teil deS Darlehens für die Errichtung von Wohnhäusern bestimmt werden. Die Qkr- fantmlung genehmigte auch Den Sau ein es neuen Realschulgebäudes Die Anstatt wird von 220 Schülern besucht und soll nunmehr bis zur Oberprima auSgebaut werden.

am 13. Wärz 1845 in Darmstadt geboren ist. feiert hier in körperlicher und geistiger Rüst gleit seinen 80. Geburtstag. Er erhielt seine zeichne­rische Ausbildung in der Seegerschen Kunstschule in Darmstadt, aus der eine Reihe namhafter Künstler hervorgegangen ist. In München bildete er sich unter Wilhelm von Kaulbach. Dietz und Piloty weiter fort und war Dann viele Jahre, bis die photographischen Reproduktionen das Feld beherrschten, Zeichner für illustrierte Blätter (»Daheim", .lieber Land und Meer usw.): als solcher unternahm er weite Reisen, um bedeutende Ereignisse mit seinem Stift festzuhallen Auch hat er mehrfach humoristi che Dchri ton illustriert, u. a. die des aus Dießen stammenden Emst Eck­stein. Für das Stadtmuseum in Darmstadt schuf er ein größeres BildPrinz Emil wird von seinen Getreuen in Rußland von dem Crfrierungs- tod gerettet".

* Ofsenbach 12. März Das Sportkartell für Volksbildung und Volksgesundheit und Der Reichsausschuß für Leibesübungen haben an die Stadtverwaltung das Erluchen gerichtet, ein Stadtamt für Leibesübungen ins Leben zu rufen, sowie ein Stadion für Leibes­übungen anzulegen.

Kreis Wetzlar.

2 Wetzlar, 12.-z. Olm nächsten Montag beginnt vor der Großen Strafkammer Limburg, die eigen- dazu in Wetzlar tagt, der große Wetzlarer PlünderungS Prozeß in zweiter Instanz. W e noch erinnerlich sein Dürfte, wurde dieser Prozeß in erster Instanz im hiesigen Dolksspeisehaus im Mai v. I ver­handelt. Damals waren nicht weniger als 13 4 Personen angeklagt, die teil- frelgc- sprochen, teils verurteilt worden sind. Sowohl die Staatsanwalt schaff, als auch ein Teil Der Ver­urteilten haben gegen das damalige Urteil Be­rufung eingelegt, über die jetzt verhandelt wer­den soll. Etwa 3 0 Personen haben sich als Angeklagte zu verantworten; etwa 80 Per­sonen sind als Zeugen geladen. Den Vorsitz wird LandgerichtSdireÜor Gunst vom Land­gericht Limburg führen. Zur Qlufrechterhaltung Der Ordnung wird ein erhebliches Polizeiaufgebot zur Verfügung gestellt. Der Anllage liegen die wohl noch in Erinnerung befindlichen Oktober- unruhen in Wetzlar zugrunde. Wir werden über die Verhandlungen, deren Dauer voraus lich vier Tage sein wird, berichten. Justiz- inspektor Pfennig bei dem Amtsgericht Wetz­lar ist mit rückwirkender Kraft vom 1. Januar ab zum Iustizodertnspektvr ernannt worden.

Diefenbach, 12. März. Die Jagd Der Gemarkung Tiefenbach wurde heute auf 9 Jahre an Den Fabrikbesitzer Gerwin aus Hilden bei Düsseldorf verpachtet. Pachtpreis jährlich 1500 Ml. Die Jagd ist 1075 Hätar groß. Darunter 350 Hektar Wald.

Hessen-Nassau-

][ Marburg, 12. März. Die Gesellschaft nQHarburger Tonindustrie Dorrn. Ludw. Schmidt, G. m. b. H " ist aufgelöst. Etwaige Gläubiger müssen sich biS zum 1. April bei den Liquidatoren melDen. Im vergangenen Jahre wurde bei einem Gewttter durch Blitzschlag in der luth. Kirche Im Glockengebälle großer Schaden angerichtet. Auch eine Glocke, die sog .Drautglocke", die sowieso nicht mehr ganz intakt war, hatte so gelitten, daß sie jetzt ab­genommen und umgegossen werden muß. Am 19. März findet in Marburg gelegentlich des Kram-, Vieh- und Schweinemarktes auch

flämme 2. Kl. 32.10 Mk.. 3 Kl. 29 Mk., 4. Kl. 28,75 Mk., 5a. Kl. 26.75 Mk., Kiefernstämme 3. Kl. 28.15 Mk. je Fstm.

DerSrod. 12 März. Hier findet am kommenden Samstagabend ein Vertrag über Die Feldbereinigung statt. Redner ist Land- wirtschaftSafsefsor Dr. S e l z e r von Grünberg.

RüddingShausen, 12. März. Am nächsten Dienstagabend wird Landwirtschafts- assesfor D ö ch e r vom Landwirtschaftsamt in Grünberg hier einen Vortrag über Drainage halten.

f Grünberg. 12. März. In der gestri­gen GemeinderatSsihung wurde zunächst die Rechnungsablage für 192 3 erstattet. Die noch einmal einen Dllck in die schlimm« Zeit Der Inflation mit ihren krausen Zahlen werfen lieh. Darauf verlas Der Vorsitzende einen Ent­wurf Der FrieDhosSordnung. Hieran schloß sich eine längere Aussprache über Die gegenwär­tigen ZustänDe auf dem Friedhof. Das Ergebnis war, daß vorerst dieBeteiligung Der Sträucher vorgenommen und eine allgemeine Ord­nung geschaffen werden soll. Für die später« In­standhaltung sollen 200 Mk. in den Voranschlag eingestellt werden. Außerdem sollen für die Gräber. Die keine gärtnerische Pflege mehr haben. Die Angehörigen auf gefordert werden, die In­standhaltung vorzunehmen, andernfalls die Stadt­verwaltung Die Wegräumung der alten Denkmäler. Umzäunungen und Einebnung der Gräber vor­nehmen wird. Die Polizeiverordnung hat eben­falls eine Verschärfung erhalten. Der Voranschlag Des Kreisamts, den Preis für Das Meter Land am Gendarmeriehaus auf 3,25 Mk. feft- zusetzen, wurDe angenommen. Einem Antrag auf 'Verlegung DeS ViehmarkteS während Des Gallusmarktes wurde nicht stattgegeben. Einem Gesuch Der Frau Levin, in dem Hause DeS Jak. Von-Eiss nach Freiwerden ein Haus- Haltungspensionat, verbunden mit einer Kochschule, einzurichten, konnte vom Gemeinde- rat nicht entsprochen werden, well noch nicht fest steht, wann DaS Haus frei wird und ob das Veriügungsrecht Der Stadt zustehl. Da eine ganze Anzahl Leute DaS im Jahre 1924 gekaufte Holz noch zu bezahlen haben, WurDe beschlossen, Daß Diese vorn Fälligkeitstage (Martini) ab 33 e r- zugSzinsen zu zahlen haben. Ferner beschäf­tigte man sich noch mit einer Zahl kleinerer An­gelegenheiten.

' A l b a ch, 12. März. Bei der gestrigen Rutzholzsubmission unserer Gemeinde wurden folgende Höchstpreise festgestellt: Eichen-

| Rektor Saab, für seine umsichtige Mühe An­erkennung und Dank ausgesprochen.

k. Allendors ad. Lda, 12. März Gestern abend sprach Herr Dr. Stier von Gießen im Auftrage der Liga zum Schuhe der deut­schen Kultur über den DaweSplan, Den er als Anfang des unS bevorstehenden wirt-

Das Zttahenwesen in Hessen.

Da auf die vielfachen abfälligen Begut­achtungen deS Gesetzentwurfs über das ©traben- wesen in Hessen erst jetzt eine Antwort erfolgt, scheint Die Vermutung kaum gewagr getoclen zu sein daß diejenigen, die das Gesetz wünschen, keine hinreichend schlagkräftigen Gründe für ihre Ansichten beizubrinqen wüßten. Qlber auch der frag!. Artikel enthält solche Gründe nicht, und «S scheint daß wir auch fernerhin vergeblich darauf warten. Jedenfalls hat der Verfasser nicht alle gegen den Gesetzentwurf veröffentlichten Kritiken sorgfältig gelesen, da er sonst zu der Llcberzeugung hätte kommen müssen, daß jene Kritiken einer vollständigen und eingehenden Kenntnis des Gesetzes und seiner Begründung entspringen.

Daß die QbegrünDung so manches Schone verspricht, waS der Gesetzentwurf an sich ins Gegenteil verdreht, Darüber bringt Der Ver­fasser selbst einen treffenden Beweis bezüglich der Selbstverwaltung. Die wichtigsten sachlichen Argumente für Den erwähnten Widerspruch sind aber bereit- vor längerer Zell öffentlich erörtert Worden.

Daß da- Kunststraßengesetz biS jetzt vollauf seine Schuldigkeit getan habe, trifft bei den­jenigen Kreisen zu. bei denen Finanzen, Ver­waltung und Technik auf der Höhe standen, bei Den andern nicht So würde es auch in Zukunft sein, wenn die Straßen den Krell en verbleiben und dabei Die nötige unD gesetzlich vorgesehene staatliche Oberaufsicht weiter versagt.

DaS über Die DerkehrSzunahme auf Den Straßen und über die volkswirtschaftliche 'Be­deutung Der Verkehrswege AuSgeführte ist durch­aus AUtteffenb, und an Dem, waS über die Art der Straßenunterhaltung gebracht wird, könnte sich mancher Straßenbautechniker ein Beispiel nehmen. Daß die Straßenunterhaltung in tech­nischer Beziehung zurückgeblieben fei, gilt für Die meisten Bezirke, jedoch nicht überall. Daß aber die Technik an sich in dieser Hinsicht seit Jahren nicht vorangekommen sei, ist nicht richtig. Die Technik kann vielmehr, wenn man ihr die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt. alleS Verlangte recht wohl leisten.

WaS nützt eS nun, wenn die Begründung deS frag!. Gesetzentwurfs in schönen Worten allem Röttgen Rechnung zu tragen verspricht, da- Gesetz selbst aber auch nirgends einen wirk­lichen Fortschritt, sondern nur Rückschritte ent­hält? Man greife auS den wichtigeren positiven Bestimmungen deS Gesetzes nur eine einzige herausI 11 nb bei näherer Betrachtung bleibt auch kein Iota Gutes an ihr. In Wirklichkeit will daS Gesetz nur daS, waS drin steht, nicht daS, waS die Begründung zu wollen scheint, ohne daß in die Ehrlichkeit dieses WUlenS Der geringfle Zweifel gesetzt toerDen soll.

Die Frage mag wohl berechtigt erscheinen, ob unter Den geänderten Verhältnissen die Kreise im allgemeinen noch alS geeignete Träger Der Strahenverwaltung zu betrachten sind. Daß es aber Die Provinzen weniger sind alS Die Kreise, ift in dem bereit- vor etwa Jahresfrist in Der Deutschen Allgemeinen Zeitung erschienenen Arttkel .KreiS- oDer Provinzstraßen?" Darzutun versucht.

Da dem (Verfasser Des Artikels in Rr. 55 Dieser Zeitung selbst Die Provinzen heute zu schwach erscheinen, Die StraßenunterhaltungS- lasten zu tragen, so spricht er Damit für Staats­straßen und gegen Prvvinzialstraßen, also gegen Den Gesetzentwurf. DaS, WaS er über die Beitragsleistungen sowie über Die für die ©tra- ßenunterhaltung zu machenden Aufwendungen ausführt, ist durchaus anertermenswert; aber eine gründliche und rasche Besserung der heutigen Verhältnisse ist Wohl nur in einer allgemeinen VerkehrSsteuer zu finden. Die in einem selbstän­digen ötraBenbuDgct als Einnahme erscheint und so hoch zu bemessen ist, daß sie allein alle nötigen Ausgaben Der Straßenverwaltung deckt.

Rach allem, was bis jetzt über das Gesetz veröffentlicht wurde. Dürfte es kaum angebracht sein, im einzelnen Verbeskrungsvorschläge machen zu wollen, Da Der Entwurf im ganzen verfehlt erscheint und daher vollständig zu fallen hätte. Sowohl sein Grundgedanke, Die Ueber- gabe der Straßen an die Provinz, alS auch seine wichtigsten Einzelheiten machen ihn unhalt­bar. An seine Stelle hätte entweder eine 'Ver­besserung des derzeitigen Kunststrahengeseyes zu treten. Die eine gute und Im ganzen Lande in Der Hauptsache einheitliche Straßenunterhaltung garantiert oder ein Staatsstraßenqesetz, das alle Fehler vermeidet, die das beabsichtigte Provinz straßengesetz aufweist.

Otegicrungdbaurat F.

tigen Holzsubmission unserer wurden folgende Höchstangebote erzielt: Eichen­stämme 4. Kl. 48 TEIL. 5. Kl 34 Mk.. Fichten-