(Nachdruck verboten.)
10. Fortsetzung.
5
An die Einwohner von (Ziehen!
die Häuser festlich zu schmücken!
Gäste sind herzlich willkommen.
81880
Der Oberbürgermeister,
Kaffee Tee Kakao Pralinen
8186B
Lindenplatz 1
8208D
Herren Arbeitgeber
Die
werden
gebeten, umgehend ent-
Blütenmehl 0
Pfund 0.24
Gießen, den 31. August 1925.
8187c
Sultaninen kalifornische, Pfund 0.65
Mellleine SklslranleuM Oes csMeises Mell
Kristallzucker
Pfund 0.39
,a
Knorr Suppenwurst
ssoav
2^2
Schmidt.
Aber es ist sehr unmai treffen. Ich kann diesen 3
Ich richte an die Einwohner von Biegen die Bitte, aus Anlaß der Denkmalsweihe und des Großen 116er-Tags
Die Qualität bestimmt den Preis Nicht der Preis die QualitätI
ad), daß wir uns selten abkommen,
ist, wenn mit Master 20 Minuten gekocht, tafelfertig. Reine Zutaten mehr nötig 1 7 Sorten. 1 Stück=6 Teller.
und er hat sicher genug Arbeit draußen. — So, und jetzt muß ich heim, sonst wird mir euer Torweg geschlossen, und mein Kleines schreit sich heiser nach mir. Gute Nacht, Tante Lotte, sei lieb und wärme die alten Geschichten gar nicht erst wieder auf, die liegen meilenweit und bergetief hinter mir.”
(Fortsetzung folgt.)
Frei geworden
Erzählung von Klara Prieß.
S & F-Kafsee in eigener Grobrösterei stets frisch geröstet, in den bekannten Originalpackungen
Pfund jt 3.00,3.80, 4.20, 4.60
Deutscher Bund für christlich - evangelische Erziehung in Haus und Schule Ortsgruppe Bietzen.
Einbau und Reparaturen von Bosch - Eisemann- Licht- und Anlasseranlagen sowie 8110D
Reparaturen von Accumulatoren jeder Art werden fachgemäß als Spezialität ausgeführt.
Emil Althoff.B3hnhofstr.357o
sprechende Ummeldung zu machen.
Hierbei machen wir darauf aufmerksam, daß die in der letzten Zeit gemachten Beobachtungen uns zwingen, von der uns zustehenden verschärften Kontrolle der Arbeitgeber hinsichtlich An- und Abmeldung und der richtigen Lohnangabe Gebrauch zu machen. Außerdem ist festgestellt, daß die Ablieferung der Bei- träge sehr zu wünschen übrig läßt. Die Beiträge sind allwöchentlich fällig. Als längster Zahlungstermin ist der 7. eines jeden Monats für den vorausgegangenen Monat bestimmt. Spätere Ablieferung bedingt ohne Mahnung die Iwangsbeitreibung. Wir machen hierbei auf die §§ 393 ff. und 317 ff. Reichsversicherungs-Ordnung aufmerksam.
Photo-Haus X
'Winterhofr
Kreuzplatz 9
das Fachgeschäft
L für den gesamten k X Photobedarf/
Brotzucker ™.ten..QÄ 0.42
In Or>ai»alvaketen von ca. 20 Pfund ft qq brutto für netto..............Pfund W.OU
Extra grobkörniger
Viktoria-Kristall .. Pfund 0.42
Wird am H. und 7. September d. Is. ein einheitlicher Straßenbahnfahrpreis von 20 Pfg. für jede Fahrt, ohne Rücksicht auf die Streckenlänge, erhoben.
Der Verkehr wird dem Bedarf ang» paßt. 8197«
Gießen, den 1. September 1925. Städtische Straßenbahn.
Stolle.
Schade & Füllgrabe Filialen in allen Stadtteilen.
Donnerstag, 3. Sept., abends 8 Uhr, im Iohannessaat
FamUienabend
Vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder dringend erwünscht.
AlltnhP3it7PI'll Bekanntmachung.
OUlv^yUllLUI *1 Während der Dauer des llöer.Festes
Gute und billige
Lebensinittel
HL 2 Erschein'
Sichel
W ffloHt15 Ä Jfe 5eE
SnsE
Bekanntmachung
W 31. August 1925 werden die Lohnstufen, Grundlöhne und Beiträge erweitert:
Kränkliche Schweine
und solche, die eS In den Beinen haben, die nicht stellen wollen, die turücfgebucben sind, all diese Tiere werden rasch gesund, wenn man diesen Schweinen durch jedes Futter 1 Eßlöffel von — Rassol —mengt. Gesunde Schweine erreichen durch Beifllttemng von Raffol in kürzester Zeit höchstes Schlachtgewicht. Jeder Landwirt, der Raffol bisher noch nicht kannte, staunt Uber die Wirkung von Raffol. Junge Ferkel mit Raffol Ungefüttert, bleiben stets gesund und munter und entwickeln sich überraschend schnell.
NB. Man ad)te beim Einkauf aber ganz genau auf den Namen — ?rassoi—und weise alle Nachahmungen sowie vor allem auch jede Nach, füllung von Raffolklaschcn ganz energisch zurück. Raffol hat tausende von freiwilligen Gutachten aus allerersten Fachsteisen.
Original Rassol erhalten Sie in der Engel-Apotheke, Gießen (am Markt). Eigene Fabrikation nur hochwertiger Tterarzneimittel.
1 große Original flasche kostet 2 Mark
(Ausschneiden und aufheben I Machen Sie sofort einen Versuch!)
Der M
Scho ein Partei 2 berigeioe -agsabgeo lvirü W Partei M «nräMen ffrnM -er Länge glieöerös ZnterjW beiden Ha mn io v> Wochen ( 10. Aom ßMngie strichen > der ßirw Tugend Moskau dere Stä> sie es ve orbi bekc Mahlo genomme die Mos
Der Moskauer Herigen ü aus einer dem Stag der Par!' Tonst häl Sntimti misms nossin d deutschen für dir1 von ger zen nac jnterna: voll, tvc lreoiöt Romuni tiaten bi< schrnden r geblichen besonders Fischer tei propo Schau ge lung alle bare I bruder Lenin iiatior mit Enis der Ä P toirb die gestellt )i fen". In zipien in zweiselloe bat.
Die u neuer Ri merffd rerscho Behnndlu. Werbung tu m. Lei ist nichi Moskauer schieden qe üsche Fort inten M ^ng mit di W }u|an Uno erprob W betui6n 'n ohne ei tniMd)enr h'ten toi
Aen Ko, jommunifi SW
^stn. j St
S'scpt I Partei b denen <- brouchbg . Die "'chk dr, Mcht ur 6f6lic Aaupt-r Ässch JJjft zu S in
m "er $,kt -
und rch mochte chn und seine Art dabei gut leiden. Weil er nun keinen Schimmer von der Landwirtschaft hatte, nahm er sich vernünftigerweise gleich einen tüchtigen Inspektor ins Haus, und den läßt er ganz selbständig wirtschaften und geht bei ihm tn die Lehre zwei Iahr< lang. Und dann hofft er die Sache selbständig leiten z>. können. Es läßt sich alles sehr gut an bis jetzt, sie haben eine famose Ernte gehabt. Er meint, sie seien nun aus dem Gröbsten heraus« Und deshalb ist er gestern zu mir gekommen."
Anna packte noch immer an dem Leinenzeug herum, aber ihre Gedanken waren nicht mehr ganz bei dem Baby.
„Das ist gut," sagte sie, „gut für ihn, daß er Arbeit hat, wirkliche Arbeit aus eignem Grund und Boden. Das muß ihn fest und kernig machen."
„Er ist ernsthaft geworden", meinte Tante Lotte, „und sehr viel älter natürlich. Er trägt jetzt einen Vollbart, der ihm abscheulich steht. Du würdest ihn kaum wiedererkennen. Er hat übrigends sehr nach dir gefragt und nach deiner Arbeit. Und dann fragte er zum Schluß, ob er mal wisderkommen dürfe, auch einmal, wenn du abends bei mir wärest. Dazu könnt- ich ja nicht viel sagen. Aber dir kann es ja doch einerlei sein, wenn du ihn mal hier triffst." —
„Mir scheint es ziemlich überflüssig, daß du dich wieder auf diese alten Geschichten e«rläbt."
Anna kniete jetzt an der Erde und schob die alten Schubladen energisch wieder zu. „Ob ich Max Brakea wiedersehe, ist wirklich ziemlich einerlei und wird uns beiden nicht viel Herzklopfen machen. Mer ich will keine abgekarteten Geschichten und keine Stell« dicheins bei dir, Tante Lotte. Treffen wir uns ein. mal zufällig hier, so soll es mir recht sein. Es ist ja viel Wasser den Berg heruntergelaufen seit dazumal. Ich bin ja gar nicht mehr dasselbe Menschenkind, und ein ganz andrer, fremder Mensch wird er mir fein«
Es gehört nur mir und soll es gut haben, solange ich es haben darf. An das Später, an das Abgebenmüssen kann ich gar nicht denken! Wenn man sie so fortgeben muß, die kleinen Dinger, und weiß nicht mal, ob nicht oll die Liebe und Arbeit doch vergebens und verloren ist —, das ist das Aller- jchlimmste in unserm Leben. Und daran gewöhne ich mich auch nicht! Aber vorerst soll das Kind es wenigstens gut haben. Mir fielen vorhin die feinen, weichen Tücher ein, die da noch bei meiner Aussteuer liegen müssen. Das sollen feine Hemdchen für den Kleinen werden. Ich muß doch mal in den Schubfächern nachsehen."
Anna kniete vor dem alten Nähtritt. Sie schob die schweren Schubkasten heraus und kramte zwischen den Wäschepaketen. Tante Lotte schalt tn ihrer Sofaecke:
„Sündhaft, die guten Sachen für so etwas zu zerschneiden. Und überhaupt, du darfst doch die Aussteuer nicht so verplempern, du kannst doch noch jeden Tag heiraten, Mädchen."
Anna lachte laut auf.
„Ich weiß nicht recht, wie ich das anfangen soll, und dann, Tante Lotte, vergiß nicht, daß ich jetzt mächtig kapitalisiere. Wenn ich noch beträte, nehme ich natürlich nur einen ganz Reichen, und dann verwende ich mein ganzes Sparkassenkonto zur Mschaffung einer funkelnagelneuen Aussteuer. Und keinen Sttch tue ich daran. Das wird alles im feinsten Wäschegeschäft genäht. Wenn ich mir hier all das Gesttchele ansehe und an die schöne, verlorene Zeit denke — wie ist man doch so jung und dumm gewesen!"
Sie hielt ein feines Leintuch gegen das Licht.
„Nein, es hat noch keine Löcher. Mir kommt nämlich das alles schon so lange her vor, daß ich ordentlich Angst hatte, es würde alles rissig und mürbe vor Alter sein. Und was ich gar nicht mehr begreife, Tante Lotte, wie ich einmal immer und immer nur an einen Menschen habe denken können! Ich glaube, ich könnte bas nie wieder. So ein weites Herz bekommt man in der Arbeit, man be-
Die legte ruhig ihre lüdjet zusammen und hatte es nicht eilig, zu antworten. Deshalb redete Tante Lotte schnell weiter:
„Nun ja, dabei ist doch weiter nichts Merkwürdiges, Anna. Wir haben uns in den sieben Jahren hin und wieder mal geschrieben, und nun hat er mich gestern von Krüxow aus besucht. Da wohnt er nämlich schon seit vorigem Jahr."
Nein, so merkwürdig war es eigentlich nicht, daß Max Braken doch einmal wieder in Annas Gesichtskreis austauchte. Sie wußte wohl, daß er damals beim Tode ihrer Mutter freundlich und taktvoll an Tante Lotte geschrieben hatte, und daß die beiden seitdem gelegentlich korrespondierten. Sie wußte auch, daß Max Braken damals die Stellung in Berlin bald wieder aufgegeben hatte und wieder nach München gegangen war. Nur, daß er jetzt in Krüxow wohnte, wunderte sie sehr. Und sie wunderte sich auch, daß ihr beim plötzlichen Hören seines Namens doch ein schnellerer Pulsschlag und eine heiße Röte gekommen — so ganz fern und versunken war ihr die alte Zeit erschienen. Aber es war auch wohl nu rdas Plötzliche und Unerwartete gewesen. Sie konnte gleich nachher ganz ruhig fragen, warum Max Braken denn jetzt in Krüxow lebe.
Und Tante Lotte erzählte gern und breit, wie jener Vetter und Verwalter das Gut im Laufe der Jahre ganz heruntergewirtschaftet und wie es dicht vor dem Zwangsverkauf gestanden habe, bei dem kaum die Hypotheken gedeckt worden wären.
Da ist Braken selbst eingesprungen, denn sein Herz hing doch immer an dem väterlichen Gut. Und die Gläubiger hat er wirklich dazu bekommen, noch ein paar Jahre Geduld zu haben. Und einer hat ihm sogar noch ein kleines Betriebskapital vorgestreckt. Weißt du, er bekommt immer, was er will, der Junge. Ein bißchen von dem alten Charm ist doch noch an ihm hängen geblieben. Unterdes hatte er die Schriftstellerei auch wohl gründlich sat. Sein gesunder Menschenverstand sagte ihm wohl, daß dabei doch kein Weiterkomemn und nichts wirklich Großes und Gutes für ihn fertigzubringen war. Und von München hatte er allmählich auch genug. Da ist er denn einfach voriges Jahr nach Krüxow gegangen und hat die Sache ganz vernünftig angefangen. Er hat mir das nämlich alles ganz ausführlich erzählt,
kommt Interesse für jeden und jedes. Und soviel gesünder scheint mir das wie das Hängen und Sehnen immer nur nach dem einen Menschen."
„Rede nur nicht so furchtbar vernünftig. Hinterher ist es leicht, damals hast du es auch nicht anders tun und begreifen wollen. Und die jungen Dinger machen es immer wieder so, dafür sind sie eben jung. Wir Frauen müssen das alle einmal durchmachen."
„Aber wir können jetzt leichter Arbeit finden, Arbeit für andere, Tante Lotte. Das ist doch ein starkes Gegengewicht gegen all den unnützen Jammer. Zum Beispiel so ein Kleines liebhaben, das nimmt Herz und Hände und alle Gedanken in Anspruch, da kann gar nicht viel Zeit für eigenes Herzeleid bleiben. Glaube mir, wenn man all das Elend sieht, das in einer Klinik zusammenliegt, kommt es einem sehr kleinlich und egoistisch vor, um so ein bißchen verpfuschte Jugendliebe jahrelang herumzujammern. — Und nun hilf mir dies hier zusammenpacken, Tante Lotte, und dann muß ich bald heim. Der Junge bekommt um zehn Uhr seine Flasche, und ich habe auch noch Schlaf nachzuholen. Letzte Nacht war er recht unruhig und hat mir nicht viel Ruhe gelaßen."
„Sei doch nicht so eine Törin, dein Herz wieder an ein Fremdes zu hängen. Was hast du davon? Nur den Jammer, wenn sie es dir wieder abnehmen."
.Läßt sich nicht ändern, unb es bleibt doch noch das beste, wenn man keine eignen hat. Weißt du, Tante, die Herren der Schöpfung gönne id) den andern Mädchen gern; wenn die paar bösen Enttäuschungsjahre vorüber sind, wird alle Sehnsucht still, und wir sehen dann mit klaren Augen in die Welt und in anSre Ehen. Ader die Kinder — das bleibt der wunde Punkt. Es ist doch hart, nie ein einziges eignes liebhaben zu dürfen. Aber wenn wir Frauen das Herz auf dem rechten Fleck haben, bann lernen wir eben anbrer Leute Kinder lieben — bas schützt boch wenigstens vor bem Hart- unb Bitterwerden."
Die beiden Frauen schwiegen eine Weile. Und in diese Stille herein sagte Tante Lotte auf einmal:
„Anna — Max Braken war gestern oei mir." Dabei sah sie Anna verstohlen und schlau von der Seite an.
Zement le unter Synd.-Preis, sofort und billigst C. Rübsamen, BieBen »■» Fernsprecher 1659. DrnAWMW "SK MsffMmg Mein iLDrelswect öu? BrflblW riott.-vrvaem, 8. je, Hießen, S-rM.7.
Qualitätswaren — in allen Preislagen
EnimericherWaren-Eipedition
Neue Rollmops.....©tuet 0.18
Limburgerkäse ... Pfund 1.10
EdamerkSse aow... Pfund 1.40
Fst.EmmentalerkSse Pf. 2.20 ohne Rinde, Schachtel 0.90 und 1.50
Bekanntmachung.
Am Freitag, bem 4. September b. nachmittags von 4-5 Llhr, wird in der Turnhalle berStadttnädchenschule,Schill er. sttaße 8, ein öffentlicher Impftermin ab- gehalten, in welchem den Eltern der in 1924 geborenen, bisher noch nicht oder ohne Erfolg geimpften Kinder in der Stadt Gießen Gelegenheit gegeben ihre Kinder kostenlos impfen zu laffen.
Die Dachschau findet Frettag, bett 11. September, nachmittags von4-5lUhr statt. 81946
Aus Familien, in denen ansteckend« Krankheiten herrschen, dürfen Kinder nicht zu den Terminen gebracht werden.
Gießen, den 31. August 1925.
Der Oberbürgermeister. I. D.: vr. Leib,
Bekanntmachung.
Freitag, den 4. September, sollen di« Zwettchen der Gemeinde Dors-Gill, ca 150 Bäume, öffentlich meistbietend versteigert werden. Anfang nachmittags 1 Llhr am Schulhaus.
Dorf-Gill, den 2. September 1926.
Hessische Bürgermeisterei.
Lohn.
Tagesverdienst
Grund lohn
Kranken
nnoerbslosen-
stufe
von
bis
kasse
fürsorge
Mk.
Mk.
Mk.
Mk.
Mk.
9
4.76
5.75
5.-
2.64
0.36
10
5.75
6.75
6.-
3.15
0.42
11
6.75
7.25
7.-
3.69
0.50
12
über
7.25
8.-
4.20
0.56


