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haus eine außerordentliche Bezirksversammlung ab. die recht zahlreich besucht war. Aus allen Teilen des Bezirks waren die Delegierten und Vertreter herbeigeeilt, so aus Frankfurt, Hanau, Höchst, Fulda, Friedberg, Bebra, Dillenburg, Wetzlar, Limburg, Betzdorf und Gießen. Der Vorsitzende des Dezirksvereins, Schmidt- Frankfurt, eröffnete und leitete die Versammlung. Hierauf ergriff der Vorsitzende der Fachgewerkschaft II der Fahrbeamten. Howe -Berlin, das Wort und behandelte den Abbau und seine Auswirkungen. Er schilderte die Notlage der Fahrbeamten, die durch den Abbau besonders getroffen wurden. In erster Linie dürfte dieser Fahrbeamtenabbau der Einführung der Kunze- Knorr-Luftbcemse zuzuschreiben sein. Er wies auf den Abbau der kündbar angestellten Fahrbeamten hin, denen die Reichsbahngesellschaft, trotz ihrer langen Dienstzeit, die in vielen Fällen bis zu 20 Jahren beträgt, eine kleine Abfindung gewähre. Diese Abfindungssumme sei durchaus un-
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Obst- und Gartenbau-Verein 8 ^lhr „Pfalzer Hof" Mitgliederversammlung. —
— Aus dem Stadttheaterbureau
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' Im Lichtspielhaus Bahnhofstraße rollt gegenwärtig „Neuland", ein Filmroman, der die Entdeckung Amerikas durch Columbus als historischen Hintergrund hat und gleichzeitig die gewaltigen Fortschritte der Technik auf dem Gebiete der Schiffahrt vor Augen führt. Der Film bringt ausgezeichnete Aufnahmen, und die Mitwirkung bedeutender Künstler (erwähnt sei Otto Gebühr) stellt das Werk auf einen sehr beachtenswerten Höhepunkt. Di« musikalischen Darbietungen der Hauskapelle waren dem Filmwerk vorzüglich angcpatzt. Ein lustiger Harold Llohd- Film vervollständigte das sehenswerte Programm.
!* I D i e Eisenbahn-Fahrbeamten des Direktionsbezirks Frankfurt hielten am Sonntagvormittag im Kath. Vereins-
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zureichend. Dazu bemerkt» der Redner, daß die Reichsbahn an den Dienstjahren dieser Abge- bauten die Militär- und Kriegsdienstzeit bei der Berechnung der Abfindung in Abzug bringe. Die Bemühungen um Milderung und Einstellung des Abbaus von selten der Gewerkschaften hätten bis heute fast keinen Erfolg zu verzeichnen. Redner forderte jeden Beamten zur treuesten Pflichterfüllung in feinem schweren Amte auf und ermahnte zum Schluffe zum Zusammenschluß aller Kollegen, denn nur durch gemeinsame Arbeit könne etwas erreicht werden. Seine Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Als zweiter Redner sprach Wagner- Elberfeld. Er kam besonder- auf die Besetzung der Züge und die Betriebs- sicherheit zu sprechen. Die luftgebremsten Güterzüge, die ohne Tlnterschied auf ihre Belastung und Stärke nur mit einem Zugführer und Schluh- bremser besetzt seien, müßten unbedingt besser beseht werden, damit die Betriebssicherheit erhöht werde. Durch die Dienstdauervorschriften seien Diensttouren von 16, 18 und 20 Stunden, ja sogar von 23 Stunden, an der Tagesordnung, die aber nuir 8 bis 10 Nutzdienststunden enthielten. Redner streift auch die Höhe des Gehalts der Fahrbeamten, das nicht, wie der Oeffentlichkert bekanntgegeben. beim Zugführer 98 Prozent und beim Schaffner 97, sondern 85,5 und 86,3 Proz. von 1913 betrage. Er kam ferner auf die Lei- stungszulagen zu sprechen, für welche die Reichs- bahngesellschast 44 Millionen jährlich verausgabe. die aber für die Fahrbeamten kaum in Frage kämen. Die Forderung der Fahrbeamten sei in erster Linie ein einheitliches Deamten- recht aller Beamten, ein Mitbestimmungsrecht im Schlichtungswesen und eine tüchtige Personalvertretung. Hierauf sprachen noch ein Vertreter vom Zentralgewerkschaftsbund und Oberinspektor Grimm vom Dezirksbeamtenrat Frankfurt. Ein Zugführer crus Frankfurt schilderte die Arbeiten und Dienstverrichtungen eine« Zugführers. die der Oeffentlichkeit von Interesse sein dürften. So hätte der Zugführer bei einem 120 Achsen starken Güterzuge eine Vorbereitunqs- zeit von 50 Minuten. In dieser Zeit müsse er den Zug. der eine Länge von 500 Meter habe, dreimal abgehen, Nachsehen und jeden einzelnen Wagen nach Gattung, Eigentum, Gewicht, Abgangs- und Zielstation eintragen, diese Arbeit ist b6t jebem einzelnen der 60 Wagen auszuführen. Ferner müsse der Zugführer die Verteilung der Bremsen, das Addieren der Zugpausen, das Durchsehen der Frachtbriefe, die Bremsprobe, des Zuges, eine Ausrechnung der Zugbelastung vornehmen. Alle diese Arbeiten müßten in 50 Minuten vollendet sein, andernfalls Zugverspätungen und Bestrafungen eintreten. — Der Vertreter der sahr- beamten-OrtsgrupPe Gießen gab eine Aeber- sicht des Fahrbeamten-Abbaues auf dem Bahnh^ Gießen, wonach von 475 Fahrbeamten nur noch 162 im Dienste seien. Das Schlußwort sprach Howe-Berlin, in dem er nochmals alle Fahrbeamten zur einheitlichen Mitarbeit ermahnte.
k. DerRadklubGermania-Gießen hatte seine Mitglieder und Freunde am Samstagabend zu seinem 2 6jähr. Stiftungs» fest in die Turnhalle geladen. An Stelle des 1. Vorsitzenden begrüßte das Vorstandsnntglied Sehrt die Erschienenen im Namen des Vor-
Sä uf er zurückzustellen. Sollten im Fenster billige Waren ausgelegt und im Laden nicht tu haben sein, so würde der Geschäftsinhaber Gefahr laufen, auf Grund des Paragraphen 1 oder 4 deS Gesetzes zur Bekämpfung des un- l enteren Wettbewerbs mit einem Strafantrag bedacht zu werden, wie ja überhaupt jede Ankündigung, die sich nicht mit den Tat- sachen vollkommen deckt, nach diesem Gesetz strafbar ist.
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-a^enkallsn berechtigt fct Das Gericht hielt den Nachweis der Zuwiderhandlung gegen § 22 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb für erbracht und verurteilte
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fpd. Zur Warnung. Einer 74jährigen Frau in Frankfurt a. M. hat eine gut gellerdete ifeau im Alter von vierzig Jahren unter dem Vorwand, eine neue Inflation stände bevor, dre gesamten Ersparnisse in Höhe von nahezu 1200 Mark abgenommen. Die Schwrndlerrn konnte noch nicht ermittelt werden. Da sie vielleicht auch rmderwätts ihr übles Treiben versuchen wird, s'ri hiermit vor ihr gewarnt.
•• Oeffentliche Dücherhalle. 3m September wurden 1479 Bände ausgelrehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 928, Zeit- i hriften 62, Jugendschriften 70, Citeraturge» s hichte 6, Gedichte und Dramen 33, Länder- und Völkerkunde 68, Kulturgeschichte 35, Geschichte umd Biographien 83, Kunstgeschichte 17, Naturwissenschaft und Technologie 68, Heer- und See- wesen 14, Haus- und Landwirtschaft 9, ®e- samdheitslehre 7, Religion und Philosophie 39, Staatswissenschaft 15, Sprachwissenschaft 4, Fremdsprachliches 21 Bände. Nach auswärts kamen 24 Bände.
*• Aus dem Gießener Standes- L.mtsregister. Cs verstürben in der Zeit vom 15. bis 30. September: 16. Franz Goeres, Kaufmann, 60 Jahre alt, Bahnhofstraße 40. 17 Wilhelm Möller, Schüler, 14 Jahre alt, Duddestraße 3. 19. Friedrich Romberger, ohne Beruf, 75 Jahre alt, Licher Straße 74. 21. Hein- rii> Wilhelm Bastian, Gastwirt, 56 Jahre alt, öagengaffe 9. 23. Anna Stein, Haushälterin, 28 Jahre alt. Marktplatz 8. 24. Georg Koch, Beniner, 73 Jahre alt, Westanlage 20. 26. Anna Elisabeth Dolbeth, geb. Koch, Witwe, 71 Jahre alt, Löwengasse 34. Elisabeth Hochstätter, geb. Ferber. Witwe, 71 Jahre alt, Drandplatz 1. 30. Nitolaus Rausch, ohne Beruf, 68 Jahre alt,
Tüchtige 05,13
standes. Den musikalischen Teil des Abends füllte die Kapelle Welker in der befaimt boItEoa» menen Weise aus. Beftncheren Anklang ftutden das Rh einliederpotpounri mtb das Trompete rn- solo des Herrn Beyer. Hisckruf folgte ein 6ec Radreigen der Jugmdrnannschaft URd een 8er Schulreisen, gefahren von drei Danren und fccei Herren. Nach einem wetteren MusMück fand ein sehr intercffrmteS Jugsndradballfpfel statt, an das sich ein Hsrren«taetLtt cmtchlos;. Den Schluß des ersten Teils babetc ein RadbaM»eI der Klchsc B. Der Mxite Teil wurde erofinet durch einen 6er Schülingen, dem ein gemischtes Quartett, gefahren im bayerischen Kostüm, folgte, der endlosen Beifall auslöste und wiederholt werden mußte. Das Interessanteste des Abends war wohl das numnchr folgende 2er Kunstfahren, ausgeführt von W. Vvn-Giff und St Pfund. Die beiden Herren vermochten die Zuschauer durch ihre halsbrecherischen Kunststücke zehn Minuten lang in atemloser Spannung zu halten und ernteten wohlverdientM, reichen Beifall. Hievauf folgte noch ein interessanter 6er ^ugenöeeigen. Den Abschluß das Programms biTbete ein Radballspiel der "Xri- sterllafse Frankfurt a. M. geaen die Meifier- klasse des Radklub Germania-Gießen, aus dem nach einem längeren interessanten Kampfe die Gießener Mannschaft als Sieger hervorging. Sämtliche Darbietungen zeugten von guter Schulung und langer, zäher Trainmgsarbeit, und wurden vom Publikum fefjr beifällig aufgenommen. Der übliche Tanz hielt dann die Festgesellschaft noch lange gemütlich beisammen.
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Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 3. Oft. Nach der Reichsper- sicherungsordnung und den hessischen Ausführungsbestimmungen hierzu kann nur der Zahntechniker, der neben andern Voraussetzungen eine dreijährige Lehrzeit und das Bestehen einer Prüfung nachweist, Mitglieder öffentlicher Krankenkassen auf Kosten der letzter en behandeln. Im März l. I. ließ nun ein junger Mann, der noch keine dreijährige Lehrzeit hei einem in der Zahntechnik und operativen Zahn- herllunde ausgebkkdeten Lrhrherrn durchgomacht hat, in einem benachbarten Dorfe durch die Ortsschelle bekanntmachen, daß er Mitglieder verschiedener Krankenkassen in seiner Zahn Praxis behandele. Draufhin stellte der Reichs verband deutscher Dentisten in Berlin Strafantrag wogen unlauteren Wettbewerbs gegen den jungen Mann, den jetzigen Angeklagten, weil er durch die Bekanntmachung den 2m schein erweckt habe, als ob
i vird uns geschrieben: Die erste Vorstellung der diesjährigen Spielzeit am Freitag, 9. Oktober, Eringt bekanntlich Zellers prächtige Operette .Der Vogel Händler". Es wirken in ihr
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^Voraussage.
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W me*. Ser ton. • ®irb an feiner Nord- und W und weicht östlich aus. Unser «""» Mittelpunkt. M schL i rechnen. 1 ’
dt und Land.
6«”. ten 6. Oftota 1925.
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i Schaufenster.
inöiger Meinungsverschieden- ieiten bißet die Frage, ob Wet ift, auf Wunsch des dem 6d)aufenfter $u Der»
er stellt sich in diesem Falle mbtunh, dah er durch die aui dem Schau- tarnte Dekvüion, zerstören ne Ware im Schaufenster ja l habe, als Anregung'des laus zu dienen. Der Kunde rs wenn er sich forsch und art, daß ihm das alles ganz das und das Stück aus dem sonst nichts, und es sei die und Schuldigkeit des Laden- verlangen zu willfahren. Wie
'chläaiaen Stimmungen des H A. 2. sind die Auslagen benso zu beurteilen in« An- i, Kataloge usw. d. h. als en zur Stellung von
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Leidend ift «JtaM tretm- > lein in «schSstliche ^mateber^N '’ jeweilig nwjfl n können, r Ii» S&W Y W $ derart
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den Angellagten zu einer Geldstrafe ü cur einhundert Mark. Glsicktzsifig wurde d«n Privatklager das Recht zugesprochen, die Der- urteitunn des Angell<^ten auf dessen Kosten durch 2mschlag an der Ortstafel seines Wohnortes öffentlich bekannt?-mack^en.
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AL-M>r Otbto -S 0“ tuU
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iam!915 stjr.,1^ Weichr 8 ^ren verletzt, yci-_ö' man. ^rucy oen uorrgen jxiuipilikiua;«, a) Nicht fe(t< die für hier neu sind, geht ein guter Ruf voraus,
MR k L d-- . ilnnxrtiäJ*'»»« ,,n; 3n dirs-m letzter ^Mblick er °ln Zug, «Ä « £
Bekanntmachung.
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