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Kr. 261 Erster \ \T5. Jahrgang Zrettag, 6. November 1925
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Vereiteltes Attentat auf Mussolini
Vie 5yrien-vebatte vertagt.
Vie chinesische Zollkonserenz.
Die chinesische Zollkonserenz, die seit dem 26. Oktober in Peking tagt, hat sich nach einem sehr bedeutsamen Beschluß vorläufig vertagt. "Die Delegationen haben im Prinzip der chinesischen Forderung auf Einräumung der Tarifauto- n v m i e unter gewissen Voraussetzungen zuge - stimmt. Die chinesische Delegation hat verspro- chrn, dah"bis zum 1. Januar 1929 der Liking, der chinesische Binnenzoll, abgeschafft werden soll, worauf dann, die Tarifautonomie in Kraft treten kann. Unterkornmissivnen werden in der Zeit der Vertagung der Konferenz über die Maßnahmen beraten, die in der Übergangszeit ergriffen werden sollen, um die Interessen der Länder zu schützen.
Diese Einigung der Mächte scheint man im wesentlichen auf das zielsichere Vorgehen der Amerikaner zurüclführen zu müssen, die schon vor der Konferenz durch Kellogg erklären liehen, daß sie bereit seien, die Souveränität Chinas anzuerkennen, wenn China die Ausländer und ihr Eigentum schütze, und daß sie sich unter Umständen in Sonderabmachungen über Zoll- tarifsätze mit China einigen würden, wenn die anderen Mächte sich ihnen nicht anschließen würden. Diese Politik Amerikas hat besonders auf Japan ihren Eindruck nicht verfehlt, es hat seine eigenen Vorschläge doch noch zurückgezogen und sich zu einer Einigung auf der allgemeinen Linie bereit gefunden.
Die .Hauptschwierigkeit für die Durchführung der Voraussetzungen für die Zollautonomie liegt natürlich in den Zuständen, in die China durch die Streitigkeiten seiner rivalisierenden Generäle geraten ist. Es bleibt die große Frage, ob es der Zentralregierung gelingt, eine Einigung der Generäle herbeizuführen und sie zu veranlassen, den Patriotismus über ihre Rivalitäten zu stellen. Vorläufig scheint wenig Aussicht dafür zu sein. Die Beschlagnahme der Salz st euer , durch Tschangtsolin und durch F e n g tz u - I fiang sieht nicht gerade danach aus, als wären
Rom, 5. Rov. (2BIB.) Rach einer Meldung der rlgenzia Sfefani hat die Polizei in Rom den ehemalige» sozialistischen Abgeordneten janiboni verhaftet, der Vorbereitungen zu einem Anschlag auf Mussolini getroffen habe. Auf Grund der ersten Untersuchungen ist an sämtliche Präfekten der Befehl ergangen, sofort alte Freimaurerlogen, die von der römischen Loge „Großer Orient" abhängig sind, zu b e s e h e n. Sämtliche Mitglieder des diplomatischen 6 o r p s begaben sich heute in den Palazzo Chigi. um Mussolini ihre Glückwünsche für seine Errettung aus drohender Gefahr darzubringen.
jeden individuellen
Er beabsichtigt, Homs zur Hauptstadt einer provisorischen Regierung zu machen, die den Völkerbund gegen Frankreich an« rufen wird.
Die Kritik der englischen Blätter an dem Vorgehen der Franzosen in Damaskus verschärft sich immer mehr. Nunmehr liegen die ersten authentischen Berichte von englischen Berichterstattern in Damaskus vor. Trotz allen Wohlwollens verhehlt man sich nicht, daß das französische Vorgehen in Damaskus und Syrien unerhört sei. Die weitere Verschärfung der Lage in Syrien wird in ßonbon recht ernst angesehen. Das beste Zeichen für die antifranzösische Stimmung ist das weitere Sinken des Franken an der gestrigen Londoner Börse.
Der deutsche evangelische Kirchenausschuß.
Berlin, 5. Rov. (WTB.) Unter fast voll- I zähliger Beteiligung seiner 36 MitgliÄ>er trat I gestern der Deutsche evangelische KirchenauSschuß I
Vildungsfragen im Preußischen Landtag.
Die höheren Schulen.
Berlin, 5. Noo. Der Landtag setzt die Beratung beim Provinzialschulkollegium und Höhere Lehranstalten fort.
Frau Abg. Dr. Wegscheider (Soz.): Es er» scheint oolks- und staatsfeindlich, wenn man die Höheren Schulen paritätisch, die Volksschulen aber konfessionell gestalten will. Auch lehnen es meine Freunde ab, daß für die höheren Prioatjchuleq
in Berlin zu zweitägiger Sitzung zusammen. Den Vorsitz führte der Präsident des KirHenaus- schusses, Dr. Kapler. Der Kirchenausschuh ist das geschäftsführende und Vollzugsorgan des rechtskräftig ins Leben getretenen Kirchenbundes der deutschen Landeskirche. Er besteht zur einen Hälfte aus Abgeordneten der Kircheurcgierungen und zur anderen Hälfte aus Mitgl edern, die vom ersten verfassungsmäßigen Kirch tag 1924 ge- ivählt worden sind. Für die sich rasch vermehrenden Geschäfte ist ein Kirchenbundesamt errichtet worden, in dem 6 Dundesbeamte, 3 Theologen und 3 Juristen, hauptamtlich tätig sind. 3m Mittelpunkt des gestrigen Sitzungstages stand eine bis in die Abendstunden erstreckte Aussprache über die Stockholmer Welt- konferenz. auf der der Kirchenausichuh mit 45 Abgeordneten vertreten war. Die Aussprache ergab die Billigung der Haltung der Delegation, insbesondere auch in der Behandlung der Kriegsschuldfrage. Mit lebhaftem Interesse wurde Kenntnis davon genommen, dah in der deutschen politischen Presse aller Parteien und Richtungen seit langem kein Ereignis auf kirchenpolitischem Gebiet auch nur entfernt eine so allseitige Beachtung gefunden hat. Die Der- harrdlungen brachten die vorhandenen Schwierigkeiten zum Ausdruck, waren aber gleichwohl getragen von dem ernsten Willen zur weiteren Mitarbeit an dem Werk der Konferenz.
Der Ausschuß wählte sodann als deutsche Vertreter für den Fortsetzungsausschuß der Stockholmer Weltkirchenkonferenz Präsident Dr. Kapler, Berlin, Landesbischof Dr. Ihmels, Dresden, Reichsgerichtspräsident Dr. Simons, Leipzig, Unioerfi- tätsprofestor Dr. Deißmann, Berlin, Prälat Dr. S ch o l l, Stuttgart, und Frhr. o. P e ch m a n n, München.
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reichliche Mengen von Munition und ebenso einige kompromittierende Dokumente.
Die „Jdea Razionale" erzählt, daß Zaniboni ein österreichisches Gewehr mit Scherenfernrohr besah, mit dem er von feinem Fenster aus auf Mussolini schießen wollte, wenn dieser zur Abnahme der Slegesparade während der Feier auf dem Balkon bes Palazzo Ehigi erscheinen sollte.
Die .Jdea Nationale" erzählt ferner, daß vor Tagen im Hotel Dragont ein Mann erschien, der für seinen Fruend ein Zimmer nach der Via del Tritone hinaus bestellte, damit er von dort den Festzug sehen könne. Da kein solches Zimmer frei war, mußte er sich mit einer Vormerkung auf ein Zimmer auf den Piazza Colenna hinaus begnügen. Während der folgenden drei Tage sei der' Mann wiederholt ins Hotel gekommen, um sich des Zimmers zu versichern. Am dritten November kam er wieder in das Hotel und kündigte feinen Freund, einen Invaliden, für den nächsten Tag früh an. Der Hotelier merkte ihn für ein Zimmer vor, das auf die Via del Tritone hinausging. Am 4. Oktober, 6 30 Uhr vormittags kam der Angekündigte im Automobil ins Hotel in der Uniform eines Artillerieoffiziers, worunter er ein Schwarzhemd trug, mit zahlreichen Dekorationen auf der Brust. Er nannte sich Major Silvestrini aus Bologna und hinkte mit dem Fuße. Um 8.45 Uhr sah der Hotelier den Fremden auf dem Balkon, der rasch zurücktrat, als er sich beobachtet fühlte. Um 9 Uhr erschien ein Mann, der nach dem Major Silvestrini fragte und sich in den ersten Stock begab, wo er zehn Minuten verweilte. Um 9.30 Uhr erfolgte die Verhaftung.
Das Blatt berichtet, daß ein Automobil bereit stand, um den Attentäter sofort in Sicherheit zu bringen. Die Insassen des Autos seien als Faschisten gekleidet gewesen.
Die „Jdea Nazionale^ sagt in ihrem Leit- arfikel,
die Tat sei nicht als die eines exaltierten und unberantwortlichen Verbrechers anzusehen, sondern erweise sich als die letzte Karte der Adenti-Opposition.
Sie sei vorbedacht gewesen und sollte eben eVfülgen, als das Cßolf sich neuerlich geschlossen hinter die Person Mussolinis stellte. Zaniboni sei als ein unbändiges Temperament bekannt und deshalb als geeignetes Werkzeug ausersehen worden. Hierzu gehöre auch der General Cappello, einer der höchsten Funkfionäre der römischen Freimaurerloge und Angehöriger der Logenpropaganda.
sch<en Etappe. Täglich kommen französische Truppentransporte an. Alle Straßen und Plätze wurden verbarrikadiert. Zuin alleinigen und anerkannten Führer der Aufstandsfbewegung hat sich Dakrh, das Haupt der Nationalistischen Volkspartei gemacht. Bakrh Hat sich zum Präsiden- t e n der neuen syrischen Republik ausrufen lassen.
chancen eröffnen. Diese glänzenden Aussichten für den nationalen Ausbau der chinesischen Wirtschaft hängen, wie schon gesagt, vorläufig von Den Generälen ab, deren neue Kampftätigkeit ohne Zweifel mit der Zollkonserenz in einem gewissen Zusammenhänge steht. Für den Fall des Gelingens der Konferenz möchte sich keiner der Machthaber die finanziellen Vorteile aus den neuen Zöllen entgehen lassen.
Die politische Lage.
ParteifiihrerbesprechttNstcn.
Berlin, 6. Roo. (TU.) wie die Telegraphen- Union ersährl, haben vom Zentrum ausgehend, am Donnerstag lebhafte Verhandlungen stattgefunden, die das Ziel hatten, zu verhindern, daß in der morgigen Fraktionssitzung der S o - 3 i a 1 b c m o f r a t e n Beschlüsse gefaßt werden sollen, die die Innenpolitik weiter zuspihen und damit auch aus die noch in der Schwebe be- sindlichen Verhandlungen über die Rückwirkungen hmüberreichen könnten, zumal da bas Ausland die Bafis des Kabinetts ohnedies als sehr schwach an- sieht. Die Führer des Zentrums verhandelten zunächst mit denen der Demokraten und bann mit denen der Sozialdemokraten. Darauf erschienen die Herren Fehrenbach und stoch bei dem Führer der Deutschen Volkspartei, Reichs- Minister Dr. Stresemann, der gegen Abend dann den engeren Vorstand der Deutschen Volkspartei bei sich hatte, wie verlautet, haben die Vertreter des Zentrums den Sozialdemokraten gewisse Angebote gemacht, die auf die spätere Lösung der Kabinettskrise Bezug haben. Ob die Verhandlungen allerbings zu dem Erfolg führen werden, der damit bezweckt werden soll, ist noch sehr zweifelhaft, da die Sozialdemokraten offenbar auch von den anderen Parteien Zusicherungen verlangen, die nach dem augenblicklichen Stand der Dinge aber keineswegs von allen bekeitigt-n Seiten gegeben werden dürften. Rach der „Voffischen Zeitung" soll das vorläufige Ergebnis die Vereinbarung sein, dah heute eine direkte Aussprache zwischen den Führern der Deutschen Volkspartei und jenen der Sozialdemokratie ftatffinben soll, und zwar noch v o r der Sitzung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, die bekanntlich heute nachmittag Zusammentritt.
Die Rückwirkungen.
Das Ziel der Verhandlungen.
Berkin, 6 .Rov. (TU.) Die außenpolitische Lage bleibt weiter in der Schwebe. Nachdem die Verhandlungen über die Rückwirkungen infolge der innenpolitischen Verhältnisse in Berlin und in Pari« eine Woche lang geruht haben, scheinen sie jetzt allerdings wieder in Fluh gekommen zu sein. Vor Mitte Rovember glaubt man in innerpolitischen Kreisen aber kaum, eine Diebersicht uoer die Entwicklung der Probleme der Rückwirkungen zu haben, Ueber die diesbezüglichen Verhandlungen find verschiedentlich Meldungen aufgetaucht, die geeignet sind, die Sache zu verschieben. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß
das Deleglertenshstem im Rheinlandabkommen überhaupt nicht vorhanden ist. Im Rheinland amtieren Bezirksdelegierte und Kreisdelegierte, Ortsdelegierte dagegen gibt es nicht. Die BezirkZdcl.-- gierten sitzen in den Amt-stelken der Resierimgs- bezirke, die KreiSdelegierten bei der Kreisverwaltung. Die Zahl der Kreisdelegierten betrug 75 ursprünglich, jetzt nur 65. Die Delegierten hatten eine ungeheure Machtbefugnis. So besteht eine Verfügung der Rheinlandkoin- mission, wonach die deutschen Land rate den Delegierten zweimal im Monat Bericht zu e r st a t t e n haben, in kritischen Situationen sogar täglich. Damit wurde praktisch die deutsche Verwaltung restlos den Besatzungs- behörden unterstellt. Soll aber die in Art. 5 des Rheinlandabkommen gewährleistete deutsche Verwaltung wiederhergestellt werden, so muh selbstverständlich daS gesamte Delegier t en sh stem fallen. In der Presse ist ferner behauptet worden, daß statt der Lruppenverminderung im be^etzlen Gebiet nur eine Truppenverschiebung statt- find?n werde, so daß die 2. und 3. Zone nach der Räumung der ersten Zone eine stärkere Besatzung haben als bisher. Demgegenüber darf kein Zweifel gelassen werden, dah eine auch nur relative Vermehrung der Truppenzahl nicht in Frage kommen kann. Die schwebenden Verharchlunqen zielen gerade darauf ab, die Trt'ppenstärke wesentlich herabzumin- d e r n, also auch in der 2. und 3. Zone. Dies dürfte auch im Interesse der Alliierten liegen, da nach dem Londoner Abkommen di» gesamten Desahungskosten aus den Dawes- leistungen bestri tten werden müssen, über die hinaus Deutschland keine Zahlungsverpflichtungen hat. Gegenüber Presseäußerungen darf in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen rver- den, daß zu den Rückwirkungen, die Deutschland erwartet, selbstverständlich auch eine dem deutschen Standpunkt entsprechende parlamentarische Verwaltung im Saargebiet gehört, ferner Erleichterungen im Luftverkehr und die Einstellung der Kontroll m a hn a h m e n , die sich mit dem Geist von Locarno nicht vereinbaren lassen.
Racheakt und alle Repressalien zu vermeiden und sagte, wenn ein Attentat gegen ihn geplant gewesen fei, so müsse er sagen, daß er nie ein Tyrann, sondern nur der Diener des italienischen Volles gewesen sei. Der Faschismus werde ohne Rücksicht auf die Schwierigkeiten sein Ziel erreichen. Auf seine Aufforderung ver- sprach dann die Menge, sich ohne Zwischenfall zu zerstreuen, was auch in voller Ordnung geschah, worauf in allen Straßen und öffentlichen Lokalen die Kundgebungen für Mussolini sich erneuerten.
zum 15. Oktober d. I. 6622 Mann betrugen. Allerdings seien in diese Zahl nicht die Verluste fac syrischen Legion einbegriffen. Er forderte alle ^parteiisch und leidenschaftslos Denkenden auf, die Aussprache über die letzten Ereignisse in kbhrien zu vertagen, da man sich darüber ierft n ach der Rückkehr des Generals öarrail werde ein richtiges Bild machen Isnnen. Darauf erklärte der Sozialistenführer L'con Blum im Ramen seiner Partei, daß es innnöglich sei, dem Ministerpräsidenten den ge- vLnschten Aufschub zu verweigern. Die Kammer öHe ihm freie Hand zur Festsetzung des Zeitpunktes der Aussprache lassen. Seine Er- Ilärung rief auf der äußersten Linken und auf ter Rechten laute Zurufe und ironisches Ge- öchter hervor. Darauf wurde zur Abstimmung geschritten, die das obige Ergebnis hatt.
Neue Bedrohung von Damaskus.
Paris, 6. Rov. (TA.) Nach Meldungen «rs Damaskus sind in den letzten Tagen mehrere Dandenüberfälle auf die ftanzösischen Po- teir an der Peripherie der Stadt verübt worden. 9it Angriffe konnten in den meisten Fällen abgeschlagen werden. Das französische Kommando fort der Bevölkerung mügcteUt, daß die 2kr-
Von Siena eilte Minister Federzoni nach Rom zurück, um sich Zanibonis zu versichern. Gestern morgen neun Uhr drang eine Abteilung Karabinieris in das Hotel Sragoni ein, während bereits der Fesizug im Aufmarsch war. Der Vizequaestor erreichte Zaniboni auf der Treppe, ergriff ihn am Arm und erklärte ihn für verhaftet. Zaniboni, der in der Uniform der Alpinl- Offiziere war, mit zahlreichen Auszeichnungen auf der Brust, protestierte gegen die Verhaftung eines Offiziers und erklärte, der Irrtum werde sich sofort aufflären. Hierauf sagte ihm der Paris, 6. Rov. (211.) Die französische Vizequaestor einige Worte ins Ohr, worauf Za- Kammer hat gestern auf Antrag des Minister- niboni erbleichte und sagte: Gut, ich werde fei» Präsidenten Painleve die Aussprache über nen Widerstand leisten. Er hatte einen großen die letzten Vorgänge in Syrien mit 400 gegen Koffer b:i sich und wurde von Detektiven im 30 Stimmen bis zur Rückkehr Sarrails aus Sy- I Automobil auf die Polizei geführt. Die „Epoca" rien vertagt. Zu Beginn der Kammersihung verzeichnet das Gerücht, daß sich im Innern des stellte der Abgeordnete Ferrh unter allgemei- Koffers ein automatisches Gewehr be- ncm Tumult den Antrag auf sofortige Beratung funden habe von besonderer Präzision sowie der Interpellationen über die Vorgänge in Sy- -........... ...mnwim
rien. Seine Aufforderung an Painleve, endlich -----------------------------------------------
ddc der Oefsentlichkeit zu den Sensationsmeldun- tillerie heute anfangen werde, über die genuiner verantwortungslosen Presse, die die Stadt hinweg Ansammlungen von Aus- Bevölkerung seit Wochen beunruhigt haben, Stel-- ständischen zu beschießen. Rach einer lung zu nehmen, rief bei den Abgeordneten die I amtlichen Mitteilung seien in der nächsten Um- größte Unruhe hervor. Unter tosendem Lärm gebung von Damaskus reine ernsthaften Zu- ber Rechten und des Zentrums, der von der I sammenstöße zu verzeichnen gewesen.
Linken mit Beifallskundgebungen beantwortet Damaskus hat das Aussehen einer mititäri- t>uröe, erhob sich Painleve und erklärte, - ----- -
er wolle heute nur mitteilen, daß die französischen Verluste in Syrien vom Jahre 1920 bis
3n Rom sanden zahlreiche Kundgebungen für Mussolini statt, deren Teilnehmer abends geschlossen zur Piazza Colonna strömten und dort unter Hochrufen auf Mussolini und Absingen faschistischer Lieder unter dem bekannten Balkon des Palazzo Chigi demonstrierten. Mussolini erschien nach einiger Zeit und hielt eine Ansprache, in der er zunächst für die Beweise der Sympathie, die ihm von allen Seiten zugckonnnen seien, dankte und erklärte, daß die Regierung für die Sicherheit, die Ruhe und die Entwicklung des Landes alle Maßnahmen treffen werde. Er forderte eindringlich auf, ’ '
Sie Nachricht hat in ganz Italien eine l e b- pafte Erregung hervorgerufen. Die Zeitungen veröftentlichten Sonderausgaben mit der Nachricht und äußerten in ihren Kommentaren Entrüstung über die Schuldigen. Mussolini sandte ein Rundschreiben an die Präfekten, in dem er sie auffordert, Dergeltungsmah- nahmen zu verhindern. Die Leitung der faschistischen Partei befiehlt allen italienischen Faschisten, sich jeder Gewalttat gegen die Gegner zu enthalten. In Rom wurden sämtliche Blatter verboten mit Ausnahme der faschistischen „Epoca" und der „Jdea Nazionale", welche ankündigen, daß sie schnellstens genaue Einzelheiten bekanntgeben werden. Der Minister des Innern, Federzoni, habe den Attentatsplan von Anfang an gekannt, und der Polize'i sei keine ^Phase der Entwicklung geheim geblieben. Die Festnahme Zanibonis, eines unitarischsozialistischen Abgeordneten, der seinerzeit in der Mateotti-Angelegenheit genannt worden war, und des Generals Cavpello, der in Turin verhaftet wurde, als er über die Grenze flüchten !>i° ©Geräte I-icht'zu einer Einigung und zur I K“c,le Ei"9=M‘et ?D'
Anerkennung der Z-ntrnlregi-rung zu bringen
Sür die chinesische Wirtschaft »Lre nntiirlich t’’e4’
die Zollautonomie von ganz besonderer Bedeu- Lr $. •n.u. „ 5°rl£e*
der^usländisL ÖÄS Wn^ls^Lande? ft?ne Abreise e ÄS’« L te dem chinesischen Kaufmann schon erhebliche Vorteile gebracht. Vor allem sind auch viele aus» die Abreise Zanibonis nach Rom, dessen
ländische Unternehmungen infolge Geldschwierig- Msicht war, im Hotel Dragoni zu wohnen
übergegangen Neue Vor- bon to0 au8 6fe Schüsse gegen Mussolini teile wurde rhm die Zollautonomie rniofern noch .. . , ' yJL, , ,
bringen, als die damit im Zusammenhang stehen- abgegeben werden sollten, wahrend dieser
den Zollerhöhungen ihm neue Gewinn- bom Palazzo Chigi auS sprach.


