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Samstag, 27. Dezember 192|

Blatt

U4 Jahrgang

liea6»c Mn h..,. für bu lagesnummtr bis jumJiaAminag vorher ohne |tb<ijcrbinbhd)kcü.

Drei» für l mm höh« für Anzeigen von 27 mm Dren» önttckv, auswärts 10 (Bolbpfentug; für "Xe* hlame»2lnjtigen n 70 nm Drelle 35 (holbpfennig, Vlut)Dor|d)rt1t 2U- , Aus- schlag. - lrraniworiUch für 'Politik u. (Tcuilleton: Dr Friedr Witt, Lange; für den übttgen led: Ernst 'Bluinschein, für den Anzeigenteil Han» Beck, sämtlich in ahrfoen.

Vertragsbruch Englands und Frankreichs.

Köln soll am 10. Januar nicht geräumt werden. Die Botschafter-Sitzung wegen einiger Meinungsverschiedenheiten verschoben.

fix. 304 Erster

Erscheint täglich, nutzer Sonn» und Feiertags.

Beilage«:

GtetzenerFomiliendlStter Heimat im DUb.

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F e r n s p r e ch.Anschlüsse: öchriftleitung 112, Ver­lag undGejchäftsstette 51. Anschrift für Drahtnach­richten: AnzeiarrGletze».

PoPschecklONto:

jtantlurt a. ®. 118M.

gierung tolle.

DerO u o t i b i e n". der sich bis jetzt in der Frage der Räumung der Kölner Zone reserviert verhalten halte, veröffentlicht jetzt einen Artikel, in dem er erklärt, die Entdeckung von v er­st e ck t e n Waffen habe die R ä u mun g der Kölner Zone unmöglich gemacht. Alle Welt werde Frankreich, England und Belgien zu- stimmen und verstehen, dah sie augenblicklich n chl geneigt seien, die militärischen Pfänder aufzu­geben, die sie in Händen halten. sei sehr na­türlich. das) Deutschland feine vollkommene Frei­heit wieder erlangen wolle und bitter enttäuscht fei über die Verlängerung der Besetzung von Köln. Es wäre sür ein Land nicht würdig zu leben, wenn es nicht seine Integrität wieder zurückerobern wolle. Das Blatt Ichreibt weiter: .Wir Franzosen erwarten ungeduldig die Stunde, in dec wir mit einer Ration wieder normale Beziehungen Her­stellen können, die zu lange unterbrochen waren und deren Wiederherstellung für den Frieden un- erlählich ist. Aber normale Beziehungen können nicht wieder hergestellt werden dadurch, daf) man den nationalistischen Geist entfacht, dah man sich bewaffnet und Revanche vorbereitet. Werm das demokratische Deutschland es nicht versteht, dem reaktionären Deutschland seinen Willen auszuzwin- gen. dann darf man nicht damit rechnen, dah die interalliierten Regierungen die Augen vor einer solchen Lage verschlietzen. Wir brauchen Sicher­heit um wieder arbeiten zu können. Das Deutsche Reich mutz erklären, ob eine ehrliche Erfüllung der Entwaffnungsklauseln erstreben will oder nicht. Wenn es das nicht will, dann hat es sich alle Leiden selbst zuzuschreiben und die volle Drrant- wortung für die europäische Verwirrung wird ihm aufgebürdet werden.

Auch die6 re Hou Delle vertr'tt h u e den Standpunkt Herriots und f igt. dah er nicht leichtfertig den D schlutz gefaxt habe, die Kölner Zone nicht vor dem 10. 3anuar zu rau­men Die sehr entgeg'nkommmde Ab icht Hn> riots scheine rech s ds Rhens n ch D r tauben worden zu fein. Stein französisch'r CHlmt terfrra- side"t könne unter bicf~n Umständen e n' andere E t'chmdunq treffen als die. d e Herriot unter Di'l gung von Chamberlain und Theunis actrrficn habe. Man habe in F ank>e ch den Emdruck. dah Deutschlanö Hinter- c-'bauten habe und nicht ,fair Platz fptde. F-aukreich wolle weder auf den Fr ed«i. noch auf d u Fertschriti verzichten. Das müsf Deutsch­land bedenken, denn man wolle es weder de­mütigen noch beherrschen.

Einzelteilen

aus dem Gutachten Fochs.

P a r i s. 27. Dez. (TU.) Das Gutachten, das Marschall F o ch als Vorsitzender des Interalli­ierten Mllitärkomitees in Versailles an der Hand VS Berichts der Kourollkommission über den

man auch nicht den Vocte.l DeutschlarBs in Verhandlungen als Absatzmarkt für die an­deren wertvoll zu sein, durchschlagend verwerten.

Es fehlt die Einheitlichkeit in der auhenpolit schen Auffassung. im aussenpolitischen -Dillen, es fehlt die Führung. Daß die Re- aierungsb.lduug der ersten Periode derartig er­bärmlich ausl-es, dah man die Krise einfach auf Weihnachtsurlaub schickt, das ist auch außen- po itisch e-.n Skandal. Weder Feind noch Freund toiPen. woran fie mit Deutschland find, obwohl der Wahlausstrll klar genug gesprochen hat. Es

»ire^'rftäni-igeT. k°r Winfch-ttszw.ig- < rn im ganzen em verworrenes 2>lto Äei=n ganzen

Den Schutz der nationalen Produktrou

er wollte.

Aus dem Parier Ministerrat.

Paris, 24. Dez. (WTB.) Der Gene­ralstabschef des Marschalls Foch, General heftiger, hat heute dem Kabinett über die Frage der Entwaffnung Deutsch­lands Bericht erstattet. Rach Beendigung des Ministerrats ist der Presse am Quai d Orsay folgende Mitteilung gemacht worden:

Ministerpräsident Herri ot hat im Laufe der Sitzung feinen Kollegen von der R o t e Kenntnis gegeben, die er am 22. Dezember über die Aufrecht er Haltung der Be­setzung der Kölner Zone von der eng­lischen Regierung erhalten hat. Er hat seinen Siegen den Inhalt eines M emo r a n- dums m tg?tclt, in dem dte frauz'llllche Re­gierung feststellt, dah die aus Deutschland er­haltenen Rachrichten schon jetzt genügen, um zu beweisen, dah es nach dem Friedensberirag von Versailles nicht möglich fei, die Räumung am 10. Januar vor­zunehmen.

Der Inhalt dieses Memorandums ist von den Ministern gebilligt worden. Uebrigens, so habe Herriot mitgeteilt, könnten die von der IM.K.K neu entdeckt en, v e rheim- lichten Waffen lager nut die Grunde für die von der französischen Regierung getretene These verstärken. Die Verhandlungen der Alli­ierten über diese Frage wurden im größten Einvernehmen fortgesetzt. ~

Uebergabe der französischen Mitteilung an England.

Paris. 25. Dez. Die französisch Regierung hat gestern die vom Kabinettsrat gebilligte Rote über die Räumung der K o l n c r Z o n e Smt englischen Botschafter in P a r i s^ L^?d Crewe, als Antwort auf die englische Rote zugestellt.

Kommentare der Pait rr Press;.

Echo bc PariS" ist brr ergebe stch aus dem Inhalt der beiden Roten. datz obschon die beiden Regierringen darüber oinin soim di" Besetzung der Seiner Zone am fo 93anSr nW -Auh-b-n. doch -io- Wer- nungsversch icdcnhcc: ubcr da .

Die französische und englische Hetz- presse ist in dem Kamps um die Beibehal­tung der Kölner und Ruhrbesahung zur Generaloffensive übergegangen. S.e hat auf die öffentliche Meinung der ganzen Welt ein Trommelfeuer an Lügen. Ent­stellungen und Verdrehungen über Deutschlands Wehrmacht und Ausrüstung er­öffnet. Sie muhte zwar tief in ihre Archive hineingreifen, hat dabei urältefte Lügen hervor- geholt, neuaufgebügelt und ihren Lesern jetzt als Sensation vorgesetzt. Jedes deutsche K nd und jeder einigermaßen aufmerksame Ze.tungsleser deS Auslandes weih, wie es um unsere militä­rische Kraft bestellt ist.Platin und .Daily Telegraph aber fabeln jetzt von der Anwendung des 1813 mit gutem Erfolge gebrauchten Krüm­per-Systems, sprechen von grohart gen Ofstnstv- plänen zur Wiedergewinnung der verlorenen Ge­bietsteile und können sich nicht genug darüber entrüsten, dah die Krupp-W.rke noch immer die für die Herstellung schwerster Geschütze wahrend des Kriegs benutzten Drehbänke nicht zerstört haben. Ist schon die Behauptung von der Wiederanwendung des Krümper Systems ödcstc-r Unsinn, da ja die M l tärkontrollkammi s.on und der ihr zur Verfügung stehende ries.ge Spio­nageapparat h nreichend Kl rheit über bi' 2Iui- b.ldung der deutschen M l tärp:rsonen g sch >f en hat. so wirkt die Behauptung von den Krupp­schen Kriegsmaschinen in allerhöchstem Mähe läch-rlich da die Krupp-Werke feit dem Ianuar 1923 unter sranzös scher Milllärau^sicht stehen und es General Degoutte ein Leichtes war, sich jederzeit über die Anlagen und Einrichtungs­gegenstände der F.rma Krupp an Ort und Stelle überzeugen zu können. Aber keine Lüge ist zu plump, um nicht von der französischen und der englischen Heypresse in den Dienst der anti­deutschen Propaganda gestellt zu wer­den zu dem Zweck, den Bruch des Ver­sailler Vertrags durch England und Frankreich in einen Dunstschwadn von öden Verdächt.gungen gegen Deutsch! mb einzuhüllen. Da» ist die Ehrlichkeit und dte Frie­denspolitik eine» Herriot und eine» Chamberlain, die beide kein Deut besser sind al» der wütendste Deutschenhasser Poin- c ar 6, der vor jenen wen gstens noch den Vorzug hatte, dah er frei und offen bekannte, was

Stand der deutschen Abrüstung auSgeor- bettet bat. Wird heute vormittag der ö o t - schasterkonferenz unterbiete!. Pariser Okrtrcter der .United Preh" erfährt folgenbe Einzelheiten des Gutachtens:

Es erscheint ausgeschlossen, dah Deutschland biS zum 10. Januar 1925 die A b r u st ung S - f lauf ei bc» Versailler Vertrags getreulich er­füllt. Es folgt dann eine vergleichende Darstellung der Lage am 10. September 1922 und deS gegen- toärtigen Standes der deutschen 2lbrü l ung. Die militärische Leistungssäbigkeil Deutschlands Heist eS weiter in dem Bericht, fei ohne leben Zweifel durch die nachstehenden Faktoren t>erftär!i worden'

1 Reuorganifierung de« Oberkommando».

2 Reubildung de» ©rohen Generalstabs.

3 . Einstellung und Ausbildung der DvlkSfrei- totlligemß^än^ Werbetätigkeit der geheimen

Weiter wird in dem Bericht behauptet, dah in der Durchführung der Entwaffnung Deutsch­lands fein nennenswerter Fortschritt erzielt wor­den fei, obwohl andererseits die Rüstungen keine offensichtliche Vermehrung erfahren hatten, ebenso habe die ProduktionSsähigkeil von Heeresmate- rial in nennenswertem Mähe noch zugenommen. Die militärische Ausbildung der dem schen Iu- gend habe in den militärischen Geheimverbänden wie in der eigentlichen Armee einen großen

Umfang angenommen.

Heber die fünf Punkte, deren Ausfüh­rung die Botschafteik'-nserenz von Deutschlcrn!- forderte, enthält brr Bericht folgmix Angaben

1. Die Reorganisierung der Staatspoli­zei ist bei weitem noch nicht durchgeführt war­fen. Sie hat biS jetzt ihren militärischen Cha- ratter bewahrt, denn einerseits wurde nicht nur die Zahl der Mannschaften vermehrt, sondern e» sind auch Reserven gebildet worden.

2. Die Umwandlung der M u n 11 t o n « - abrilen in Fabriken mit Friedens«rbelt ist nicht allgemein durchgeführt worben. In den MrlitärkvnstruktwnSwerken wurden meber irvlent- lich« Einschränkungen, noch neue Zerstö u gen vor­genommen.

3. Die Kommission war nicht in der Lage, eine Liste b er verbotenen Schriften zu erhalten.

4. Cbenfowenig konnte se durchsetzen, day ihr die Dokumente über b:n Stand des Kriegs­materials im Moment des Waffen« stillstandes überreicht wurden.

5. Deutschland hat seit 1922 keinerlei Mah­nahmen ergriffen, um d e Re IchSge setze mit der militärischen Klausel des Versailler Vertrags in Einklang zu brin,en.

Zum Schluh Wird in dem Bericht ausgeführt, dah sich Deutschland auch Derslöhe gegen die Klausel über die Abrüstung der Küstenbe­festigungen habe zuschulden kommen lassem Die Generalinspeltion der Interalli.eilen Kon« trolllommission sei Im September auf W der- ftanb in verschiedenen Punkten gestoh.'n. T oh- dem habe die Kontrollkommission bed.uk ame D r- sehlungen feftgefte'dt, wobei sie von geringeren Derstöhen überhaupt absah.

Verschiebung

der Dotschaflerkonferenz.

London, 27. Dez. (TU.) Die heutige Sitzung der Botschafterkonferenz, bt: sich mit der Frage der Rüstungen Deutschlands beschäftigen sollte, li im letzten Augenblick aufge schoben worden. Die Gründe hierfür waren einige Mei­nungsverschiedenheiten zw.schen der englischen und der französischen Re­gierung.

Der diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph- bemerkt hierzu. Xlh diese Meinungsverschiedenheiten eine neue Der- ständigung der beiderseitigen Regie­rungen <forderlich gemacht hätten. Man habe sich vorher mit R o m und Brüssel ins Einvernehmen setzen müssen, um Ueberein- siimmunq über den Wortlaut der Rote an die deutsche Regierung zu erreichen. Die eng­lische Regierung sei der Meinung, dah eine endgültige Entscheidung erst nach Eingang des voll ständigen Be­richts der Interalliierten Konttollkommiss on gettvffen werden könne. Frankreich war aber der Meinung, dah die vorläufigen Berichte der Kommission genügendMa- terial enthielten, um zu beweisen, dah Deutschland seinen EntwaffnungS-

" ist unmöglich, eine Auhmpoitik nur auf Wochen zu treiben, wenn man b-e Dinge im Sn.iern so behandell. wie cs die bisherigen 2te;terung«- parteien in Deu'sch'and ge an haben. - ic o che Dehandlu-g schä i,t De t ->LinbJ nutzen d i t che Stellung un höchsten Maße und oerceyi le ne Lebensintcressen. die gerade in bee getentoartigen Konstellation mit stärlstem Rachdcuä uxifr ge­nommen werben müh en und nach uerer UeLer- zeugung auch nicht ohne Erfolg wahrgenommen werben könnten s

Auhenpolittsche Umschau.

Bvn Prof. Dr. Otto Hoetzsch, M. b R

Da» alte Iahr geht für Deutschland auhen- »olftisch unter ungünstigen Umständen und ernst zu Ende Die Entscheidung über dte Richt- räumung der Kölner Zone hat toieber einmal da» ganze Mihtrauen wachgerufen, ob denn wirklich mit der Annahme des Dawes- plane» und de» Londoner Protokoll» und allen fchönen Versicherungen auf der anderen Seite eine wie e» so oft hecht, .neue Atmosphäre" ge­schaffen sei. ein wirklicher FriedenSzustand, eine wirkliche Behandlung Deutschlands als gleichbe- rechtigte Macht gelte. In dieser t5rage, bie ein Probierstein war, ist daS jedensallS nicht der Fall gewesen!

Die englische Politik verschanzt sich hinter technischen Gründen, aus denen die Räumung noch nicht möglich fei. Wenn von fetten Eng­lands offen gesagt worden wäre, eS scheine praktisch unmöglich, die Franzosen tm Ruhr­gebiet noch zu belasten und in ihrem Rucken in der ersten Zone die Räumung durchzufuhren, es sei deshalb vielleicht diskutabel, zwar das ab­solute Recht Deutschland« auf die Räumung der Kölner Zone einwandfrei anzuerkennen, aber einen Modus zu finden, der dem prattischen Bedürfnis Rechnung trage und mit dem zu­gleich eine frühere Räumung deS Ruhrgcbieto zu erzielen wäre wenn das so Deutschland, als einer gleichberechtigten Macht, die Anspruch darauf hat, ihr Vertragsrccht auch berücksich­tigt und gewahrt zu sehen, vorgetragen wor­den wäre, hatte sich nicht darüber von Macht zu Macht verhandeln lassen? Hätte nicht gerade eine solche Betrachtung der ganzen Lage in einer Verständigung zu brüt, in einer wirklich inter­nationalen Verständigung die .neue Atmosphäre recht cigmllich befestigt? Wir haben nicht er­wartet, dah Frankreich dazu von sich aus den ersten Schritt täte. Aber England kam das zu.

Ietzt schiebt eS in dieser Weise, die der eng­lischen Politik unwürdig ist, die Milltärkontrolle in den Vordergrund, nimmt e» zum Vorwand, dah der Bericht dieser Kontrolle noch nicht fertig sei Wer auf der Welt wird glauben, dah e» nicht möglich gewesen wäre, den Bericht fertig5uW- len, nachdem die Inspektion feit betn 18. Sep­tember läuft, seitdem nicht weniger cllS 1600 Besuche reibung-los vorübergegangen find k Wer aus der Welt wird glauben, dah hier nicht ein Vorwand gesucht wurde, weil man In England einen Konflikt mit Frankreich nicht braud)t. weil nan In England jetzt um der von Ehamberlain angeflrcbtcn Reuregelung der ganzen Bezwun­gen willen Frantteich einen Gefallen tun will?

Die OppositionSpresse in England und die Oppositionsparteien haben selber anerkannt, dah Deutschland bas Recht daraus hat, amlO. 3a- nuar die Kölner Zone geräumt zu sehen, und haben jenen Gedanken angeregt, mit Deutschland freundschaftlich und auf Dem Fuhe der gleich' berecbliqtcn Macht eine Vereinbarung zu treffen, wenn wirklich praktische Bedenken vorhanden ®ten. Sie heben mit Recht hervor, bah Deutsch­land zum Sündenbock für die Sunden gemacht wird, die die anderen mit dem RuhretE" unb seinen Folgerungen begangen haben. -Aber das englische Kabinett weih, was es will. Es w t l l diese Räumungsfrage als Trumpf für ge­nannte Reuregelung seines Derhaltnistees zu Sranlui* bet And 6aben. Xäumunga- unb Sicherheitsfrage. Milltärkontrolle unb Dolker- bunb, Marokko, Aegypten, Islam und Dolsche-

^^^Für ein England, das jetzt systematisch Reichspolitik und Schutzzollpolitik beginnt und das an so vielen Punkten Schwierigkellen Hat, erscheint es zweckmähig. die Entente mit (Frankreich wieder stärker zu unterstreichen. Daher die er Zu ammen- Ung, daher die Politik gegm Deutschland daher Die Verletzung des Vertrags rechts, mit der das neue Iahr eingeleitet wird.

Man darf dabei nicht übersehen dah diese neue englische Politik s^ieblichauch auf die fitoffuna SSerriotS zuruckwtrken muh. Es ist kin andere? Ton, es ist eine andere Auffassung, es ist eine Art, die Männern wie Vriand und Lou- cheur stärker liegt als Herriot. die von dessen Au - fassung unb Einstellung abweicht. Und m Frank­reich sind die genannten Manner, wte wir meinen, nur zu bereit, Herriots Rachfolge anzutreten Er verfügt ja nach wie vor über eine gute Mehrheit in der Kammer, aber solche Mehrheiten sind ge­rade im französischen Parlament vergänglich, und wenn nun hinter ben jetzigen Fragen die mcht mehr zu umgehende Reuorbnung

Finanzen beginnt, wird er hier die,er Herr we

3nndner Sage, in bet bie!= MchtrLmnung Der Kölner Zone gröhte Schwi^rig^eitcm aufrolli.

einer Lage, in Der bie Miliiarkontoolle noch immer und unerträglich abgehalten wirb, in einer Lage in der eine interalliierte Frnanzmtnister- konf^z herannaht, in einer Lage m der A Dölkerbunbssache unb Milllärkontrolle des Vol serbundes wieder akut wirb, m einer Lage so voll schwierigster Probleme. Entscheidungen und groh ^Sorgen gcht Deutschland in neue Iahr hinein, ohne eine Regierung, bie handlungsfähig .ft, unb ohne eine Regierung, bie zu grohm poh jschen Entschlüssen wirllich autoriUrt ist. Unb

bic Ä auf XI »tun ftipr mrrft9 ja jeder, dah Deutschland keine Re- tzter merrt l I f . Wirtschaftspolitik

S>anbeW>Iitit b-S

Wir haben keine Direttiven, die bas Npi-K äibt Seine Unterhändler müssen von der M den Mund leben und daneben muffen

zuschlagenbe Verfahren bestehe. Das Kabinett von London schlage vor. um bie Bei­behaltung der Besetzung zu red)fertigen, solle nur von ben Verlegenheiten gesprochen werden, die man ben Kontrollkommist ionen be­reitet habe. Die englische Regierung wolle Deutschland beweisen, bah sie sich eine Meinung noch nicht gebildet habe, unb bah sie erst Stellung nehmen werde, wenn der von der Kontrolltomm.ission zu erwartende Schluhbericht vorliege. Die sranzöfis che These sei die folgende: Auf Grund der bereits vorliegenden Teilberichte könne Deutschland schon jetzt der Mihachtung der militärischen Klau­seln des Friedensvertrages beschul­digt werden. Es sei deshalb bas beste, bie Bot- schasterkonferenz zu beauftragen, der deutschen Regierung den Deschluh zu notifizieren, die Kölner Zone so lange besetzt zu hal­ten. bis bie Bedingungen des Friebensver- trages erfüllt sind. ..Echo be Paris" ist der Ansicht, bah sich leicht ein Kompr omih auf folgender Grundlage finden lassen werde: Man könne ben Deutschen erklären, bie Kölner Zone werbe im Mai geräumt, und als Kompen­sation werbe man bie gleidbjAige Räumung des Ruhrgebiets anbieten.

Das3ournal" ist weniger optimistisch und erklärt, im Augenblick könne von einem Kompro­miß nicht die Rede sein. Man dürfe m 11 Deutschland nicht verhandeln, sondern müsse ihm die Maßnahmen mitteilen, die es zu ergreifen habe. Das Blatt ist davon überzeugt, das) die durch die gestrige französische Rote ein- geleitete Verhandlung unter den Alliierten nur beweise, welch wichtige Entscheidung die Vot- schaflerkonferenz au treffen habe. Einige Morgen­blätter wollen wissen, dah die b e l g > s ch e Re­gie r u n g den Standpunkt der französischen Re-

General-Anzeiger für Gberhesien

vrvck vnd Verla-: Vrühlllche UniverfitSlr-vnch- und 5teindruckerei B. Lange in Sietzen. 5chrlstleitung und Seschästrstelle: Zchulfkratze 7.