Nr. 178
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Erster Blatt
m. )ayrgang
Donnerstag, 3s. juH 1924
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MetzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Bayern und die Derfassungsfeier.
Frankreichs Sabotage.
D s r l i n, 30. Juli. Zu den Maßnahmen der bayrischen Regierung gegen öffentliche Feiern machte der bayrische Min ister des Innern Stütze! vor Pressevertretern Erläuterungen, in denen er auch über die Haltung der bayrischen Regierung zu der Feier des Ver- sassungstages sprach. Er erklärte, die bayrische Regierung respektiere und achte die Reichsverfassung, aber sie habe nie einen Zweifel darüber gelassen, daß sie in verschiedenen Punkten eine Abä nderung der Verfassung, selbstverständlich auf legalem Wege, anstrebe. Die Beteiligung der bayrischen Staatsregierung an der Verfassungsseier würde deshalb wie eine Heuchelei aussehen. Es sei etwasanderes .dieReichsverfassung zu achten und zu schützen, als sie zu feiern.
Das rheinische Zentrum und die Feier.
Die „Frankfurter Zeitung" meldet aus Köln: )
Als die für den 6. Juli geplante große republikanische Kundgebung in Könrgswinter verschoben werden muhte, wurde in Aussicht genommen, den Plan in geänderter Form zum Der- fassungstage in Köln zur Ausführung zu bringen. Heute laden Sozialdemokraten, Demokraten, freie und H irs ch - Dun ck e r s ch e Gewerkschaften zusammen mit dem Republikanischen Reichsbund und einer Reihe verwandter Organisationen zu einer gemeinsamen Derfassungsfeier ein, die am 10. August in der Kölner Messehalle vor sich gehen soll.
Demeikenswert ist, daß das Zentrum, das schon die Teilnahme an der Veranstaltung, die am 6. 3u[i stattfinden sollte, abgelehnt hatte, jetzt Hand in Hand mit der Deutschen Volks Partei auch die Mitwirkung a" d'm neuen Plan ab lehnt und sich auf die offizielle G ü rze n i ch f e ie r, ui. faMi wegen der Kleinheit des Gürzenichsaales keine eigentliche Volkskundgebung sein kann, zurückzieht. Das Zentrum ist dabei sogar soweit gegangen, allen seinen Mitgliedern, die ein Parteiamt bekleiden, die Unterschreibung der Einladung zu der Veranstaltung in der Messehalle zu untersagen. Zur Begründung ihrer Haltung bstzust sich die Partei auf die feine Unterscheidung, die das Zentrum hinftchtlich ferner Stellung zur Staatsform macht, daß nämlich das Zentrum keine republikanische, sondern lediglich eine Derfassungspartei sei. Diese Tatsache hat nicht gehindert, daß führende Persönlichkeiten des Zentrums wie Wirth, Fehren- bach und Zoos dem Republikanischen Reichsbund angckhören; sie sollten außerdem folgerichtig gerade der Teilnahme an einer Verfassungsfeier, wie sie für den 10. August vorbereitet wird, i nicht im Wege stehen. Die ausweichende Stellungnahme des Zentrums scheint ein Symptom dafür zu sein, wie stark das Bedürfnis nach guten De- ziehungen'zu den Deutschnationalen neuerdings innrrhalb des rheinischen Zentrums empfunden wird.
Zur Beilegung des Konfliktes mit Rußland.
Genugtuung in Moskau.
Moskau, 30. Juli. Die Mitteilung, daß in Berlin das Protokoll unterzeichnet worden ist, durch das der deutsch-russische Zwischenfall bei- gelegt wird, hat, wie die Russische Telegraphen- agentur meldet, m Handels kreis en der Sowjetunion große Genugtuung hervor- ßemfen. Es wird angenommen, daß von jetzt an < in e Belebung in den wirtschaftlichen Bezie- 'hungen zwischen den beiden Ländern emtreten loird.
Zu der Beilegung des deutsch-russischen Kon- fNkts, die in der deutschen Presse zum Teil ungünstig beurteilt wird, bemerkt das Organ des Ministers Strefemann, die „Zeit":
Bei den ganzen Verhandlungen stand die Frage der Erterritorialität der Handelsvertretung im Mittelpunkt der Erörterungen und ver- Krperte das eigentliche politische Ziel der Russen. Eie gaben dabei zu erkennen, daß sie auch an die änverlehlichkeit aller von der Handelsvertretung benutzten Räumlichkeiten dächten. Rach Len allgemeinen Rechtsgrundsätzen war nicht zu fefi reiten, daß auf Grund des Abkommens von 1921 anerkannte Exterritorialität von 12 bis 15 Mitarbeitern der Handelsvertretung auch gewisse Auswirkungen auf ihren sachlichen und räumlichen Aktionsbereich zur Folge hat. Die Russen Haben aber schließlich das Prinzip anerkannt, Laß nicht die I n st i t u t i o n als solche einer »egelrechten diplomatischen Mission gleichgestellt, sondern nur ein Teil der Räumlich- keiten als unverletzlich abgesondert wird. Auch zwei andere russische Forderungen sind erheblich eingeschränkt worden. Es wird keine Entschuldigung bei der Regierung in Moskau ausgesprochen, keine Bestrafung aller beteiligten Beamten, sondern nur in ganz allgemeiner Form die Bestrafung der schuldigen deutschen Beamten in Aussicht gestellt.
Völlige Räumung des Ruhrgebiets erst in zwei Fahren. — Die Engländer sollen bis dahin in Köln bleiben.
Die Konferenz in London ist durch die Haltung der Franzosen auf jenen Punkt angelangt, der entweder zu ihrem Abbruch führen oder sie wie das Hornberger Schießen ausgehen lassen muß. Denn die neuesten FordernngenH e r r i o t s, der sich dabei als schwächlicher Nachahmer und verschwommenes Spiegelbild Raymond Poin- c a r e s darstellt, sind nicht anders als der letzte Versuch der durch die Finanzleute in die Enge getriebenen Franzosen zu werten, durch unerfüllbare Wünsche die Konferenz auseinander zu treiben. Man wird auch in London sich fragen, ob die noch immer nicht eingeladenen Deutschen überhaupt sich in Marsch sehen werden, wenn die Ruhrräumung, die Grundbedingung für Deutschlands Zustimmung zu den Londoner Beschlüssen, erst im August 1926 beendet und außerdem in ihrer „progressiven" Entwickelung abhängig sein soll von der Willigkeit od<w Fähigkeit des Finanzmarktes, die deutschen Obligationen unterzubringen. Ebenso ist natürlich eine deutsche Zustimmung za der von Frankreich geforderten Verlängerung der Besetzung der Kölner Zone über den 10. Januar 1925 hinaus unmöglich, weil die Franzosen diese Zustimmung als neue Anerkennung ihrer These auslegen würden, daß die „Desetzungsfristen" überhaupt nc>ch nicht begonnen hätten. Jedenfalls ähnelt nach den heute vorliegenden Meldungen die Lage in London derjenigen auf der Konferenz von Genua. Tlnd auch der Knappe und Freund des Lothringer Advokaten, der Vorsitzende der Rcparationskommission D a r t h o u, wird von heute ab ähnlich wie in Genua seine Minen Men und kraft Auftrags seines Meisters die französische Gewaltpolitik aus der Verständigungsatmosphäre zu „befreien" versuchen. Demgegenüber erscheint auch der französische Vorschlag bezüglich der Behandlung deutscher Verfehlungen, der beim Redaktionsschluh nach einer Meldung des „Echo de Paris" bekannt wird, von sekundärer Bedeutung. Es ist ein Spiel mit Worten, mit denen Frankreich versucht, seine bloßgestellte Machtpolitik mit dem Mäntelchen der Anerkennung einiger Schiedsgerichte zu verhüllen.
Die nächsten Tage, vielleicht schon die nächsten Stunden, werden Klarheit über die Sage der Londoner Konferenz bringen. Für uns steht heute schon das eine fest, daß ohne eine schroffe Ablehnung des französisch-belgischen Kompromisses und ohne eine Erfüllung der selbstverständlichsten und elementarsten Wünsche und Bedingungen Deutschlands die Londoner Konferenz für uns wertlos ist.
Die französischen Vorschläge.
Paris, 30. Juli. Der Sonderberichterstatter der Havasagentur meldet aus London, daß die französische Delegation nunmehr den französischen Vorschlag, von dem seit drei Tagen die Rede ist, fertiggestellt hat. Das Charakteristische dieses Vorschlags sei, in folgenden Fällen einen Schiedsspruch anzu- rufen:
1. Wenn die Delegierten in der R e p k o sich nicht über die Feststellung einer Verfehlung einig sind,
2. wenn diedeutschenIndu st riel- len nicht ihre Lreferungsverträge ausführen. Sn diesem Falle müssen bis zum Jahre 1930 derartige Konflikte durch die Repko, später durch das Transferie- rungskomitee geschlichtet werden, das die Sachlieferungen finanziere;
3. wenn Entscheidungen der Repko oder des Transferierungskomitees die Geldzahlungen Deutschlands auf Reparationszahlungen beschränken..
Was die Frage der militärischen Räumung des Ruhrgebiets anbetrifft, haben die französischen Delegierten einen Räumungsplan ausgearbeitet, der je nach Maßgabe der Plazierung der Eisenbahn- und Industrieobligati o n e n in die Erscheinung trete. Wenn alle Bedingungen für die Emission der Anleihe von 800 Mill. Goldmark erfüllt seien, soll eine Berichtigung der Desatzungszone vorgenommen werden. Hierauf würde in drei Staffeln die Räumung erfolgen, und zwar je nachdem ein Drittel von je 2 Milliarden deutscher Obligationen untergebracht seien. Nachdem dieses Ergebnis erzielt sei, würden die französisch-belgischen Truppen das Ruhrgebiet vollstän- d i g räumen. Wenn der Finanzmarkt jedoch n i ch t s o r a s ch die deutschen Obligationen aufnehmen könne, dann werde unter allen Umständen, wenn die deutsche Regierung die Bedingungen des Dawesplans erfüllt habe, die Räumung im August 1926 vollzogen werde«.
Rach Auffassung der Franzosen und Belgier müßten die britischen Truppen auchnachdeml. Januar 1925 in der Kölner Zone verbleiben, sei es auch mit verringerter Truppenstärke, und zwar b i s zu dem Augenblick der vollzogenen Räumung des Ruhrgebiets durch die französischen und belgischen Truppen.
Tendenzgerüchte in Paris.
Paris, 30. Juli. (WTD.) S>eabe spät nachmittags tixfr in den Wandelgängen der Kammer das Gerücht verbrettet, daß die Londoner Konferenz abgebrochen worden fei. Der Havasagentur liegen keine Nachrichten vor, die zu einem derartigen Gerücht Anlaß geben könnten. Auch haben maßgebende Kabinettsmitglieder von Anfang an erklärt, daß sie dieses >Gerücht für tendenziös und falsch hielten.
Französische Hoffnungen aus Verschiebung.
Paris, 30. Juli. (WTD.) Wie die Aussichten der Londoner Konferenz heute in parlamentarischen Kreisen beurteilt werden, ergibt sich aus einer Mitteilung des „Temps", wonach in den Wandelgängen darauf hingewiesen wird, daß die Londoner Konferenz vielleicht in der AnnahmemehrererPrinzipien ihren Abschluß finden konnte und daß es bann die Ausgabe einer später zusammentretenden zweiten Konferenz wäre, deren Durchführung in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht zu regeln. Sollte diese Annahme sich verwirklichen, so wäre die Regierung niJjt genötigt, zwischen den beiden Konferenzen die Ansicht des Parlaments einzuholen.
Die Ansicht in London. „Wachsender Zweifel über die Haltung Frankreichs".
L o n b o n.,30. Huli. Die „Times" überschreibt ihre heutigen Ausführungen zur Londoner Konferenz mit den Worten: Wachs ende Zweifel über die Haltung Frankreichs — die Notwendigkeit einer Aktion. Das Blatt führt aus: Trotz der Tatsache, baß auf ber gestrigen Londckßer Konferenz nichts erreicht worden sei, herrsche in Konferenzkreisen weiterhin bas Gefühl, baß der Konferenz kaum eine andere Wahl übrig bleibe, als erfolgreich zu enden.
Weiter erklärt bas führende englischeDlatt, bis Verzögerung in ber Einlabung an die Deutschen sei enttäuschend. Wenn sie aber darauf zurückzuführen sei, fundamentale Meinungsverschiedenheiten zu überwinden, so sei Geduld am Platze. Wenn Beschlüsse zur Durchführung des Planes der Sachverständigen gefaßt würden, die vom Geist ber Ruhrpvlitik eingege = be n seien, würde der Plan f e h l s ch l a g e n, weil die Anleihe nicht gelingen werde. Wenn viele Tage ber Erörterung notwendig seien, um bas französische Volk davon zu überzeugen, daß sein bestes Interesse in einer vollständigen und vorbehaltslosen Annahme des Sachverstänbigen- planes unb ber endgültigen Aufgabe der Ruhrpolitik liege, würde niemand diese Tage als verschwendet ansehen. Vollkommen sicher sei, daß, wenn die Konferenz niederbreche und der Sachverständig enplan scheitere, der britische Handel unmittelbar und sofort unter der Verwirrung in Europa leiden würde. Eine Störung ber Wechselkurse könne keineswegs gleichgültig lassen. Die „Times" erklärt zum Schluß, der Erfolg der Konferenz sei im w e s e n t- lichen ein britisches Interesse, er liege aber auch nicht toenißj im Interesse Frankreichs.
Die „Westminster Gazette" schreibt in einem Leitartikel, da nach bem Gutachten des Juristischen Ausschusses ber Dawes-Plan über den Versailler Vertrag hinausgehe, fei bie Zustimmung Deutschlands erforderlich, die eine positive Mitarbeit der deutschen Regierung voraussetze. Die Deutschen seien berechtigt, darauf zu bestehen, daß der Dawes- Plan in f e i ne r Gesamtheit angewandt werde, sowohl im Geist als auch nach dem Buchstaben des Planes. Ein Scheitern des Dawes- Planes würde von Nachteil für die Alliierten, aber katastrophalfürDeutschland sein. Man dürfe nicht mehr wie seit 1919 scharf Sieger und Besiegte scheiden.
Die Einladung an Deutschland.
L o n d o n, 30. Juli. (WB.) Der Rat der Sieben hielt heute nachmittag eine Sitzung ab. Außerdem fand eine Zusammenkunft des Juristischen Komitees statt. Weiter wird erklärt, daß die Einladung an Deutschland noch nicht ab* gesandt wurde, daß sie jedoch sicher zu erwarten ifc Der Zeitpunkt ist noch nicht bestimmt.
Die französisch-belgifche Regie unb bie deutsche Eisenbahnbeamtenschaft.
Dom Gewerkschaftsbund Deud scher Reichsbahnbeamten, der Orr ganisation der Reichsbahnbeamten auf parteipolitisch-neutraler, also rein w i r tsch a ft l icher Grundlage, wird uns geschrieben:
„Die geringe Besoldung der Eisenbahnbeamten seit Einführung der Rentenmark vor allen Dingen in den unteren Gruppen ist wiederholt Gegenstand der öffentlichen Kritik gewesen. Den Bemühungen der Organisationen gelang es im Laufe des Jahres 1924 gewisse Aufbesserungen zu erreichen, die jedoch für die unteren Besoldungsgruppen auch jetzt noch völlig unzureichend sind. Der Bericht der Eisenbahnsachverständigen A c w o r t h und L e v 6 r v e hebt nun im Sachverständigengutachten Dawes besonders hervor, daß „der Beamten- und Angestelltenkörper der Reichsbahn viel zu schlecht bezahlt werde. Die Deamten- gehälter seien besonders jn den oberen und mittleren Gruppen ganz unzureichend und wenn gute Arbeit erwartet werde, müsse diese zu ihrem Marktwert bezahlt werden". Das Sachverständigentzutachten geht ferner von der Voraussetzung aus, daß zur Leistung all der Verpflichtungen, die Deutschland aufgelegt werden, vor allen Dingen wiederum die wirtschaftliche Einheit des Reiches und daher auch die der Reichsbahn wieder hergestellt werden müsse.
Die Reichsregierung hat nun, wie erinnerlich, die Gehälter sämtlicher Gruppen zum 1. Juni aufgebessert, so daß sie durchschnittlich etwa 60—90 Prozent des Friedensgehaltes betragen. Diese Regelung gilt natürlich nur für die in den Diensten der Deutschen Reichsbahn stehenden Beamten, während für das besetzte Gebiet die französisch-belgische Regie unter Leitung des Generaldirektors Brßaudnach eigenem Gutdünken die Gehaltsfrage für die Regie usw. besonders regelt. Die deutschen Beamten des besetzten Gebietes wurden seinerzeit bei Abbruch des Ruhrkampfes aufgefordert, im Interesse des Vaterlandes und vor allen Dingen aber der besetzten Gebiete selbst, sich ttotz erheblicher Gewissensbedenken der französischbelgischen Regie zur Wiederingangsetzung des Eisenbahnverkehrs zur Verfügung zu stellen. Entscheidend für djesen Beschluß war für die deutschen Beamten die Tatsache, daß von der Regie z u g e s a g t worden war, die deutschen Beamten bei der Regie nicht schlechter zu stellen als die Beamten im unbesetzten Gebiet. Die Bezahlung der Regiebeamten findet seit längerer Zeit im besonderen Gelde der französisch-belgischen Regie, dem sogenannten Regiefranken, statt. Dieser Franken hat den Zwangskurs des französischen Franken und macht daher alle Schwankungen des Franken naturgemäß mit. Da die Bezüge der deut- schen Regiebeamten durch die Regie in Mainz festgesetzt werden, bleibt nichts weiter übrig, als bei jeder Besoldungsregelung aufs neue zu versuchen, die Regie zur Zahlung der gleichen Gehälter zu bewegen. Bei der letzten De- soldungSregelung hat nun dem Vernehmen nach der Reichsverkehrsminister Oeser in einem persönlichen Schreiben dem Generaldirektor unter Bezugnahme auf das Reichs- besoldungsblatt von den neuen DesoldungS- sätzen Kenntnis gegeben. Der Generaldirektor Brsaud bestätigte auch dankend den Empfang und versprach gleichzeitig, diese Sätze nach den wirtschaftlichen Verhältnissen der Regie baldigst einzuführen. Einer Abordnung des Personals aus Essen stellte Herr DrHaud sich jedoch unerklärlicher Weise auf den Standpunkt, von einer Aenderung der Deamten- besoldung bisher keine amtliche Kenntnis zu haben. Diese Abordnung war erschienen, weil seit dem 1. Juni die Bezüge der zur Regie übergetretenen Beamten infolge des Standes des Franken und des Stehenbleibens bei den bisherigen Sätzen bis zu200MarkimMv- nat geringer sind als die des Personals bei der Reichsbahnverwaltung. Auch früher schon haben die zur Regie übergetretenen! Beamten ganz erhebliche Einkommensausfälle durch die Bezahlung ihrer Besoldung in Regiefranken erlitten. Zuverlässige Berechnungen auf Grund einwandfreien Ma-


