Vertrage« ausgesprochen. 3» der gleich« Att hat der deutsche Reichs kahler tat einer Rede Den /'SJtrnfd> au-g-sprachen nach einer gerechten Rege- Jung auf ®runb de« Versailler Vertrage«. Dir r-crtongen, das) dir Regierung jetzt mit allem ^Nachdruck die Revision de« Versailler Ber- :tage« betreibt Vie darf nicht blot) an die Gerechtigkeit der anderen appellieren. He mub auch etwas tun. f'Äafe links: Da- denn?« Sie werden ja bald erleben, datz eine andere Regierung »3frnen zeigt, was zu tun ist. Dieser überalterte Reichstag hat nur noch die eine Ausgabe, in Schönheit zu sterben. (Heiterkeit., Die Sv- ztaldemokvaten wollen durch ihre AbänderangS- anträge nur das Leben des Reichstag« nerlä n aern, weil die Ausschuhoerhandlungen über diese Anträge sich durch Monate frin- qiehen würden Der Wafrltermin mühte mindesten« »tuf den 8. Avril gelegt werden Am besten wäre es, toerm gteichzeitig die Reu wa hl de« Reichspräsidenten erfolgen würde. (Bei- fall rechts, Unruhe links.) Das Dolk ist gegen die völlige Aushebung des Belagerungszustandes. Gerade für die Reichstagswahl muh der militärische Ausnahmezustand ausrechterhalten werden, denn in Sachsen, Thüringen und Mecklenburg sind die Dahlen unter diesem Zu stand sehr gu‘ verkaufen. Die Steuemotvervrdnung enthält die schlimmsten Derstöhe gegen die steuerliche ®e- rech igkcit. Dir beantragen deshalb ihre Aushebung. Der gante VtaatSkredit wird gefährdet, wenn die Aufwertung ein^lner Forderungen durchgeführt wird, die Zeichner der Kriegsanleihe aber nach wie vor um che Geld betrogen bleiben. (Deisall.)
Der Hitlerprozeh.
M ü n chen, 27 Febr. IWTB ) 3n der heuti- ym DormitogSlitzung wurde in die CBernefrmung de« A g klagten Dr Deber en getreten. Der Angeklagte. Dorsihender des Bunde« Oberland, legte dar, dah da« Ziel de« Bunde« die Revision te« Dersaiüer Dertrage«. die llefxr- brfkfunq der Klassengegen'ähe und die Schaffung eine« groben deutschen Vaterlandes gewesen sei. Der Bund Hude sich von jeder Parteipolitik fern- g^ halten 0« stände sür den Bund fest, dah die Betreuung Deutschlands om Bayern aus in die Dege geleitet werden mu^te. Aus die Frage des Vorsitzenden, was In der grundlegenden Sitzung am 6. November Kahr vorgetragen habe, erklärte Deber, ter Sinn Der Ausführungen Kahrs sei der gewesen, dah er entschlossen war, die schwarz- weih-rvte Frage von Bayern auS in« Rollenzudringen General v. Lossow hatte ausgefuhrt, dah die Reichswehr unbeding hin et dem Staatskommissar stehe und entschloßen sei, jede Deisung von ihm zu Vollbringen. Deber habe dann Hitler daraus hmgewiesen,
hast bei dieser (Gelegenheit Kahr zum ersten, male in größerem Kreise seine vollkommene Uebereinstimmmtg mit den Zielen Hitler« zum Ausdruck gebracht habe.
Dr. Deber schilderte bann den Verlauf der Vorgänge am 8. und 9. November, wobei er di« fest« ikberteugung gewonnen habe. bat» Lossow In feinen freien Entschlüssen behindert wurde. Sine zuverlässige Mitteilung über die Stellung v Kahrs habe er niemals erhalten. Bei der Besprechung am 6. März habe Kahr bemerkt, dah die Vorbereitungen ziemlich restlos getroffen worden seien. Lossow habe damals Im Zusammenhang mit der Slprozentigen Sicherheit ausdrücklich getagt: .Ich will Ja selbst nach Berlin marschieren."
Zu einem Zusammenstost -wischen der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft kam c« Sgen Schlust der Vormittagsverhandlung Der taatsanwalt hatte an Deber die Frage gestellt.
* ihm bekannt sei. dah ©eneraf Qu ben Dorff in den norddeutschen Offizierskreisen sehr we- *tg Resonanz finden werde. Hatte schon die Stellung dieser Frage Unruhe und Zwischenrufe tm Saal verursacht, so wurde die Antwort de« Verteidigers, Iustizrat Kohl, dah diese Frage eine unerhörte Beleidigung de« deutschen Offizierskorps in sich schließe und schärfste Zurückweisung erfordere, mit lauten Bravorufen aufgenommen. Der Dorfitzende verbat sich solche Kundgebungen.
Zu Beginn der heutigen Nachmittagsverhandlungen wurde der frühere Münchener
Poli^eiprasibrnt Pöhner,
der mit Kahr sehr vertraut war. vernommen. Gr habe sich gegen die Anregungen von verschiedenen Seiten, mit Kahr, al« er Generalstaats- kvmmifsar geworden war, wieder zusammenzu- arbeiten, abkbnenb verhalten, weil er über die Sntschluhsähigkeit Kahrs in schwierigen Situationen zweifelte. Sein Zusammentreffen mit Kahr war veranlasst worden durch einen dahin- Ziehenden Dunsch de« KapitänleutnantS Shr- iarbt Pöhner habe Ehrhardt am 29. Juli zu ich geloben, wobei Ehrhardt äufjerte, eS würde jetzt Ernst mit dem Vormarsch nach Berlin. und er möchte sich zu diesem Zweck mit Kahr wieder in« Einvernehmen setzen SS sei Ehrhardt sehr daran gefeyn, da st, wenn er mit seinenn'ornwttonei in NorXovern Aufstellung n.hine, er die Getwihhoit habe, datz auch her Süden in feiner Hand sei. Kahr machte Pöhner den Vorschlag, ob Pöhner mit ihm zu- fcnnmeiMtark» iten bereit sei und die Funktion ein.-« Zivilgouverneur« in Sachsen und Thüringen bettel te.1 wolle. Dieser Dorsch'ag wäre Pöhner etwas unerwartet gekommen, nachdem Ehrhardt es für wünschenswert arbeiten hab-, dah er das Äomml fariat für N rrdbayern übernehme Die Besprechung sei kläglich und reg b is'.os verlausen. Shrhardt sei ettra Mitte Oktober wieder zu Pöyi^r gekommen. Dabei äußerte her JtapHänleitikutt, dah man mit der Ak ion nicht vorwärts komme. Btt dieser ©l g?nt«lt habe er Pöhner gebet n, eine Unter- refUTrg mit Hitler zu vermitteln Am 8. Ro- tfomber früh sei er von Hitler besucht worden, der ihn dahin informierte, dah dee Akttan gegen Ber'.i i memnebr notwendig lei. Hitler brl Pöhner tat Amt di « Ministerpräsidenten an. TI I n Vorschlag habe Pöhner angenomwon und Hitler tKT p ochen. am Abend bei der Dersamm- hu'fl anwesend zu fein.
Pöhner wollt- als DindegNed zwischen Kahr nnd Hitler fungieren.
Hierauf gib Redner ernt Schilderung der Vor- na^ge im Vürgecbrüukcller, wobei er hervorhob baft Kahr üd> i die Vorgänge änderst empört war und tagte. Hiller hülle doch acht ober zehn Tage U>a rten tannen, tki noch einige Antworten von
norddeutschen Herren anüftanben. Als Lu Den - borff etntrat, tnanbte er sich sofort an Kahr und bat ihn, er möge in dieser SchicktalSstu ade doch das tun, was alle sehnsüchtig von ihm erwarteten. Kahr verhielt sich aber ablehnend ßubenberff sprach nun auf 2 offen» ein. der zunächst eine «anz neutrale Haltung eingenommen hatte, schlietz- uch aber seine Zustimmung gab Oberft von öei her habe ohne ein Dort zu verlieren, sofort tecubtg eingeschlagen. Rach weiterem Zureden von feiten Qubenborff« erklärte schliehlich Kahr, seine Einwilligung zu geben. Gr würde aber nur al« vtatchilter de« König« dieses Amt übernehmen. Pöhner hat aus den Verhandlungen im Nebenzimmer den Eindruck gewonnen, bah eS Kahr, Lvllow und Seiher mit ihrer Zustimmung absolut ernst gewesen sei. Nach der ganzen Kräfteeinfiellung de« Herrn von Kahr könne eS absolut nicht wahr sein, dah er mit den beibei anderen Herren nur eine Ä o möble habe spielen wollen. Denn Kahr das jetzt behauptet, so tage er die Unwahrheit gegen sich selbst. Am 9. November vormittag« fei Pöhner zu Kahr gefahren. Kahr habe mitgeteilt, dah er bereit« ein KreiStelegrnmm ausgegeben habe, des Zn Halts, dah er al« Statthalter die bayerische Regierung in fernen Händen habe. Sn einer amtlichen Be vrechunq im Dehrkreis- kommanb-gebände habe Oberst Panzer, der vorher noch erklärt hatte, dah er auf ihn zählen könne. Pöhner frn Auftrage de» Tenerilstaatskommis- sarS verhaftet, auf ihn — Pöhner — habe diese Erklärung tote ein Keulenschlag gewirkt Der A^g klagte erklärte ferner, er habe eS als selbstv rftärtblkfr brtrach et. dah man nötigenfalls die Absetzung der deutschen Reichsr?gie-unq mit Gewalt durchführen werke Denn diese Regierung könnte ni-ht al« Regierung angesprochen werden Bon feinem Standpunkt au« se en ba4 a’V' Verbreche Er habe e) auch für selb streck Endlich gehalten, dah die bayerische Reni nung ab e'.'tzt werden muhte. Er habe bei sämtlichen Befprechu i- gen den Eindruck gewönne i. dah Kahr den Marsch nach Berlin al« etwas Selbstverständliches betrachtete.
Die Militärkontrolle.
Pari«, 27. Febr. l WTB j Die in dem (Kommunique der Botschaft»rton'cr enz angrkün- dizte Antwort an Deutschland in der Frage der Militärkontrolle ist die bisher noch ausstehende Erwiderung auf die deutsch? Note vom 9. Januar, in der bte deutsche Regierung erklärt, dah nach ihrer Ansicht die Aufgabe der interalliierten Mllitärkrnteolltammission abgeschlossen fei, soweit sie die Kommisfionsmit» f lieber in bronlthe Be ührun t mit den Dienst- fteiLn der deutschen Arrnoe bringen und dah ihre weitere Tätigkeit keine Besuche bei diesen Dienststellen mehr erfordere Die Ausführungen de« engli chm Vertr- erS in der heutigen Sitzung sollen in vollem Einvernehmen mit der französischen Regierung wenigstens in drei Punkten gemacht fein. Er hätte tn«befciOete verlangt, dah eine um fassen de Snrentur der Rüstungen ausgenommen werde. Jüan dürfe in dieser Beziehung darauf Hinweisen, dah bereit« 1922 vorgeschlagen worden sei.
ein Garantlekomitee
einxusetzen für den Fall, dah Deutschland den Forderungen der Abrüstung nicht völlig Nachkomme.
Reuter erfährt au« gutunterrtchteter Quelle, dah die britische Regierung nicht der Ansicht ist, die tn der kürzltchen deutsche Rote bar- O?feat wird, dah die Notwendigkeit für eine Kontrolle Deutschlands fetzt a uf gefrört habe. 6« bestehe jedoch in verantwortlichen Kreisen der weitverbreitete Wunsch, zu dem Stand der Dinge zurückzukommen, welcher Ende des Jahre« 1922 not bet Besetzung des Ruhrgebiet« durchs die Franzosen herrsch e, al« die Alliierten einen Vorschlag zur Ersetzung der Äommiffion des Generals Rollet durch ein kleine« Darantiekonntee für den Fall, dah Deutschland fünf die Entwaffnung betreffende unc>ledige Punkte durchführe, erörterten. Man fei der Ansicht, dah das vorgeschlagene Garantiekomitee weniger kostspielig sein würde und einen ilebeigang zwischen der bestehenden Kom- Million und einer Kontrolle durch den Völkerbund bilden würde.
Kleine politische Nachrichten.
Die beutfcfrnartonale Reichstagsfraktion soll einen Antrag eingebracht haben, dah gleichzeitig mit den Reichstag-Wahlen die Neuwahl de« Reichspräsidenten ftattfinbet.
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Die ReichütagSfraklion des Zentrums will bte Reichsregierung aufforbern. mit den Ontcnteftaa- ten und Der Rhelnlandkommillion herüber za verhandeln, dah die freie Ausübung des Wahlrechts in den besetzten Gebieten tn jeder Welle gesichert wirb, u. a. durch völlige Pressefreiheit.
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Der Deutschnationale Lanbesparteitag von Oldenburg hat den Fürsten Otto Bismarck, Den Enkel be« ersten Reichskanzlers, als deutschnationalen S p i tzenkandida - ten für den Wahlkreis Weser-EmS ausgestellt. Bismarck, der die Kandidatur angenommen hat. steht hn 27. Lebensjahr.
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Der Schlichter hat einen Schiedsspruch für die Kölner Metallindustrie gefällt, der Ne wöchentliche Arbeitest a"f 54 ©»unben fest setzt die jedoch im Bedarfstalle nach Anhörung der Betriebsvertretung auf 57 Stunden ve längert werden kann. Die Vertreter be« Deutschen Metall- archeiterverbanbe« werden am Freitag »u dem Schiedsspruch Stellung nehmen.
Die Besprechungen über den Abfchluh eine« deutsch- türkischen Freundschaft«- ver trage« beginnen in der nächt'en Woche in Angora zwischen dm deutschen Delegierten Freitag und den türkischen Delegierten.
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Die Havas au« Brüssel berichtet, hat die Kammer mit 95 gegen 79 Stimmen die Rati- ikatcon des französisch-belgischen Wirtschaftsab- kommen« verweigert. An der Abstimmung hatten 181 Abgeordnete teilgenommen Rach der Bekanntgabe der St,mmenznyl erflirte Ministerpräsident Tbeunis.dadie Regierung bte Vertrauensfrage gestellt habe, werde er dem Äbnig die Demission be« Kabinett« über- bringet^.
Aus Stadt und Land.
®leben, bar 28. Februar 19?4.
Die 51 ri*i?:Tonerner.
Die Reichsinderzifser für Leben«.hal- tungskosten «Ernährung. Wohnung. Hei.zung. Belevchtikng und Bekleidung beläuft sich nach den Feststellungen de« Statistischen Reichsamts für den 2 5. Februar auf ba« 1.05bi0ionea- fache der Vorkriegszeit (?<genüber der Vorwoche ist demnach eine Steigerung von 1 Prvz. zu verzeichnen «Vorwoche 1.04 Bill.)
<?in Protest der (flirjtrnrr Haus- nnb Wrnnbbrfierr.
Der HauSbefitzerverein Ziehen bteft Hier Tage seine Hauptversammlung verbunden mit einer Protestkundgebung, die einen überaus starken Be'uch aufzuweifen hatte, int Kath. D'rei'^bau« ab.
Der Vvr'itzend?. ?Ha enneifter Lau nspach eröffnete die Hauptversammlung mit einem Hinweis auf d e derzeitige trostlose Lage de« Hausdesiye«. tre le^i;lich durch bte Zwangs- maf;-afxnn g schasscn ’ei Es fei jetzt an der Zeit, dah sich Stadt und Land nitammenfänben znn' Knmvt um ba« Recht und die Vermmft, denn ohne diese beiden fei aut die Dauer keine raf-ondlt Vvl?S- und Staats^ i7t'chaft mögfich Anschlirhend flab der Redner den 0ahre5bnncht bekannt, aa« dem hervorna. dah sowohl die Muglie^erzahl. al« auch der Gischtstsver'ehr In stetem Steigen begriffen sind. 5>'r Kalle be icht wurde von Prif K ov fr horqelegt und gab >.uBranftandua^en keinri« A-lah. Bci b<T VmstandSwabl wurden die au«- scheidendm Mitg'le^er wieder ewählt. — Darauf wurden M? Steuer- und Aufwertungsfragen von dem Vorsitzenden e n^ebenb beton bell 3n der AuSfvroche gim tne Meinung einmütig dahin, dah di-ese ^»erlichen Lasten m ibr*r j tz gen Form und Ausdehnung ein Hin- tpegfkirrn der Substanz bedeuten und ei'V Stillstand auf allen @'brten des wirtschaftlichen Oe- ber« im G fo'ge hät en Jnsfres ond^re wurden die kurzen Erk bungstermine bennstan^et und der Vorstand beauftragt, dirserbalb Schritte beim Finanzmt zu imlcnv'frmen. da fvwihl von M e- t*Tn. H te von 5Snu«bef:h/'nt die sich ükerttürZenken Füllig ei‘«t rmi e nicht cti eh^ltenWerder fbtren.
Hl-raut fand M' Protestkundgebung gegen die Wohnungs-Zwangswirtschaft ftatt Der Refr-er, A chi et Nikolaus, betonte, dir W 'hnunas-wannswirt ch'ft fei für den HauS- und Grundv7sitz in den wirtschnstlichen Aus' j-fungcn ein „Versailler Vertrag", denn Ver-i-dtung, V^rrrmirni un> Sn ve-ch^u-g se'en die Wir'w-gnr di 'er W'.rtschaft, denen keine durch- greif mden Dvrtei e neg müberständen Der Redner faf te seine 3u«fühningcn in folaenber. v)N der B r ammunq e inftimrnig angenommenen Entsch'c hung zusamm n:
-Die ®teuerer Hausbe'itzer fordern in ihrer heutigen, überaus stark be'uchten Versammlung die alsbaldige restlose Aufhebunq der Zwangswirtschaft desHaus - und Grundbefltzc«. Die'e Aushebung liegt im 3trttreffe des Staatsgedeihen«, der Vvlkswirt- fchast, der WichTrgesundung Wohnung«»
wirtschaft und des tnrrren Frieden«: die Fort- fübning jedoch bedeutet: W'hnunqSnot Oer- gröhern, Arhcitsloftakeit fördern. VolkSgefund- freit und Moral untergraben, Rationalvermöaen verrichten, Einnahmequellen für Staat und Gemeinen, verstopfen. Verarmung und Elend nähren.
Die Haus- und Grundbesitzer erheben auf« energischste Einspruch gegen eine längere Bevormundung und Stellung unter Ausnabmtge'ttze und fordern das Recht zur uneinge'chränkten Verwaltung ihre« Eigentum« Die dadurch wieder- grtvrckte Belitzfreudigkr-it liegt hn Znter-sfe be« Staate« und der Gemeinden und befähigt den Haus- und Grundbesitz zur Mitwirkung bei der Sarierung imf-rer zerrüt'ewn Fnmnz- und Volkswirtschaft. Die Rentabilität der HauSbe'rte« ist eine Bvrbedmgung für die notwendige Wiederaufnahme der Bautätigkeit, weil dadurch da« Vertrauen deS Privat kapital« zur hypothekarischen Anlage wi?derheraestellt wird
Wir Hausbesitz r müssen deshalb erwarten, dah die berufenen Stellen endlich diejenigen ge- setz'ichen Mahnahmen treffen, die unS von der durch die nun fast ein Jahrzehnt andauernden fortschreitenden Entwertung und VerT^chtung unsere« Besitztum« bervorgerufenen Verz'vrtflung befreien und die Wohnu ngswrrtschaft wieder tat gesunde Bahnen leiten -
** NochkeineRückkehr nachGiehen Neueren Anordnungen zufolge werden die In Thüringen stehenden Teile unterer Garnison einstweilen n«* ni-*'t hi—her zurückkebrlm
•• Von der Post. Tleber die Aushändigung von Dertbriefen, Paketen. Post- and Zahlungsanweisungen an unbekannte empfanget war bisher bestimmt, dah sich der Empfänger durch genügende Auswelspapiere und durch das Zeugnis einer bekannten, vertrauenswürdigen und zahlungsfäl)igen Person auSzuweisen hatte. Diese Vorschriften sind dahin geändert worden, daß allgemein, also auch bei Wertsendungen, Post- und Zahlungsanweisungen, nur noch einer von den beiden Ausweisen gefordert wird. Als vollgültige AuSweispapkere gelten autzer der Postausweiskarte nur solche von Behörden für bestimmte Personen ausgestellte Papiere, die eine Personbeschreidung. ein beglaubigtes Lichtbild und die eigenhändige Unterschrift des Inhabers tragen. Die Bestimmungen sind besonders für Personen, dir auf Reisen sind, sehr wichtig.
•• Der .Bienenkorb", die frtt nahezu drei Zähren al« Abteilung bei Al Icesrauenverein« bestehen« Heimarbel «vcrmit'k ng«st«lle. stellt Gartenstratze 2. I. Stock. Handarbeiten. tn«J besvnhrre Kindergardervbe Wollstrtckecei usw zam Berkaus au«. Durch di« Herstellung von Handarbeiten wird einer groben Anzahl vo.i Damen Gelegenheit geboten, sich einen, »cun auch kl« inen, so doch einig'mwffen xegdmäbigen Verdienst z« vertchaffen. SS wäre zu trünfchen. bnh es auch femerbtn trotz der wirtschaftlichen Lchwiengktaten gelingen möge, den Betrieb Outrecht «verhalten. Ein Besuch b'r Ausstellung fei bringend enunofr- len. I Stehe Anzeige >
•• Diebstahl 3n der Rache zum Montag wurde tn einem an der Marburger erraffe gelegenen Gehöft ein verschlossener Hafenstall er» vioch, imb de ei Hafen daraus entoenbet SS bandelt sich um zwei wertvolle Zuchttiere (Weiher
Riese unb drunfiLDcr . sowie um ein trächttaes Ärru<ung«tier Sachdienllche Mittetiunzen zur Er- mirtelung der Täter und des gestohlenen Gutes nimmt bte Kriminalpolizei entgegen.
r»ornoti;cn.
— Ta ge« kalen der für Donnerstag Symp hc ine-Konzc n De« Franst umer Sym» pfreine-Ordxftet«: 7»,. Ufrr in der Turnhalle am Osoztldsg^rien. — Licht pl^lhau« 2tafr -.froiftrahe: .3* Rausche Der Leiden'chatt- — Palau irtcht- Die K-chte^ non Jt-nerraa". — Asterra- lichtspiele .Die Todesspirale^.
DieDortragS-Vereinigung werd ihre infolge ter Ungm t der Zetwerhrltniste ein- g stelUe Vortragstätigkeit wieder aufnehmen. Als erster DrrtragSabend ist für nächsten Mittwoch ein Lichtbilter-Bvrtrag über Roi benbn rg ob der Tauber angrfefit worden. An Hand zahlreicher und herrlicher Qlatu rauf na bnMi twrb der Redner dte unvergebliche» Schönheiten be« ro- nanttschen und tagcrumtnofrenen Rotdenbnrg jei- .-jen, ta« ja bekam lich zu den »dtenfien Sehenswürdigkeiten untere« deutschen Vaterlandes zu wählen ist. (Siehe heutige Xrtcige.)
— DieBestelgueg des Äkvunt Everest. Einen sehr rnte-eHanten Fllmvvrtrag über H'H grobe Unternehmen wr Be»w7nauo, des -^immalrva-Riefen wird man am und
Sonntag in der Nnten Aula der UntherUtät hören können Sri Teilnehmer der englischen Fnr» 'chungserpekititm hat. allen Getahren trotzend M? ri'Igeftalti Ein»-elhelten de« Unlemebmen« hn Fllm fefta-fraltcn 3n packendster Tragik säht der Film erleben, was kein Sch-iftsteller fo vckl- enbet unb mit fo tiefem Eindruck totebmugebra vermag Der 51 fm entfaltet eine wastre Wunderwelt vvr dem Beta^uer. Namentlich auch das riienartige ÄT^Oerkben Tibet« entrollt sich in H-rrfrört mvsti'chm Bildern Dte Vortststrung kürtt' von aTTa mrtnftem 3tvterefk Jrtn. Nähere« im Anzeigenteil,
Landkreis Kietze«.
•®arBcntel(f),28. Febr. 3n ber Nacht zum Mittwoch wurden in der hiesigen Ziqar- renfabrif von Dr. D-'rner Bock mittels Sin- bruchS 70 00 Stück Zigarren Im Werte von ungefähr 800 Doldmark gestohlen. Ctner der Täter hat sich am gestrigen Mittwoch mit dem Frühzug 5.47 ilfrr mit zwei grohen Pa- taten von Station Schiffenberg nach Hungen begeben. Diese Person war ungefähr 1.60—1.63 Meter groh. trug einen abgetragenen dunklen Ueberzleher und Hut. Der Täter hat sich beim Eindrücken der Fensterscheibe an der Hand erheblich verletzt. Für die Ergreifung des oder der Täter ist eine Belohnung von 200 Gcldwark ausgesetzt. Personen, die Über den Vorfall Wahrnehmungen gemacht haben, mögen sich der Kriminalpolizei in Gießen, oder der nächsten Pokisel- oder Gendarmerie-Station melden.
6 Reiskirchen. 28. Febr. Heute früh gegen 6 ilfrr bemerkten Arbeiter, die zum Bahn- fros gingen, in der hiesigen Zigarrenfabri* von Gg- Heinr. Schi rmer-Giesten Feuer dem der Dachstafrl und der Arbeitssaal zum Opfer fielen. Dem tatkräftigen Eingreite» der ganzen Einwvhnertchaft gelang es. da» wettere älmsichgreifen der Flammen zu Verbinder» Heber die Ürfadx des Brandes besteht bi« iui Stunde noch feine Ktarheit dem Betrieb traren etwa 50 Arbeiter beschäftigt.
pfr Trais-Horl )sf. 26 Febr Ein Bub enstreich wurde her ta her Nacht zum Dimstag gegen 1*4 ilfrr an der 20 000 Voltleitung her ileberl anhan la ge, welche nach der Grube Friedrich abstrctgl verübt. Der Täter wart eine Kette vermittels einer daran beteftigten Schnur und eines Steins über hie elektrische Leitung, wodurch K u r z f ch l u tz ett- trat, ber nicht nur die ©tromlleterung für dte Grude Frt?drich. sondern auch für mehrere Ortschaften unterband. Die Tat geschatz unrtrdrtg in ber Absicht, her Grube Ftedrtch den elestrtschen Strom, tttelcfrrr He Waste fr31tung«mat.N,-en an- treibt, ab'^schneiden und damit bte Grube i>in» Ersaufen zu bringen. Es wäre aber leicht möglich gewTsen, hab auch Menschenleben durch diese Schandtat vernichtet tourbra Da bte Grube aus derartige S^ibotageakte gesatzt war. m i tz l a n j da« Vorhaben und wurde mxybeurer Schade« für das Werk, aber auch für bte Arbeiterschaft verhütet Auf M-? Orm’t e'ung bei Täter« wurde von der Grube eine Debfrnung von 500 Goldmark au-gesetzt
Äxtte ftUfeD,
—er. Homberg a. b. O fr m. 26. Febr D« hiesige Mannergesangverein veranstaltet: am 25. Mai in der Stadthalle ein TDe r t u n geling e n, au dem die Einladungen an bte um- liegenden Vereine vor einigen Wochen ergangen find Erfreulich ist es, datz znfrlreiche Verrinn bereits gugetagt haben. Es wird in zwei Äfalten ßnagen: Stadt- unb CanbttafK Hnnerfralb bkter ben Klaffen wird nicht mehr gestaffelt. Vereine, deren MitgsiederHafrl über 40 beträgt, fingen in ber Stadtklafte. Vereine mit geringerer Sänger- zahl in ber ßanbOafk.
«reis Schotten.
e Lau ba ch. 26 Febr. A n Samstag hielt Vrcfeffor Dr. Roeschen in her Monat «Versammlung be« hiesigen Ärleaereereln« einen lehrreichen Vortrag über die vchla cht bei Laubach und Gründ, ra am 21. März 1761. An Hand einer fche-oitilchm Karte wurden die Bewegungen der einzelnen Truppenteile genau horqcfübrL Der Erbprtn, von Braui,scha<ig wurde von den Fran^o'en unter bem Herv-g von Broglie bei Ayenhain überfallen und verlor gegen 2000 Mann an Toten. Verwundeten unb Gefangenen. Durch ben Cteieral Luckner. der bei La u ba ch die Franzosen unter General Dies- dach iursck'chtus unb sich nach Jtleberobmen »urüi^og. wurde bi« deutsch? Heer jedoch beim Ucberaang über die Ohm vor völliger Zteraich- hing bewahrt. Hierbei zeichneten sich be'onders vier heilifche •rtnabierfMiaillont au«. An ben Vortrag schlotz sich eine lebhafte Aussprache
l^Wetterf el d,2S Fede Autz<rorkeickllch hohe Preife warben auf der Hnlzver stei ge- rung der hiesigen Gemeinde er.tett Dei Raummeter *ÄiAenifet'totA kam auf Gns> mark, die übrigen Holzart« wurden dement- sprechend bewertet.
Ärcie Vüdingek.
X Hirzenfra in. 27. Febr Ein Olfen- frabn u nglutf ervign'te hl) fr.-uie Vormittag um */,7 ilfrr auf der fltcedb Lauterbach-StoA


