des der
rvoraussage.
rische rwMche Duck, rgensällr, sieiienweise W
Pdb. Wunderbar: kein Maler, auch der geschickteste rächt, könnte eS schöner oder auch nur annähernd so herrlich zustande bringen. Hast t>ü schon einmal gesehen, wie der Herbst die Gipfel der Kastanien, der Buchen, des wilden ILeins vergoldet? Ganz oben, in der Spitze fängt er an, lauft von 2lst zu Ast, bestreut die Blätter
des finnischen Tiefs bringe ib her südlich vor Das stü druclgebiet liegt heule bette ib und wird durch das noi - Leiter abgedrängt tonte
Herbst und Wandern.
»Die Welt wird schöner mit jedem Lag. Man wttß nicht, was noch werden mag, Das Färben will nicht enden!" So möchte man in leiser Abänderung
•• Don der Landesuniversität. Am heutinen Tage begeht Geheimrat Prof. Dr.
W. Bostroem, Direktor des Pathologischen Instituts der Universität. seinen 7 5. Geburt s t a g Der im engeren und weiteren Baterlande und darüber hinaus sehr bekannte utib hochgeschätzte Gelehrte studierte von 1870 ab in Erlangen und Leipzig Medizin, promo« vierte in Erlangen im Jahre 1876, war dann Assistent am Pathologischen Institut in Erlangen, später in Freiburg i. Dr., habilitierte sich hier im Iahre 1881, wurde 1883 außerordentlicher Professor daselbst und erhielt im gleichen Jahre einen ehrenvollen Auf an unsere Landesuniversi- 14L Zweiundvierzig Jahre hat Geheimrat Ävstroem der Landesuniversität wertvolle Dienste geleistet, war mehrere Male Dekan und im llahre 1688/89 und 1906/07 Aektor. Aus An- lrh seines 70. Geburtstage» wurde ihm eine stattliche Festschrift von Kollegen und Schülern überreicht.
Dichterwortes jubelnd auSrufen beim Anblick Farbenpracht des HerbsteS in den tausenderlei Wstufungen vom sattesten Aot bis zum hellsten
-s-hmunzettande f<!gtn0Ma ' A toU!ÖC «'ne achlkö^ festgenommen. Junge 5 wahren, die säst buch» lohnen, hatten M
h und in. den Derkch, 'f W lHuen gelungen, - ^uucke unterzubrinM tz eses Gelbes sowie die k ■ Presse und die Utatrit mt
t'all in HutyotL
echvrk ist am Samstag d« gefallen. Der Tag nxu t« sich bie jetzige Generation» Zlugkonferenz muhte tntge
»gesagt werden.
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«h.-SS
mit seinem Aoststaud und dem flammenden Gold-' gelb, bis sie in der Sonne leuchten, als wären sie aus flüssigem Metall. Der Herbst ist ein Meister dieser farbenfrohen Kunst, ein Maler von Gottes Gnaden. Es geht ihm schnell von der Hand: irt wenig Tagen hat er das Kunststück vollbracht. Lrllte man sich da nach den trostlosen, regen- eichen Sommertagen nicht doppelt dieser schon vorhandenen und noch werdenden Pracht freuen? Drum hinaus aus den engen Stuben, wenn Zeit |utb Beruf es irgendwie gestatten, genießt was cuch Gott beschieden, so lange das prächtige Letter es erlaubt.
„Es würde alles besser gehen, wenn man nrchr ginge," ruft uns Seume in seinem „Spa- ü trgang nach Syrakus" zu. und Iakob Grimm bebt mit Recht hervor: »Wer seine Heimat liebt, her muh sie auch verstehen wollen, und wer iie verstehen will, der muh sie kennen lernen und iiterciU in ihre Geschichte zu dringen versuchen.' 84 ist so: ohye Hcimatkenntnis feine Heimatliebe, .^mnenlernen aber kann man seine Heimat am lösten, sichersten und leichtesten durch Wände- iurg?n. große und kleine, deren Aotwendigkett i-drich Ludwig Zahn schon vor hundert Jahren beton , w.nn e I gt „3n frem'oen Ländern sind ito il sehend und in Deutschland entweder bttnd ijrEer blödsichtig." Unb Simrock klagt: „3n Rom, 26tßen und bei den Lappen, da spähen wir jeden TSinlel aus, dieweil wir wie die Blinden tappen u»cher im eigenen Baterhaus", während der Mainzer Dialektdichter Leunig spöttisch und de- bcuernb zugleich ausruft: „Do wisse se, wu Mos- faiu leit und in der Ortsgemarkung kahn Deschetd.'
Untere oberhessischen B. H. C.-Bercinigungen pßlegen glücklicherweise diesen seit Urzeiten in der Arust eines jeden Deutschen wohnenden Wandertrieb. die Schulverwaltung fordert monatliche Schülerwanderungen, aber immer noch viel zu tomige sind es, die diese Bestrebungen unterstützen unb fördern. Das Wandern muß Allgemeingut werden, denn es erweitert nicht nur den Blick taS Einzelnen, es führt auch die Glieder desselben Dolles und Staates zusammen zu gegenseitiger Kenntnis und Wertschätzung und wirkt dadurch außerordentlich segensvoll in sozialer Erziehung, so daß nicht bloß „Hamsterverbin- Übungen", wie sie in der Kriegs- und Inflationszeit sich bildeten, sondern Freundschaftsbande geht W werden, die auf wechselseitiger Achtung bet verschiedenen Berufe und Stände beruhen und j® Hebung und Förderung des Zusammen- ^ehörigkettsgefühls wesentlich beitragen, Und Mtfer Geist der Einheit sollte auch durch das Wandern immer mehr geweckt, gepflegt und gehallt werden, besonders in der 3etztzeit, in der nod) so viel eigennützige Gesinnung sich breit macht.
Vornotizen.
— Tageskalender für Montag: Ausstellung „Mutter und Kind", Aeue Aula, von 11 Ußr vormittags bis 91/? Uhr abends. / — Hausbesitzer-Verein, 8 Uhr „Kach. DereinS- Hous" Mitgliederversammlung. — Bereinigung htr Feuerbestattung, 8V2 Uhr „Rebstock" Mitgliederversammlung. — Gießener Eis-Berein, 6 Uhr Gewerbehaus Hauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Die freudlose Gasse". S— Astoria-Lichtspiele: „Der Silberkönig von Re- vada".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Zu Max Halbes 60. Geburtstag wird morgen als erste Dienstag- Abonnementsvorstellung fein Schauspiel „H aus Rosenhagen" aufgeführt das hier noch nicht gegeben worden ist, während des Dichters meist- gegebene Werke „Jugend" und „Strom" hier hinlänglich bekannt sind. „Haus Rosen- b a g e n" ist ein sehr bühnenwirksames Stück, ba8 des Dichters Eigenart sehr gut zeigt, und ■ D. in Dad-Aauheim als eine der letzten Vorstellungen unseres Ensembles einen auher- Dibentließ tiefen Eindruck gemacht hat. Die Auf- fü^rung gibt zwei neuen Mitgliedern, Fräulein Oßke und Herrn Geffers. Gelegenheit, sich < im dominierenden Aollen einzuführen.
— D i e Deutsche Demokratische Partei hält am ntorg'gen Dienstag. 13. Ott., ükends 81/* Ahr, im Gewerbehaus eine Mit- MÄ>erversammlung, die sich mit der Aufstellung d*r Kandidaten zur Stadtverordnetenversammlung beschäftigen wird. Aichtmitglieder haben feinen Zutritt. (Siehe Anzeige.)
—- Ein Gemeindeabend der Wat- ilhäusgemeinde findet morgen, Dienstag, aLend im MatthäuSsaal statt. Pfarrer Mahr spricht über „Amos, eine Einführung in die israelitische Prophetie". (Siehe Anzeige in der Samstag-Ausgabe.)
— Evangelischer Bund. Man schreibt ums: Morgen abend wird in der Stadtkirche der «Ameralsekretär für Süddeutschland, Pfarrer .^aupt-Gießen, einen Bortrag halten über das Lhema: „Evangelische, seid auf der Wacht!" Er wb aktuelle Fragen behandeln, die für die Evangelischen von großer Bedeutung sind und i’crum allgemeines Interesse beanspruchen können.
MWlhauptM hen, den 12. Oktober 1925. „MulterundKind' einer großen Anzahl gelobe« i mürbe am oamstagabenb a uia ber Universität Ilung,.Mutter undKin! elluna ist dazu bestimmt, m » mgskreise Aufklärung über ol ffentlichen @tfunbbei*e? ij Mutterfchaft, Sauglmgspsl»
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]( Gastspiele des Gießener Stadttheaters in Marburg. Die Stadt Gießen hat sich bereit erklärt, mit dem Gießener Stadttheater in diesem Winter in Marburg 12 Darstellungen, beginnend am 29. Oft-, zu geben. An der würdigen Ausstattung der Bühne im Marburger Stadtsaal fehlt noch eine moderne Beleuchtung Die dortigen Stadtverordneten bewilligten hierfür 7000 Mark.
** Zur Erhöhung der Znvaliden- versicherungsbeiträge. Die Landesversicherungsanstalt Hessen schreibt uns: Nach den neuen reichsgefetzlichen Bestimmungen durften Marken alten 'Wertes nur noch für vor dem 28. 9. 1925 liegende Beschäftigungszeiten verwendet roer< den. Personen, die mit der Entrichtung von Marken für derartige Zeiten noch im Rückstand sind, werden nochmals dringend darauf hingewiesen, die hierfür erforderlichen Marken ohne jeden Verzug zu erwerben, da vom kommenden Donnerstag, 15. d. M., ab der Verkauf von Marken alten Wertes gesperrt ist und solche von diesem Tage an durch die Postanstalten und uns nicht mehr abgegeben werden dürfen.
•* Sperrzeit f ür Tauben ist vom 12. Oktober bis 9. November festgesetzt.
" Personalien. Ernannt wurden der Landwirtschastsassessor Dr. Fritz Dienst zu Butzbach zum Landwirtschastsrat an einem Land- irtschaflsamt mit Wirkung pom 1. Oktober 1925: dec Schulamtsanwärter Heinrich 3 a c o b aus Airfeld, Kreis Lauterbach, zum Lehrer an der Volksschule zu Reichelsheim, Kreis Erbach: der Lehrer Hugo Maurer zu Bingenheim, Kreis Büdingen, zum Lehrer an der Volksschule zu Biebesheim, Kreis Groß-Gerau: die Lehrerin im einstweiligen Ruhestand Mathilde Lorenz zu Bad-Rauheim zur Lehrerin an der Volksschule daselbst: der Schulamtsanwärter Fritz Kirchner aus Maulbach, Kreis Alsfeld, zum Lehrer an der Volksschule zu Ober-Breidenbach, Kreis Alsfeld.
•* Besuch von Saarländer Sängern in Gießen. Die herzliche Aufnahme, die gelegentlich des 32. Mittelrheinischen Kreisturnfestes die Turner und Turnerinnen aus dem Saargebiet bei der hiesigen Bevölkerung gefunden, hat eine nachhaltige Wirkung ausgelöst. So beabsichtigt, der Saarbrücker Männer-Gesangverein „Liederkranz" (etwa 240 Sänger stark) im kommenden Frühjahr hier ein öffentliches Konzert zu geben, bei dem u. a. Chöre von Kaun, Schubert, Brahms und Brückner zu Gehör gebracht werden. Der Verein gab in diesem Sommer in Saarbrücken drei Konzerte und fang dabei im überfüllten Saalbau das deutsche „Requiem" von Hugo Kann. Daran anschließend unternahm er eine Konzertreise nach Offenbach, Frankfurt und Aauheim und erntete dort starken Beifall. Der „Liederkranz", Leiter PH. Sülz, ist der größte und beste Gesangverein des Saargebietes und verfügt über ein sehr gutes Stimmenmaterial. Zweck der Konzertreise ist. das deutsche Wort und das deutsche Lied, das kostbarste Gut, welches das Saargebiet noch besitzt, zu hegen und zu pflegen, um mit den deutschen Brüdern rechts des RheineS in steter Fühlung zu bleiben. So dürfte der Gießener Bevölkerung im kommenden Frühjahr ein hoher Kunstgenuß bevorstehen, und es wird wohl der Empfang der Saarländer Sänger ein ebenso herzlicher sein wie der der Saarländer Turner und Turnerinnen.
•• Auftrieb a u f dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 497 Ochsen, 43 Bullen, 1104 Färsen und Kühe, 368 Kälber, 246 Schafe, 3917 Schweine.
Wirtschaft.
Warum Trusts?
Don Dr. W. M. F r h r. v. D i s s i n g.
Der Zusammenbruch der Deutschen Werke ist noch in aller Erinnerung, die Liquidation des Sttnnes-Konzerns ist noch nicht beendet und die der Sichel'schen Unternehmungen befindet sich erst in den Anfangsstadien. Die Wirtschaft hat scheinbar über diese Form industrieller Großkonzentration ihr Urteil gesprochen. Diese Gebilde haben die Probe im scharfen Feuer der Stabilisierungskrise nicht bestanden. Als sie sich auflösten, schien damit für den Außenstehenden erfüllt, was alle Einsichtigen längst vorausgesagt hatten, daß die großen Konzerne in den kommenden Zeiten der Depression nicht würden zusammengehalten werden können. Wenn jetzt trotzdem in der Schwerindustrie in West und Ost, in der chemischen und der Kaliindustrie Konzentrationsbestrebungen wieder bemerkbar werden, so könnte der Uneingeweihte auf die Vermutung kommen, daß die Führer der deutschen 3ndustrie auS den soeben gemachten Erfahrungen nichts lernen wollten.
Ein solches Urteil würde nur die Erscheinungen, aber nicht ihr Wesen im Auge haben. (Industrielle Konzenttatton heißt nichts weiter, als Unternehmen organisatorisch so miteinander verbinden, daß durch ihr Zusammenwirken die Produktton rationeller und produktiver gestaltet wird.
Aus diesem Bestreben heraus kam es unter der Führung von Emil Kirdorfs in den Jahren nach dem Krach von 1873 zu Vereinigungen. Mit der rasenden Entwicklung der Gründerjahre hatte die finanzielle Fundierung der Unternehmen nicht Schritt halten können. Die unbändige Konkurrenz der schnell und zahlreich aus der Erde gewachsenen Werke drohte all' das investterte Kapital zu zerstören und die industrielle Entwicklung Deutschlands um 3ahr- zehnte zurückzuwerfen. War es doch gerade in diesen 3ahren gelungen, daS englische Kapital aus dem Ruhrgebiet fast ganz zu verdrängen. So begann man mit einer Einschränkung der Produktion, mit der Hand in Hand die Regelung der Konkurrenz ging. Zu diesem Zweck vereinigten sich zunächst Unternehmen der gleichen Produkttonsstufe. Produktion und Absatz wurden „horizontal" organisiert. Das Bestreben nach stärkerer Ausnutzung der vorhandenen Produktionsmittel veranlaßte aber bald Thyssen und Ettnnes zur vertikalen Konzentration überzugehen, d. h. die Produktton vom Rohstoff bis zum Ferttgfabrikat wurde in einer Hand vereinigt. Man intensivierte dadurch die Ausnutzung des Bodens als Standort wie als Rohstoffquelle, indem man auf kleinern Raum die Produkttonsstätten der verschiedenen Roh-, Halb- und Fertigfabrikate vereinigte. Dadurch ersparte man Zeit und Arbeit und erreichte einen schnelleren und häufigeren Kapitalumschlag, der die Rentabilität der Unternehmen erhöhte.
Rach dem Kriege, als die Inflation in Deutschland an Umfang immer zunahm, began-
9 Oktbr.
10. Ott r.
Geld
Amtliche Nori nmg Geld I Briet
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8,045
3,055
3.055
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L'tzabon
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2 ,275
21,225
0,275
Danäg. .
Konst.ntut.
80^'65
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2,405
2,415
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2.415
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Canada. .
1.195
4,207
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4.205
Uruguay .
4.205 1 1.215
Banknote
4 25
N.
4.2b
Berlin. 10 Oktbr
Geld
Brie»
Amerikanische Noten , . . . .
• .215
4.235
Belgische Noten .......
18.05
18,05
Dänische Noten .......
101 20
101.70
Cltglische Noten........
20,28
20,38
Französische Noten ......
19,bl
19 41
Holländische Noten ......
188.20
169.04
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
16. >-6
16.94
83 74
84.16
Demsch-Lestcrr-, ä ioo Kronen • Rumänische Noten......
58.98
59,28
schwedische Noten......
112.17
HZ. 73
Schweizer Noten.......
80,62
81.03
Svanischc Noten ......
0.15
>0 45
Tschechoslowakische Noten . .
12.285
12.41»
Ungarische Noten... ...
5,825
5.-65
:;?» Produkte^dorfe.
Berlin, 10. Olt. Der Produktenmartt war heute ruhig, bei teilweise leicht befestigter Tendenz. Das Mehlgeschäft ist wieder ruhig geworden. Gerste hat sich wenig geändert, für Hafer besteht 3nlandangebot, die Forderungen find jedoch zu hoch. Futterartikel unverändert. Es kosteten 1000 Kilo: Weizen, märt. 211 bis 213, dto. Oktober 228, dto. Dezember 230 bis 2291/?. dto. März 2331 Roggen, märt 150 bis 153. dto. Oktober 167, dto. Dezember 1701/*. dto. März 1791/.. bis 179, Gerste, märt 210 bis 233. Futtergerste 170 bis 175, Hafer, märt 182 bis 190, dto. März 191 bis 190; es kosteten 100 Kilo: Weizenmehl 271/» bis 31V«» Roggenmehl 213/< bis 24Vt, Weizenkleie 1.0,40 vis 10,^0, Roggenllele 9,30 bis 9,50, Diktoriaerbsen 26 bis 31, Kleine Speiseerbsen 26 bis 28, Futtererbsen 21 bis 24. Wicken 22 bis 25, Rapskuchen 14,50 bis 15. Leinkuchen 21,30 bis 21,60. Trockenschnitzel 10 bis 101/«, Torfmelasse 8.50 bis 9, Kartoffelflocken 14,50 bis 14,75, Zucker 20 bis 201/«.
neu ©rinne», Otto Wolf und 3aeob Wichael die oft erwähnten „Sachwertwarenhäuser" scheinbar planlos Aufammcn^utaufen, um die Papiermarkerlöse ihrer Unternehmen vor der Entwertung zu schützen. Die dauernde Entwertung der Mark ließ die Substanz immer mehr zu-- ammenschmelzen, und so hatte diese Konzentration in erster Linie den Zweck, den Produkttonsfaktor „Kapital" einigermaßen zu erhalten. Wenn man jetzt nicht mehr Unternehmen der gleichen Branche vereinigte, sondern Kohlengruben, Stahlwerke, Papierfabriken und chemische Werke miteinander zusammenkuppelte, so wollte man zwischen den einzelnen Dettiebszweigen einen Risiko-Ausgleich schaffen. 3e umfangreicher ein solcher Konzern wurde, desto mehr wuchs eine wirtschaftliche und politische Macht.
Der Währungsstabilisierung vermochten die „Sachwertwarenhäuser" aber nicht standzuhalten. Es war wohl Kapital konzentriert, aber das Kapital war illiquide, es begannen die flüssigen Betriebsmittel zu fehlen, und jetzt stellte es ich heraus, daß der Gesichtspunkt der Rentabilität bei den Zusammenschlüssen nicht immer eine genügende Würdigung erfahren hatte. Die Rentabilität wurde zudem fast unmöglich gemacht durch die hohen Steuern, die übermäßigen sozialen Lasten und die unverhältnismäßig gelegenen Löhne. Die deutsche 3ndustrie ist da- >urch auf dem Weltmarkt immer weniger konkurrenzfähig geworden, während gleichzeitig die Aufnahmefähigkeit des 3nlandmarttes sich täglich mehr und mehr schwächte. Unter diesem all- seitigen Druck brachen die 3nflattonskonzeme zusammen.
Die neuen Zusammenschlüsse erfolgen nun unter ganz anderen Gesichtspunkten als bisher. Zuerst gilt es, die verlorene Rentabilität wieder herzustellen. Deswegen keine „Sachwertwarenhäuser", sondern Beschränkung auf einen Wirtschaftszweig. Dann strengste Rationalisierung und Typisierung der Produktion, die gleichzeitig einheitlich geleitet werden soll. So sind die Doraus- etzungen gegeben, um die fehlenden flüssigen Mittel zu beschaffen. Die neuen Konzerne in Westfalen und Oberschlesien sind vor allem Kreditgemeinschasten, die dem ausländischen Geldgeber die Garantie für eine rentable und sichere Anlage seiner Kapitalien geben wollen. Aus diese Weise sollen die Konkurrenzfähigkeit der deut- chen 3ndustrie wieder hergestellt und der 3n- landmarkt neu erschlossen werden. Damit wird ein weiterer Schritt für den Ausleseprozeß innerhalb der deutschen Wirtschast borbereitet. Das erste Stadium dieser Entwicklung war die Umstellung der Kapitalien auf Gold. Der Billionenspuk der 3nf[aiion und der Betrug der Scheingewinne wurden jäh entdeckt und manches Unternehmen sah sich dem Richts gegenüber. Die fehlende Preisskala in stabiler Währung ermöglichte bei Aufstellung der Goldbilanzen De° Wertungskunststücke, öie die Nacktheit mancher Goldmarkeröffnungsbilanz schamvoll verdecklen und so Unternehmen am Leben hielten, die ohne 3nflation bereits am Tage ihrer Gründung zusammengebrochen wären. Solche Unternehmen stehen der gesammelten Kraft der neuen Konzerne machtlos gegenüber und dürften ihrem wirtschaftlich verdienten und notwendigen Ende entgegengehen. So bereitet sich jetzt eine zweite Zusammenlegung der Kapitalien vor durch Der- nichtung solcher industrieller Unternehmen, deren Betriebsweise und deren wirtschaftliche Kraft den Anforderungen unserer Zeit nicht zu genügen vermögen.
Wir stehen daher augenblicklich mitten in einer Reuentwicklung unserer wirtschaftlichen Organisation. Auf welchem Wege diese sich weiter fortsetzen wird, ist noch nicht vorauszusehen.
w
Frcmkiort a.M
Berti«
Davmn
das Werk in früherer ober späterer Zeit entschließen, die Zechen „Mathias StinneS" und „'Bereinigte Wilhelm" anzukaufen, um feine Kohlenbasis zu verbreitern.
Börsenkurse.
5% Deav'chr ReichSanlethe • <•/, Deutsche RcictzSanIinhr . 8‘V/, Deutsch: Rricheanlcthe 3*/. Deutsche Retchsanicide . Deutsche eourpramienanlelhe <•/, 'preußische KonsolS . . .
4% HeJeu...........
3*/*e/» Hetzen..........
»le Hessen Deutsche W«rti>. Dollar «nl. dto. Doll.-Schatz-Alureisng.')
<•/, Bofltürlen.........
5% Goldmerikaner ... • Berliner HaudelSoesellschast. Commerz- und Privat-Bouk Darmst. rmd Narionalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche Verein-bank .... DiSconto Commandtt .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Tredttbank. . Lcsterrrichische Credttanftalt. Wetzbank .........
Bochumer Guß .......
BuderuS ......
Taro »Luxemburg
lrchener Bergwerk. . Harpcner Bergbau......
Kaliwerk Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln.....
Laurahlltte Oderbcdan...... • • • .
Phöntr Bergbau ..... Raeinitabl Rtcdcct Montan TclluS Bergbau. ......
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . ... CKeramische Werke Akbtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilivv Holjmunn......
Anglo-Tont.-Guano . . ... Badische Anilin.......
Chemische Maner Alavin . . Goldschmidt GricS eimer Electron .... Höchster Farbwerte vol;verkohlung ....... NülgerSwerke ......... Scheideanstalt
Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke ....... Schlickert Siemens & Halüke .....
Adlerwerke filetier ..... Daimler Motoren. ..... Henligenftaedt..... . . .
Meguin...........
Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . . Metallgeselvchaft Frankfurt. 8et. Union A--G chuhmbrik Herz Sichel.............
Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel • • •
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(Sn Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AireS. London, Neu- Jork, Japan, Rio de Sanctro für eine Einheit Wien nutz »vdavest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.»
Telegraphische Auszahlung.
SS'|Ä-
RLrl I .-Sri«
Ru“ t-Ärl.
9. 11 j
10.
9. 10. |
10 10.
0 233
0.2315
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,2325
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0.3
0.29
,2925
0,275
0 29
1,27.5
1.2775
J .420
0 45
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‘ Betriebseinfchränkungen und Qlrbeiterentlaffungen im Ruhrge- b i e t. Die Zeche „Graf Schwerin" teilt mit, daß sie sich infolge dec plötzlich eigetretenen Abfah- Irife veranlaßt ge'ehen habe, ihren Betrieb ein» zufchränken. 165 Mann, die vorläufig nicht beschäftigt werden können, müssen der Erwerbslosenfürsorge überwiesen werden. Auf der .Zeche „Hibernia" werden infolge der ungünstigen Wirtschaftslage am 15. Oho-er 50 Arbeiter zur Entlassung kommen. Die Zeche „Shamrock III und IV“ und die Zeche „Hibernia" haben im September eine Koksofenbatterie ftillgelegt. 49 Mann wurden entlassen.
* Auslandsauftrag für öie beut» sche Slektrizitätsinduftrie. Aus dem kürzlich erfolgten internationalen Wettbewerb über die Elektrizitätsversorgung Finnlands ist die „Brown-Boveri & Cie, A.-G." Mannheim erfolgreich her vor gegangen. Cs wurden ihr die elektrischen Hochspannungseinrichtungen sowohl für das Kraftwerk 3matra, als auch für sämtliche zunächst gebauten sechs Umspannwerke der finnischen E'ektriziläts - Landesvecsorgung im Werte von etwa 3 Millionen Gm. zur Lieferung in Auftrag gegeben.
6 Keine Dividende bei den Rheinischen Stahlwerken. W e die „Kölnische Zeitung" erfährt, sind die Abschluharbeiten der Rheinischen Slahlwerke in Duisburg-Meiderich für das Geschäftsjahr 1924/25 noch nicht beendet. Eine Dividendenausschüttung wird jedoch nicht stattfinden.
" Die Kreditaktion für Gebrüder Stumm. Das Stützunaskonsortium für einen Kredit in Höhe von rund 27 Millionen Reichsmark besteht aus der Deutschen Bank, der Dresdner Bank, der Reichskredit-Gesellschast sowie Hardy & Co. Daneben ist für einen wetteren Betrag von 50 Millionen Reichsmark ein Stillhaltekonsortium zusammen getreten, dem die Reichskredit A.-G. und die Firma Hardy & Co. nicht angehören. Dagegen sind außer den D.- Banken der Berliner Handelsgesellschaft, der Süddeutschen Diskonto-Gesellfchast und dem Barmer Bankverein eine Reihe von Privatbanken u. a. 3. Drehfuß & Co. Berlin, Baß L Herz, Frankfurt, Simon Hirsckland, Essen und Salomon Oppenheimer jun. Köln Mitglieder des Stillhaltekonsortiums. Die Prüfung des Status hat bekanntlich ergeben, daß dieser aktiv ist. Die Verwertung bezw. Abstoßung irgendwelcher Aktiven kommt vorläufig nicht in Frage.
• Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk, Essen. Ueber die Dividendenaussichten beim R. W. G. hört der DHD. von gut unterrichteter Seite, daß etwa mit der Ausschüttung einer Dividende von 8 Prozent zu rechnen sein dürfte. Der Geschäftsgang des Werkes ist sehr befriedigend. Der Strvmabsatz erhöht sich wöchentlich. Die Belieferung von Koblenz, Mainz, Trier und Osnabrück ist im besten Gange. Auch der Finanzstatus der Gesellschaft ist kehr flüssig. Mutmaßlich wird sich
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